plätscheⁿ [plètə Fo. Fa. Mtsh. u. s.; blètə Ri.] 1. tr. schallende Schläge geben: er hat de Hinnere geplätscht kreït. Ich han ne geplätscht Fo. — 2. unpers. plätschern, stark regnen: et plätscht. — 3. geräuschvoll aufschlagen. — 4. platt schlagen: Schuhnägel mit geplätschte Köpp Fa. — 5. plätschern im Wasser. — ElsWB els. 2, 173 plätschen; hess. 304 pletschen; gemeind. platschen DWB Gr. Wtb. 7, 1901. | | platschen, verb., spätmhd. im 15. jh. platsen, bletschen var. zu blesten Parz. 604, 3, den schall platsch (platz) hervorbringen durch schlagen, fallen, schwer auftreten u. s. w., vergl. bleschen, bletschen, platzen (für dessen tz hier intensives tsch eingetreten ist) und patschen: der kaht (kot) der wölfin ist weich und platschet. Sebiz feldbau 634; platschen, in aqua palpare Schottel 1376. Stieler 1463, im wasser pletschen Rädlein 704b; platsche einmal (mit der peitsche). Schmidt westerw. idiot. 141; oft hält man das platschende ruder da still. J. Tobler Thoms. ged. (1765) 5, 234; plötzlich fiel er zur erde dasz es platschte. Stilling jug. (1780) 42; sein gutes schwert herab ins wasser fiel, und wie ers platschen hört .. Wieland 18, 59; platschen mit: da war es tief, er (der reiher) kundt nit schwimmen, zuletst mit seiner flitschen platscht. Waldis Es. 4, 54, 25; die gänse ... schlagen und platschen übermäszig im wasser mit ihren flüchten. Colerus calender 133; er stehet (im schauspiel) auf dem platz und platscht mit den händen, wenn ihm etwas wolgefällt. Comenius orbis pictus 169; mit einer büchse platschen, knallen. Rädlein 704b; platschen an, auf, in, herein, hinein, hinaus: weisze schaumwellen zischten und es platschte immer ans ufer. Bettine br. 1, 38; so platschen wir immer z uff das euszer zu fechten mit dem schein. kriegb. d. fr. 158; etlich fallen wider .. und platschen zumal hernieder in die gruben. Tauler (1508) 140a; hab acht, das er nit einsmals hereiner platsche. Bolz Terenz 136b; du bist ein rechter platschinprei (imperat. name, platsche in den brei). Ayrer 1332, 13; dasz er nicht mit beiden händen trinke und in die schüssel platsche. Albertinus hofschul 52a; er liesz im läger die tisch mit allerhand speisen und wein übersetzt stehen, darinn platschten alsbald desz Cyri kriegsleut. narrenhatz 216; ein gemein und sehr gewöhnliches ding ists, dasz die menschen ungleiche heerat treffen, und wie die blinden platschen sie mit allen vieren hinein. weibl. lustgarten 74b; sprichwörtlich: drein platschen wie der bauer in stieffel, wie der pfeiffer ins wirthshaus. Aler 1359a; ein brombeerstrauch wickelt sich umb mein fusz undt ich platsch nausz wie eine crotte, that mir aber kein wehe. Elis. Charl. (1871) 480; kärnt. schallen, schlagen, stark regnen, plätschern u. s. w. Lexer 30; klatschen, schwätzen: sie murren und platschen. Fischart Garg. 118a. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 308. |
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