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| Lexer a (Bd. 1, Sp. 1) | BMZ A (Bd. 1, Sp. 1a) | |||
I. Laut a, buchstabe a. Der buchstabe a bezeichnet 1. den kurzen, durch umlaut in e oder ä übergehenden laut. — 2. den langen, durch umlaut in æ übergehenden laut. — Das lange a wurde von genauen schreibern in der frühesten zeit durch doppeltes a bezeichnet, über welches man um an die einsilbigkeit zu erinnern ein bindezeichen setzte, ; später schrieb man ein einzelnes a und über dieses das alte bindezeichen, â; endlich verschwindet auch das bindezeichen, das der neuere genauere druck aus sehr guten gründen durch â wieder herzustellen gesucht hat. — die aussprache des langen a scheint ein tiefes, dem englischen aw ähnliches â gewesen zu sein, daher auch nicht selten dafür o geschrieben wird (vgl. II. wâfenô). — Alte schreiber setzen häufig e, auch ê st. æ und æ st. e oder ä; ihnen darin zu folgen, hieße den leser irren, wenn nicht etwa die mundart des verfassers es fordert, wie dieses z. b. bei der fall ist. — Im verse kann â, so wie jeder doppelvocal, eben sowohl in der hebung stehen als in der senkung. — â, heißt es 120, ist der erste laut, den ein neu geborner knabe hören läßt, und bedeutet Adâm; das neu geborne mädchen schreit ê, welches Evâ bedeutet. — ich lêre in daʒ âbêcê: des enhât er niht mê noch gelernet wan daʒ â 297. II. â wird substantiven, imperativen, partikeln angehängt, um ein stärkeres und längeres austönen des wortes zu bezeichnen. ein ähnliches a, oder ah findet sich noch bei Fischart, so wie in alten englischen sowohl als schottischen volksliedern am schlusse des verses, und eben so in dem englischen sirrah, vgl. 3,290. 1. an substantiven: sperâ, herre, sperâ, sper 79,24. nu tuo her sperâ sper 458,5. sûsâ, wie minniclîche der ûʒ Oesterrîche vert 2,164. b. sûsâ, wie er streit 3,266. a. sô sûsâ sûs 1,46. wâfenâ 2, 66. a. 57. 1,92. b. 2,9. b. 2,91. b. 2. an imperativen: a) starken: bliuwâ, herre, bliu 146. a. dringâ, drinc 220, 28. 3,1. 2. 13. hilfâ, lieber bruoder 1553,2. klingâ, klinc 681,29. 1806. lâʒâ mich dich erbarmen 2,17. b. lâʒâ wîchen 169. lâʒâ, lâʒ 1234. râtâ 312,4. 3, 240. b. ruofâ, ruof 72. 2. sihâ 25,78. slahâ, slach 1806. snîâ, snî 76,1. swerâ 2,174. b. swingâ, swinc 3,1. 2. vâhâ, vâch 1516, 2. wîchâ, herre, wîche 3000, wîchâ, wîch 388. — b) schwachen: hœrâ 188. 40. 25,78. diu horn bediutent hœrâ waʒ 171,13 hurtâ: wie dâ gehurtet wart 54,19. hurtâ: lât die tjoste tuon 597,25. hurtâ, hurtâ, hurte: 404,3. bekêrâ dich, bekêre 9,12. kêrâ, helt, nu kêre 5563. 369,84. krœnâ, künic, krœne 8,5. leschâ, lesch 2,155. a. losâ 2,74. b. 1,805. nu ruorâ 2,80. b. wartâ wie diu heide stât 1,180. b. wartâ zuo dir, wartâ dar 8917. sô schrît der wahter: wartâ, wartâ 8920. wartâ, wartâ, waʒ ist daʒ? 20,34. wartâ, trût geselle mîn 52, 25. nu werâ dich 2,199. a. werâ, herre, wer 5011. wetâ, herre, wetâ, wet 74,26. — Nicht immer sind, wie die beispiele zeigen, diese imperativformen würkliche imperative, sondern öfters nachahmungen des lautes, wie die noch gewöhnlichen 'krach, plump, bautz, husch' etc. 3. an partikeln: fîa, fî 80,5. fîâ, fîâ, fîe, fî 284,14. eiâ, wol im. 2,21 ( 64,6 ). eiâ, got herre 6193. vgl. 13. heiâ 246. heiâ, hei 170. 184. 1264. ôwê unde heiâ, hei 103,20. 160,3. 407,16. 496,22. heiâ nu hei 2,61, b. 63. a. 64. a. 3533. neinâ, herre Dieterich 1985. neinâ, herre Sîfrit 867,1. neinâ, herre 1,65. b. neinâ, trût geselle 950. neinâ, süeʒer friunt, nu sage 5936. neinâ tuoʒ 232. neinâ, Hartmuot, des entuot noch niht 1294,1. neinâ helfent frô belîben 2,54. a. neinâ, nein 3, 260. a. du sprichest iemer 'neinâ, nein' 1,54. b. vgl. jârâ, jârîâ, jârâjâ; wurrâwei. genauere bestimmung der bedeutung s. unter den einzelnen wörtern. — Statt des â findet sich auch ô: der ungetriuwe 'wâfenô' rüefet 675,18. III. â, untrennbare, dem nomen vorgesetzte partikel; vor dem vw. weist sie auf ein nomen zurück, von welchem das vw. abgeleitet ist ( 2,704 ). Dieses â, dessen länge nicht ganz entschieden ist ( 1,88. ), kann nicht durchaus gleiches ursprunges sein und kann daher nur bei dem hauptworte, dem es vorgesetzt ist, erklärt werden. in den meisten fällen scheint es auf ar, ir, ur zurückgeführt werden zu müssen, in andern auf die partikel uo wieder, nach 2,785 bisweilen auch wohl auf die oberdeutsche aussprache der partikeln abe, ane, die wie â klingen. — ein gr. α privat. kennt unsere sprache nicht. Solche zusammensetzungen sind: âdœme, âgeʒʒe, âgeʒʒel, âgreife, ich âkôse, âkambe, âkust, âlaster, âleibe, âmât, âmaht, âmunt, âname, âsanc, âsæʒe, âschric, âschrôte, âsmac, âsmeckec, âsprâche, âstiure, âswich, âswîche, âteilec, âwegec, âwesel, âwicke, âwirch, âwitʒe. s. diese wörter in ihrer strengen alphabet. reihe.
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