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 LothWB dorren (Bd. 1, Sp. 97a)   PfWB ver-schrumpfeln (Bd. 2, Sp. 1272)   PfWB dörren (Bd. 2, Sp. 359) 
  dorren [dòrən Bo. Obd. Tet.; dírən D. Si.] tr. v. 1. dörren, austrocknen: gedorrte Kwetsche. — 2. ärgern: oinen d. machen einen über alle Maßen ärgern Bo.  ElsWB els. 2, 707; lux. 61 dieren. s. a. durreⁿ.

 

   ver-schrumpfeln schw.:
1. 'zusammenschrumpfen', ve(r)schrumb(e)le [verbr., PfId. 129]; vgl. PfWB einschrumpfen, PfWB verdörren 2, PfWB verhutzeln, PfWB verrunzeln 2, PfWB verschrunzeln, PfWB verschrumpfen; PfWB verschnurpelt, PfWB verschröpfelt. Der Appel es ganz veschrumbelt [ KL-Stelzbg]. Die is v. wie e Abbelche an Weihnachte [Wilde 9]. Die hot e verschrumbelt G'sicht [ NW-Geinsh]; dass. auch von einem pockennarbigen Gesicht [ KU-Etschbg RO-Rehborn Frankth NW-Gönnh Geinsh]. —
2. 'zerknittern'. Das Klääd is verschrumbelt [ PS-Nd'simt NW-Frankeck]. Syn. s. PfWB verkrumpeln 1 a. — Dim. zu PfWB verschrumpfen. — Südhess. II 621; RhWB Rhein. VII 1826.

 

   dörren, dorrenschw.:
1. trans.
a. Obst d. 'im Backofen trocknen, um es haltbar zu machen', därre [fast allg.], durre [lothr. SWPf]; gedärde Quetsche 'Dörrpflaumen' [WD-Niedkch, verbr.]; g'därde Beere 'Trockenbirnen' [ LU-Opp]; gedärrde Hällbeere 'getrocknete Heidelbeeren', ein Mittel gegen Durchfall [ ZW-Battw, Gal-Dornf]; en gedadi Pasching 'getrockneter Pfirsich' [Buffington Penns Var. 249/65]. Die Äpfel werden vor dem Dörren geschält, je nach der Größe in mindestens 4 Stücke (Schnitzen) geschnitten und vom Kerngehäuse befreit. Birnen bleiben ganz, man dörrt aber nur kleinere Birnenarten zu Hutzeln. Die zum Dörren bestimmten Stücke legt man auf Horden und schiebt diese in den heißen Backofen. Bei zu großer Hitze besteht die Gefahr, daß der Obstsaft ausläuft und den Backofen verkrustet; dies geschieht meistens beim Dörren von Zwetschgen. Man begegnet der Gefahr des Auslaufens, indem man die Obsthorden mit dem vorbereiteten Obst eine Zeitlang in die Sonne stellt, damit das Obst vortrocknet. Von der Konservierung des Obstes übertragen ist die scherzh. RA.: d' Schnee därre un ufhewe vor's anner Johr [ ZW-Gr'bundb]. Auf die Frage, was es zu essen gebe, antwortet die Hausfrau: Krawunzele un Schnekkeschwänz un gedärrte Flöhzunge [verbr. Gal Buch]. —
b. Erbsen und Bohnen d., Erbse därre [ KB-Kriegsf], Bohne d. [ NW-Kallstdt]; gedärde Bohne [ LU-Opp]. —
c. Hanf und Flachs d. 'vor dem Brechen über kleinem Feuer rösten'. De Hanf werd in de Brechkaut gedärt [ KU-A'glan, IB-Gersh Gal-Siegenth Bandrow]. —
d. vom Trocknen des Heues. 's Gras darre [ GH-Hay, BZ-Dierb]; 's Hai därre [KU-Gangl NW-Niedkch LA-Impfl Knöring]. a. 1679: daß hew dürren [GgHospR]. a. 1747: die andere Handfröhner in der gemein, die ein wiess dürren

[Bd. 2, Sp. 360]
[MHPf, Bd. 4, S. 11 (Mähderbuch Mußbach)]. —
e. vom Klengen der Kiefernzapfen zur Gewinnung des Samens; Hutzele in de Hutzelhitt därre [ KL-Ottbg Rodb]. —
2. intrans. 'vertrocknen, trocken werden'. Die Trauwe därren [ LU-Alsh]. Wann die Hoppe gedärt sin, noh muß mer se verkääfe; mer kann nix anfange mit'n [ BZ-Nd'horb]. Heit därt 's Hai gut [ ZW-Gr'bundb ZW-Bechhf KU-Körbn]. Zs. PfWB aus-, ein-, PfWB ver-, PfWB zusammendörren. BR.: Wann am Fronleichnamsdag die Blumme därre, gibt's gut Haiwerrer [NW-Frankeck, verbr.]. — Ahd. darrjan, derrjan; mhd. darren, derren, dirren. — Südhess. I 1904/05; RhWB Rhein. I 1587; LothWB Lothr. 114; ElsWB Els. II 707 dörren, 710 durren; Bad. I 615.