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 GWB grübeln (Bd. 4, Sp. 505)   GWB denken (Bd. 2, Sp. 1126)   GWB hoffen (Bd. 4, Sp. 1327) 
  grübeln lange intensiv (üb etw) nachdenken; meist mit dem Moment des Zwecklosen, Unergiebigen (iGz sinnvollem Handeln, natürl Empfinden ua); auch subst[Egm zu Ferdinand:] Es glaubt der Mensch sein Leben zu leiten .. Laß uns darüber nicht sinnen; dieser Gedanken entschlag’ ich mich leicht — schwerer der Sorge für dieses Land! .. Doch es

[Bd. 4, Sp. 506]
ziemt dem Menschen, nicht mehr zu g. [grüblen Var], wo er nicht mehr wirken soll 8,301,15 Egm V[aus Rom] Still und ohne weiter zu dencken und zu g. benutz ich jeden Tag und eile mir die nötigsten Kenntnisse zu erwerben B8,323,14 ChStein 19.1.88[Faust zu Helena mBez auf ihr Liebesglück:] Durchgrüble nicht das einzigste Geschick .. [Phorkyas, heftig eintretend:] Buchstabirt in Liebes-Fibeln, | Tändelnd grübelt [Tändelt g-d 152,113 Var] nur am Liebeln, | Müßig liebelt fort im G., | Doch dazu ist keine Zeit. | .. Rüstet euch zu herbem Streit! 151,1 Faust II 9420f51,110,14 ThS II 2N11,132,19 MuR(1223)B28,237,11 Schultz 3.9.17 ‘nach etw g.’ iSv etw erfassen, verstehen wollen 412,547,5 Eurip,Bacch Plp~N11,112,12 MuR(SchrGG21,295)iSv Bedenken tragen, zaudern; einmal subst (für: scrupule)Zwiebeln [-] Was willst du g. 7,126,7 DivNot Blumen-uZeichenwechsel24,85,4 Wj I 5 PilgTörin
GWB ausgrübeln GWB durchgrbeln GWB ergrübeln nach-Syn bedenken brüten denken grillen grillisieren nachdenken nachgrübeln nachsinnen räsonieren sinnen überlegen

Eva Beck

 

  denkenvon üb 6000 Belegen ca je ein Viertel in A u E; subst meist in A (selten ‘das Gedachte’), öfter auch ‘der D-de’ (A 3 f). In Widerspruch gegen das enge Verständnis des Menschen als eines nur ‘denkenden Wesens’ sowie die neuzeitl philos Selbstbegründungen im (zweifelnden) Denken (vgl auch ‘Denkactus’) betont G nicht nur die Gleichrangigkeit anderer seelischer u leibl Bestimmungen, sondern auch best (zT wechselnde) Voraussetzungen, Komponenten u Korrektive des Denkens: Außer der Aufgeschlossenheit für entspr wiss Thesen, etwa für EStiedenroths Annahme (1824) einer Abhängigkeit des Denkens von der individuellen ‘Reproduction’ der zu verarbeitenden Vorstellungen, erkennen wir bei G grundsätzliche, immer wieder thematisierte Verschränkungen des Denkens mit der sinnl Anschauung (A 2 a), Sprache (A 2 c), dem prakt Handeln (A 2 d) od der Mentalität des Erkennenden selbst (A 4 c), letzteres auch für das eigene ‘gegenständliche D.’. Sein bes Interesse gilt den Erkenntnisgrenzen des Denkens; widmet sich die ‘Studie nach Spinoza’ (1784/85) der beschränkten Fassungskraft des menschl Denkens u einer ihm angemessenen, freilich nicht resignativen (agnostizist) Auffassungsweise, so folgt G Kant in der Annahme (u Kritik) eines dem Denken immanenten, unaufhebbaren Konflikts mit der Erfahrung; fordert aber hier nicht allein den (bloß) regulativen Gebrauch der Ideen1), vielmehr auch Widerstand gegen verfrühte, verfestigende Theoriebildungen; insbes das empir (induktive) Erkennen suchte er durch Verfahren wie das — wohl durch die Hermetik inspirierte2)Analogiedenken beweglicher zu halten.
A zur Bezeichnung rationaler u insbes kognitiver, intellektueller Akte u Verfahrensweisen, Eigenschaften u Kategorien: meist unspezif gebracht iSv mit dem Verstand arbeiten, überlegen od nachdenken, dies bes im Vergl mit anderen fundamentalen menschl Fähigkeiten u Qualitäten; das intellektuelle Moment öfter verstärkt bzw spezifiziert durch Verben wie sinnen, begreifen u prüfen; einige Male idVbdg ‘Gedanken d.’
1 in allg, insbes erkenntnistheoret Aussagen üb Bedeutung, Organisation u die versch Operationen des (menschl) Intellekts; häufig absol u subst
a in Wesensbestimmungen des Menschen; die trad Merkmalsangabe ‘d-des Wesen’ durch Attr wie ‘empfindend, fühlend’ ergänzt od relativiert[Gast:] Was ich mit dem Verstand nicht begreife existirt mir nicht .. [Sammler:] Aber der Mensch ist nicht bloß ein d-des, er ist zugleich ein empfindendes Wesen. Er ist .. eine Einheit vielfacher, innig verbundner Kräfte 47,169,12 Samml 6[es werde] die Schwierigkeit [das Fleisch zu malen] .. noch dadurch vermehrt .. daß diese Oberfläche einem d-den, sinnenden, fühlenden Wesen angehört, dessen innerste .. Veränderungen sich blitzschnell über das Äußere verbreiten 45,298,12 Diderot,Malerei37,105,21 Ephem als Fähigkeit künstl, menschenähnl Wesen[Wagner, bei der Erschaffung des Homunc:] Doch wollen wir des Zufalls [bei der Zeugung] künftig lachen, | Und so ein Hirn, das trefflich d. soll, | Wird künftig auch ein Denker machen 151,1 Faust II 686951,246 Xen 285(411) [Schiller?]
