Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 LothWB Erbs (Bd. 1, Sp. 125a)   ElsWB Ërbs (Bd. 1, Sp. 64b) 
  Erbs [èrbs fast allg.; èrbəs Si.; èrts Falk.; êrəs Ka.; írts D.; Pl. –əⁿ] f. Erbse. Erbse räne Erbsen reinigen, die untauglichen Körner auslesen Ri. Erbse koche 1. E. kochen. 2. (übertr.) schnarchen. Rda.: Änem wise, was dreï Erbse for e Brih gin aus geringer Sache großen Lärm machen Fo. Der Deiwel het Erbse uf sim Gesicht gedresch heißt es von einem Pockennarbigen. ElsWB els. 1, 65 Erbs; lux. 89 Jerbes; ss. Ârbes, Kisch W. u. W. 8; mhd.  Lexer erbeiʒ. — Zss.:

 

  Ërbs [Arps Sier. Ensish.; Arps Ruf. bis Hf.; Ærps Str.; Pl. –ə] f. Erbse. Kinderreim: Ërbseⁿ, Boʰneⁿ, Linseⁿ Ësseⁿ (das han Dü.) nit alli Prinzeⁿ Rchw. Rda. Eim sageⁿ was drei Ërbseⁿ für e Brüej gën einem tüchtig die Meinung sagen, ausschelten Str. U. Einem Pockennarbigen

[Bd. 1, Sp. 65a]
sagt man: Der Teüfel het Ërbseⁿ uf dim Gsicht gedroscheⁿ Str. ‘Man hat Erbsen auff ihrem Gesicht gedroschen’ Martin Coll. 156. ‘Zu Speck und Erweissen’ 1257 Strassburger Hausname CS. ‘erweisz’ Chron. ‘ein gekröpflecht musz mit gersten und erweiszen under einander’ Geiler J. Sch. 26; daneben bei Geiler ‘Erbiss, Erbs’ CS. ‘erbbeissen’ Brucker 304. ‘Erbiss noch 1689. 1769 Umgelds- und Zollordnungen’ CS. ‘Pisum Erweyssen’ Gol. 425. Demin. Erbsle; grüeni E. — Schweiz. 1, 428. Schwäb. 167. Bayer. 1, 135. Hess. 95.

Zss.