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 LothWB tunkeⁿ (Bd. 1, Sp. 112a)   PfWB tunken (Bd. 2, Sp. 621) 
  tunkeⁿ [tùkəⁿ fast allg.; tokən Bo. D. Si.; dùə Ri. Hom.] 1. tr. untertauchen, eintauchen (Brot in die Milch, in den Kaffee): ins Wasser t. ins Wasser stoßen. 2. intr. od. refl. sich tauchen: tunk unner's Wasser!

 

   tunken schw.:
1. 'eintauchen', tunke (tuŋgə) [verbr. westl. WPf LU-Limbghf NW-Hardbg Don Tscherwk Schowe Torschau verbr. Gal], tonke [ Don-Lenauh], tounke [ WD-Niedkch], dunke (duŋgə) [übrige Pfalz Lambert Penns 46].
a. etwas t. Zs. PfWB ein-, PfWB hineintunken.
α. Kuche in de Kaffee t. [verbr.]; die Klees (Klöße) ins Fett d. [RO-Als, verbr.]. Mer hen aa noch Schunke un ebbes zu dunke [Birmelin Penns Poems 23]. Spr-W.: Brot in de Wein gedunkt halt 100 Jahr gesund

[Bd. 2, Sp. 622]
[Wilde 262]. Volksmed. (Augenheilmittel): E leine Läppche mit Schmalz beschmeert un in Branntewein gedunkt häält (heilt) alles [ ZW-Bechhf]. —
β. die Ferrer (Feder) d. '(beim Schreiben) in die Tinte eintauchen' [KU-Brück, verbr.]. —
γ. in Mehl t.; ein verbrannter Finger werd in Mehl gedunkt [ LU-Böhl]. —
b. einen t. 'ins Wasser untertauchen', Zs. PfWB untertunken; ener d. [LU-Friesh, verbr.]. Er hat 'ne beim Bade getunkt [Wilms Alph. 57]. Der es emol getunkt worde [ LU-Limbghf]. Vielleicht däht's bei annere Schnapslumpe a helfe, wammersche (wenn man sie) gehörig tunke däht, so deck se besoff senn [PfId. 185 (Umgebung Kus)]. —
2. übertr.
a. 'prügeln', en(e) tunke (dunke) [verbr.]. Sie hän en bös gedunkt [ ZW-Battw]. Der werd emol gedunkt [ KB-Albish]. Der geheert gedunkt [ GH-Zeisk]. Syn. s. PfWB verhauen. —
b. einem ein paar t. 'einen ohrfeigen'. Dem werr ich e paar tunke [ KU-Ehw O'eisb Herschw/Petth Ohmb HB-Jägbg IB-Bierb ZW-Lambsbn]. Syn. s. PfWB ohrfeigen. —
c. 'über einen Unwahres erzählen, einen anschwärzen'. Den hun ich emol gedunkt [ KB-Kerzh, NW-Frankeck SP-Heiligst]. — Südhess. I 1834/35; RhWB Rhein. VIII 1461/62; LothWB Lothr. 112; ElsWB Els. II 693; Bad. I 596.