b iVbdgn wie ‘das d-de Vermögen’, ‘der d-de Theil in uns’ zur Bezeichnung des Verstandes ua intellektueller Grundkräfte; thematisch nur in der Verschränkung mit dem Körperlichen[G im paraphrasierenden Komm zu MMendelssohns Bearb von Platons ‘Phädon’] Die Krafft des Zusammenhaltens in Menschen .. dieses denckende Vermögen .. Die Bestandtheile unsers Körpers müssten .. [nach Simmias] Kräffte haben aus denen .. das Verm. zu dencken entspricht .. [nach Sokrates hingegen]3) müssten die Theile sich und dem ganzen ähnlich und auch denckende Kräffte seyn 37,105,12u17u26 EphemWir können uns vom Körper nicht trennen und der empfindende, der d-de Theil in uns muß sich wohl mit den Eindrücken und Sensationen behelfen, wie sie der körperliche Theil ihm zubringt 45,369 Diderot,Malerei Plp
c als gesetzmäßig geregelte, (apriorisch) konstruierende, dabei auch gewaltsam verknüpfende u folgernde Aktivität; gelegentl im Anschluß an Kants Lehre von denknotwendigen (‘transzendentalen’) Schein bzw von den Postulaten der Vernunftzu d. .. das heißt .. das Ähnliche zu vergleichen, das Unähnliche von einander abzusondern, und einzelne Gegenstände unter allgemeine Begriffe zu ordnen 47,82,24 Nachahmung,Manier,StilWenn der Knabe zu begreifen anfängt, daß .. der nächste

[Bd. 2, Sp. 1127]
Weg zwischen zwei Puncten schon als Linie gedacht werde, ehe sie mit dem Bleistift auf’s Papier gezogen wird, so fühlt er einen gewissen Stolz .. ihm ist die Quelle alles Denkens aufgeschlossen, Idee und Verwirklichtes, ‘potentia et actu’ ist ihm klar geworden 422,189,13 MuR(656)Ein großer Fehler .. ist, die Ursache der Wirkung immer nahe zu d., wie die Sehne dem Pfeil .. und doch können wir ihn nicht vermeiden, weil Ursache und Wirkung immer zusammengedacht und also im Geiste angenähert werden N11,103,18 MuR(1237)N51,87,16 ChromatSätzeB7,101,6 ChStein 25.9.85B13,77,2 Schiller [21.]2.98N11,76f Rez:Stiedenroth in der üblichen zu engen Übs bzw Umschreibung des cartesischen Grundsatzes, als Selbstbegründung des (bewußten) Ich auch persifliertEiner aus dem Haufen [Descartes]. | Cogito ergo sum. Ich denke und mithin so bin ich, | Ist das eine nur wahr, ist es das andre gewiß. | Ich. | Denk’ ich, so bin ich! Wohl! Doch wer wird immer auch d.? | Oft schon war ich, und hab’ wirklich an gar nichts gedacht 51,260 Xen 374f(863f)N7,116,11 Jungiusin Erörterung einer prinzipiellen Unzulänglichkeit u Unabgeschlossenheit (beim Erfassen der Realität), bei Forderung G-s nach Korrektur induktiv-bestätigender Erkenntnisverfahren durch offene, indirekte DenkmethodenDas Unendliche .. oder die vollständige Existenz kann von uns nicht gedacht werden. Wir können nur Dinge d., die entweder beschränkt sind, oder die sich unsre Seele beschränkt N11,315,6f StudSpinoza 1784/85Daß man gerade nur denkt, wenn man das, worüber man denkt, nicht ausdenken kann! 422,231,18f MuR(939)Nach Analogien d. ist nicht zu schelten; die Analogie hat den Vortheil, daß sie nicht abschließt und eigentlich nichts Letztes will; dagegen die Induction verderblich ist, die einen vorgesetzten Zweck im Auge trägt 422,180,1 MuR(532)N11,157,12 MuR(1209)Gespr(He2,707) Riemer 28.12.11
2 in thematischer Verschränkung mit der sinnl Anschauung, körperl Präsenz u Emotionalität, mit der Sprache u dem prakt Tun; überwiegend mit konkr Bezug; hier bes oft unspezif iSv überlegen, nachdenken, etw theoret betrachten
a als ergänzendes, sich anreicherndes, oft spontanes Aufnehmen u Verarbeiten des anschaul Gegebenen; als Wechselverhältnis intensiv in ItR erörtert, insbes mBez auf Objekte der bildKunstWer ein Phänomen vor Augen hat, denkt schon oft drüber hinaus; wer nur davon erzählen hört, denkt gar nichts N11,111,6 MuR(1227)[mBez auf die Urpflanze] Bei gewohnten Pflanzen, so wie bei andern längst bekannten Gegenständen, denken wir zuletzt gar nichts, und was ist Beschauen ohne D.? Hier [in Ital] .. wird jener Gedanke immer lebendiger 30,89,24 ItRUmgeben von antiken Statuen .. Wenn man des Morgens die Augen aufschlägt .. alles unser D. und Sinnen ist von solchen Gestalten begleitet .. unmöglich, in Barbarei zurückzufallen 32,322,12 ItRsie [klass Kunsttheoretiker] .. überzeugten mich .. daß erst eine große Fülle von Gegenständen vor uns liegen müsse, ehe man darüber d. könne 28,148,18 DuW 1230,243,23 ItR ‘mit den Augen d.’: in Kennzeichnung der Direktheit u Naivität einer bes (hist) Entwicklungsstufe 37,230,13 FGA ZweiMärlein [G?]
