Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 LothWB ver-dämmern (Bd. 1, Sp. 139b)   DWB hindämmern (Bd. 10, Sp. 1404) 
  ver-dämmern tr. v. Bo. D. Si. zerstampfen, zertreten. — schwäb. 2, 1092 verdammere;  ElsWB els. 2, 682 verdëmmere; henneb. verdämmeln From. 7, 162; hess. 69 verdemmeln. vgl. hd. dämmern schlagen, kopfen  DWB Gr. Wtb. 2, 710; mhd.  Lexer temern.

 

 hindämmern, verb. bildlich, ohne klares erkennen von zweck und ziel sein leben hinbringen, vgl. DWB dämmern th. 2 sp. 710 unten und hin 5, a oben sp. 1375: seine (Oesers) eigne zeichnung war zu unbestimmt, als dasz sie mich, der ich an den gegenständen der kunst und natur auch nur hindämmerte, hätte zu einer strengen und entschiedenen ausübung anleiten sollen. Göthe 25, 155; von dieser letztern überzeugung war ich aufs innigste durchdrungen, ohne es selbst zu wissen, obwohl ich mich mit mund und feder zu dem gegentheile bekannt hatte, aber ich dämmerte so hin, das eigentliche dilemma hatte ich mir nie ausgesprochen. 26, 307; nicht ferner will ich (Jason) in dürrem erstaunen deiner (Medeens) furchtbaren grösze hindämmern. Klinger 2, 200; weh dem menschen, den der eiserne arm des schicksals so erschüttert hat, dasz er lebend ums grab hindämmert. 329. auch transitiv: im selbstgenusz dämmerst du dein leben hin. s. 200.