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| GWB Indignation (Bd. 4, Sp. 1517) | GWB Delikatesse (Bd. 2, Sp. 1120) | GWB Gefühl (Bd. 3, Sp. 1230) | |||||||||
Syn Empfindlichkeit Entrüstung Unwille Zorn
| 1 Leckerbissen, besonders wohlschmeckende Speise Gespr (Bi4,418) Holtei undat 2 Feinheit, Zartheit a psychisch: als sittl Feingefühl, auch Empfinden für das Wesen der Dinge [gegen Reichardt] Gern erlassen wir dir die moralische Delicatesse, | Wenn du die zehen Gebot’ nur so nothdürftig befolgst 51,238 Xen 228(50) Gespr(He2,170) Riemer 12.12.06 als erlesener Kunstsinn die D. und Grazie womit der Componist gleichsam .. über der irrdischen Natur des Dichters schwebt B6,318,1 Kayser 28.6.84 ― einmal für psych Differenziertheit des Tieres Thierschädel .. der Elephant .. am meisten Schädel, am meisten Hinterhaupt, und am meisten Stirn — wie wahrer natürlicher Ausdruck von Gedächtniß, Verstand, Klugheit, Kraft und — D. 37,352,7 PhysiognFragm b als gesellschaftl Verhalten: schonende Rücksicht, Takt Diese [Gfin von Werthern-Neunheiligen] hat Welt .. Sicher ihres Werths, ihres Rangs handelt sie zugleich mit einer D. und Aisance die man sehn muß um sie zu dencken B5,76,18 ChStein 11.3.81 22,7,4 Lj IV 1 Tgb 8.6.01 uö ― Pl: Förmlichkeiten Die Zartheit womit Sie mich behandeln, heißt mich alle sogenannte D-n zu vermeiden, welche .. wohl öfter Prätensionen scheinen möchten B8,356,3 CarlAug 17.3.88 c mBez auf künstler Praxis hab ich einen alten Steinbruch .. aufgerührt .. in den Stein läßt sich mit der höchsten Delicatesse arbeiten B3,240,13 Merck 5.8.78 das neue Waldhorn das sich Stärcke und D. in Paris gehohlt hat B7,150,17 Kayser 28.12.85 uö Syn zu 1 Leckerbissen Leckerei zu 2 Feinheit Zartheit zu 2 a und b Takt vgl zu 2 a Subtilität | [Bd. 3, Sp. 1231] 1 sinnl, körperl Wahrnehmung bzw ein entspr Empfindungseindruck a (beim) Verspüren od Unterscheiden best Sinnesreize, insbes durch den Tastsinn; vereinzelt als (physiol) täuschender Eindruck, einmal als eine durch Assoziation vermittelte Geschmacksempfindung jedermann .. empfindet völlig wie das Thermometer .. nur der Unterrichtete wünscht zur Bestätigung seines G-s, das Mehr oder Weniger, durch künstliche Vorrichtung zu erfahren N12,66,20 BaromSchwankungen Farbenfühlen .. Eine Demoiselle .. glaubte .. die Farben zu unterscheiden, an einem stärkern oder schwächern Wirbeln das sie [bei der Berührung] an den Fingerspitzen empfand .. Beym Schwarzen empfand sie .. aber eine Art Wärme. Das Weiß gab ihr das geringste .. G. N52,38,13 Fl Plp Diese viere [Handwerker] .. horchten dem Gesang [zweier Wanderer] und fielen .. entschieden .. mit ein, so daß eine vollständige Wandergesellschaft über Berg und Thal dem G. dahin zu schreiten schien 251,67,11 Wj III 1 [für: sensation] N2,209,12 FlP 456 N1,54,6 FlD 129 B31,186,28 Mellish [16.6.19] K uö spezieller iSv Betasten, Abtasten [Arzt üb die Gräfin:] sie läßt sich nicht ausreden, es sei eine Verhärtung [auf der Brust] da, und wenn man ihr durch das G. den Wahn benehmen will, so behauptet sie, nur in diesem Augenblick sei nichts zu fühlen 22,244,15 Lj V 16 b (beim) Gewahrwerden der eigenen körperl-seel Verfassung, best (schmerzl empfundener, organischer) Beeinträchtigungen, vitaler Anregungen uä, auch als Bewegungs-, Lage- od Orientierungsgefühl; öfter mit GenObj u Poss-Pron [während der Erkrankung in Lpz] wurde mir durch das Wohlwollen .. freundlicher Menschen das G. meines Zustandes auf das zarteste gelindert 27,190,8 DuW 8 Um die Stellung des Vaters .. zu erklären .. [sei] das augenblickliche G. der Wunde [beim Biß der Schlange in die Weichteile] als die Hauptursache .. anzugeben 47,108,11 ÜbLaokoon Lebhaftere Tänze wechseln .. klüglich mit major und minor ab. Hier bringt Diastole und Systole im Menschen das angenehme G. des Athemholens hervor B25,311,1 ChHSchlosser 19.2.15 K Beilage zum 5.5.15 K [Wilh:] Und so bedrängte mich [beim Blick durchs Fernrohr] .. ein seltsam G. zwischen