b iVbdgn wie ‘d. und fühlen’, ‘empfinden wie d.’: oft für jds Seelenleben überhaupt od sein Innerstes; einmal hinsichtl gestischer u mimischer Ausdrucksformen auf der BühneAlles, was sie [Lotte] interessantes fühlte und dachte, war sie gewohnt mit ihm [Werth] zu theilen AA135,10 Werth2trieb sie [Mme de Staël in Weim] es in Reden und Wechselreden .. bis zu denen Angelegenheiten des D-s und Empfindens, die eigentlich nur zwischen Gott und dem Einzelnen zur Sprache kommen sollten 35,171,4 TuJ[Wilh:] Es sind wohl Schauspieler in Deutschland, deren Körper das zeigt, was sie d. und fühlen 21,190,14 Lj II 9492,101,16 Hemsterhuis-Galiz GemmensammlgB25,192,9 Voigt 14.2.15
c als sprachl gebundene u sich Ausdruck verschaffende Aktivität; oft in Betrachtung gravierender, vereinzelt auch struktureller Mängel der Sprache u Schrift, mehrf in Kritik der Gedankenlosigkeit bei best Sprachkonventionendaß das Beste unsrer Überzeugungen nicht in Worte zu fassen ist. Die Sprache ist nicht auf alles eingerichtet und wir wissen oft nicht recht, ob wir endlich sehen, schauen, d., erinnern, phantasiren oder glauben B49,271,28 Sternbg 15.3.32leider sind Worte dem Menschen gewöhnlich Surrogate, er denckt und weis es meistentheils besser als er sich ausspricht. Der Redliche schweigt zu letzt 412,509,1 PlpRedensarten .. Ausdrücke, die sich die Gesellschaft angewöhnt hat, ohne etwas dabei zu d. 24,272,8 Wj II 3B23,167,20 JO’Donell 24.11.12B22,349,10 Meyer 23.4.1232,143,21 ItR
d in Erörterung des (lebenswichtigen) Praxisbezugs u möglicher Beeinträchtigungen; selten explizit in Betonung des Befreienden, Distanz Schaffenden, öfter indirekt in Kritik des Unverbindl, Unzuverlässigen u Lebensfernen best Gedanken u Denkweisen, so idWdg ‘etw ist nur gedacht’ iSv ausgeklügelt, plan od unsinnlichWorauf kommt nun aber alles an? versetzte Wilhelm hastig. — Das ist bald gesagt, versetzte jener [Montan]: D. und Thun, Thun und D., das ist die Summe aller Weisheit .. Beides muß wie Aus- und Einathmen sich im Leben fort hin und wieder bewegen 251,30,17 Wj II 9Das, was geschah, hatte für sie [die Menschen der Antike] den einzigen Werth, so wie für uns nur dasjenige, was gedacht oder empfunden worden, einigen Werth zu gewinnen scheint 46,23,11 Winckelmhab’ ich hundert neue Dinge im Kopfe, und es kommt nicht auf’s D., es kommt auf’s Machen an 32,29,13 ItR[in Entgegnung auf Herders ‘Götz’-Kritik] Emilia Galotti ist auch nur gedacht, und nicht einmal Zufall oder Kaprice spinnen irgend drein. Mit halbweg Menschenverstand kann man das warum von ieder Scene, von iedem Wort .. auffinden B2,19,15 Herder [etwa 10.7.72 Korr DjG2,295]251,30,25 Wj II 9B14,153,7f MJacobi 16.8.99 KTasso 1568 als (habituelles) Reflektieren üb das eigene Tun u Metier; pejor bes bei formalist Betrachtungen, auch bei grübelndem, brütendem, in sich versunkenem Nachsinnen; mehrf PartPräs (absol)Serlo .. der nicht allein auf dem Theater wie in seinem eignen Elemente .. erschien, sondern auch über die Kunst, die er von Jugend auf übte, gedacht hatte 52,266,17 ThS VI 12Wie hast du’s denn so weit gebracht? | .. Mein Kind! ich hab’ es klug gemacht, | Ich habe nie über das Denken gedacht4) 51,92 ZXenNachl 110Da ich oft still und nachdenklich war, sagte er .. [ein Offizier]: .. der Mensch muß niemals d., d-d altert man nur .. Der Mensch muß sich nicht auf eine einzige Sache heften 30,178,23f ItR251,292,3f Wj III 17T4,413 [vMärz 1812] Plp ‘gedacht, gethan’ uä: zur Bezeichnung impulsiven, gedankenschnellen (geistesgegenwärtigen) Tuns, aber auch bei Unbedachtheitals mir ein anderer .. glücklicher

[Bd. 2, Sp. 1128]
Gedanke durch den Geist fuhr [Kleidertausch mit dem Wirtssohn] .. Gedacht, gethan! 27,360,2 DuW 10Da raunt ihm der Schalk der Versucher in’s Ohr: | Geh! hole dir einen der Laken! | Gethan wie gedacht! 1,208 Totentanz 2224,71,24 Wj I 522,292,22 Lj VI uö(selten)
3 als problemorientiertes Verhalten u aufgabenlösendes, oft nach best (erprobten) Methoden vorgehendes geistiges Arbeiten
