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 LothWB wäjer (Bd. 1, Sp. 528a)   ElsWB (wæge (Bd. 2, Sp. 796b)   PfWB weger(t) (Bd. 6, Sp. 1134) 
  ElsWB  PfWB wäjer [wǽjər Ri. Ha. u. s.] Verstärkung der Bejahungspartikel: jo wäjer! wahrlich, in der Tat! (wäjer ist eigentl. Komparativ zu mhd.  Lexer wæge überlegen, tüchtig). —  ElsWB els. 2, 796 wëger; vgl. baier. 2, 869 gewaege, waege und hess. 459 worre ist es nicht wahr? s. a. weierol.

 

  PfWB  PfWB  LothWB (wæge in) wëger [wákər Orschw. Heidolsh.; wákr Mittl. M.; wájər Münster

[Bd. 2, Sp. 797a]
Horbg. Dü. Bf. Barr Ndhsn. Illk.; wajər Bisch. NHof Str. K. Z. Betschd. Lobs. Zinsw. Rothb. Prinzh. Ingw.; wæjər Str. Brum. Buchsw. Mü. Lützelstn. Lohr Wh.] Adv. eig. Compar. wahrlich, wahrhaftig, in der Tat, sicher, gewiss, freilich. O, das dörftigs du noch macheⁿ, du bis wëger oʰ nit vum Adl! Orschw. Glaübs du, dass ªs Zaʰnweʰ di grössti Pīn is? Jo wëger, ich ha s oʰ schoⁿ gspürt Mittl. Das gloüw ich wëger! Sulzern. s is w. woʰr allg. ‘s isch wayer wohr’ E. Stöber II 148. ‘Jo, de hesch wayer recht’ Pfm. I 3. ‘Es wischt sich wayer d’ Aue-n-aa’ ebd. I 1. ‘Do ziersch dich wie e Mamsell waier! Im grüene Rock mit Huet un Schleier’ Ad. Stöber Schk. 6. Ich kann ’s wëjer nimmʳ ushalteⁿ Hf. s is wëjer bal wider e Woch ʰrum! Prinzh. ‘wenn mir nit fahre kennte, zell wär, weier, noch scheener’ Str. JB. VIII 195. Oft als Verstärkung der Bejahungspartikel: Jo w.! wahrlich, in der Tat allg. Dis het ⁱʰm göt gedon, jo wëjer Brum. ‘Jo wayer, jo i sieh si au’ E. Stöber II 129. ‘Jo waier isch's ken Kleinikeit, E-n-armi Magd ze sinn’ Schk. 167. ‘Ich müesst mi waijer plöue!’ Hirtz Ged. 165. Ist er jo voll gewën? — Jo, wëjer, voll wi tausig Mann! Ingenh. Di hon ällewëj noch eps ze bezaʰleⁿ! Schulden. Antw. Jo wëjer! Wh. Has du schon van der Geschicht gehört? — Jo wëjer, han ich! Dehli. Bei starker Verwunderung: Na jō wëjer, wënn dis nix is! Ingenh. So, wëjer? so so? Hf. Auch als Verstärkung bei Verneinungen: Neiⁿ, wëjer nit! Dü. Ne, wëjer nit Dunzenh. Hf. Iʰ kännt's wëger äm Oigeⁿblick nit sageⁿ M. ‘beduhte das es dem hofe weger (vorteilhafter) were geton dann gelossen’ Str. 15. Jh. Brucker 35. ‘Im wer weger besser er äss ein rubenschnytz’ Geiler in Als. 1862/67, 155. ‘weger’ u. ‘wegerer’ pro ‘besser’ Œlinger 30. Verstärkt durch angefügtes na: wëjerna fürwahr Str. Hag. ‘wayerna’ Klein. Der het w. Kürasch! sehr häufig als Beteuerung Lobs. Ingw. ‘S isch wayer na wohr’ Str. 1836 JB. XX 56. s. Seite 746. Syn. wëjert, wërzi, wäʰrliʰ Hf., wërzick Ingenh., wäʰrli Dunzenh., wërzina Str., minersechs Ingw.Basel 308. Schwäb. 513. Bayer. 2, 869. Pfalz 149.

[Bd. 2, Sp. 797b]

 

   weger(t) Adv.: 'gewiß, sicherlich, bestimmt wahr', wechert, wechert nan [ GH-Zeisk], Beteuerungsformel in Erzählungen. So en Hanneballe 'einfältiger Mensch', so e Gemeener, / Wär wecher! nit noch meim Geschmack [Firmenich II 17]. Els. II 796/97 weger, wejert.