ElsWB PfWB RhWB siess [ʒîs fast allg.; sîs Ri. Ha.; ʒéïs Bo. D. Si.] adj. u. adv. süß: e s. Mul mache, s. löwe freundlich blicken Ri. Ha. Schlof g'sund und dräm s. Wunsch beim Schlafengehen ibid. Siess Milch frische Milch; siess Platt süße Milch Fo. — Zss. | | PfWB LothWB RhWB süess [sìəs Ensish. Hlkr.; sìas Su. Logelnh. Co. Dü. Geisp. K.; sìes M.; sîs Str. Betschd.; sìès Z. Hf.; sís Bühl; sés W.] Adj. 1. süss. Was s. is für s Mul, is bitter für dr Majeⁿ, un was bitter is für s Mul, is s. für dr Majeⁿ sagt man zu Kindern, um sie vom Naschen allzuvieler Süssigkeiten abzuhalten oder auch sie zum Einnehmen bittrer Arznei zu bewegen Dü. Süess Krüt, süessi Rueweⁿ Ggs. zu Sauerkraut, sauren Rüben Z. Süessi Milich, [Bd. 2, Sp. 377b]
süesse-n-Ankeⁿ frische Milch, Butter Su. Vergleiche: S. wie Zucker, wie Hunig Z. JB. VII 198, wie Mët Su., (iron.) wi e Jud Betschd. ‘Oben süsz vnd vnden süür’ auf den Schein, Betrug hergestellt; oben hui, unten pfui Murner Schelmz. 64. ‘Von dem lieben sessen Wein’ Mosch. II 682. 2. heiter, fröhlich. E süess Gsicht macheⁿ Hf. 3. Adv. Er is nidig, jetz kann er nit s. luejeⁿ freundlich schauen Dü. Der Bauernbursche kauft seiner Liebsten etwas Süsses, damit sie s. luejt Hf. Do kann r awr so s. redeⁿ! fein, lieblich, einschmeichelnd Ingenh. — Bayer. 2, 333. |
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