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 LothWB Schwer-neder (Bd. 1, Sp. 473a)   RhWB schwer (Bd. 7, Sp. 2059) 
  PfWB  RhWB Schwer-neder [wèrnédər Ri. Ha.] m. Schwerenöter.

 

  PfWB  LothWB schwer das Wort ist allg.; man unterscheidet ein Geb. α. mit Umlaut; β. ohne Umlaut; das Rhfrk, Mosfrk (mit Ausn. der WEif), das Rip (mit Ausn. des WRandes) hat -ēr, –:- [Trier, WBitb, in Eusk, Bo -ī·ə.-]; WRand in Wittl-Binsf, Bitb, Prüm, Malm, Monsch, Aach, Eup u. anschliessend in breiter Front SNfrk n. der Benr.-L., Klevld u. das Siegld, Berg einschl. uWupp -:r, –ō:-, –- [Wermelsk -o·u.-; Düss-Stdt -ē:-, –:-; Düss-Gerresh

[Bd. 7, Sp. 2060]
-ē:-; MülhRuhr -ō·ə.-]; Steigerung im Geb. α. -ērər, –:- [-ī:-], -ērt, -:-; im Rip -:rər, –rdər u. -rtər, –ē:rts, –-; im Geb. β. -:rər, –rdər, –ts(t), –ȳrt [nfrk. Wippf -dər, –tst; uWupp -ndər, -nts; MülhRuhr -dər, –øtst; Klevld -(r)dər, –tst Adj.: 1.a. schwer von Gewicht, von Dingen u. Lebendem. RA.: Schw. wie Blei (Lot Klevld), — Iser Rip, Allg., — ene Kloss (Klotz) Klev; he es esu schw. wie ne Hengs Aach-Vicht, — en nasse Sack Altk, Allg., — en Pond Wuərsch scherzh. sehr leicht Rip. Der ein Kind am Kopfe Aufhebende sagt: Eich well äs siehn, wie schw. eier Geld as Bitb-Beiling. Heff (hebe), wat de drage kanns; wat der ze schw. es, liess (lässt) do lige; wat ze heiss of zo schw. es, dat muss mer lige losse Köln-Stdt. Schw. ze drohn es fir e Manns Mon (Mögen) Merz-Keuching. Dor es necks schwörder te drage as en Kont (Gesäss) voll rippe Schitt (äusserst verdauter Scheisse) Geld, — als en Arsch voll mären (mürben) Dräss Neuw-Asb. Dat es nit so schw., säj den Bäcker, duw mick hen et Brot te lecht (im Wortsp. zu schw. 2) Geld-Kevelaer. A.: En Schwäre (Geschwür) quält mich! B.: Hättst dir solle en Lechte holle! Neuw-Asb. — b. gewichtig, ausserordentlich an Eigenschaften (ohne dass dabei der Nebensinn »schwer von Gewicht« mitzusprechen braucht); ene schw.ə Kerl, en schw. Fraumensch, e schw. Stöck Veh; de hät et schwertste Perd heröm on töm usf.; gross, breit, stark; ene schw.ə Knech stark; ene schw.ə Mann sehr reich; en schw.ə Lik Begräbnis mit zahlreicher Beteiligung; en schw. Flamm (Für); en schw. Bröck (Steinbrücke); ene schw.ə Bom hoher, dicker Baum; en schw. Hus geräumiges Haus; ene schw.ə Mart gut besuchter Markt; en schw. Geschäf ausgedehnte Handlung; ene schw.ə Prozess; ene schw.ə Ress weiter Riss; en schw. Klöpperei blutige Schlägerei; schw. Wasser viel, eiskaltes W.; ene schw.ə Haufe; schw. Schohn breite, plumpe Schuhe; schw. Hänn breite, plumpe, schwer auf etwas lastende Hände; schw. Gras (Fröch) (auch et Gr. steht schw.) fettes, mastiges, dichtes Gras (Getreide); ene schw.ə Boddem (Grond) fetter, kleienartiger Ackerboden, ergiebig, aber auch schw. zu bearbeiten; de hät en schw. Portemanee, — en schw.ə Böggel (Beutel) Geld viel Geld; dat wor ene schw.ən Donner(schlag); en schw. Schur Ren (Regenschauer) (auch et hät schw. gedondert, — gerent); en schw. Loch Gewitterluft; ene schw.ə Wend (Sturm); ene schw.ə Fall dohn; en schw. Strof (Strafe); en schw. Lüg Rip, Allg.; schw. Gicht viel Eisenstein enthaltende G., in der Spr. der Hüttenarbeiter Siegld, Altk; schw.ə Stöcker maken böse Streiche Elbf; ene eas schw. sehr reich Saar; do besde net schw. genog wirst als Freier nicht angenommen Sieg; er hot ene Schw.ə hängedrahn ist schwer bezecht; he hät schw. gelade dass. Rip, Allg.; de hät se schw. setze dass. Eusk-Euenh, — es schw. em Tee Kobl, — em Höt (Haupt) Schleid-Reifferschd, — hot se schw. dren Goar-Salzig; dat welle mer schw. hoffe Rip, Allg.; de lig enem schw. op der Täsch fordert zu viel Geld; hängk schw. dren steckt tief in den Schulden, — verdent

