ElsWB PfWB RhWB sucheⁿ [ʒûə fast allg.; sûə Ri. Ha.; ʒuə Lix.; ʒouən Bo.; ʒiχən D.; ʒéïχən Si. — Flexion: ʒûə, ʒîχt, ʒîχt, ʒuə, gəʒût fast allg. — sû, su, sûχd, sûə gəsûd Ri. Ha. — ʒiχən (ʒéïχən), ʒiχt (ʒéïχt), ʒiχt (ʒéïχt), ʒiχən (ʒéïχən), gəʒiχt (gəʒout) D. Si.] 1. tr. suchen: ich han ne gesucht, awer ich han ne nit funn Fo. Wer sicht, der find, ibid. Spw. Wer sucht, der fingt (findet); wer furzt, der stinkt Ri. Ha. Oïnen sochen jd. reizen Bo. Wenn de mi suchsch (wenn du mich reizst), fingsch de mi Ri. Gell, du suchsch ebbs? sagt man zu jd., der sich nicht zufrieden geben will. ibid. — 2. unpers. leicht schmerzen, bes. im Leib nach einem Abführmittel: ’s sucht Ri. Ha. — ElsWB els. 2, 323 ebenso. | | PfWB LothWB RhWB suecheⁿ, sucheⁿ [sỳəə S.; sỳəχə O. K. Ingenh. Hf.; syùχə M.; sùoχə Kestenholz; sŷχə Str. Han.; sχə Brum.; sûχə Betschd. Ndrröd. Wh.] 1. suchen. Spw. Wer suecht, der fingt (findet); wer schisst, der stinkt Hf. Er suecht schoⁿ lang nämlich Streit Su. Ja, ich suech dich (mit dr Lozërn)! abweisende Rede Hf. Dich hätt ich do nit gsuecht zu finden erwartet Su. Das hätt meⁿ hinder dem nit gsuecht vermutet ebd. Goldstückle s. beim Gehen den Kopf hängen lassen Hi. D Nacht s. an einem Ort immer wieder von neuem nach etwas Verlorenem suchen Liebsd. Deⁿ Preditëx uf dr Kanzlstëj s. unvorbereitet die Kanzel besteigen Bf. D Soü s. ein Gesellschaftsspiel, bei dem nur Karten derselben Farbe ausgegeben werden. Der König ist Richter, die Königin klagt und sucht, der Bauer darf suchen, das Ass ist die gestohlene Sau Co. s. auch Saü 2. D Seel s. jem. umbringen (im Scherz gesagt) Co. Mit [Bd. 2, Sp. 323b]
eⁱⁿme so-n-e scharfeⁿ Mësser könnt mr eiⁿm schoⁿ d Seel s. Beim eifrigen Suchen sagt man in kath. Gegenden das Sprüchlein: Heiligeʳ Antoniˢ voⁿ Padua, zeig mⁱr, was iʰ vrloreⁿ ha Dü., oder noch drastischer: [Hailkər Àntoniỳs fò Pâtỳâ, Hìlf mər sỳəχə wàs i fərlôrə hà; Sèks Seitrak òtər Hùntstrak, ʿSlàk əm Teifl tə Tàtsə awak!] Gebw. 2. betteln Z.; vgl. heischeⁿ 2. 3. unpers. leicht schmerzen, im Bauch bes. nach einem Abführmittel: s suecht im Buch Dü. s het deⁿ ganzeⁿ Morjeⁿ iⁿ mⁱr gsuecht Ingenh.; von den ersten leichten Anfängen einer Krankheit: s het miʰ schon lang gsuecht; s suecht widr M. — Basel 284. Bayer. 2, 215. |
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