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| LothWB Musikant (Bd. 1, Sp. 374b) | PfWB Macken-bach (Bd. 4, Sp. 1094) | PfWB Dudel-sack (Bd. 2, Sp. 594) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
[Bd. 4, Sp. 1095] [Weber 43]. VR.: Traa mich, traa mich, traa mich net weit, traa mich no M., wo's so scheen geit (geigt) [ PS-H'einöd]. Zu den Necknamen seiner Bewohner s. PfWB Besembinder 2, PfWB Dudelsack 2 b α, i2; dazu: Kochleffelschisser [Seebach Neckn. 33]. Deutung des ON: Bach des Macko [Christmann SN I 366]. Südhess. IV 471.
| 1. 'Sackpfeife', Dudelsack (dūd(ə)lsag) [RO-Obd BZ-Dernb GH-Schwegh Lambert Penns 45], Duddel- [ KB-Eisbg], Durel- [ KU-Schmittw/O Kaulb Kreimb ZW-Gr'bundb NW-Wachh]. Vor 1914 wurde der D. von den durchziehenden serbischen Bärentreibern gespielt [ GH-Schwegh]. Sie kumme mit Dudelsack, Peife un Drumme [Birmelin Penns Poems 79]. RA.: Er macht Wind wie e Dudelsack [Hebel 19]. Wann ich dich kriee, hau ich dich, daß de de Himmel far e Baßgei un die Erd far e Dudelsack aansiehscht [ KU-Kaulb]. — 2. übertr. a. 'wer viel pfeift', auch Schimpfw., Dudel- [ ZW-Battw]; 'wer immerfort flötet oder klimpert' [ LA-Venn]; 'wer stundenlang singt und pfeift', Durel- [ KU-Schmittw/O], Duel- [ NW-Neidfs]; 'wer ununterbrochen dasselbe sagt' [ KU-Hundh KL-Hütschhs]. — b. α. Uzname der Vorderpfälzer auf die Westpfälzer, im bes. auf die Bewohner von KL-Mackb, Dudelsäck. Da das westpfälzische Musikantentum erst um 1830/40 aufgekommen ist, kann der Uzname erst seit dieser Zeit entstanden sein. — β. die Bewohner von St. Ingbert werden geneckt mit: Dudelsäck danze im Kücheeck. — γ. Uzname auf die Bewohner von Gal-Bandrow in dem Spottvers auf vier deutsche Siedlungen in Galizien: Steinfels — scheeni Stadt, Bnadrow!Bandrow — Dudelsack, Siegenthal — Scheißkiwwel, Obersdorf — Deckel driwwer; vgl. die Var. bei Deckel. — δ. Schimpf- und Kosewort für einen kleinen Buben, Dudelsack, klääner [verbr. VPf]. — c. FlN für eine Waldabteilung in LU-Altr, Dudelsack. — Südhess. I 1805; RhWB Rhein. I 1540; LothWB Lothr. 110; ElsWB Els. II 342; Bad. I 686.
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