[Bd. 7, Sp. 2061]
schw. Geld; he hät schw. Schläg krege; ech han dech schw. em Verdach; met dem geng et schw. dernevve; do en der Stross wiərd schw. gebaut; he hät schw. ze dohn (arbede); dat es schw. ze glöve (glauben); der es schw. gewasse (gewachsen); enen schw. strofe (strafen), — kränke; he kreg schw. Angs; he es schw. gesalf sehr reich; du möss dech schw. ändern; de hät sech schw. an den Arsch gefohlt sich sehr getäuscht, — schw. geärgert; der es schw. rich, — schw. besoffe (voll), — schw. krank, — ful, — möd (müde) udgl.; der hät schw. vill Geld; en schw. wölle Doch (Wollentuch); en schw. side Kled; et es schw. kalt (dür usf.) Rip, Allg. RA.: Oəverlangk (Oberland) schw. (voller Gewitter), Niərlangk (Nieder-) klor, dann göft et gout Weər Kref-Fischeln. Der hot schw. Schouh an er geht faul Bernk. — c. schwerfällig; er es su schw. be'n Elefant May; he hät ene schw.ə Gangk, — küt su schw. eran; en schw. Zong (Zunge) han nicht recht reden können; he hürt schw. er hat ein schlechtes Gehör oder will nicht hören; he es schw. van Begreff Rip, Allg.; er es lech va Verstand on schw. va Begreff MüEif; he lihrt schw. lernt nicht leicht Rip, Allg. — d. benommen; üm üs de Kopp schw.; he het ene schw.ə K. Ruhr, Allg. — e. protzig, sich selbst überschätzend; he es schw. Düss-Stdt; ene Schw.ə finsterer, verschlossener Mensch Mörs-Xanten. — f. drückend, von Sorgen, Leid, Not; et Led es mer doch ze schw.; et es mer schw. öm et Herz; et fällt em schw. op et H.; ech han schw. Led, — schw.ə Verdross; mer hatten höck (heute) ene schw.ən Dag mit viel Arbeit, Kummer; dat es für mech ene schw.ə Gangk nicht nur mühselig, sondern auch sorgenvoll; de hät ene schw.ə Dud gehat; en schw. Kos unverdauliche Kost; ech han et arg schw.; dat fällt mir schw.; du machs et (das Leid) mir noch schw.ər; he hät dodran schw. ze drage Rip, Allg.; bei dir hät et schw. (hell) afgegange du hast schwere Sorgen MGladb. RA.: Es dat Lewen noch so schw., holt (halte) di Kopp on Hatten (Herz) klor! Ess-Schuir. Nöcks es schwerder ze drage wie leddige Därm (Hunger) Sieg, Bo. Der Beddelsock es schw., et schwörschte, wann er leəg (leer) es Heinsb. — In bes. Verb.; de schw. Angst (uWupp, May-Ochtendung); de schw. Kränkde (Siegld), et schw. Led Wend, Birkf, Malm, Rheinb, Dür, Geilk-Brachelen; de schw.(ə) Nut (Not) Allg. Fallsucht, Inbegriff aller Bedrängnisse (diese Verb., wenn auch  betont, werden oft als Zs. betrachtet; bei schw.(ə) Nut fehlt vielfach das u. --, tritt auch als Kürze auf); bes. in Verwünschungen: All die schw.ə Nut kennt dir iwer de Leif; de schw.ə N. sollste kreien; in Flüchen: Mord schw.ə N.; schw.ə N. noch emol; schock schw.ə N.; schw.ə N., wat säste elo! Prüm, Allg.; schw. N., Dunnerknispel! Ahrw-Westum. Lott ös dut, L. ös d., Julche leit om sterwen; schock schw.ə N., schock, schw.ə N., göt et wat ze erwen! Trier-Stdt. Ruət freit wie de schw.ə Nuət Geld, Nfrk. Dau Schw.lächskopp! verdammter Kerl Wend; ene Schw.nutsjong, –kerl durchtrieben, verschmitzt (halb anerkennend) Rip, Berg; schw.nutskeihn sehr kühn Merz-Losh; en Schw.nutskält

