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 LothWB in-felleⁿ (Bd. 1, Sp. 259a)   PfWB ein-fallen (Bd. 2, Sp. 780)   RhWB einfallen (Bd. 2, Sp. 269) 
  in-felleⁿ [-felə Ri. Ha. Rom. Hom. u. s.] intr. v. einsinken, zusammenschrumpfen: ing'gfalleni Backe. De Kuh isch ing'fall ihr Rücken ist eingesunken (ein Vorzeichen des nahen Kalbens). —  ElsWB els. 1, 106 infalle.

 

   ein-fallen st.:
1. gegenst.
a. 'zusammenfallen', einfalle, in-, en-, s. PfWB ein-1 u. PfWB fallen [verbr.]; vgl. PfWB einstürzen 1. Syn. s. PfWB zusammenstürzen. 's Dach esch eingfalle [ BZ-Dernb]. Ich han gemännt, de Himmel fallt in, von großen Schmerzen [ KL-Stelzbg]. SprW.: Wann de Himmel infallt, sin alle Spatze gefang [PS-Fehrb, verbr.]. Volksgl.: Wann en Grab einfallt, gebt's ball widder en Leicht 'Beerdigung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 577]. —
b. 'sich niederlassen', vom Vogelwild, Jägerspr. Die Kitt 'Rebhühnerkette' is im

[Bd. 2, Sp. 781]
Kleeacker ingefall [ KU-Schmittw/O, LU-Altr]. Sie fallen ein wie die Stare [Keiler 108]. —
c. Part. Perf. 'eingesunken, abgemagert'. Er hot ingefallene Backe, von hohlen Wangen [KU-A'glan, verbr.], e ingefalle Gesicht [ KU-Schmittw/O], eingfallene Aage (Augen) [ LU-Alsh], e eingfalleni Bruscht [ LU-Opp]. Er is im Gesicht ganz engefall [ KU-Erdb]. Die Kuh is ingefall, nach dem Kalben [KU-Adb, verbr.]. —
2. übertr.
a. 'sich plötzlich an etwas erinnern'. Alleweil fallt mer's wirrer ein [ PS-Erfw, allg.]. Alleweil esch mer sein Nome eingfalle [ LA-Venn]. Ewe fallt mer ein, daß ich d'r noch Geld schullig bin [ BZ-Dernb]. —
b. 'in den Sinn kommen, einen plötzlichen Einfall haben', vgl. PfWB einkommen 1 b. Mer is nix Besseres eingfalle, als Entschuldigung [Krieger 17, verbr.]. Des fällt mer (im Trääm) net in, Ausdruck entschiedener Ablehnung [ KU-Bedb, allg.]. Was fällt dann dem net in? 'Was erlaubt sich der denn?' [ KU-Kaulb, allg.]. — Südhess. II 79; RhWB Rhein. II 269/70; LothWB Lothr. 259; ElsWB Els. I 106; Bad. I 651/52.

 

 ein -fallen: 1. sinnl. a. enf. lote Frucht in den Mühlentrichter geben Heinsb. — b. einstürzen, von alten Häusern, Mauern; dat Hus fällt och noch es kladderedatsch en Mörs, Allg. RA.: Kenger (Kinder), bett öch, et Hüske fällt en! MGladb. Be N. ös all wer dem Backowen egefallen die Mutter hat

[Bd. 2, Sp. 270]
wieder ein Kind geboren Mörs-Schwafh. As den Hemel infällt, bliwen (send) alle Mössen (Vögel) dot man kann sich nicht vor jedem Unglück schützen; damit wird der allzu Bedenkliche abgefertigt Nfrk. — c. egefalle abgemagert; e. ussehn; e. wie enen Appel öm Ustere; e. Backe Rip, Allg. — d. nass Wedder fällt en kommt dazwischen Sieg-Rhönd. — e. met de Dör in't Hus inf. Geld, Klev. — 2. übertr. a. in den Sinn kommen; et fällt mer ewen en; et fällt mer ebbes en; et (die Sach) werd der doch noch e. Mosfrk, Allg. RA.: Dat es ene gode Baumeister, dem fällt nicks en ein dummer Kerl (im Wortsp. zwischen 1 b u. 2 a) Köln. De beste Gedanke f. enem hengeno (hintennach) en MGladb, Allg. Do sein em alle Sönn (Sünden) engefalle bei dem Schrecken Kobl-Bend, Allg. — b. in der abschlägig. Antw. (Dat) könnt (möch, söll, möt [müsste]) mer (och noch, wahl, och grad) e.; dat fällt mer en; dat fällt mer em Drom (ivig on se Lebdag) net en; fällt mer (och noch, net) en! Rip, Allg.; ek de domme Jong nolopen; fällt mej nit in! Mörs, Allg.