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 LothWB Stier I (Bd. 1, Sp. 498b)   ElsWB Stier (Bd. 2, Sp. 610a) 
  ElsWB  PfWB  RhWB Stier I [tír fast allg.; téïər D. Si. — Pl –əⁿ] m. 1. Stier, Bulle. 2. Schimpfwort für einen Dummkopf, einen allzu vertrauensseligen Menschen: du Stier! Ri. — Zss.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Stier [ʿStìər fast allg.; ʿStîr Str.; ʿStér Wh.; Nbf. ʿStìərə in einem Kinderreim Hi.; Pl. ebs.] m. 1. Stier, Bullen. Zuem S. laufeⁿ bullen K. Z. Unser Kuʰ is gestʳⁿ ze S. gelaufeⁿ Geud. Kinderreim: Peter, leʰn mⁱr dineⁿ Stiereⁿ, Iʰ will dⁱr e Wageⁿ voll Holz heim füeʰreⁿ, Hoch, hoch über s Hus; s hockt e Fraü im Hüeʰnerhus, Lëst die besteⁿ Hüeʰner us! Hi. Rda. Im S. sin: a) von der Sonne, im

[Bd. 2, Sp. 610b]
Zeichen des Stieres stehen; b) von Menschen, in Wut, von Sinnen sein Dü. Hf. ‘Klaaut d’ Mamme, ganz im Stier’ Hirtz Ged. 236. Vergleich: Dër suft wi e S. ist ein Trunkenbold Geisp. s. auch ich. Zss. Stierneü. 2. Schimpfw. für einen Dummkopf oder auch einen unflätigen Menschen allg. Dis is jetz emol e S., e tauwer! Z.; ähnl. in Zss. Stierjockl, –marteⁿ Hf. In abgeschwächter Bed. auch gutmütiger, nachsichtiger, vertrauensseliger Mensch: Wënn iʰ keⁱn S. wärd gewëˢn, hätt ich ihne glich bim Wort gepackt Ingenh. Die beiden Bed. berühren sich nach der Absicht des Sprechenden in der oft zu hörenden, halb scherzhaften Wendung: Wënn iʰ keⁱn S. wärd gewëˢn, wärd iʰ Pfarreʳ woreⁿ! Dunzenh. Ingenh. Ër is e grower S. er ist grob Ruf. Basel 278. Schwäb. 511. Bayer. 2, 778.