FindeB zagel stm. (BMZ III. 839a) contr. zail, zeil Dal. 107, 21. Gr.w. 6,396 ; pl. zagele zegele, zagel zegel —: schwanz, schweif. eʒ wâren hie vor läut die heten zägel Mgb. 493,20. ain iegleich tier daʒ ainen rauhen z. hât ib. 115,15. tier zagels bar Renn. 973. zagel des pferdes Rul. Iw. Wig. Albr. 5,74, des ochsen Wg. 8731, der kuh Gr.w. 1,522, des löwen Leys. Myst. Bph. 4651, des parders Msh. 2,379 a , des wolfes Freid. Ms. Reinh. , des fuchses Reinh. Ms. , des hirschen Kchr. , des hundes Reinh. 325,943. Wg. 1875. Kell. erz. 500,14, der chimäre Albr. 21,338, des drachen Wig. Ms. Er. 7675. Albr. 8,40, der schlange Exod. D. 128,33. Teichn. 227, des salamanders Mgb. 277,7, des fisches Albr. 32,435. Prag. r. 84,127, des greifen Parz. , pfauen Neidh. 102,11. Turn. B. 410. Chr. 3. 140,33, des adlers ib. 4. 61,19. 62,28, des hahnen Alsf. G. 4838, der elster Mgb. 219,21, des galanders Krone 6307. die zegel rêren, die schwanzfedern in der mausser verlieren Lcr. 109,5. zagel einer wurzel: ains krauts wurzel mit vil zägeln Mgb. 439, 12. baumwipfel, wipfelholz Weist. die zegel, der helmbusch Lieht. 452,1. er hieʒ den grans und den zagel ( hinterteil des schiffes ) beslahen Craon 670 ; männliches glied Ls. Hätzl. Fasn. 785,22. Zimr. chr. 2. 116,17. 408,12 ; stachel der biene Parz. 297,12, des scorpionen Mgb. 282,10. 13. — bildl. vil biter riuwe treit dîn (tôdes) z. Wig. 200,7. sît bitterlîche siure diu minne knüpfet an ir zagel Troj. 2331. der z. dîner êren ist nû verhouwen Frlg. 99. in ruorte der schanden z. Apoll. 211. sîn triuwe hât sô kurzen z. Parz. 2,20, vgl. dazu Hpt. 15,262 ; der nachtrab des heeres, der letzte einer schar, ende eines dinges Rul. Greg. Parz. Trist. H. Krone , Freid. Lieht. ein houpt in jagen, der fluht ein z. Türl. Wh. 13 b . j.Tit. 4257. ir hânt den z. und den kopf der siben liste erkennet Troj. 10388. gt. tagl nhd.haar , vgl. skr. daçâ nhd.franse u. Fick 2 753. Gsp. 84. Dief. 2,650. | | PfWB Zagel das Wort, ahd. zagal, mhd. Lexer zagel, mnd. tagel (Tauende), engl. tail entsprechend, ist vor Schwanz, Sterz auf einige Geb. an den Rändern (nur südl. der Benr.-L.) zurückgewichen, u. zwar ts:l WMosfrk in Merz-Bergen, Bitb (WBitb -ō:-), Prüm (u ts:γəl Ihren); -ā:- Malm; dann rrhn. -:- kurköln, Neuw, Altk, Sieg, MülhRh; -ā- Waldbr, Gummb-Homburgisch; Pl. ts:l (-ē:-), –:-, –-; Dimin. ts:lχə(n) (usf.) m.: 1. Schwanz, bes. des Lammes u. anderer kleineren Tiere; dazu noch meist in RA.: Et Herz kloppt him wie e Lammerzol Prüm, Allg. Dat os Wedder, do wässt er aler Geess den Z. [Bd. 9, Sp. 689]
Prüm-Schlausenb. A.: Wo wellste hin? B.: Müs op de Penn driwen, do sollst de Zäl knöppen! Waldbr, Gummb-Homburgisch. Griete, Gr., gro Oos, schnick (schneide) dem Hongk (Hund) den Z. los, loss em noch e Stüppche stonn, dat he noch ens met kann gonn! MülhRh. De hät de Mus (Katze) an de Z. gesehn ist bis zuletzt geblieben Waldbr, Gummb (s. o.). De üvver de Hongk küt, de küt (rötscht) och ü. de Z. ebd. Welcher Z. es am hüchsten; der Ossen- odder der Kuhz.? Der K., der es en Loch hüher wie der O. Gummb-Lantenb. — 2. übertr. a. sachl. α. Kazenz. Schachtelhalm, Equisetum Bernk-Neumag, Wittl-Hetzerath, Bitb-Dudeld