Näh und Ferne zu schwanken und .. beydes zu verwechseln 252,130 Wj Plp B27,306,5 Gfin Henckel 2.1.17 K T1,103,2u7 v 11.11.79 uö als (instinktiv geregelte) Empfindung bei Tieren [Wolfsmilchraupe vor dem Verpuppen] Das G. der sonderbaren bevorstehenden Entwicklung mag dem G. nach der Empfängniß ähnlich sein; doch droht hier die ganze Existenz umgeboren zu werden N6,423,1f MetamIns N6,445,21 EntomologStudien 2 seel-bewußte Wahrnehmung u (Re-)Aktion, Vergegenwärtigung od (charakterist, typische) Impression in der Seele, in der Imagination; als pauschale Bezeichnung für Bewußtheit öfter iUz Außenwelt, zum Faktischen u prakt Tun, negiert für Teilnahmslosigkeit u seel Abgestorbenheit; mehrf hinsichtl der ‘sinnlich-sittlichen’ Wirkung der Farben (auch in Berührung mit 1 a) Menschen, die .. auf alles was vorkam biblische Sprüche anzuwenden [vermochten] .. Gleicherweise bedient man sich classischer Worte, wodurch wir G. und Ereigniß als ewig wiederkehrend bezeichnen 7,130,2 DivNot [zur Verlobung Schlossers wenige Monate nach Cornelias Tod] Sagen kann ich .. gar nichts. Mein Herz und Sinn ist zeither so gewohnt dass das Schicksaal Ball mit ihm spielt dass es für’s neue .. fast gar kein G. mehr hat B3,186,18 CEGoethe [16.]11.77 Das Blaue gibt uns ein G. von Kälte, so wie es uns auch an Schatten erinnert N1,315,12 FlD 782 44,411 CellAnh Plp 4,191 Elysium 63 uö als Empfindungsurteil des Gesichtssinns (in Berührung mit 1 a) Der kältste Sinn ist das Sehen, Erkänntniss ist sein G.2) 37,62,4 Arianne an Wetty 3 Emotion, Gemüt(sbewegung), Stimmung, auch für einen seel erhöhten Zustand u eine (geistig inspirierte) Bestrebung a für die (menschl) Emotionalität, das Gefühlsleben od auch Gemüt; häufig sg iUz anderen (komplementären) seel-geistigen Kräften u Äußerungen wie ‘Geist, Gedanke, Urteil’, einmal iGz bewußter Erinnerung; mehrf hinsichtl der Kultivierungsfähigkeit die [erot] Neigung beschränkt das G., wenn die Religion hingegen es erweitert 48,136,18 NeueUnterhaltgn übGegenstände bildKunst [Merkur:] Wenn das G. sich herzlich oft in Dämmrung freut, | So g’nüget heitre Sonnenklarheit nur dem Geist 131,71,13 Was wir bringen [1802] Der Mysticismus ist die Scholastik des Herzens, die Dialektik des G-s 422,161,4 MuR(360) Wann und was ich Ihnen zuletzt geschrieben, weiß ich .. nicht mehr .. Im G. bleibt mir alles und das sagt mir, daß ich Ihnen mancherley schuldig bin B21,147,1 Zelter 21.12.09 51,50,24 ThS I 15 uö b für eine bestimmte, meist einfache (stereotype), gelegentl nur verhüllend angesprochene emotionale Regung, Leidenschaft, Gemütslage od einen Affekt; bes in Br häufig in Wdgn wie ‘jdm ein (un)angenehmes, schmerzliches, verdrießliches, trauriges G. erregen, geben, machen’, ‘von einem best G. ergriffen, durchdrungen sein’, in der Dichtung vereinzelt ‘gewissen G-en nachhängen’, ‘jdn zu best G-en stimmen, erheben’ od ‘best G-en in seinem Busen Raum geben’ [bei Friederike in Sesenheim] ich empfand .. ein recht peinliches neidisches G. gegen alle, welche das Glück gehabt hatten, sie bisher zu umgeben 27,355,28 DuW 10 der Unmuth [ist] stets egoistisch, er .. erfreut niemand, selbst diejenigen kaum die von gleichem G. ergriffen sind 7,139,6 DivNot da ich jede Controvers .. zu vermeiden mich bestimmt hatte .. so wollte ich doch als Mensch dem menschlichen G. nicht widerstreben, welches uns bei .. unartiger Erwiderung einer .. Gabe natürlich zu überfallen pflegt 422,54,15 ÜbInkommunicabilParalip [1822] [Doktor zu Scapin:] dieses schöne Kind [Sca- [Bd. 3, Sp. 1232] c als Selbst- od Lebensgefühl, meist als seel erhebendes Gewahrwerden, Erleben eigener Kräfte u Fähigkeiten od für dazugehörige (konstitutive, begleitende) Empfindung, Regung, insbes vom schöpferischen Menschen; mehrf ‘(inneres, stilles) G. seiner selbst’, einmal ‘selbständiges G.’; überwiegend in Vbdgn wie ‘das/im G. seiner, eigener Kraft, Unabhängigkeit, Würde, Meisterschaft’ daß wir mit all unserm Schlendern .. es weiter bringen als andre mit ihren Segeln und Rudern — und — das ist doch ein wahres G. seiner selbst, wenn man andern .. vorlauft AA72,13 Werth1 II ~ Werth2 wenn ich ihm [Lavater] nur einige Tropfen Selbstständigen G-s einflösen kann .. Die beste Seele wird von dem Menschenschicksaal so innig gepeinigt .. der besten Freude, des Wohnens in sich selbst beraubt B2,174,13 Schönborn 8.6.