Lischt I[lìt Bo. Pü. Sgd. Lix.; lai Elw.; læt D. Si.] f. Leiste des Schreiners: [Bd. 1, S. 341b]
du muscht e L. druf mache, sus hälsch nit Lix. — ElsWB els. 1, 620. s. a. Läschte. | | List(e) [Litə S.; Lit O. U. W.] f. I. Leiste. 1. Leiste des Schreiners, Einfassstreifen. Du mues e L. do druf macheⁿ, suⁿst hebt s dⁱr nit Dü. Do naujlt mr e gueti L. drüwer, nu (dann) hebt's wider lang Ingenh. 2. Leiste (Körpergegend): Er het Weʰ in deʳ L. Co. Zss. Listeⁿbruch. 3. Bauchriemenstück: Iʰ will Fleisch voⁿ dr L. Eschenzw. II. Liste. Eineⁿ uf dr L. han Str., eiⁿm uf d L. geʰⁿ Heidw. einen auf dem Korn haben, einen nicht leiden können. — Schweiz. 3, 1473. 1474. II aus frz.Dem. | | fech, varius, bunt, ahd. fêh (Graff 3, 425), mhd. vêch (wb. 3, 285a), ags. fâh, die goth. form würde sein faihs. entsprechend sind sl. pjeg'', gr. ποικίλος. erhalten hat es sich fast nur für das bunte pelzwerk, buntwerk, das fech, schweiz. väch, fr. vair: daʒ (aichorn) ist rôt in etleichen landen und in andern landen ist eʒ praun oder grâw und wenne eʒ gar liehtgrâw ist, sô ist eʒ vêch, wan daʒ vêch tierl ist derselben natûr, ân daʒ eʒ ein ander varb hât, und wie eʒ gevar sei, doch ist eʒ alzeit unden weiʒ. Megenberg 158, 9; die burgerin und edelleut kommen und legen ir seid und fech ab und tragen die seid und das fech nimmer auswendig, das thnd unsere gaistlerin, deren vil seind. aber si haben es inwendig und wenn man gegen in geet, so schlagen si den mantel auf, das die seid und das fech dennocht herfür geet. Keisersb. has im pf. aa 5a; 'ich hab ouch fech'. 'sag mir, was ist fech? nit anders dan müsfel. was sint darnach die fehen federen? alles von müsen und thieren'. bilger 172c; ein jedes hat von feher wat ein kostlich schauben. meisterl. 23 no 222; ich mach kürsen von vech und pelz von eim rech füchsepelg und lemmerein. fastn. 618, 20; do durch ein trechter schieszt man gelt, durchs ror blost man auch fehen telt (?). Thurneisser archidoxa 16; nach diesen worten jeglichem herren zwo seiden schauben mit fehen unterzogen schenkt und gab, die nicht nach bürgerischen sitten oder kaufleuten, sonder eim jeglichen groszen fürsten ehrlich zu tragen gewesen weren. Bocc. 2, 212a = dec. 645, 34. Henisch 1027 führt noch an fech, blaw eichhorn, sciurus caesius und gunterfech, wovon mehr unter kunterbunt zu sagen ist, vgl. DWB federbunt. auszer in der folgenden zusammensetzung fechdistel hat sich das wort noch heutzutage als eine benennung bunter tauben in Nürnberg erhalten: no, meini feihn (meine bunten) moust no wissn, döi haut der iltes mir derbissn. Weikerts ged. auswahl s. 27. |
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