[Bd. 7, Sp. 2062]
verdammte Kälte Kobl-Bend; no de Weckwoche (Flitterwochen) kum de Schw.nutswoche Sieg-Ägid; huh gehange, nidder gefalle, durchgedaut (gepresst) get Schw.ənutskraut? Rätsel vom Birnenobstkraut Koch; e schw.nutser Kerl durchtriebener Bursche Goar-Weiler; en schw.nüədertser K. Altk-Birken; en Schw.ənüder schlechter, verdammter Kerl, verschmitzter, verschlagener K., (halb anerkennend); einer, der Erfolg bei den Weibern hat Verbr. — Mit Ersatz für »Not« in Flüchen: (schock) schw.ə Brett! Ahrw-Remag, Dür, Elbf; ene Schw.əbrettskerl; schw. Geläng! Dür-Stdt 1880; dau sollst de schw. Hacke krien! Nahe, Simm, Goar, Kobl, uWupp; schw. mäng (on keng Eng »Ende«)! Siegld; schw.(ə) nicks! Simm, Sieg-ODollend, uWupp; Schwerigket! Prüm-Mürlenb 1860; Schwenselenz (< schwer Pestelenz) s. d. — De schw. Donnerschdag (nicht schw.ə) der Donnerstag vor Fastnacht, an dem sehr fett gekocht wurde (s. fetter D.) Zell-Stdt, Kobl, May-Polch, Neuw-Isenbg; der schw. Mondag Montag nach Dreikönigen Kobl, Bo-Stdt. — En Schw.ər; er es och bei de Schw.ən er ist Schichthauer; die Sch. stehen in dem Rufe, dass sie ihre Gesundheit hintansetzen, wenn sie bei ihrer ungesunden Schachthauerarbeit, wo sie täglich durchnässt werden, einen tüchtigen Lohn verdienen, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — 2. schwierig, difficilis, hinsichtl. einer Leistung; en schw. Opgaf; en schw. Sproch schwer zu erlernende Sprache; en schw. Stöck Ärbet; dat es schw. ze dohn (mache); die Ärbet (udgl.) fällt mir schw., — hält schw.; do kann ech schw. drüvver wegkunn Rip, Allg. RA.: Et es schw., dem Has et Höppe te verbene (verbieten) MGladb, SNfrk. Ärbeit fenden ös nit schw.; Ä. holden, dat ös schw. Dinsl, Allg. Aller Anfang es schw., sät de Spetzbof, du stohl he der Amboss Heinsb, Allg., — sät de Buər, du trocht (trak, zog) he der Oss (Ochs) met der Statt (Sterz) no der Stall Heinsb. Dat fällt mir su schw. wie em dude Mann et Scheissen Wittl-Binsf. Riche Lück (Leuten) jet schenken, hält schw. Köln-Stdt.