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| Lexer wadel (Bd. 3, Sp. 627) | BMZ wadel (Bd. 4, Sp. 454a) | |||
| 1. das schwanken, schweifen. si wolten des chriegs wedel dem schwanken des krieges geben ein end 511. a. sonst nur in der verbindung enwadele, enwedele vage; vgl. 3,145. ir sin fuor enwedele sam vor dem winde diu vedere unt ouch daʒ loub gerne tuot 29. swie vil ich var enwadele (: zadele), sô bin ich an dekeiner stete dâ man mir tuo als man im tete 848 u. anm. 2. die phasen des abnehmenden und zunehmenden mondes mit ausschluss des neumondes. vgl. R. v. Liliencron in 6,368. mehrfach wird das wort auch für vollmond im gegensatze zu dem neumond genommen. plenilunium, der volmôn, wädel mehr u. a. a. o. 2,456. diu mâninne ne gât niht ze sedele an deme niu noch an deme wedele 342, 28. ein nûwe unde ein wedil. daʒ sint vîr wochin 49. des mânen wedel 181. c. wissent daʒ der hornung durch unde durch ganz wedel ist ( weil, wie s. 368 ausgeführt wird, der neumond auf den 31. januar fiel) 6,353. — ietz sô ist er nüw, ietz fol, ietz alt, ietz die erst quart, ietz die ander quart, ietz ist es wedel 138. b. vgl. 1957. 3. wallender, wehender dampf, dunst. 4,22. vgl. vaporare auʒ wademen 1419. 4. büschel oder bündel von haaren, federn, zweigen u. dgl. vgl. pensum wedel 7,591. peniculum wadel 12,57. daher besonders a. wedel zum sprengen. aspersorium wadel 11,20. hierher wohl: du bist ein hôchgewurkter wadel, mit dem man sich vor laster nert 2,244. b. wobei wohl an den zum weihwasser gebrauchten wedel gedacht ist. Gr. z. a. a. o. erklärt wedel für geisel. b. fächer. flabrum wadel, wedel 7,589. 7,75. 126. du bist daʒ küneclîche sedel, dar ûf, durch küeler tugende wedel, got selbe wolte sitzen 1730. c. büschel von federn, oder auch einzelne federn als schmuck. eins pfâwen zwêne wedele fuort er ûf sînem helme guot 2522. u. anm. vgl. 922. 69,5. d. buschichter wipfel eines bäumchens nach a. a. o., auch reisbündel. 2, 431. daher e. büschel von reisern im bade zum streichen und peitschen gebraucht. als ich zuo dem badehûse kam, der kneht von mir nam daʒ gewant und leit eʒ hin. — er sprach 'nu her ân allen tadel einen frischen niuwen wadel, hinden wol gebunden' 3,20. mich juckent arm unde bein. nu dar zwei scheffel an die stein, dâ wir nâch erswitzen! macht vinster dâ wir sitzen, daʒ wir die wedel swingen 3,41. wie der queste ( s. dieses wort) wurde der wadel auch gebraucht, um sich damit die scham zu decken. daher perizomata wadol bei 1,622. ebenso machten in wadel von veigen paum 1920. aus einer übersetzung der bibel ( 3,9. ) vgl. 11,52. 5. buschichter schwanz verschiedener thiere. eʒ ( das pferd ) was gar bar des zagels — man mohte niht geprîsen des wedels noch der ôren vorn 244. b Sch. sîn wedel der wurm ze samene scheip 165. b. vgl. 12, 109. sîn wadel was ûf gebunden 2,415. dem chalb das wedel ab snîden ab sînem swenzel Gr. d. mythol. XLVII. ausg. 1. der löw fieng an ze schmucken sînen wadel 924,37. ein pfâwen wadel 129. b. daʒ der wedel solte sîn, daʒ wâren lange visches gran 13. a. beide male nach P, dagegen hat V zagel.
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