[74] [Faust beim Nahen des Erdgeistes:] Schon fühl’ ich meine Kräfte höher, | .. Ha! wie’s in meinem Herzen reißt! | Zu neuen G-en | All’ meine Sinnen sich erwühlen Faust I 478 ~ Urfaust 126 Baco [vVerulam] war ein Mann von außerordentlichem Naturell und Talent. | Der sich sehr vorfühlte. | Selbstvertrauen | G. von Originalität N52,262,9 Fl Plp 38,370,25 u 371,42 FGA Gesch dSelbstgefühls [G?] 22,349,3 Lj VI Schöne Seele 44,331,8 CellAnh IX 2 uö als stärker der Außen- u Mitwelt sich zuwendende, ihrer bedürftige sympathet Empfindung od (Lebens-)Haltung, als darin Erfüllung, Glück findendes (pantheist, auch quietist) Daseinsgefühl insbes des jungen G; in Werth auch idWdgn ‘ein best, kein G. an der Natur (haben)’ das Ausdehnen seiner eignen Existenz, das beständige Ausfließen und Zurückfließen des wärmsten G-s, das wechselweis Glücklichwerden und Glücklichmachen 38,371,66 FGA Gesch dSelbstgefühls [G?] Ich .. freue mich so meines Lebens, in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist .. Ich bin so glücklich .. so ganz in dem G. [G-e Werth2] von ruhigem Daseyn versunken, daß meine Kunst darunter leidet AA5,12 Werth1 I Das volle warme G. meines Herzens an der lebendigen Natur, das mich mit so viel Wonne überströmte .. wird mir jezt .. zu einem quälenden Geiste AA59,5 Werth1 I ~ Werth2 AA30,30 u 61,31 Werth1 I ~ Werth2 uö als meist situativ gebundene Selbst- u Lebenserfahrung, mehrf bei einem existentiell, lebensgeschichtl bedeutsamen Ereignis, überwiegend mBez auf eine best (soziale, landschaftl) Umgebung od Lokalität [Apotheker üb die Vorbeiziehenden:] Konnten [wir] einzeln erfahren, wie bitter die .. Flucht sei, | Und wie froh das G. des eilig geretteten Lebens HermDor I 112 [auf der Wartburg] Tiefes G. des Alleynseyns .. Mich störte Knebels Ankunft .. in meinem G. gänzlicher Abgeschnittenheit Tgb 4.10.77 [zu Besuch in Heidelbg] die eine Tochter ähnelte Friederiken. Es war gerade die Zeit der Weinlese .. und alle die elsassischen G-e lebten in dem schönen Rhein- und Neckar-Thale in mir wieder auf 29,187,12 DuW 20 Tgb 31.8.78 341,49,17 Rochusf 412,143,26 SerbLieder uö d Empfindung des moralisch od gesellschaftl Gebotenen, (Un-)Gehörigen, auch als Bestrebung; als Gewahrwerden von Normen u Pflichten in Vbdgn wie ‘G. des Guten, von Menschenwürde’ od ‘ein edles G.’, ‘sittliche G-e’, als Verspüren eigenen (schuldhaften) Verhaltens, Trachtens uä in Vbdgn wie ‘das/im G. der Reue, meines (Un-)Rechts’ od ‘ein reines, reuiges G. (haben)’; mehrf (zugl) iSv Gewissen [Randbem G-s in sein Exemplar von Kants KdU, 1790] G. von Menschenwürde objectivirt = Gott4) N11,382 Plp [betr die den kranken G in Lpz betreuenden Freunde] es war keiner darunter, dem ich nicht, durch widerliche Launen, beschwerlich gewesen wäre, keiner .. den ich nicht, im G. meines eignen Unrechts, eine Zeit lang .. gemieden hätte 27,187,16 DuW 8 ein siedend heißes G., welches den Menschen [Bd. 3, Sp. 1233] e (Regung von) Mitgefühl, Mitleid od Besorgnis Ein alter Faun hat sich [zu Cephalus u seiner toten Gemahlin] herangedrängt .. mit schmerzlichen Gesichtszügen .. Zwei Frauen, schon mäßiger theilnehmend .. drücken ihre G-e [< Theilnahme] schon zarter aus 491,143,9 PhilostratNachtr [der von Elm verlassene Erw zu Bernardo:] Mensch ohne G.! der du dieß Heiligthum meines Schmerzens [die Einsiedelei] mit .. Spott entweihst; hier, wo .. reine Trauer umherschwebt 38,96,25 ErwElm1 [Sopir üb Seide:] Er geht verzweifelt .. Ihm folgt mein Herz mit sorgenvollem Zug. | .. Welch ein G. [pitié] für ihn durchzittert mich? 9,329 Mahomet 1194 B44,22,12 Rauch 