ElsWB PfWB RhWB Rieschter [rîtər Fo. Fa. Pü. Lix. u. s. — Pl. –ə] m. Fleck Leder, womit zerrissenes Oberleder an Schuhen u. Stiefeln geflickt wird: der Schuk isch verress, ’s muss e R. druf Lix. — hess. 326 u. ElsWB els. 2, 295 Riester; baier. 2, 161 Rister, ndd. rêster, From. 6, 366. | | PfWB PfWB ElsWB ElsWB LothWB LothWB Riester II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk rīsdər (-d- bis zur d/sd-L. im Rhfrk u. an der Saar), -ēi-; Mosfrk -ī:-, –ē:-, –ēi-, –e·i.- (s. kriechen); Rip -ē:- [Aach-Alsd -ø-; Vorweiden -o-]; Berg -ē:-, –ē-, –ī- [OBerg an der OGrenze -ei-]; SNfrk -ē:- [in der Selfk hier u. da -īə-; Kemp-Dülken, Kref -ę·i.-; Kemp-Grefr, Geld-Wachtendonk -ø-]; Klevld -i-, Pl. wie Sg. u. -ərə(n) [Selfk -ər, Klevld -ərs] m. [selten n.]: 1. das schildähnliche Streichbrett aus Holz oder Eisen am alten Pflug an der rechten Seite des untern Pflugbalkens neben dem Schar in schräger Stellung angebracht, vorn etwas gebogen; jedesmal nach dem Pflügen einer Furche, nach dem Wenden umgewechselt; der R. wirft die Erdschollen, die Kulter u. Schar (Wessel) durchschnitten haben, an die Seite u. hilft so die Furche bilden; an dem grossen R. saß noch oft ein kleiner R., dat Riesterchen; an der innern Seite am hintern Ende des R. war eine Döll [Bd. 7, Sp. 421]
(Eisenröhre), in der die Spöll (Spindel) mit Backen an beiden Seiten u. nach vorn Daumen u. Rästhal (-halte) steckte, der in das Loch (Räst) des Brettes eingeschoben wurde, die Spitze (Halm) in die Brill Sieg, MülhRh, Grevbr; je nach der Grösse der R. oder nach der Art des Pflügens unterscheidet man den Acker-, Balken-, Brabandsch-, Brach-, Drot-, Reih-, Krämp-, Ohr-, Soot- (Saat-), Stülp-, Stürz- u. Wenderiester; Wälzer (s. d. W.); den R. herömdrähne, — wenne (wenden); den R. blank mache Sieg, Allg.; de Plog geht zo viel op dem R. geht schief Wittl. RA.: Et geht vom R. flott vonstatten; dem geht es v. R. ihm fluppt die Arbeit Mosfrk; et geiht v. R. wei geschmiert Saarbg-Stdt; et fällt em v. R. dass. Saarbg-Freudenbg; et wellt mer net rech v. R. ich habe keinen guten Stuhlgang MüEif; ene v. R. dohn einen kräftigen Furz lassen ebd. Hengerm (hinter dem) R. es Art (gepflügtes Land) geschehen ist g. Wippf-Thier. — 2. übertr. a. sachl. α. scherzh, αα. Penis des Mannes Köln-Stdt., Saarl. — ββ. Nase Merz-Haustdt. — β. Stück. αα. langes Feld, langer R. Kreuzn-Boos, May-Hatzenport. — ββ. derbe Schnitte Brot Birkf, Merz-Saarhölzb, Saarl-Diefflen, Daun-Nerdlen, Altk-Bachenbg, Remschd. — γγ. kleines Stückchen Leder, das als Flicken an der Seite des Oberleders des Schuhes auf eine schadhafte Stelle aufgenäht wird; ene R. dropsetze Rip, Allg. [rȳ:stər Köln-Stdt; rīstən Dinsl-Vörde; γəres Hiesf]. — γ. schmale Seite des Ackers Bitb-Bauler, Altk-Breitschd, Sieg-Selhf. — δ. der Stock des Pflügers Bernk. — ε. der oberste dicke Teil der Peitschenschnur Kobl-Neuend, Aden-Antw. — ζ. Fusspanne Kreuzn-Thalböckelh, Simm-Stdt, Zell-Enkirch, Koch-Treis, Neuw-Datzeroth, Sieg-Siegbg. — η. rȳ:stərχə Siebblech Köln-Stdt. — b. persönl. langbeiniger, hagerer Mensch Altk-Bachenbg, Sieg, Berg (auch vom Hahn Sol). | | ElsWB PfWB RhWB Rieschter [rîtər Fo. Fa. Pü. Lix. u. s. — Pl. –ə] m. Fleck Leder, womit zerrissenes Oberleder an Schuhen u. Stiefeln geflickt wird: der Schuk isch verress, ’s muss e R. druf Lix. — hess. 326 u. ElsWB els. 2, 295 Riester; baier. 2, 161 Rister, ndd. rêster, From. 6, 366. |
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