Rigel [rìgəl Fo.; regəl Pü.; ríjəl D. Si. Mtsh.] m. Riegel: en R. an der Dir. Enem e R. var's Mul schiewe jd. an etwas verhindern. — ElsWB els. 2, 243; s. a. Reiel u. Reitel. | | PfWB ElsWB LothWB Riegel das Wort ist allg. (doch im Rip, Nfrk dafür mehr mdl. Synon. Baum, Scharr, Schalde, Schäuber), u. zwar Rhfrk, im Saargeb. südl. einschl. Saarl-Wadgass, Saarbr-Püttl, Ottw-Wahlschd Merchw Schiffw Stdt, Wend-Mainzw rīχəl u. -i-; Kreuzn-Hahnenb, Birkf, Wend, Ottw u. Saarbr, n. der rīχəl-L. ręil (< rîl), –ēi- f.; die mosfrk. Saar, Trier, Wittl, Bernk (Mos), Bitb, Prüm, also das WMosfrk rę·i.l f. [in NPrüm -·y.-; Saarl, Merz, Prüm auch rę·i.əl; Merz-Hausb rę·i.jəl; Prüm-Olmschd ręjəl] [in diesem Geb. begegnet aber auch an Mos u. n. Mos rījəl, oft mit Bedeutungsunterscheidung: rę·i.l grosser R. von Eisen oder Holz, rījəl kleiner Türriegel, so Bernk-Neumag]; das übrige Rhfrk (uNahe, Hunsr) u. die uMos von Zell an, May, Neuw rīəl, –ī·ə. [May-Moselsürsch rī·ə.r; in Bernk, Kobl, May, Daun, Aden, Neuw, Altk vielfach auch rījəl, –ij-]; Altk, Siegld rejəl [O u. SSiegld -ę-; Freier Grund bis Rinsd Wilnsd Wilgersd -i-; Freudenbg -ē-]; Rip -ij-, –ej- [doch Aden, Ahrw, Schleid, Rheinb, Bo, Sieg meist oder vielfach rī·ə.l; Malm, Aden-Dorsel rę·i.l; Sieg-Leuschd r·ə.l]; Berg rījəl [Wermelsk rīwəl]; SNfrk, Klevld (in beiden Geb. selten u. wohl nach dem Nhd.; mdl. Schalde) rījəl, rējəl [Heinsb-Bocket riχələ], Pl. -əln, –ələ (Klevld -əlts), Demin. -əlχə(n), -əlkə,-əltə –əltjə m. [ręil f.]: 1.a. wie nhd., schmales Schiebeholz oder –eisen zum Verschluss einer Türe, der Treibriegel am Fenster; drehbarer Balkenverschluss am Scheunentor (auch Baum); an dem alten Türschlosse der mit einem Riemen aufhebbare R. (ene R. met Treck am Kördche ‘Kordel’ Rip) Allg. (daneben im WMosfrk Reidel, hier Bed. 1 b vorherrschend); auch im Kastenschloss ist unten ein R. der in einer viereckigen Öffnung hin- u. hergeht; beim Schloss unterscheidet man Tag- u. Nachtriegel; der Tagriegel wird mit der Türklinke vorgeschoben, der Nachtriegel mit dem Schlüssel. Riegel bestuten (bestossen); de Riegelstock wird beim Filen (Feilen) onger de Riegelstet (-sterz) gesatt Mettm-Velbert. Dür-, Porzen-, Fensterr.; en hölzen, isere R.; den R. (der) fürdohn (-mache), — zomache, — wegdohn, — wegschive Rip, Allg. RA.: Ech hon em e R. (de) vorgemacht (derfür gedohn) ihm sein übles Handwerk gelegt, seine [Bd. 7, Sp. 414]
Handlungen u. Absichten zu hindern gesucht Saarbr, Allg.; enem ene R. fürschive, — fürschuve Rip, — schesse Aden-Liers; wenn de net gleich des Maul hälscht, dann krischte e R. devor! Ottw-Remmesw. Er hat e R. vor'm Maul spricht nicht Saarbr-Dudw. Der küt henger (hinter) Schlouss (Schloss) on R. ins Gefängnis, nach dem Nhd. Rip, Allg. Der hält alles em R. in Ordnung Sieg-ODollend. A.: Wat get dat, wat dau lo michs? B.: E R. fir e Gänsenorsch! Trier-Schleidw. — b. schmales Querholz, Leiste. α. Querlatte am Zaun, am Treppengeländer Saarbg, Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Malm. — β. Kreuzbalken an der Egge ebd. u. Neuw-Gladb. — γ. Leiste zwischen den Füssen u. an der Rückenlehne des Stuhles ebd. u. Saar. — δ. am Wagen. αα. Durchstecker, durch den Wagenkasten u. Wagengestell verbunden werden, in der Bergmspr. Altk, Siegld; Scheit zur Verbindung der beiden Gestellbäume u. des vordern Teiles des Fürkels Malm, Daun. — ββ. eiserne oder hölzerne Stütze für die Leitern des Wagens Trier-Geisf Raschd. — ε. Waage am Pflug Aden-Dorsel, Mettm-Hochdahl. — ζ. Brandrichte, eisernes Gestell (Bock), auf dem das im Herde brennende Holz aufliegt (veralt.) WEif (o. O.). — η. im Holzwerk des Hauses αα. waagerechter Balken zwischen den Pfosten des Fachwerkes Simm, Siegld, Bo, Sieg, OBerg; die schiefen (diagonalen) B. im Fachwerk Bo-Vilich Müld. — ββ. kürzerer Tragbalken über Tür u. Fensterschwelle Bitb-Wiersd. — γγ. unterste Dachpfette, auf der die Sparrenenden ruhen Bo-Limperich Ramersd, Merz-Keuching; rīl Kreuzn-Münster; schräge Verstrebung unter den Dachsparren, um eine Verwindung des Daches zu verhüten Bo-Pech; Zange im Dachstuhl Bo-Ippend. — δδ. Spaltholz zwischen den Deckenbalken des Hauses Kobl-Rübenach. — εε. Quer-, Fitzgerte im Gefach der Fachwerke des Hauses Neuss. — Krampe (Krämp) un Riəlcher Ösen u. Schleifchen (Häkchen) Goar-Morshsn, Saarbr-Berschw, Saarbg-Soest. — 2. übertr. a. sachl. α. rī·ə.l Messlatte für Zimmermann u. Schneider WSelfk. — β. rę·i.l f. Spanne am Fuss Merz-Mettlach, Saarbg-Wellen. — γ. verächtl. (lange) Nase Trier-Stdt. — b. persönl. rī:l ungestümer Mensch Saarl-Diefflen. |