PfWB RhWB reckeⁿ [rèkè Mtsh.] tr. v. reichen. | | PfWB LothWB recken das Wort ist allg., u. zwar -ęg- Rhfrk, Mosfrk [-- Trier-Ld]; -ęk- sonst [-ai- Dinsl] schw.: 1.a. etwas r., an ihm ziehen, es spannend u. verlängernd (dehnend); Wäsch (Lake) r. zu zweien an dem gewaschenen u. getrockneten Leintuche ziehen u. es zusammenfalten (die Mangel ersetzend); Ledder r. aufziehen; Isen, Stohl r. im Eisenreckhammer, bes. beim Raffinierverfahren; den Hals erusr. hervorstrecken Rip, Allg.; hej reckt de Knök [Bd. 7, Sp. 223]
(Knochen) er reckt sich Geld; de reckt se (die Lüge) er lügt gewaltig Merz-Saarhölzb; de Botter jet r. dünn aufschmieren Sieg-NCassel; no jet r. mühevoll die Arme nach etwas ausstrecken, um es zu erreichen Mettm, Allg. — (Net) r.! Ruf beim Klickersp., der es dem Rufer (nicht) erlaubt, die Lage seines Klickers zu ändern Daun-OBetting, s. reckseln; dran reckes! Kemp-Dülken; peckes ohne reckes! MGladb. — De Koh reckt sie ist brünstig Altk-Horhsn. — Recke lange Furchen pflügen; Reckfure trecken Kref-Osterath. — b. sich r., seine Glieder r., im Bett u. wenn man aufgestanden ist; sech r. on strecke Allg.; he reckt sich wie'n Onke Altk-NFischb, — bie en fule Os (Aas) Neuw-Etschd; ech könnt mech us dem Fell r. Schleid-Glehn; den ganzen Dag sek em Bett römr. Elbf; do reckt de sek wiər er räuspert sich Mettm-Langenbg; der moss sech noch annersch herusr. der im Wachstum Zurückgebliebene moss sech noch r. on strecke Neuw-Etschd, Allg.; sech erusr. sich hervortun Erk-Körrenz. Reckt sich einer, so sagt man: Sou lang Höəre (Hörner) hät onse Oəss (Ochse) MülhRh-BGladb, Dür, Mörs-Pelden, — hät mi Bestevadders Oəss! Kemp-SPeter. — Von Sachen; wenn de Könner krische (schreie), reck sech et Fell Sieg-Ittenb; jet darschmissen (hin-), dat et sech reckt unsanft auf den Boden werfen Wippf-Lindlar. — c. intrans. mit ‘haben’. α. sich über etwas erstrecken; e klein Bröggelche (Brücke) reck de quer üvver de Bach Köln-Stdt. — β. schnell gehen, rennen Klev (s. auch reckern). — γ. genügen, darreichen; dat reck net (dar) Rip (meist rekə); su weck (weit) hatt et em net gereckt so weit hatte er nicht gedacht Dür-Langerwehe; he denkt net wider, als öm de Nas reckt SNfrk, Allg. RA.: Et reckt wie of Mattese Hochzeit Kobl. Wer sich länger streck, als sing Deck reck, de krit kal Föss (kalte Füsse) Köln-Stdt. — 2.a. einem etwas r., mit gerecktem Arm hinreichen; jet darr.; reck mir das Brut es (her, hin, eröm); de Garve (erop)r.; et es heraf Goar, uMos, May, Aden, Rip (hier auch rekə (ricken) (wie sekə zu seichen) SNfrk; de Dröppcher r. die Tröpfchen (Schnaps), in der Wirtschaft bedienen Schleid-Hellenth. RA.: Ein grosser Mensch kann an e Schottelbrett r. Jül. De moss dem Herregott et Holz r. er muss dreschen Aden-Dollend. De kann dem et Wasser nit r. er erreicht ihn an Fähigkeit nicht. Glich kreis de eine gereck (eine Ohrfeige), dat de net weiss, of de Mönnche odder Wifche bes! Ahrw, Allg.; ich r. dich ene! Dür; enem en Konkel erafr. Aach. Woə me net r. met opgereckten Uhren laustern Eif, Allg.; — drop los munter drauf los, ohne Angst, mit Freude, sich an nichts störend, mit gutem Gewissen Trier, Koch, Prüm-Leidenborn. — De Arme (udgl.) o., meist aber en de Hüh r. — b. sich r., den Körper dehnend, langsam, aber energisch aufstehen, bes. vor Erstaunen, Unwillen; wie er de Frechhet [Bd. 7, Sp. 224]
sohch, do reckden er sech ävver op on langten em en paar Rip, Allg. — Abl.: die Reckerei, dat Gerecks, sech zerr. (Rip.). |
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