a iVbdgn wie ‘(viel) zu d. geben’ od (seltener) ‘d. machen, lassen’ iSv zum Denken anregen, nachdenkl machen, auch jdm problemat sein od ein Rätsel aufgeben; bei hist bedeutsamen Ereignissen gelegentl mit dem Nebensinn des Denkwürdigenheut bey Tisch war eine Menge Menschen die Kreuz und Queer schwazzten und mir viel zu dencken gaben B4,39,11 ChStein 30.5.79Hier Möser über Iphigenie und die Rede eines Obristen .. Gewiss wird dich das viel dencken machen B5,184,13 Knebel 23.8.81Hofrath Vogel .. brachte einen eigenen Criminalfall zur Sprache, der in mehr als einem Sinne zu d. gab Tgb 25.2.32[wenig nach der Kanonade von Valmy] dieses Musterstück von Feldzug giebt mir auf viele Zeit zu dencken B10,25,25 Knebel 27.9.92B24,90,15 Trebra 5.1.14 KB47,59,11 Varnhagen 12.5.30412,112,23 Rez:Varnhagen,BiogrDenkm uö(überwiegend in Br)
b ‘d. an etw’ (vereinzelt mit DatObj): sich mit einem künstlerischen Werk, einem wiss Problem uä beschäftigen, daran arbeitenIch habe noch gestern Abend und heute früh an Wilh[elm Meister] gedacht und geschrieben B6,384,1 ChStein 31.10.84Nachts an Faust gedacht und einiges gefördert Tgb 2.12.30Versuch über die Gestalt der Thiere .. habe auch ohngefähr drey Wochen daran gedacht und dicktirt B9,239,13 Knebel 1.1.[91]An der chromatischen Geschichte [FlH] gedacht und einiges entworfen Tgb 29.10.09Tgb 12.6.10 uö(fast nur in Tgb u Br)
c bei Angabe versch, konkr Frage- u Problemstellungen lösender Denkoperationen u -strategien
α üb ein Problem, ein Thema od (selten) eine Person nachdenken, durch Nachsinnen etw (Erklärungen, Verfahren ua) herausfinden, häufig im Ordnungssystem von Mittel u Zweck; meist ‘über etw d.’, mehrf ‘über die Sache, Angelegenheit’, auch ‘auf Mittel, Auswege d.’[betr Herkunft der Berkaischen Mineralwasser] ein Theil der Personen, die über diese Sache gedacht haben, nimmt eine Schwefelquelle an, die an einem höheren Orte .. entspringt B23,232,24 Trebra 6.1.13Lange hab ich gedacht und endlich Mittel gefunden | Dir ihn zu beschreiben B1,17,24 JCRiese 30.10./8.11.65 [Korr DjG1,107]Manche Epoche meines .. Lebens ward ich veranlaßt über diesen Mann [Lavater] zu d. 29,139,12 DuW 19Jetzt da man .. von Seiten des Raths diesem Übel [der Spielleidenschaft] zu steuern sucht, so d. die Liebhaber auf andere Auswege 341,251,3 ReiseSchweiz 1797251,254,7 Wj III 13 [für: pensare] 43,162,23 Cell I 11NatT 2034422,203,21 MuR(778) uö(sehr häufig)
β planen, anlegen, vorbereitend durchdenken od konzipieren[militärischer Aufmarsch] ist dieses wohl gedacht und ausgeführt, so ist der Sieg vor der Schlacht entschieden N13,60,22 Morph Plp[Alba, mBez auf die Gefangennahme von Egm u Oran:] Wie lang gedacht! Wie wohl bereitet! Wie groß, wie schön der Plan! 8,261,11 Egm IV 2jedes wahre Geschäft läßt sich schriftlich abthun, besonders wenn es ordentlich gedacht ist und gut vorgetragen wird B21,75,3 Christiane 20.9.09131,106 Was wir bringen Halle 1814 Vs 260 [G/Riemer] uö(sehr selten)
γ berücksichtigen, bedenken, auch erwägen od (krit) prüfen; häufig in Appellen od idVbdg ‘wenn man denkt, daß’[Ritter:] ich bin entschlossen den Betrüger [den Grafen] zu entlarven .. [Marquise:] d. Sie, welcher Gefahr Sie sich aussetzen 17,154,23 GrCoph II 4[Alcest:] entschließe dich, mich heute Nacht zu sehen. [Sophie:] .. Du siehst, daß ich nicht kann — | Denk’ [< Bedenke] ich bin eine Frau 9,57 Mitsch3 294Meine Correspondenz mit Schiller .. endigt 1805, und wenn man denkt, daß 1806 die Invasion der Franzosen eintrat, so sieht man .. daß sie eine Epoche abschließt B39,54,5 Knebel 24.12.24Eben dacht ich ob ich hier oder bey dir die Zeichnung aufziehen wollte B7,9,1 ChStein 20.1.85B46,68,19 Rochlitz 2.9.29B20,132,7 Christiane 7.8.08B17,269,4 Eichstädt 30.3.05 uö(häufig im Dialog od in Br)
δ urteilen, auch (selten) folgern, schließen od kombinieren; oft bei ausführl Darstellung des Gedankenganges[Tasso üb Antonio:] Ein solcher Mann verzeiht dem andern wohl | Vermögen, Stand und Ehre; denn er denkt, | Das hast du selbst, das hast du wenn du willst Tasso 2321Da ist ein Weib .. die jedermann von ihrem Adel .. unterhält, daß nun jeder Fremde d. muß: das ist eine Närrin, die sich auf das Bißgen Adel .. Wunderstreiche einbildet — Aber .. eben das Weib ist .. eine Amtschreibers Tochter AA74,30 Werth1 II[die um Begnadigung Bittenden:] Hängt man diesen — d. viele — | Sollten wir im Sichern wandeln? 51,190 Fauntleroy 54,259 Wenn wir dich 5
