ElsWB PfWB RhWB Wutz [wuts fast allg. — Pl. wutsən; Demin. wutsəl, wutselχə] n. u. m. 1. kleines Schwein: de Wutʒele sin im Stall. Wutz fress di! droht die Mütter dem Kind Ri. — 2. schmutziges Kind. — 3. Stückchen, Endchen: e W. Zosiss ein Endchen Wurst Rü. — ElsWB els. 2, 887 Wutzel; hess. 462 Wûz, Wutz. Im Spessart, auf der Rhön u. in Hessen ist Wutz, Wûzchen Lockruf für die Schweine baier. 2, 1064. s. a. Hutz Schweinchen. | | Butzel1 n.: 1. 'Schwein', Kinderspr., Butzel (budsəl) [mittl. u. südl. VPf Heeger Tiere I 18 [Bd. 1, Sp. 1420] PfId. 29]; 'junges Schwein' [ebd.]; vgl. PfWB Ferkel, Zs. PfWB Saubutzel; Schmeichelname für das Schwein [ebd.]; vgl. PfWB Butz1 1. — 2. 'unreinliches, unfolgsames Kind', Scheltwort [PS-Bobth BZ-Schweig Rechtb Kühn Hamet 101]. — 3. 'Tintenklecks' [ NW-Dürkh LA-Venn]; vgl. PfWB Butz2 8. — 4. 'Kiefernzapfen', Butzel, Pl. Butzle u. Butzlich [mittl. u. südl. VPf, s. K. 74], Putzel [ BZ-O'schlettb V'weidth], Butzelcher [Hombg]; Butzle roppe 'Samenzapfen brechen' [ GH-Büchbg]. Syn.: PfWB Bib 2, PfWB Bibhünkel, PfWB Bummer 1, PfWB Puppenhähnlein, Forlebib, -butzel, PfWB Gackel, PfWB Gickel, PfWB Gockel, PfWB Glucke, PfWB Gutzel, PfWB Hahn, PfWB Hahnengockel, Hahngikkel, PfWB Hoppel, PfWB Hünkel, Hussau, PfWB Hutzel, Kätzchen, Kienhahn, Klöbchen, PfWB Kunenböcklein, -bummer, PfWB Krachel, PfWB Sau, PfWB Saubutzel, PfWB Schaf, PfWB Surr, PfWB Wutz, PfWB Zapfen. Vielerorts, bes. in der VPf, bezeichnet das Wort den Zapfen von jedem Nadelholzbaum. Nach Wilde 59 heißen die Fichtenzapfen in NW-Hamb grouße Butzele. Bertram 152/53 verzeichnet Butzl 'kleiner Fichtenzapfen'. Zs. PfWB Tannen-, PfWB Fichten-, PfWB Forlenbutzel. — 5. 'Hagebutte' in den Zs. PfWB Hafer-, PfWB Hagebutzel. — Südhess. I 1268/69; Bad. I 388/89; Schwäb. I 1571. | | PfWB ElsWB LothWB Wutz das Wort, mit dem Watz u. Wutsch II zu vgl. sind, ist als wuts, Pl. -tsə(n), Dimin. wutsχə(n) (selten -i-) Rhfrk, Mosfrk an Saar, Mos, in Wittl, Bitb-Stdt Wiersd, Prüm-Rommersh, Daun-Hörschhsn Tettschd, May, SNeuw; Rip vereinz. in Aden-Engeln Weibern, Ahrw-Neuenahr OZissen Remag Sinzig, Bo-Gielsd, Sieg-Mondrf Mülld NDollend Siegbg, Köln-Stdt, Dür-Stdt, MGladb-Rheind [-auts(χə) Saarbr-Quierschd] m., f.: 1. Lockr. u. Kosen. für das Mutterschwein, Sau, bes. in der Kinderspr. W.(che) komm, k., k., — da, da! RA.: Stulz wie e W. Simm, — e W. mit äm Dätz (Zitze) Simm-Kellenb. Der sieht aus wie e W. met äm Ohr Ottw-Neunk. Do kommschde an wie e W. im Jurehaus (Juden-) Ottw-Landsw. De hat so klain Eielcher (Äugelchen) wie en W. Kobl-Metternich. Än W. is vull; wann die anner v. is, fahre mer häm! zu dem, der rülpst Ottw. Dat W.che hot dech gewäsch! zum schmutzigen Kind Koch-Leienkaul. — Well W. Wildschwein. — 2. übertr. a. persönl. verächtl. α. aldi W. Schindmähre Saarbr. — β. W.che scherzh. Obstmade Koch-Klotten. — γ. W.(che) unsauberes Kind Allg. — Wützcher scherzh. ABC-Schützen, unter dem Wützcheslehrer May-Stdt. — δ. en alt W. schmutziges, dickes Weib. — ε. unzüchtiger Mensch Monsch, Allg. — ζ. will W. ausgelassenes Mädchen Kobl-Güls. — b. sachl. α. der Klotz beim Sauspiel; de W. fihre, dreiwe mit dem Wutzkneppel ins Wutzeloch Rhfrk. — β. ein kurzer, dicker Klotz als oberster Abschluss des Keltergerüstes, in dem die Kelterschraube eingesetzt Nahe. — γ. erde W. Tonpfeife [Bd. 9, Sp. 679]
Kobl (s. auch Mutze II). — δ. dicker Kieselstein Bitb-Dahlem. — ε. Sackzipfel Trier-Minden, Daun-Hörschsn. — ζ. Samenkapsel der Herbstzeitlose Goar-NSpay, Kobl-Ehrenbreitstein Waldesch; well W. Lay. — η. hackele W.che drahn huckepack tragen Boppard. — θ. schwer W. han viel Glück Kobl-Moselweiss. — ι. W.ə machen Spässe, Dummheiten Bitb-Malbg. |