Häb-holz n. Pü. gekrümmtes Holz zum Aufhängen der geschlachteten Schweine. — vgl. hd. Hab Halt, Anhalt DWB Gr. Wtb. 42, 42; ElsWB els. 1, 294 hebe halten. | | hebeⁿ [hèwə fast allg.; hêwə Mü. M.; nur W.: hêpə Dehli.; hèpə Wh.; Ind. Präs. Sg. iχ hèp, Pl. hèwə; Part. khèpt; jüd. khòwə Hf.; khâw Wh.] halten, fest halten. 1. intrans. dauern: ‘heben halten. Es hebt es hält fest. Heb dich! halt dich wohl’ Klein. ‘das bley hebt nit viel mehr le plomb ne tient plus guere’ Martin Parl. N. 596. Meins, hebt s Wëtter hüt? Dü. s hebt (hart) ist schwer zu machen, geht langsam vorwärts. Do wurd s awer heweⁿ! da wird nichts draus [Bd. 1, Sp. 295a]
Str.; s het lang ghebt, bis ... ‘Un sicher hebt's (hält es schwer) bis widerum Ich jetz e Plätz'l find’ Stosk. 12. s hebt, bis r drvuⁿ is, od. bis r dr Loʰn het Ruf. Wo hebt's? wo liegt das Hindernis Str. Scherzhaft: das hebt voⁿ elf bis Mitta hält nur kurz, ist nicht fest Gebw. s hebt vuⁿ drei bis elf, vum z Owenësseⁿ bis z Nacht Ruf. Das (oder der, näml. Lüge) hebt nit ist eine handgreifliche Lüge Steinbr. Dis hebt wü Bëch wenn etw. sehr festhält Z. JB. VII 196 Was druf hebt soviel nur Platz hat, z. B. Heu auf dem Heuwagen. Er het schier nim anander ghebt war so elend, dass er beinahe zusammenfiel Z. Heb mⁱr hilf mir die Last auf den Kopf setzen K. Z. 2. refl. heb diʰ halte dich! h. d. draⁿ packe an Olti. Bisch. ‘Zaij, komm, hebb di dran’ Horsch Hüssjé 20. Heb diʰ an deⁿ Balkeⁿ fasse die Balken an; h. d. an deⁿ Wideⁿ spöttische Bemerkung, wenn jemand fällt Co.; sich an ⁱⁿere fuleⁿ Dieleⁿwand (od. Wand) h. sich auf jmd. verlassen, der einem nicht helfen kann Ndrröd. Z. Sich h. mit der Arbeit einhalten, die Arbeit verlangsamen Str. 3. trans. Rda. Was mr nit iⁿ dr Häng het, kaⁿⁿ mr nit heweⁿ Mü. JB. VI 146. Scherzh. Rda. wenn etw. wackelt: Hans, heb, s Hus lottlt! Dunzenh. Heb ⁱʰne, hewet ihne halt auf! haltet auf! Ruf hinter einem Aussreisser, Dieb, Hasen usw. allg. ‘Hebet ihn, hebet ihn! = Fanget ihn, Prenez le’ Martin Parl. N. 250. ‘der verfolgete einen Dieb mit lautem nach schreyen, hebt den dieb! hebt den dieb’ Mosch. I 92. Heweⁿ mich, ich wur wüeti! Ausruf des Zorns Str. Iʰ ha dr Buch ghebt vor Lacheⁿ Bf. Du kanns mich hinden ʰerum h. grobe Abweisung. Er kann deⁿ Kopf nimme h. aufrecht halten. Ich kann ne nimme h. zurück halten. Eineⁿ h. einen, der schlechte Geschäfte macht, über Wasser halten. Er hebt ne wie d Katz d Jungi hält ihn fest Ruf., ungeschickt Str. Hewe ne am Frack (s. d.) r het e Wurst im Sack Molsh. Hewe ne, dr Bur! Heb miʰ am Zopf spöttische Abweisung. Es geʰt, wie wënn s zween heweⁿ un drei welleⁿ s nit geʰn loˢˢn es geht gar nicht vorwärts Lützelstn. ‘Do kummt der Pfarrer ewwe, un dene müesse mer ’ryn lokke-n-un glych hewwe’ Pfm. V 8. ‘Sie könne nit? Ja, was hebt (hält zurück) Sie [Bd. 1, Sp. 295b]
denn, ich nit’ Horsch JB. VIII 189. Heb sëli Ross halte die Pferde! Dëʳ, wo deⁿ Sack hebt, is nit besser aˡs dër, wo driⁿ steckt der Hehler ist wie der Stehler Bf. Heb mir e Mol d Kapp e bissl halte mir einen Augenblick die Mütze! ‘das Nasztüchlein fürs Maul heben’ Fisch. Garg. 12. ‘ïn dä gfaltätä hand hat är noch d bliämlä ghäbt’ Landsman Lied. 16. ‘Hebt das Glass = Reichet, Tendez’ Martin Parl. N. 236. Ich kann s nimme h. ich muss der Sache ihren Lauf lassen. Spw. Was mr nit h. kann, muess mr laufeⁿ loˢˢn Lützelstn. Er kann s nit h. un nit legeⁿ nicht verwinden. ‘dass mochten sie weder heben noch legen’ Mosch. I 533. Jo, heb s Dü.; heb s am Öʰrl, am Bändl, am Wädele! da irrst du sehr (spöttischer Ausdruck, auch der eigenen Enttäuschung); gewissermassen: halte was dir durch die Finger geht Str. ‘Ja hebb's am Oehrel, diss isch emol owe-n eweck nitt wohr Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 17. Hew e (ihn) an deⁿ Oʰreⁿ! ablehnende Antw. Ruf. Ironische Vertröstung du derfs s nur aⁿfangeⁿ h. halte es nur einstweilen fest (die Hoffnung). Sorj h. Acht geben, zue deⁿ Kleiderⁿ die Kl. schonen U. Er könnt zuem Gëld besser S. h. sparsamer sein Geud. Dr Dumeⁿ h. beim Laufen, um den Milzstich zu verhüten, den Daumen in die Hand drücken Olti., sympathetische Heilung des mit Rotlauf behafteten Daumens Ingenh. Rda. Für einen Narreⁿ h. zum Besten haben U. 4. heben Wh. — Schwäb. 267. Bayer. 1, 1035. |
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