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 LothWB Schnaps (Bd. 1, Sp. 457b)   RhWB Schnaps (Bd. 7, Sp. 1551) 
  ElsWB  PfWB  RhWB Schnaps [nàps fast allg.; nàbs Ri. Ha.] m. wie hd. Schnaps: e Rasion Schn. Ri. De Schn. inschenke jemandes Nasenspitze zwischen die Finger nehmen u. sie fest zusammendrücken ibid. — Zss.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Schnaps das Wort ist allg., u. zwar -abs, –aps, Pl. -ę- [Siegld, Berg -psə], Demin. -ępsχə(n), –skə m.: wie nhd., Branntwein u. das gewohnte Mass, Gläs-chen voll Schn. (en Vügelchen) (en Schnaps = 0,1 l, e Schnäps-che 0,05 l); das Wort ist im alltäglichen Gebrauch nicht verächtl.; es wird im Westerw, Rip, Nfrk dem Worte Branndewin vorgezogen (ohne dass dies nicht gebraucht wurde), während letzteres Rhfrk, Mosfrk an erster Stelle steht; man sagt also hier Br. brennen, im Westerw, Rip, Nfrk Schn. br.; hier auch der Schn. schmack got, — brennt enem em Hals; ene Schn. usgevven, während es dort der Br. schm. g. heisst; hier aber wie überall sagt man: eich gohn mer en Schnäps-chen drenken; gemmer (dohn, schütt mer) noch en Schnäps-chen (u. Dröppchen) d. h. ein Gläs-chen Schn.; Sorten: ene Kloren (Klaren) u. en Körnchen Roggenschn., en Kloren mit Speck ein Korn mit Boonekamp gemischt Dinsl, Rees, ene Quetschen (Zwetschenschn.), ene Kirsch, ene Träven (Treberschn.), ene Kümmel, Wermot, Pfeffermönz, Anis; ene Bettern, Sössen; ene Nordhüser, Münsterländer, Bonekamp usf.; fränze Schn. Franzbranntwein Mü-Eif; gezuckerten Schn. Pfefferminzschn., kalt gestokter Schn. Sprit mit Wermut oder Anis (Kümmel usf.) drin Gummb; schlechter, geringwertiger Schn. Fusel, Schabau (s. d. W.). RA.: Morgens es e Schnäps-che got un och ze Mettag, un wer om Owend schnapse doht, hot iwer Nacht ken Plog (Plage) Wittl-Reil. E Schnäps-chen morgens as besser wie en ganz Hott (Rückentragkorb) voll Grumbern (Kartoffeln) Trier-Schleidw. Schnäps-chen, du edler Christ, dau schmeisst so manchen op die Mist (Misthaufen), bei meim Vadder host de et geduhn, bei mir fängst de uch schun demat un; dafir soll dein Ongleck sein, d. musst de an (in) den Hals erein! Trier-Schleidw. Et ös besser, wann e Buredorf ze Grond geht, als wann ene Troppe Schn. op de Eərd fällt Eusk-Schwerfen. Wenn der arme Mann nicks han soll, da fällt öm der Schn. öm Düss-Stdt. Wenn der Manne Ber en Schn. dränkt en de Frau ne Spien (Span) en drei Deil dellt (teilt), da könne se noch neit verderve Eup. Wer honnert Johr Schnäpse drenkt, wird alt Siegld-Freudenbg. Wer et gläft (glaubt), werd selig, wer Schn. dr., frehlich Neuw-Urb. En hot ze viel Schn. gedrunk, wie e klän wor er ist im Wachstum zurückgeblieben Wittl. Häs jo ene Schn. gesoffe! zu dem, der Unsinn redet Ahrw-NZissen, Allg. Einem, der über eine Zecherei prahlt, erwidert man: Jo, veer Mann han en Schn. gedronke on noch half stihn losse! Neuw-Dernb. Ich packe kene Schn. mih en de Mul! so soll der Schn.säufer gesagt haben Rip. Hen hat de Schn. gesiehn er ist bezecht Prüm-Büdesh. Et wär besser, du schütts de Schn. än (in) de Ränn (Rinne) bie de Hals eronner! zu einem Schn.säufer Neuw-Asb. Et kömmp op en Schn. niet an auf eine Kleinigkeit Rip, Nfrk. Em Schn. versaufe de mäste Leit Neuw-Dierd.