d als wiss angelegte (geordnete) Erkenntnisprozedur u -leistung, öfter iVbdg mit ‘im Zusammenhang, in Übereinstimmung, in Verknüpfung, im Gegensatz’, das abstrahierende u selektive Moment iVbdgn wie ‘etw d. als’ iSv etw in einer best Weise begreifen; häufig koordiniert mit ‘beobachten, erfahren, erklären’ u qualifiziert durch Attr wie ‘folgerecht, gründlich’Ein niederer Barometerstand entbindet die Elemente; so wären obgemeldete Erscheinungen [wie Erdbeben u Meteoriten] gar wohl mit einem solchen tiefen Stande in Übereinstimmung zu d. N13,511,4 Met Plpder Begriff von Polarität und von Steigerung, jene der Materie, insofern wir sie materiell .. d., angehörig N11,11,7 ErläutergNatur 1828Auf diesem Wege zu d. und zu schließen [way of arguing] habe ich [Newton] die meisten Phänomene, die in diesem Buche beschrieben sind, erfunden N2,220,1 FlP 482hatte sich .. berühmt gemacht .. durch eine tief und gründlich gedachte Probeschrift über die Zeugung N6,149,11 Üb:CFWolffOb man sie [ausgegrabene Klanginstrumente] .. für deutschen oder römischen Ursprungs halten soll, darüber wäre weiter zu d. und zu forschen 53,574,32 Zwei dtAltertümer PlpN51,14,18 BeitrOpt 22B42,204,21 Döbereiner 2.6.27N7,74,10 Probl uErwider 1823N13,92,7 Morph Plp uö(häufig)
e üb philos Themen nachdenken, best Gedankengänge von Philosophen nachvollziehen (mehrf in Selbstaussagen G-s), selten emphat iSv philosophieren; einmal als Selbstreflexion des erkennenden, (wiss) beobachtenden Subjekts[üb Jacobi] Wem es nicht zu Kopfe will, daß Geist und Materie .. die nothwendigen Doppelingredienzien des Universums .. sind .. der hätte das D. längst aufgeben, und auf gemeinen Weltklatsch seine Tage verwenden sollen B22,322,3 Knebel 8.4.12[Spinoza] der als Schüler von Descartes durch mathematische und rabbinische Cultur sich zu dem Gipfel des D-s hervorgehoben; der .. noch das Ziel aller speculativen Bemühungen zu sein scheint 29,11,23 DuW 16Lassen Sie mich von

[Bd. 2, Sp. 1129]
Zeit zu Zeit wissen, womit Sie sich beschäftigen .. mag ich .. mich geschichtlich unterrichten, wie sie [andere Denker] gedacht haben und wie sie d. B26,236,3f Schopenhauer 28.1.16es ist .. das Beste wenn wir bei Beobachtungen soviel als möglich uns der Gegenstände und beym D. darüber so viel als möglich uns unsrer selbst bewußt sind N11,366 PlpB1,60,11f FMMoors 1.10.66B14,139,26 Schiller 31.7.9928,289,26 DuW 14 uö(selten)
f iVbdgn wie ‘ein d-der Mann, Arzt, Künstler’, auch ‘der D-de’: für den geistig Aufgeschlossenen, Umsichtigen, den Beweglichen u Vorurteilsfreien, sich der Grundlagen u Grenzen des eigenen Sachgebiets Bewußten, auch für den theoretisch Begabten u BeschlagenenDer Aspirant [G] habe sich der [jur] Facultät als einen d-den jungen Mann gezeigt .. sie wolle mich gern .. über Theses disputiren lassen 28,43,22 DuW 11auch unaufgefordert sendeten uns d-de Künstler eine Wiederbelebung .. verlorner Kunstwerke nach überbliebenen Beschreibungen 48,62,14 Kunstausstellg 1803der d-de Geschichtsforscher [müsse] mit Betrübnis bemerken .. daß Wahrheit so wenig als Glück einen dauerhaften Sitz auf der Erde gewinnen können N3,346,5 FlH VDie Verwandtschaft der paroptischen Farben mit den dioptrischen der zweiten Classe wird sich auch jeder D-de gern ausbilden N1,171,25 FlD 415Das schönste Glück des d-den Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren N11,159,7 MuR(1207)B5,264,24 Bürger 20.2.8222,240,24 Lj V 16N11,119,11 MuR(711) uö(häufig)
4 als gesellschaftl od individuell geprägte Geistestätigkeit, -haltung od Urteilsform; häufig ‘wie man denkt’ od iVbdgn wie ‘eines Volkes, jds Art/Weise zu d.’, bei existentiellem Nachdruck oft mit anderen Grundbestimmungen des Menschen koordiniert, auch idVbdg ‘d. und sein’
a in Charakterisierung der geistigen Regsamkeit, des Geisteslebens u Horizonts einer Zeit od (nationalen) Kultur; überwiegend mit kollekt Subj: ‘wir (Deutschen)’, ‘unsre Ahnen’Sobald eine Nation polirt ist, sobald hat sie conventionelle Wege zu d., zu handeln, zu empfinden 37,274,13 FGA Charakteristik europNationen [G/Merck/Schlosser]Sie werden dadurch [das populäre ‘Morgenblatt’ Cottas] mitten in’s Continent versetzt, erfahren, wie .. man über mancherlei denkt B48,240,9 Carlyle 15.6.31[betr Zusendung von Wv] da Sie sich .. um uns Deutsche, unsere Art zu seyn und zu d., näher umgethan B21,465 Ideville [6.10.09] KB32,63,15 LeseGes Mainz 10.10.19N3,96,24 FlH II uö(nicht häufig)unter dem Aspekt der Zeitbefangenheit einzelner PersönlichkeitenDie Hauptrichtung des [18.] Jahrhunderts gegen alle Unthätigkeit .. Der Widerwille Knights gegen alles was Faulheit .. begünstigt .. so scheint er völlig jenen Tagen gemäß d-d 46,329,16 HackertNachtrFaust I 572