11.3.28 uö f überwältigender, mehrf ambivalent empfundener Erfahrungs-, Erlebniseindruck des Erhabenen, Ungeheuren, Grenzenlosen insbes der (göttl) Natur, vereinzelt einer genialen Hervorbringung; öfter mit entspr GenObj die Herrlichkeit einer Vollmondnacht .. am Meeresufer .. Es übernimmt einen wirklich das G. von Unendlichkeit des Raums. So zu träumen ist .. der Mühe werth 31,26,21 ItR ist .. der gedrängte Vortrag dieses weitausgreifenden Wanderers [Marco Polo] höchst geschickt das G. des Unendlichen, Ungeheuren in uns aufzuregen 7,185,10 DivNot zum Erhabenen .. das .. uns mit einer Größe umgeben muß, der wir nicht gewachsen sind .. umsonst versuchte ich, wenn ich [aus der Waldeinsamkeit] heraus an die Welt trat .. ein solches G. bei mir wieder zu erregen 27,15,16 DuW 6 B40,257,9 Zelter 21.1.26 422,129,9 MuR(181) 151,1 Faust II 6273 uö g für ein (tiefgefühltes) Verlangen, Bedürfnis, als anhaltender (sehnsuchtsvoller) Wunsch, Vorsatz u (seel-geistige) Bestrebung od als jähe, impulsive Begierde mein Wunsch Berlin zu besuchen [ist] .. sehnlichst gewachsen .. seit Meyers Rückkunft ist dieses G. zu einer Art Ungeduld geworden B34,22,2 Schultz 19.11.20 [Eduard üb seine Beteiligung am Feldzug:] Ich gehe hin und suche den Tod .. Ich will Wunder thun, mit dem Wunsche verschont zu bleiben, im Sinne Ottilien zu gewinnen .. Diese G-e haben mich geleitet .. mir durch alle Gefahren beigestanden 20,345,11 Wv II 12 [Beaum:] wie aus der .. stumpfen Unentschlossenheit mich das herrliche G., die Begier nach seinem [Clavigos] Blute herausreißt .. Rache! Wie mir’s wohl ist! 11,114,17 Clav IV Faust I 1093 B4,175,21 Fritsch [13.2.80 Korr B30,255] 412,384,2 Haydn,Schöpfg [Zelter/G] uö 4 als geistige (intentionale) Wahrnehmung: emotional differenzierte, sensible, nuancierte Vergegenwärtigung od Durchdringung komplexer Bezüge u Sachverhalte a Ahnung, Anmutung, (noch undeutl) Vorstellung u Erwartung; gelegentl ‘ein dunkles, unklares, gewisses G.’ α als überwiegend intuitive od vage Empfindung u Vermutung, oft im Verspüren eines best Fluidums od im Herausspüren best Eigentümlichkeiten einer Person, Lebensordnung uä; vereinzelt (metonym) für die Atmosphäre selbst in der Frage [an die Natur] liegt die Antwort, das G., daß sich über einen solchen Punct etwas denken, etwas ahnden lasse N6,301,17 PhysiolPfl die Handschrift des Menschen .. daß man daran wenigstens eine Ahndung von seiner Art zu seyn .. empfinden könne .. Jedoch möchte .. hiebey mehr das G. als ein klares Bewußtseyn statt finden B32,224,13 Preusker 3.4.20 K [Faust in Gretchens Zimmer:] Wie athmet rings G. der Stille, | Der Ordnung, der Zufriedenheit! Faust I 2691 ~ Urfaust 543 B26,136,21 Schuckmann 4.11.15 N3,194,15 FlH IV uö β (Vor-)Ahnung, Gespür, sowohl als Miterleben, Affiziertwerden von etw (Verborgenem) als auch als (unabweisbares) Vorgefühl Indem er [Eduard an Ottilie] schrieb, ergriff ihn das G., sein Höchstersehntes nahe sich, es werde nun gleich gegenwärtig sein .. Ottilie trat herein 20,387,13 Wv II 16 Der astrologische Aberglaube beruht auf dem dunkeln G. eines ungeheuren Weltganzen B13,331,4 Schiller 8.12.98 [Lotte:] Niemals geh ich im Mondenlichte spazieren .. daß mir nicht der Gedanke an meine Verstorbenen begegnete, daß nicht das G. von Tod, von Zukunft über mich käme AA66,34 Werth1 I ~ Werth2 [Charlotte zu Eduard:] So laß mich .. gestehen .. daß diesem Vorhaben [dem Zusammenleben mit dem Hauptmann] mein G. widerspricht, daß eine Ahnung mir nichts Gutes weissagt 20,12,3 Wv I 1 53,435,12 Aus Notizb uö b gläubige, relig Empfindung, als Befindlichkeit, Haltung der Verehrung, Andacht od als Verspüren, Erlebnis(eindruck) der Begeisterung, Erweckung uä, vereinzelt iSv Glauben(sgewißheit); mehrf in (genieästhet) Bekenntnissen des jungen G, öfter mit Attr wie ‘religios, heilig, selig, schaudernd’ Gebet .. Vor dir .. wird in der Seele reg was auch Schöpfungskraft in ihr ist. In Dichtung stammelt sie über, in .. Strichen wühlt