NLexer FindeB schrôten stv. red. III. (BMZ II2. 218b) md. schrôden, schrâten Herb. Fasn. 1005,24 (: râten), schrâden Karlm. Gr.w. 2,646 ; prät. schriet, md. schrît, daneben vielleicht auch sw. schrôte, schrôt, vgl. schrôt ( nach der hs. ) Alph. 240,1. 378,3 u. part. geschrôt (: surkôt) Ga. 1. 92,117 —: hauen, schneiden, abschneiden, sarcire Dfg. 512 b . Iw. Trist. u. md. denkm. die boume schriet er alle Aw. 3, 203. ein swert, daʒ alle ringe schrôtet Otn. A. 112. daʒ krût sch. Germ. 18. 197,22. zin sch. Augsb. r. M. 50,17. mit dat. d. p. dem bloche wart geschrôten ein grap Bloch 254. als Dalida Samsônen sîn kraft mit hâres löcken schriet Reinfr. B. 15169. spec. mit dem schwerte hauen, zerhauen, verwunden Troj. Karl (die schilte schr. 11566) u. md. denkm. er schrôtet manegen îsenrinc Neidh. 92,2. man sach helme sch. Livl. 10657. si begunden an einander schrôten beidiu ros unde man Dietr. 9002. die kristen gewunnen den gewalt, daʒ sî die heiden schrieten Serv. 2109. die tôten, die von im sint geschrôten ( var. verschrôten) Apoll. 7913. mit swerten si schrieten ûʒ helmen starke nieten Reinfr. B. 20085. ich wil noch tûsent houbet von starken liden schrôten Troj. 38861. mit dat. d. p. einem den schilt sch. Karl 5325. Achille wolt er hân daʒ bein geschrôten hin Troj. 34915. daʒ er dem Zuckeswerte schrît einin vinger ûʒ der hant Jer. 19669. das haar abschneiden Barl. 18,33. vom houbet daʒ hâr sch. Mor. 1,3315. stoffe zu kleidern zuschneiden Flore , Troj. (113. 20224). wie des ritters kleit wære geschrôt Ga. 1. 92,117. es sal kein snîder geschrôten gewant uber ime haben ligen ungemacht Miltenb. stb. 30 b . einem sch. ( mit ausgelass. obj. ) ihm gewand zuschneiden, bildl. Karl 5941. einem ein gecleide schrôden Elis. 538. 3805. er hieʒ im kleider schrôten ûf die vüeʒe nâch der selben magt Ga. 1. 294,497, bildl. einem etw. zuschneiden, zuteilen Walth. 43,7. den schrôt zur münze abschneiden, geld prägen: der münzmeister geust, schroit und blatet die pfennige Erf. fzo. 307. so schrôtet man ûf ein marg 67½ guldîn Mone z. 18,336 ( 1402 ). item wird geschrôten 39 angster ûf ein lôt Ea. 9. daʒ man solte ûʒer 15½ lôt vînes silbers und eime halben lôte zusatzes 65 groszen schrôten Chr. 9. 1004,4 ; schrôten oder nagen: rodere, corrodere Voc. 1482. — stemmen, sträuben: refl. sich sch. gegen einem Pass. K. 174,81. sich sch. in, eindringen ib. 549,43. tr. rollen, wälzen, bes. wein- u. bierfässer auf- u. abladen od. zu wagen befördern ( vgl. schrôtære): 4 âme wîns schrâden ind laden Gr.w. 2,646. man gibt von einem fûder wîns zu schrôten ûsz einem schif in einen dieffen keller oder ûsz einem dieffen keller in ein schiff vir engelisch Miltenb. stb. 22 a . den schrôtern von eim fûder wein uber lant zu schrôten 30 pfenn. Mone z. 4,163 ( 1466 ). vgl. Frisch 2,229 b . — mit abe ( Troj. 20207. Part. B. 9701. Rab. 830 ), inder ( Karl 6520. 7966. 9727 ), ûf, be- ( Apoll. S. 122,33. Chr. 9. 998,45 ), durch ( Reinfr. B. 19039 ), er-, ge- ( Ga. 1. 408,493 ), ver-, zer-. nach Wack. 254 a mit schart zu schërn; | | schraden II gegenüber mhd. Lexer schrôten »(zer)hauen, (ab)schneiden«, das im Rhfrk gilt u. in der Abl. Schröder »Schneide, Beissel« auch im Nfrk, besitzen drei Geb. die Grundlage schrâden (mnd. scrâden), die sich > -:də(n), –ō:- entwickelt, u. zwar α. WMosfrk in Merz-Britten Saarhölzb, NSaarbg, Trier w. der Stadt, Wittl-Piesport, Bernk-Veldenz, Bitb, Prüm u. im Anschluss daran Malm, Schleid; β.Sieg u. MülhRh-BGladb; γ. -rə, Prät. -ō-, Part. gərrə Siegld; abseits MGladb schw.: 1. Getreidekörner, Hülsenfrüchte schr., grob mahlen, zu Kleie m. Merz-Britten Saarhölzb, NSaarbg, Trier, Wittl-Piesport, Bitb, Prüm, Siegld. — 2. Kappes schr. Weisskohl schaben, zum Einmachen Saarbg-Wellen. — 3. Getreide, bes. gefallenes, wirr durcheinanderliegendes, schwer zu schneidendes mit der Schrodsessel (-sense) mähen; hierbei wird das geschnittene G. durch die mit einem starken Bügel versehene Sense an das stehenbleibende angeschlagen, angelehnt u. von einer zweiten Person abgehoben u. auf Schwade gelegt, während sonst der Mäher selbst, bes. beim Hafermähen, das Gemähte mit dem Sensenkorb auf Reihen legt Prüm, Malm, Schleid; das gemähte Gras auserneschr. (-:-) spreiten Prüm-Leidenborn Getreide mit der Sense, nicht mit dem Sicht mähen MGladb. — 4. ein Feld schr., quer pflügen, nicht [Bd. 7, Sp. 1758]
in gerader Längslinie Sieg-Eitorf Fussh Ittenb OPleis. — 5. ein Feld schr., loshauen Prüm-Steffeln 1880, Bernk-Veldenz. — 6. gefälltes Holz schr., zerkleinern MülhRh-BGladb. — Abl.: die Schroderei, dat Geschrod(s). |