b mBez auf das geistig-intellektuelle Niveau, auf Einstellungen od einzelne Vorurteile best sozialer Gruppen u (Bildungs-)Schichten; iVbdgn wie ‘(mit jdm) übereinstimmend d.’, ‘d. wie andere’ bes bei Anregung u Konformitätsdruck gesellschaftl Zirkel, Bündnisse uäfanden die, welche für die Nachahmung [in den schönen Künsten] sprachen, mehr Beifall, denn sie sagten lauter Dinge, wie sie der Haufen denkt und d. kann 30,84,19f ItR ~ T1,223,11 v 22.9.86Karl schonte [im Streitgespräch mit dem Geheimrat] .. diejenigen nicht, welche nur nach alten Formen d. könnten 18,107,16 UnterhaltungenIch machte große Fortschritte in der Zinzendorfischen Art zu d. und zu sprechen 22,321,11 Lj VI SchöneSeelebelebt mich der Gedanke, mit .. geprüften Freunden übereinstimmend zu d. und fortzuwirken B35,237,5 Boisserée 15.1.22B40,249,16 Zelter 15.1.2637,52 Lügner 63 Übs
c als individuelle, lebensgeschichtl gebildete, charakterist Fähigkeit, Leistung od Manier, oft Ausdruck einer spezif Mentalität od Indiz für eine best Einstellung; fast stets als (erkenntnis-)fördernde Eigenart qualifiziertJeder Mensch muß nach seiner Weise d., denn er findet auf seinem Wege immer ein Wahres oder eine Art von Wahrem, die ihm durch’s Leben hilft; nur .. muß [er] sich controliren 422,168,16 MuR(460)hatte ihm [Laertes] .. sein Unglück .. einen Blick .. auf das Zerstückelte unsers Daseins eröffnet. Daraus war eine launichte rhapsodische Art über die Gegenstände zu d. .. entstanden 22,110,12 Lj IV 17wie denn neuerlich ein .. unterrichteter Mann [Heinroth] meine Art und Weise ein gegenständliches D. genannt hat, welches .. immer im Angesicht des Gegenstandes sich bilde und äußere B36,240,22 Boisserée 22.12.22N3,108,5 FlH IITgb 3.8.07N11,58ff BedeutFördernis uö(häufig, mehrf in Selbstaussagen G-s)hinsichtl der Selbständigkeit, Originalität od Genialität, bes idVbdgn ‘was Eignes d.’, ‘selbst d.’, dies auch iUz (überlieferten) ‘Gedachten’; mehrf im Anschluß an das Wort von Terenz5)Ein Buch über Mahlerei .. eines deutschen Cavaliers .. Mittelding zwischen Compilation und eigen gedachtem Werk 32,117,17 ItR[Domherr zum Ritter:] Er [der Graf] wird Ihnen zeigen .. daß alle vorzüglichen Menschen nur Marktschreier waren .. [Graf:] Es sei genug. Er mag nun selbst d. 17,183,5 GrCoph III 5Das Genie .. hat seiner Natur nach den Trieb .. sie [die Gegenstände] seiner Art zu d. und zu sein zu unterwerfen N51,163,21 Üb Newt DivRefrangib[Meph üb den Baccalaureus:] Original, fahr’ hin in deiner Pracht! — | .. Wer kann was Dummes, wer was Kluges d. | Das nicht die Vorwelt schon gedacht? 151,1 Faust II 6809422,503,27 Plp131,60,21 Was wir bringen422,167,2f MuR(441)
B von subjektiv gehaltenen od gefärbten Auffassungen, Erwartungen u von Gesinnungen
1 meinen, glauben, wähnen; meist in deutl Kennzeichnung des Falschen, Bornierten od Anmaßenden best Ansichten, Annahmen u Vorurteile, auch mBez auf SelbsttäuschungenWeil du die Verse [Claud] nicht zu lesen verstehst, denckst du es solle niemand in Versen schreiben B8,355,2 Seidel [15.3.88]Der Müller denkt, es wachse kein Weizen, als damit seine Mühle gehe 422,123,5 MuR(138)in dem Gewürge des Lebens vergess’ ich Alles .. eh’ Ihr letzter Brief kam, dachte ich, ich hätt’ Ihnen und Ihrer Tochter geantwortet B3,104,17 Karsch 11.9.76Noch betrügen mich Stimmen und die Erwartung bald denck ich den Schach [ihren Diener] zu hören, Bald als käm eine Kutsche B5,281,2 ChStein 16.3.82 [für: credere] 44,154,27 Cell IV 2151,1 Faust II 8308131,78,23 Was wir bringen ‘denke niemand’, ‘denkt nur nicht, ja nicht’ uä: als Mahnung u Beteuerung, in rhetor Fragen vor allem bei Tadel u EntrüstungEin wunderbares Lied ist euch bereitet | .. Doch denke niemand [> glaube keiner] daß mit vielem Sinnen | Das ganze Lied er je enträthseln werde 16,437 Geheimnisse VarDenke man aber nicht, daß ich seine [Spinozas] Schriften hätte unterschreiben .. mögen 29,11,11 DuW 16[der empörte Schuhu:] Zu wem, denkt ihr, daß ihr gekommen seid? 17,88,7 Vögel3,106 Und so sag ich 1143,243,23 Cell II 5 ‘wunder

[Bd. 2, Sp. 1130]