Ehlenz Fliessem. — β. in der Wend.: Doran kammer kenen Zopp un k. Z. dran fengen keinen Anfang u. kein Ende Waldbr, Gummb (s. o.). — γ. Sackzipfel Waldbr-Eckenhg. — δ. ts·ə.l f. Haferstoppel nach der ersten Ernte Monsch-Witzerath. — ε. Langz. Birnensorte Sieg-Lohmar. — ζ. in FlN als Formbezeichnung in den Zs. Hasenz., Bockz., Kuhz. usf. Verbr. — b. persönl. verächtl. ts:l harmloser Mensch (ene goue Z.), dummer Junge Aach-Stdt; bang Z. ängstliche Person MGladb-Rheind (beide Orte abseits). | | Lexer FindeB ZAGEL stm. 1. schwanz. goth. tagl nhd.(haar), ahd. zakal, zagal, engl. tail Gr. 2,52. 3,408. Ulfil. wb. 174. Graff 5,626. plur. zagele Reinh. s. 325. Iw. 185. zegele Vrid. 138, 26. cauda Diefenb. gl. 63. — schwanz eines pferdes Iw. 185. Wigal. 2551. Genelûnen si bunden mit fuoʒen und mit handen wilden rossen zuo den zagelen pf. K. 308,4. vgl. RA. 692. — einer kuh: sal ûʒ blîben biʒ die kûwe den zagil weder în kêrent bis die hirten mit dem rindviehe nach hause treiben Gr. w. 1,522. — eines hirsches kchron. 211,1 D. eines wolfes Reinh. 736. eines fuchses MS. 201. b. Reinhart was leckerheit wol kunt, sîner âmîen warf er durch den munt sînen zagel durch kundecheit ( verlockte sie? ) Reinh. 1162 u. anm. der vüehse müeste minre sîn, wærn die zegele güldîn Vrid. 138,26. — eines hundes: die hunde bellent mit schalle, und sterzent ûf alle die zagel und die houbet. — d'andern die zagel habent în gesmogen Reinh. s. 325. — eines löwen Leys. pred. 18,8. myst. 211, 36. eines greifen Parz. 72,21. eines drachen Wigal. 5009. aspis ein wurm stecket sînes zagels ort in daʒ ôre MS. 2,202. b. — sîn triwe hât sô kurzen zagel daʒ si den dritten biʒ niht gelt, fuor si mit (bî D ) bremen in den walt Parz. 2,20. s. brem. wohl anspielung unf den schwanz eines pferdes oder rindes mit dem es die fliegen abwehrt. der umstand, daß zagel auch ende bedeutet, macht den ausdruck weniger auffallend. diu ungehiure entran als ir der zagel wære verbrant als wenn ihr der hintere brennte (anspielung auf Simsons füchse? ) Wigal. 6447. Ottoc. 82. 2. stachel. scherpfer dan der bîn ir zagel Parz. 297,12. der zagel des tôdes Wigal. 7791. 3. das männliche glied. Ls. 3,405. Hätzl. 2, 67,214. Grimm über Vrid. 25. vgl. praeputium huot vornen am zagel gl. Mone 6,224. 4. wipfel eines baumes, wipfelholz. einen baum hauwen, dâvon solln die zegel eines forsters sîn Gr. w. 2,22. vgl. 1,499. 524. 5. nachtrab des heers; vgl. franz. queue . si wæren dâ ze dem zagele hinten in der kriegesschar alle gewesen pf. K. 141,34. der Angloise zagel krone 6. a Sch. 6. der letzte in einer menge, das ende eines dinges. er was der vîende hagel, an jagen ein houbt, an fluht ein zagel Gregor. 1825. frauend. 476,25. ein houbt in jagen, der fluht ein zagel Türl. Wh. 13. b. — sus lônt iedoch diu ritterschaft, ir zagel ist jâmerstricke haft Parz. 177,26. dîn fröude diu trûret ze jungest an des endes zagel H. Trist. 6638. manec houbt hât goldes schîn und ist der zagel kupferîn Vrid. 125,22. ir flehtent unde strickent alle witze in einen knopf; ir hânt den zagel und den zopf der siben liste erkennet die beiden äußersten enden, das ganze troj. s. 64. d. vgl. Freiberg. str. 178. |