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 LothWB widder (Bd. 1, Sp. 540b)   ElsWB wider (Bd. 2, Sp. 793b)   PfWB wieder (Bd. 6, Sp. 1320) 
  ElsWB  ElsWB  ElsWB  PfWB  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB  RhWB widder [widər fast allg.] präpos. mit Acc. u. Dat. an, zu, wider, gegen: sech w. den Desch stoussen sich an den Tisch stoßen Si. Eppes w. d'Mauer stellen D. Si. De Stohl steht w. der Mauer. Wdg.: widder e nander sin uneins sein Ri. Ha.; allegebott un als glich w. in einem fort ibid.; de- u. derwidder dagegen: er isch derw. — lux. 486 u. hess. 453 ebenso. — Zss.

 

  PfWB  PfWB  LothWB  LothWB  RhWB  RhWB wider [wìtər, wetər allg.] 1. [wetr Wh.] wider, gegen. De krejs e par hingeⁿ w. Er is vorneⁿ w. gsprungⁿ. s is mⁱr hert w. gangⁿ deneⁿ Winter es ging mir diesen Winter recht schlecht Wh. Anneⁿ un w. hie und da, gelegentlich: So a. un w. kann ich als emol kommeⁿ Lobs. Hin eⁿd w. von Zeit zu Zeit U. 2. [witr Wh.] wieder. Schoⁿ w.! unwillig zu einem, der oft vorspricht und dessen Erscheinen unangenehm ist Z. Bis schoⁿ w. do? Co. Henry. Wart, du kumms mⁱr w.! ein andermal wirst du kein Gehör bei mir finden allg. — Basel 315. Schwäb. 529. Bayer. 2, 860. Hess. 453.

 

   wieder Adv.: 'abermals, erneut, noch einmal', bes. die Wiederholung ausdrückend, widder (widər) [mancherorts ges. Pf, Altenhofer 13 Heeger Südostpf. 9, 16 Hussong Kirkel 172 Krämer Gal 242], wedder (wedər) [ KU-Einöll Krottb HB-Alth Bexb ZW-Bubhs Ernstw Ixh Mittb O'hs Reifbg PS-H'eischw LA-Diedf], weððer (weðər) [KU-Kaulb Christmann Kaulb 14], wirrer (wirər) [verbr. ges. Pf, Mang 98 Krämer Gal 242], wirre (wirə) [mancherorts MPf], wirrem [Bliesgau (PfId. 152)], wierer (wīrər) [ IB-Schnapp RO-Als Gehrw KL-Mackb Mehlb Stelzbg PS-Fischb Geisbg Hetths KB-Morschh NW-Esth Lindbg LA-Altd], werrer (werər) [mancherorts mittl. WPf vereinzelt übrige Pf, Bernhard 186 Juner 103 Mang 152 Müller Dietschw 71 PfId. 151 Schandein Bav. IV,2 237], werre (werə) [KU-Haschb/R Konk Rammb Selchb WD-Bub HB-Kirk/N'häus IB-Nd'würzb O'würzb RO-Schweisw Winnw KL-Bann Fockbg/Limb Queidb PS-Fehrb Leim KB-Standbl Höh 53 Schneckenburger 24, 48], willer (wilər) [IB-Ensh ZW-Lambsbn LU-Altr BZ-Steinf Glass II 131 Karch Jockgr/Nd'horb 114], weller (welər) [ KU-A'glan Bedb Dennw/Frohnb O'alb GH-Jockgr], wiejer (wījər) [ KU-Bosb Jettb Rammb RO-Ebbg Nd'mosch KL-Lind U'sulzb LA-Herxhwey BZ-Sarnst]; Zs.: PfWB herwieder; schun w. [Hussong Kirkel 170]. 's gebt w. Holler fer e Määsekar 'Meisenkäfig' [Bergz (Kamm 92)]. Ouu, hab isch w. die Krämm (Krämpfe)! [ LU-Dannstdt]. Das macht sich alles w., mein Liewes'che! [Müller Lottche 38]. Die Subb iss a w. nett gesalzd [Westricher Kalender 1957 102]. Allewil weeß ich's w. [ IB-Bliesmg/Bolch]. Es geht w. reene 'Es wird gleich w. regnen' [ HB-Kirrbg]. Honnsema doch schunn w. 's Däärche onnde Hexenaachd ussgehungk! [Glass II 10]. Jo Peifedeckel! Glei deno' / Sin w. zwee, drei neie do [Münch Werke I 168]. Jetzt isch em Karel sei weh Fuß w. gut, do werre w. kassate gehn 'herumschwärmen' [ IB-Ommh]. Herrgott, machscht do en gure Wei, / Do kammer 's nägschd Johr wirre berschde (bürsten 2 'trinken')! [Räder Bitzler 22]. Gunn

[Bd. 6, Sp. 1321]
Dach, do wäre merr w. [ WD-Niedkch]. RA.: for nix un w. nix 'ohne jeden Grund, vergeblich' [vereinzelt]; allegebott un glei w. 'oft' [Spey]. Alle Ritt fangt er w. vun vorne an [ BZ-Dernb]. Heit kummt awwer a w. alles sesamme! [NPfGV 8/1934]. Uff denne Lacher kummt w. en Heiler [ FR-A'lein]. Dem bliehen se heit w. 'kann erneut Prügel erwarten' [Kamm 77]. Dem han ich w. se schaffe gemach 'geschlagen' [ KL-Wörsb]. Du warscht dem Parre w. an de Speckgriewe, zu einem mit Ausschlag am Mund [ PS-Vinn]. Haschde der w. e Bär uffbinne losse? [ KL-Reichb]. 's hot en w. 'Er ist verrückt' [ FR-Albsh]. 's is w. aans g'himmelt 'gestorben' [ KB-Harxh]. Heit hats w. soi Mailche in de Schublad geloßt 'redet wenig' [Kamm 81]. Er huckt sich uf die Knie, wanner schlofe geht, wanner umfallt, stehrer w. uff 'Er gönnt sich noch nicht einmal den Schlaf' [ BZ-Dierb]. Wann ich w. uff die Welt kumm, ausweichende Antwort auf die Frage: wann? [Krieger 16]. SprW.: Wer net will, der hot gehatt, morje kochen mer w. [ Gal]. Wortspiel: Werrer werrer werre wierer war? 'Wird er wieder werden wie er war?', z. B. der zur Reparatur gebrachte Schuh [vereinzelt, Juner 103]. VR.: Ich kumm von driwwe riwwer, brauch Geld for w. niwwer, Fastnachtsheischespruch [ PS-Vinn]. — Die heutige unterschiedliche Schreibung von (etymologisch gleichem) wieder 'abermals' und PfWB wider '(ent)gegen' entspringt gelehrten Regelungen des 17. und 18. Jh. ( DWB DWb. XIV, I,2 867 ff.). — RhWB Rhein. IX 496 ff.; LothWB Lothr. 540 widder; ElsWB Els. II 793 wider.