Hor II[hór Bo. D.; hóər Falk.; horn Sbg.; húr Ebw.; húar, húər, hár Si. sonst hér (s. d.) — Pl. hóre, hernərə, hernər] n. 1. Horn: d'es fer Hôren se kreïn of der glatt Sit es ist zum Verzweifeln Bo. Ebber Hernre uffsetze jd. etwas weis machen. Sich d’ Hernre abrenne (auch im übertr. Sinne) Ri. Hom. Rom. Ha. Dir fehlt nix ass d’ Hernre dann wärst du ein Rindvieh ibid. — 2. Beule auf der Stirn. s. a. Her. [Bd. 1, S. 249b]
| | -geiß f.: = PfWB Pflugsarm, gew. im Pl. Pluggaaße [ GH-Berg]. Bad. I 211 Pfluggeize. — | | Horn [Hôrn Mü.; Horn M.; Hòrn fast allg.; Pl. Hǽrnər Mü., Hèrnər] n. 1. Horn. 2. Beule an der Stirne K. Z. Prinzh. s H. abrënneⁿ auf ein übermächtiges Hindernis stossen Bf. 3. lange Nase Bisch. 4. Fühler der Schnecke Hi. U. Kinderliedchen: Schnëck, Schnëck, kumm ʰerus, strëck dinni Hörner ʰerus! Bisch. 5. Blasinstrument. ‘heersh diä häärnär bloosä?’ Landsman Lied. 98. Rda. Iʰ mein, iʰ heig Hörner uf, wenn man allgemein angeschaut wird, etwa wegen einer Auffälligkeit in der Kleidung Su. Wie älter dr Bock, wie härter s H. alte Wüstlinge, Sünder sind die schlimmsten Dü. Z. Hörner im Kinderspiel Seite 325. 6. Hornhaut. ‘Er het jo so viel Horn an sine Hand’ FrançoisikHusm. 39. ‘’S Horn an de Finger het no’ wenni Lyt verschändt’ Pfm. II 6. Zss. Hornesl Schelte für einen Dummen Z. Demin. HörnIe, Hörnel [Hèrnlə O.; Hèrnl U.] n. 1. kleines Horn. 2. Geschwulst auf der Stirn. 3. Jägerhorn. — Schweiz. 2, 1615. Bayer. 1, 1164. |
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