d., was’: zur Kennzeichnung übertriebener Annahmen u von ÜberschätzungenDiese Strafpredigt hielt sie [die Mutter des jungen Solotänzers] mir im Gedränge und machte die Umstehenden aufmerksam, welche Wunder dachten, was ich für eine Unart müßte begangen haben 26,151,9 DuW 3Es geht mit allen Geschäften wie mit der Ehe, man denkt wunder was man zu Stande gebracht habe, wenn man copulirt ist und nun geht der Teufel erst recht los B16,96,12 Schiller 5.7.02B5,306,9 ChStein 11.4.82 uö(selten)im formelähnl Auftakt od Einschub ‘Ich denke’, ‘dächt’ ich’ uä: außer zur Bekräftigung des eigenen Standpunkts auch bei Zustimmung, Zuspruch u Empfehlungen, ‘ich dächte’ u ‘sollte d.’ häufiger bei Vorschlägen, höfl Einwänden, gelegentl bei dezidierten u detaillierten AnweisungenDie Püppchen sind recht hübsch, sagte Meister. Das denk’ ich, lächelte die Alte 51,6,6 ThS I 1Ihre Betrachtungen über die Rache haben mir viel Freude gemacht .. ich denke, Sie fahren fort Ihre Gedanken .. niederzuschreiben B2,65,15 Salzmann 6.3.73Man sagt vom Alter, es sey geschwätzig, aber ich dächte doch es dürfte gesprächig seyn B47,27,13 Hotho 19.4.30 K[betr Rez] Ich sollte d.: wenn man die von mir .. ausgestrichenen Zeilen .. wegließe, so möchte das Übrige wohl hingehen B17,44,20 Eichstädt 1.2.04 [für: Il me semble que si] 45,32,2 RamNeffe20,134,24 Wv I 12B36,52,20 August 2.[6.]22 uö(sehr häufig)
2 vermuten, ahnen, für möglich halten, rechnen mit; öfter in (nachdrückl) Wdgn wie ‘etw gleich, wohl gedacht haben’, mehrf spöttisch od schadenfroh[Antonio:] Als Menschen hab’ ich ihn vielleicht gekränkt, | Als Edelmann hab’ ich ihn nicht beleidigt .. [Alphons:] So schien | Mir euer Streit, und was ich gleich gedacht, | Bekräftigt deine Rede mir noch mehr Tasso 1617das neuste Modenjournal .. über die Xenien. Der Verfasser [Böttiger] denkt wohl nicht daß ihm auch eins fürs nächste Jahr zubereitet werde B11,16,16 Schiller 30.1.96Die Metamorphose [MetamPfl] .. hätte sogleich überschicken sollen; wer denkt denn aber, daß es in der unmittelbaren Nähe des Verlegers [Cotta] daran fehlen sollte B49,65,4 Boisserée 8.9.31 [für: to expect] N4,442,28 FlH Plp20,301,17 Wv II 8Tgb 5.10.86151,1 Faust II 6517 ‘nichts Böses d.’ ReinF VII 119mit starkem Erwartungscharakter, meist iSv etw zu erleben, zu erhalten hoffenDie Romanze [Vertonung eines Lieds aus Lj] dencke ich bald auf dem Theater zu hören B10,238,10 Schiller 25.2.95[betr Rom] ich dencke die gesegneten Folgen auf mein ganzes Leben zu fühlen B8,51,15 Herder uFr 10.11.[86]T1,231,20 v 25.9.861,137 Offne Tafel 17
3 halten von, eine best, mehrf nur auf Hörensagen beruhende Meinung von jdm od zu etw haben: überwiegend ‘d. von jdm’, oft mit Bestimmungen wie ‘schlimm, hoch, vorteilhaft’, vereinzelt von sozialen GruppenWas ich von Frau Fremont dencke. Ihr Mann taugte nicht viel, sie auch nicht B1,23,22 Cornelia 7.12.65Ich wünschte daß du, mit Klugheit, hinhorchtest, was man von Geheimerath Leonhard in Hanau denkt und sagt B24,109,16 August 17.1.14ich merkte ganz deutlich, daß er [der studierte Sohn] von meiner Urtheilskraft nicht das Beste dachte 37,179,12 Zwo biblFragenUnd ob man gleich in der neuern Zeit besser von ihnen [den Juden] dachte, so zeugte doch das große Spott- und Schandgemählde [‘Unter dem Brückenthurm’] .. gegen sie 26,236,11 DuW 4 [für: che dirà il mondo] 43,345,9 Cell II 12B10,47,12 Jacobi 1.2.93B9,93,23 Herder 2.3.9822,270,22 Lj VI bei sachl Bezug stärker iSv (be-)urteilen, befinden, insbes ‘wie jd darüber, was jd davon denkt’die hiesige Badeanstalt [in Berka], welche .. in Stocken gerathen ist .. Möchten Sie sondiren, wie unsere .. Hoheit über diese Sache denkt B24,283,10 Meyer [19.5.]14 BeilageFrau von Necker hat uns .. ein merkwürdiges Zeugniß aufbehalten, wie ihre Umgebung von den Newtonischen Arbeiten dachte N51,364,9 Fl Nachtr PhysFarbB26,240,17 CarlAug 29.1.16B26,33,23 Döbereiner 11.7.15N10,151,9 Rez:Eichler uö(meist in Br)iWdgn wie ‘ich weiß nicht, was ich (davon) d. soll’ als Äußerung bes von Befremden, Verwirrung, Tadel u Entrüstung; mehrf im Dialog[Thomas:] Konnte ich deinen Auftrag besser ausrichten? .. ihr werdet .. meine Tollheit loben. [Jery:] Ich weiß nicht was ich d. soll 12,29,26 JeryBätely[G zit Lavater:] ich weiß nicht was ich von den physiognomischen Fähigkeiten des Publicums d. soll .. es fehlte wenig, sie hätten einen Hercules aus ihm [FLStolbg] gemacht 29,245 DuW PlpWas sollen Vorgesetzte dencken und erwarten wenn junge Angestellte sich solche Unziemlichkeiten erlauben? B29,168,3 Kräuter 9.5.1838,36,9 GöttHeldWieland11,318 ErwElm2 678
