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 LothWB Steft II (Bd. 1, Sp. 494b)   PfWB Stefze (Bd. 6, Sp. 474)   DWB stefzen (Bd. 17, Sp. 1374) 
  ElsWB  PfWB Steft II viereckiger Nagel ohne Kopf s. Stift.

 

   Stefze f., Stefzen m.:
1.
a. 'stumpfe, kräftige Nadel mit größerem Öhr zum Einziehen von Bändern, Gummiband, Schnur in den Saum', Gen. f.: Steffz (dęfds) [KU-Frankb Bertram § 304 Kleeberger 125 Rohr 208], Gen. m.: Steffze (dęfdsə) [RO-Ransw Kaislt KB-Boland Dreis FR-Saush NW-Dürkh Gönnh Haßl Lambr Wachh Spey LA-Edk BZ-Dernb O'ottb Schweig V'weidth PfId.

[Bd. 6, Sp. 475]
136 Schandein Sprachsch. 69 Schandein Bav. IV,2 247]. Mit me St. zieht mer e Band oder e Schnaar dorch e Saam vun me Unnerrock oder vun de Badhosse [ LA-Edk]. Die Strohhuflechterin braucht en St. [ BZ-Dernb]. a. 1744: 1 sielberner steffzen [JKurpf. 1930 41 Carl Pfalz im Jahr 146]. —
b. 'Metallstift, kleiner Nagel; Stift ohne Spitze', Steffze [NW-Gönnh LA-Venn BZ-Dörrb GH-Germh Jockgr Schandein Sprachsch. 69]; Zs.: Blei-, PfWB Drahtstefzen. —
c. 'Holzstab mit Eisenspitze (auch Nagel) zum Beschleunigen beim Schlittenfahren auf dem (ebenen) Eis' [NW-Duttw Lach/Speyd LA-Maik (Bertram § 304)]; vgl. PfWB Stachel 4. —
2. übertr.
a. 'Herumsteher', Steffz [ BZ-Rinnth]. —
b. 'alter Junggeselle', alder Steffze [ BZ-Wilgws]; Syn. s. PfWB Übergänger. —
c. 'Alkoholrausch'. Er hot en Steffze (horren Steffz) [ LA-Essing GH-Zeisk]. — Das Wort ist eine -az-Ableitung von Steft, einer Nebenform zu Stift ( DWB DWb. X, II,1 1373/74). — LothWB Lothr. 494 Steft II; ElsWB Els. II 577/78 Stefzen; Schwäb. V 1687/88 Steft, Stefz(g).

 

 stefzen, m., wortbildung zum vorigen mittels az-suffixes, besonders in der bedeutung von steft 1 a; armgezierd, als gestückte ermel, die sie tragen uf den achseln und silbrin stefzen an den menteln Keisersberg brösamlein 1, 95b; die nestel von seiden, nach der hosen farb, mit silbern stefftzen Gargantua 451 neudr.; dem ware ein stefftzen am nestel abgangen, da brennete er den nestel am liecht, dass er hart wardt Zinkgref apophth. 2, 14. diese mehr selbständige ausgestaltung des schmuckgegenstandes erklärt auch elsäss.: stefzen grobe nadel, um strümpfe damit zu stopfen Martin-Lienhart 2, 577b, auch eine nadel ohne spitze zum einziehen von nestelbändern in einen saum ebenda, während stefzen kleiner nagel, auch als bezeichnung der von den schuhmachern gebrauchten kleinen holzstifte Martin-Lienhart 2, 578a wieder in die allgemeinere bedeutung von steft zurückleitet.