sie auf dem Papier Anbetung dem Schaffenden .. umfassendes unauslöschliches G. deß, das da ist und da war und da sein wird 37,323,23 WallfahrtErwinsGrab 1775 [Elm zum angebl Eremiten:] Ich überlasse dich der Einsamkeit, | Ich störe nicht dein heiliges G. | Durch meine Gegenwart 11, 325 ErwElm2 804 Wirft .. der ewige Geist .. einen Funken seiner Liebe einem Erwählten zu, der trete auf, und lalle sein G.5) 37,190,22 Zwo biblFragen [1773] [Gretchen:] wie hast du’s mit der Religion? [Faust:] Laß das .. ich bin dir gut; | .. Will niemand sein G. und seine Kirche rauben Faust I 3420 ~ Urfaust 1112 422,211,9 MuR(808) 28,296,9 DuW 14 uö als absolute beseligende Empfindung (in Berührung mit anderen Bedeutungen) [Faust zu Gretchen:] Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott! | Ich habe keinen Namen | Dafür! G. ist alles; | Name ist Schall und Rauch6) Faust I 3456 ~ Urfaust 1148 c einfühlsame Regung od Haltung, Verständnis für jds Lage, Verhalten, Bedürfnisse u Empfindungen; öfter im Appell an jds Nachsicht Allgemein menschliches Wohlwollen, nachsichtiges hülfreiches G. verbindet den Himmel mit der Erde .. Dagegen ist der Unmuth stets egoistisch 7,138,24 DivNot Mögte doch das G. wie nötig du mir bist recht lebendig in dir werden und dich bald zu mir führen B7,104,10 ChStein 1.10.[85] [Dank für das preuß ‘Privileg’ für die Ausg.l.H.] Wie schwer .. es mir fallen müsse mich .. geeignet auszudrücken, darf ich wohl einem allgemeinen G. anheim geben B40,323,14 Bernstorff 15.3.26 K 7,302 DivNot Plp uö d meist sachbezogene, problemorientierte Einsicht od Vorstellung; oft mit nachfolgender ‘daß’-Konstruktion α mBez auf gesellschaftl, prakt Erfordernisse, Verhaltensweisen, Belange u Zusammenhänge, oft als Wertschätzung, Würdigung best Sachverhalte, persönl Leistungen uä Je mehr von Jugend [Bd. 3, Sp. 1234] β in theoret, insbes natphilos u -wiss Erkenntnis, sowohl als (affektbetontes) Gewahrwerden u Entdecken als auch als Verspüren bes (method) Unzulänglichkeiten u Erfordernisse [auf einem Granitgipfel] ein Gleichniß .. So einsam .. wird es dem Menschen zu Muthe, der nur den ältsten, ersten, tiefsten G-n der Wahrheit seine Seele eröffnen will .. Ich fühle die ersten festesten Anfänge unsers Daseins; ich überschaue die Welt N9,174,18 ÜbGranit [1784] [betr G-s ‘Beiträge zur Optik’] Niemand faßt das Apercu auf. Hochmuth der [Newtonischen] Schule. G. der Notwendigkeit sich im Ganzen mehr auszubilden. Fortgesetztes Studium der Geschichte N4,486,4 FlH Plp B46,111,7 Zelter 19.10.29 uö(selten) γ (stärker) als meist fundierte, auf Überlegung beruhende Überzeugung u Gewißheit, begründete Ansicht od auch Urteil; oft ‘nach jds (eigenem) G.’, auch iSv Gutdünken Ermuthigt durch diese Gespräche [mit Montan] im G. [> überzeugt daß ..] durch sein bisheriges Thun und Denken den Forderungen seines Freundes sich gleichzustellen, gab er [Wilh] nunmehr Rechenschaft 252,125 Wj II 9 Var [betr Streit um das Verbot der Zs ‘Isis’] daß ich unsern .. Fürsten bedaure dem diese Angelegenheit manche trübe Stunde gemacht hat und der in die freie Welt gehen mußte, um sie nach seinem G. entscheiden zu können B28,143,13 Voigt 23.6.17 Deine Phisiognomik .. Ich .. rede mit allerley Leuten drüber, Wieland hat mir seine G-e gegeben und so wird alles gut werden B3,5,14 Lavater [22.]12[75] 47,180,5 Samml 6 uö 5 ästhetisch qualifizierte Empfindung u Vorstellung; öfter in Berührung mit 6 a als schöpferische, insbes konzeptionelle u auf das (harmonische) Werkganze gerichtete Auffassung, Durchdringung u Gestaltung(skraft) [betr Ratschläge für Lustspiele nach Plautus] Was ihm [Lenz] .. an meiner Vorstellungsart beliebt, daß er’s in sein G. übertragen kann, und ob er nach einem neu bearbeiteten G. wieder den Muth hat, hier und da umzuarbeiten, das muß der Ausgang lehren B2,68,17f Salzmann 6.3.73 Es [das Zeichnen] fängt an besser zu gehen, und ich komme mehr in die Bestimmtheit und in das lebhaftere G. des Bildes. Das