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 LothWB Schnurre (Bd. 1, Sp. 462b)   ElsWB Schnurr(e) (Bd. 2, Sp. 505a) 
  ElsWB  PfWB  RhWB Schnurre [nùrə Av. u. s.] f. Ratze (Knabenspielzeug). —  ElsWB els. 2, 505 ebenso. s. a. Schnorr.

 

  PfWB  LothWB  RhWB Schnurr(e) [ʿSnûrə Olti. Roppenzw. Strüth Mü. Katzent.; ʿSnùrə Mü. Urbis; ʿSnùr O. U. W.; Pl. –ə; Demin. ʿSnîrlə Olti., ʿSnìrlə Ruf.] f. 1. Maul, Schnauze, Rüssel. Mit dr S. wüeʰlt d Soü im Drëck ʰerum Dü. ‘in dr Schnurre’ des Wildschweins Lustig I 115. ‘schnuurä’ Mü. Landsman Lied. 128. ‘Schnorren an den thieren Proboscis’ Dasyp. Verächtl. vom Mund: Halt d. S.! Mark. Hf. Uf d S. haüeⁿ Gebw., stosseⁿ Str. Dem bin iʰ üwer d S. gfaʰreⁿ! Geisp. E gschliffeni S. eine scharfe Zunge Mittl. E S. macheⁿ schmollen Dü. Zss. Schnurreⁿbutzer. 2. Demin. Mündchen. Du hes e chleiⁿ Schnürrle! Olti. 3. altes schwatzhaftes Weib Str. 4. Knabenspielzeug. Ein Knopf oder eine durchlöcherte Blechscheibe wird durch 2 Schnüre in kreisende Bewegung versetzt, wobei ein schnurrendes Geräusch entsteht Su. Zss. Schnurrbeinel. 5. Kreisel, der mit der Peitsche getrieben oder durch das rasche Abziehen einer Schnur zum Kreiseln gebracht wird Ingw. In der ält.

[Bd. 2, Sp. 505b]
Spr. auch Handklapper. Syn. Rätsch. ‘Sie haben leichtfertige Ding feil als Schnurren, Blosbelg’ Geiler Brös. 1, 95. ‘Crembala ein schnurr’ Gol. 239. 6. Abendmarkt (s. Seite 710), eig. das Herumschnurren. Bis wider uf dr S. gewëˢn nächte? Wh. Du, dëne Oweⁿd geʰⁿ mⁱr uf d S. auf den Strich Büst. — Basel 262. Bayer. 2, 580. Westerw. 204.