œdene stf.s. v. a. Lexer œde, der unangebaute zustand. einen hof ôdene halben nit nieszen mogen Mb. 10,193 ( 1473 ). | | Lexer FindeB ŒDE , ÔDE adj. ahd. ôdi Graff 1,150. goth. áuþs gr. ἔρημος. unangebaut, öde, leer, leicht. alsô daʒ ganze dörfer, gaʒʒen und hiuser œde stuonden zürch. jahrb. 71,33. mîn herze daʒ was œde von êren und von manheit Lanz. 3552. mîn herze stêt mir œde daʒ ê gefüllet lac vil maneger frîer wal Gliers, beitr. 1,121. daʒ ich meins œden herzen schrein gespeis mit rehter künste funt Suchenw. 1,30. wie cranc, wie œde ist sîner ( des menschen ) natûre wesen Mart. im leseb. 759,18. — daher ein scheltwort: widerwärtig. zwein vil œden ganzen gênt si vil gelîch Nith. H. 39,26. vgl. das. 52,3. œder gouch ( compar. ) ist in dem lande niender das. 49,19. vgl. das. 54,38 und 93,27. MS. 2,144. a (?). g. sm. 1304. niwan daʒ er den œden krophen vor gestât Nith. H. 60,39. sîn gewant sol man an eim œden kragen suochen das. 41,8. daʒ möht eim œden kragen noch ze schaden kumen das. 60,33. vgl. das. 96,24. MS. 2,3. b. ein lieblingswort Nithart's. vgl. Haupt zu Nith. 90,11. œder sac Helbl. 3,141. der vil ôde tumbe schalc Mart. im leseb. 757,4. | | Oden-acker [ôdənagər Ri.] Flurbezeichnung; gegenwärtig Begräbnisplatz, daher die Wdg.: bal uff de Odenagger kumme bald sterben. Oden zu ahd. ôdi, mhd. Lexer oede öde, unangebaut; baier. 1, 38 die Öden, Ôdene, Oden ein öder Acker. |
| | | | | Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | œde Lexer | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | ŒDE BMZ ·œdec-lich Lexer ·œdene Lexer ·wan Lexer |
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