Detail wird sich nach und nach heraus machen Tgb 26.2.80 Gelnhausen. Die Burg .. Würde und Enge. Lust zu zieren ohne G. der Verhältnisse [vgl Zierlust ohne Begriff von Verhältnissen B25,2,15 Christiane [28.]7.14] Tgb 27.7.14 27,188,19 DuW 8 uö als Eingebung, Intuition, Einfühlung des Schauspielers, Musikers od Übersetzers bei der angemessenen, ausdrucksgerechten Wiedergabe; öfter mBez auf die (problemat) Identifizierung mit Emotion u Charakter einer Theaterrolle [Aurelie:] Ich spielte .. nicht mehr nach meinem G., nach meiner Überzeugung, sondern wie er [Serlo] mich anwies 22,100,14 Lj IV 16 ~ 52,259,3 ThS VI 11 [betr Vertonung von ScherzLR] Bey der Stelle: Viel Böses zu erzählen pp hatten Sie ganz recht die Gewalt auf: Böses zu legen. Folgen Sie nur ungescheut Ihrem G-e B7,112,26 Kayser 28.10.85 [Faust:] Mich drängt’s den Grundtext [des NT] aufzuschlagen, | Mit redlichem G. einmal | Das heilige Original | In mein geliebtes Deutsch zu übertragen Faust I 1221 [für: conceit] 22,172,5 Lj V 6 40,64,23 Üb: Piccolom uö b im Kunstwerk wirkendes, es beherrschendes, belebendes emotionales Moment, Stimmungslage, auch als stilist Haltung, Note; öfter im Lob der Beseeltheit u Gefühlstiefe Bürgers Lenore da ist ein erstaunend G. und Dicktion drinne B51,46 Boie 16.10.73 [Lieder] Wassersnoth. (77.) Anschauung, G., Darstellung, überall das Rechte .. Der verlorne Schwimmer. (236.) Anmuthig und voll G. 40,341,9 u 347,28 Üb: Wunderhorn [Magdeb Dom] Otto und Editha .. noch aus den Zeiten der Nichtform, doch mit einem bequemeren G. von Naivetät 48,244,5 Bem zu Meinecke,MagdebKunstsachen B3,108,6 ChStein 16.9.76 492,38,23 Igeler Monument uö c in ästhetischer Rezeption: (kunstverständiger) Gefühls-, Erlebniseindruck od Phantasievorstellung, sowohl mBez auf Reiz u Schönheit einzelner Stellen als auch als Gesamteindruck; mehrf in (allg) Aussagen üb den bes Scheincharakter, die ästhetische Illusion; öfter ‘G. (in jdm) erregen, jdm mitteilen’ uä Diese .. Oper [Grétrys ‘La Belle et la Bête’] näherte sich .. dem edlen Stil, und war geeignet, die zartesten G-e zu erregen 29,43,14 DuW 17 [das] Septizonium des Severus .. [das] vertikal in die Höhe stieg und also dem Auge das G. einer geforderten Solidität nicht eindrücken konnte 492,192,2 Pentazonium Vimariense [G/Meyer] das höchste Ziel der Kunst ist Schönheit und ihre letzte Wirkung G. der Anmuth 47,163,8 Samml 5 Den Donner in Musik nachzuahmen ist keine Kunst, aber der Musiker, der das G. in mir erregt als wenn ich donnern hörte würde sehr schätzbar seyn B29,54,2 Schöpke 16.2.18 K [für: sentiment] 45,205,23 RamNeffeAnm B22,347,5 CGKörner 23.4.12 27,272,26 DuW 9 uö allg als ästhetisches Wohlgefallen, insbes als Empfindung natürl Schönheit u Anmut Ich habe öfters bemerkt, daß es Menschen gibt, welche eine Landschaft ohne G. ansehen können 46,375,17 HackertNachtr [Hackert/G] Zeichnungen in Sepia [von ChGSchütz] .. Die Darstellung der Ufer .. und des Stroms selbst ist so treu als anmuthig, und das G., das den Rheinfahrenden ergreift, wird uns .. mitgetheilt oder wieder erweckt 341,116,9 KuARheinMain HA13,23,5 Schönheit organNaturen uö 6 Empfindungsvermögen, Fähigkeit od Kraft der Wahrnehmung, Vorstellung, Beurteilung (uä); in c und d öfter ‘(ein) G. für, von etw (haben)’ a sinnl Wahrnehmungsvermögen, insbes Tastsinn; einmal mBez auf Lustempfindungen, im bildl Vergl zugl für jds geistiges Sensorium [elektr u galvan Phänomene] Wirkung: auf G., Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch. Ein Allgemeines das zu jedem Sinne spricht N11,206,11 Galvanism [Bernardo:] was man .. zu sagen pflegt: daß Verliebte so ein feines G. haben, wie die Schnecken an den Hörnern, um zu spüren, ob man ihnen wohl will, oder nicht 38,96,11 ErwElm1 Faust I 1444 T9,68,18 v 30.6.23 uö(selten) b emotionale Kraft, seel Energie, auch iSv Temperament; vereinzelt mit Attr wie ‘feurig’, ‘lebhaft’; bes beim jungen G Mit einem Mädgen hier zu Lande, | Ist’s .. ein langweilig