Tint [tint fast allg.; tìntə Fo.; tùntə Pü.; dìnt Pfb.; dində Ri.; tet Bo. D. Si.] f. Tinte: in der T. sitze in Verlegenheit sein. — zss. | | Tinte f., Tinten m.: 'Tinte', (der) Tinde (tində) [fast allg. westl. WPf bis zur Linie (die Orte einbegriffen, vgl. K. 91) KU-Jul — Eßw — O'alb — Kus — RO-Semb — KL-Kindsb — PS-Fehrb — ZW-Bottb — PS-Eppbn, seltener im übrigen Gebiet], Dinde [herrschende F. östl. der angegebenen Linie], Tende [ WD-Niedkch]. Zs. PfWB Anwaltstinte. Die Kersche sin schwarz wie D. [NW-Kallstdt, verbr.]. Do muß mer viel D. verschmeere 'viel aufschreiben, ankreiden' [ NW-Hardbg]. RA.: Es riecht stark noch D. bei dem, von einem wirtschaftlich Heruntergekommenen [Hebel 24]. Der sitzt bös in de D. 'ist stark verschuldet' [NW-Freinsh, verbr. vorn. VPf]; im D. [ PS-Gersb LA-Gommh GH-Leimh]. Do mißt ich jo D. g'soffe hawwe, wenn ich zu solchem Tun fähig sein sollte [GH-Kand, ZW-Battw NW-Kallstdt BZ-Dernb Hebel 29]. Er hot D. gesoff 'ist verrückt' [ FR-Hettldh]. [Bd. 2, Sp. 291] a. 1515: Item 7 β Pf. von bappier vnd dynten [GgHospR]. a. 1589: dem Apotheker... für galläpfel vnd Materien zur dinten [HornbSchR]. a. 1787: ein dinten glaß sambt dem dinten [SSp., v. d. Leyen, Fasz. 102]. — Aus mlat. tincta (aqua) 'gefärbte Flüssigkeit'. — Gen. fast allg. m.: f. wird für einige, im ganzen Gebiet verstreute Orte angegeben. — Südhess. I 1531/32; RhWB Rhein. VIII 1194; Saarbr. 209; LothWB Lothr. 90; ElsWB Els. II 695; Bad. I 484. |
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