Spiel, | Zur Freundschafft fehlt’s ihr am Verstande, | Zur Liebe fehlt’s ihr am G. B1,174,14 Friederike Oeser 6.11.68 ~ 51,59 An Mlle Oeser zu Leipz 113 Dem Mädgen ward [Bd. 3, Sp. 1235] c moral Empfindungsvermögen, auch: Taktgefühl, Gespür für das Schickliche, Angemessene od Rechte; öfter ‘nach G. (und Gewissen)’, ‘aus eigenem G. (handeln)’ [Wilh üb den jungen Belsazar:] Er will das Gute, hat ein G. für Rechtschaffenheit und Tugend 51,142,8 ThS II 4 [Saalausstattung zum Empfang Marie Antoinettes in Straßb] Bilder .. [mit der] Geschichte von Jason, Medea und Kreusa, und also ein Beispiel der unglücklichsten Heirath .. ich forderte .. meine Gefährten zu Zeugen auf eines solchen Verbrechens gegen Geschmack und G. 27,240,20 DuW 9 Bist undankbar, so hast nicht Recht, | Bist du dankbar, so geht dir’s schlecht: | Den rechten Weg wirst nie vermissen, | Handle nur nach G. und Gewissen 51,104 ZXenNachl VII 300 26,72,4 DuW 2 18,192,7 Unterhaltungen uö d Urteilsvermögen, (Zart-)Sinn, insbes theoret od (überwiegend) kunstkrit Gespür, Sensibilität, Geschmack betrachtet man diese Kniffe [Newtons] mit redlichem Sinn, hat man ein lebendiges G. für’s Wahre, so kann man .. sagen, der Autor benimmt sich schändlich N2,283,12 FlP 652 [Jarno empfiehlt Wilh die Lektüre von Shakespeare:] Nur Eins bedinge ich mir aus, daß Sie sich an die Form nicht stoßen; das Übrige kann ich Ihrem richtigen G-e überlassen 21,290,18 Lj III 8 ~ 52,147,12 ThS V 7 abgesonderte [Garten- u Park-] Anlagen .. welche mit G. allmählich durch Pflanzungen und Wege verbunden, eine allerliebste .. charakteristische Scenenfolge dem Durchwandelnden darstellten 24,139,26 Wj I 8 [für: tact] 45,126,27 RamNeffe B12,362,7 Schiller 25.11.97 uö(häufig) 7 individuell od kollektiv ausgeprägte, charakterist Gefühlsregung od -kultur, Erlebnis- od Denkweise; öfter in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten a allg als Gemütsverfassung, seel Eigenart od Mentalität, überwiegend gruppen-, alters- u geschlechtsspezifisch in Vbdgn wie ‘G.(-e) der Jugend’, ‘kindliche(s), elterliche(s), mütterliches, patriotische G.(-e)’ Der englische Gruß [Lied] .. Die anmuthige, bloß katholische Art, christliche Mysterien an’s menschliche, besonders deutsche G. herüber zu führen 40,343,23 Üb:Wunderhorn daß der orientalische Flug und Schwung, jene .. übermäßig lobende Dichtart, dem G. des Westländers vielleicht nicht zusagen möchte 7,133,13 DivNot Frau Bätty [EJacobi] hat .. gegen alle Lebensart gehandelt, gegen alles mütterliche G., daß Sie Ihnen mit einer solchen Klatscherey [üb G] nur einen Augenblick verderben konnte B6,221,24 CEGoethe 7.12.83 Gespr(He32,471) Odyniec 25.8.29 27,14,23 DuW 6 38,373,7 FGA Engl schwKunst [G/Merck?] uö (selbst)kritisch als Ausdruck einer übertriebenen od gefühlsseligen (larmoyanten, allzu mitleidsvollen) Seelenhaltung od emotionalen Überzeugung, auch iS einer Überempfindlichkeit; fast nur iVbdg mit Attr wie ‘weichlich’, ‘überzart’, ‘grenzenlos’ [Eugenie:] Ich will nicht mehr in Zweifel, zwischen Furcht | Und Liebe schweben, will nicht weibisch mehr, | Indem ich untergehe, noch des Herzens | Und seiner weichlichen G-e schonen NatT 2576 meine Gedichte mir [in Pempelfort] .. nur selten über die Lippen kamen. Denn mich hinderten leicht gewisse .. Personen, denen mein überzartes G. vielleicht Unrecht thun mochte; ich ward .. mitten im Recitiren irre und konnte mich nicht wieder zurecht finden 28,287,7 DuW 14 [für: sensibilité] 9,337 Mahomet 1361 29,95,3 DuW 18 uö(selten) b als Regung od seel-geistige Haltung speziell der ‘Empfindsamkeit’, insbes als enthusiastisch mit jdm geteilte u als seelenverwandt erlebte Empfindung (vgl ‘empfinden’ 6 b) [Prinz:] Dich ehr’ ich, heiliges [Mond-] Licht, | Reiner hoher G-e Freund! 17,30,18 TriumphEmpfindsamk III Ich habe Ihren Brief geküsst und an mein Herz gedruckt. Es sind meine ein — innige G-e. Ja liebe Mama B2,164,5 Sophie LaRoche [etwa 10./13.5.74 Korr GJb 90,264] deine [nicht erhaltene] Epistel an die Akademisten .. noch einmal ..: daß zwar herrlich ist selbstständig Gefühl, daß aber antwortend G. würckender macht .. und so danck .. unsern Geistern daß sie sich gleichen B2,188,27 Jacobi 21.8.[74] Dancke für die Silhouetten Auslegung hier ist wieder eine. Du thust mir eine Wohlthat .. Ich hab ohne bestimmtheit unendlich ähnlich G. zu deinem B4,319,22 Lavater 13.10.80 28,57,13 DuW 11 B2,183,4 Jacobi 14.[8.74] uö ‘etw zum G. entwickeln’: mBez auf eine ideale, literarisch noch zu erarbeitende menschlich-brüderl Nähe (in Berührung mit 5 a) Jetzo studir’ ich Leben und Todt eines andern Helden [Sokrates], und dialogisir’s in meinem Gehirn. Noch ist’s nur dunckle Ahndung .. den philosophischen Heldengeist .. Ich brauche Zeit, das zum G. zu entwickeln .. statt des Heiligen ein großer Mensch .. den ich .. an meine Brust drücke, und rufe .. mein Bruder! B2,11,26 Herder [Anf 72 Korr DjG32,70,31] → GWB Angstgefühl GWB Brautgefühl GWB Dämmerungsgefühl GWB Dankgefühl GWB Dichtergefühl GWB Duldungsgefühl GWB Ehrgefühl GWB Einheitsgefühl GWB Erdgefühl GWB Familiengefühl GWB Feuchtgefühl GWB Fluchtgefühl GWB Flüchtlingsgefühl GWB Frauengefühl GWB Freiheitsgefühl GWB Freundschaftsgefühl GWB Frohgefühl GWB Frühgefühl GWB Gegengefühl GWB Gemeingefühl GWB Geschmacksgefühl GWB Gildegefühl GWB Glaubensgefühl GWB Gleichheitsgefühl GWB Grabgefühl GWB Hausgefühl GWB Herbstgefühl GWB Hochgefühl GWB Hoffnungsgefühl GWB Jugendgefühl GWB Kriegsgefühl GWB Kunstgefühl GWB Lebensgefühl GWB Leidgefühl GWB Liebe(s)Gefühl GWB Mannesgefühl Menschen- Miß- Mit- Mittel- Morgen- Mut- Mutter- Nach- Natur- Neben- Nicht- Nichtigkeits- Oden- Ohnmachts- Pflicht- Privilegien- Rach- Religions- Rück- Scheide- Schmerz- Schönheits- Schonungs- Selbst- Sicherheits- Sitten- Sommer- Tief- Toten- Trost- Trotz- Über- Un- Unabhängigkeits- Ur- Vaterlands- Voll- Vor- Wahrheits- Wohn- Wonne- Zart- Syn Empfindung zu 1,2, 4 u 5 Eindruck Wahrnehmung zu 1 a Apperzeption Sensation Sinneswahrnehmung zu 2 Bewußtsein zu 3 a Herz Gemüt Seele zu 3 b Affekt Gemütsbewegung GWB Gemütslage Leidenschaft Neigung Regung Stimmung zu 3 c Selbstbewußtsein -gefühl zu 3 d GWB Gewissensskrupel GWB Gewissen zu 3 e Mitempfindung Mitgefühl Mitleid zu 3 g Bedürfnis Begierde Bestrebung Regung Verlangen Vorsatz Wunsch zu 4 2Ahndung 2Ahnung Begriff Bewußtsein Einsicht Vorstellung zu 4 a Anmutung Erwartung Vermutung zu 4 a β Vorahnung zu 4 b Glaube zu 4 c Anteil Teilnahme zu 4 d Aperçu Erkenntnis zu 4 d γ Überzeugung Urteil zu 5 a Auffassung Sinn zu 5 a und b Kunstgefühl Kunstsinn zu 5 b und c Stimmung zu 5 c Empfindungszustand Illusion zu 6 a Tastsinn zu 6 b Energie Temperament zu 6 c und d Sinn zu 6 d Beurteilungskraft Bewußtsein Empfindlichkeit Empfindungsvermögen GWB Geschmacksinn GWB Geschmack Sensibilität Zartgefühl zu 7 a und b Empfindungsweise zu 7 a Denkweise GWB Gemütsart GWB Gemüt Sinnesart Sinn 1) HMayer, G-s Begriff der Realität. In: GOETHE 18, 1956,26—43 (Zit S 30); vgl ferner ebd 44—88 WSchadewaldt, G-s Begriff der Realität, insbes 86ff zu der für G “mit dem Gefühl des höchsten Glücks, der ‘Lust’ und .. ‘Freude’” verbundenen, Subjekt u Objekt “überbrük- [Bd. 3, Sp. 1236] 2) zur mögl Zit-Übernahme aus Herders Abhandlung ‘Üb den Ursprung der Sprache’ vgl DjG32,287f u MA12,768f 3) vgl dazu JMüller, ‘Verwirrung des Gefühls’. Der Begriff des ‘Pathologischen’ im Drama G-s u Kleists, 1974 sowie KMommsen, Kleists Kampf mit G, 1974, insbes 24—34 4) für GvMolnár, G-s Kant-Studien, 1994, eine “ganz im Geiste Kants” geschriebene Bemerkung; vgl aaO 10u155u357 5) zu Einflüssen des “radikalpietist Inspirationsglaubens” vgl das Kap ‘der trete auf, und lalle sein Gefühl ..’. In: UMSchneider, Propheten der Goethezeit, 1995,155—189, insbes 178f 6) Eine ähnl Umschreibung des ‘Gottesgefühls’ findet sich in Lavaters ‘Physiognom Fragmenten’, vgl HArens, Komm zu G-s Faust I, 1982,332.
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