4 gesinnt sein, eine best ethische, polit od prakt Einstellung, Denkart od Überzeugung haben: ‘edel, charitabel, billig, engherzig, liberal d.’ uä, oft PartPräs attr; idVbdg mit ‘immer’ bei Maximen des Handelns od in Erklärung fester, unverbrüchl Gesinnung[Sophie üb Söller:] bosshafft ohn’ Verstand. | Zum Schelmen viel zu feig, zu schlimm um treu zu dencken DjG31,320 Mitsch1 119[Breme zu den Bauern:] Hätte man diese Abschrift [des Rezeß] der Herrschaft nicht vorgelegt, so wüßte man nicht, wie ungerecht sie denkt 18,22,12 Aufgeregten I 7dieser im Stillen unablässig vaterländisch d-de, treffliche Mann [Städel] 341,108,9 KuARheinMainnichts natürlicher, als daß er [der Bräutigam] auch solid denkt, und lieber sich eine Hausfrau, als der Welt eine Putzdocke zu bilden wünscht 22,281,17 Lj VIZeiten .. wo man hören und sagen kann was man immer denkt, und so darf ich .. erwiedern: daß ich Ihr Daseyn mit dem meinigen .. verbunden fühle B11,178,17 Voigt 28.8.96B47,20,19 ECotta 14.4.30 KB29,144,11 Trebra [16.4.18] KB11,21,24 Meyer 8.2.86 ‘gut, übel gegen, für jdn d.’: jdm (nicht) gut od gewogen seinMeine Mutter .. denckt gar gut gegen dich B10,87,2 Christiane 3.7.93So schlimm nun die Gesinnungen des Papstes gegen mich waren, so übel dachte auch der Castellan .. gegen mich 43,363,1 Cell II 13Tasso 2718
C zur Bezeichnung von Intentionen u Interessen
1 beabsichtigen, vorhaben, trachten, überwiegend ‘etw zu tun d.’, auch ‘d. an, auf’; oft bei vorsichtigen, unverbindl Absichtserklärungen bzw iSv in Betracht ziehen; häufig ‘daran ist nicht zu d.’ uä zum Ausdruck der UndurchführbarkeitIch will nun nach und nach wieder an irgend eine Arbeit gehen .. Ich denke den Faust zuerst vorzunehmen B13,3,1 Knebel 2.1.98Ich dachte heute schon auf den Vesuv, Tischbein aber nöthigt mich zu jener Fahrt [nach Pozzuoli] 31,19,10 ItRmacht mein Übel manchmal Paroxysmen .. nur diese Sorge hält mich ab, an eine weitere Reise zu d. B19,357,5 HSchmidt 24.6.07Diesen Nachmittag dacht ich Sie ins Kloster [Einsiedelei] zu locken aber der Wind ist zu arg B4,193,14 ChStein 7.3.80Sie [Lydie] war arm, sie war nicht von Stande, sie konnte an keine Heirath mit ihm [Lothario] d. 23,57,3 Lj VII 6B37,77,6

[Bd. 2, Sp. 1131]
Weller 11.6.23
NatT 2001B1,184,19 KSchönkopf 30.12.68B2,197,23 SLaRoche 19.9.74 uö(sehr häufig, meist in Br)in Variationen des Spruchs ‘Der Mensch denkt, Gott lenkt’[mBez auf den Unfall seines Reisewagens] Was der Mensch denkt wird anders gelenkt, es sey nun daß sich die obern oder untern Dämonen darein mischen B27,118,18 Zelter 22.7.16B47,54,16 August [10.]5.30 K [Korr B50,251]entschlossen od bemüht sein, bei erklärten Vorsätzen od Zusagen u Versprechen, außerdem als höfl Äußerungsform bei Konsultationen od Informationen üb schon getroffene EntscheidungenIch denke gegen Recensenten, Journalisten .. sehr frank zu werke zu gehen B10,335,3 Schiller 21.11.95wirst du die Hallen neu angestrichen finden .. woraus du siehst daß man die Gäste gut zu empfangen denkt B16,222,20 Christiane 5.5.03habe ich die Büste [Davids G-Büste] auf Großherzoglicher Bibliothek aufzustellen gedacht [< beschlossen], weil ich sie für den schicklichsten Platz halte B49,29,21 Müller 2.8.31B1,168,13 KSchönkopf 1.11.683,273 ZXen III 638 uö(fast nur in Br)für flüchtige, rasch korrigierte Impulse, bes idVbdg ‘dachte erst’; situativ auch iSv sich anschicken, im Begriff seinDie Jungfrau erschrickt .. sie steht scheu wie eine die zu fliehen denkt 491,90,2 Philostrat[nach briefl Klagen Augusts] Ich dachte dich erst einzuladen .. es ist aber besser, du gehst auf eigenen Wegen und Weisen B37,144,12 August 25.7.23491,88,20 PhilostratB24,274,5 CSartorius 17.5.14 K251,50,8 Wj II 11 uö(selten)
2 Sorge tragen für, vorsorgen, bedacht sein auf etw, meist ‘d. an’, seltener ‘d. auf’
a sich um etw Bestimmtes kümmern, eine Besorgung machen od eine Aufgabe erledigenManches zu schaffen hat ein Mädchen .. reift nur eben der Sommer die Früchte, | Denkt sie an Vorrath schon für den Winter 1,303 Epist 136dass im Laufe dieses Monats ein klein Folioblat mit gold Ranken .. wünsche. Worauf zu dencken bitte B25,217,20 Meyer [Febr/März 15?]Nun wird zuerst an dein Zettelchen gedacht und für das Krämchen gesorgt B10,2,6 Christiane [12.8.92]daß sich einige Creditoren gemeldet, an deren Befriedigung zu d. wäre B19,172,13 Polizei Weim 14.8.06 KB2,246,23 Jacobi 21.3.75B48,150,9 Frommann 19.3.31 K uö(überwiegend in Br)etw verfechten, aus sein auf, Wert legen auf etwzwey Vorstellungsarten, die .. sich im Ganzen beseitigen möchten. Wir kämpfen für die Vollkommenheit eines Kunstwerkes, in und an sich selbst, jene d. an dessen Wirkung nach außen B46,222,19 Zelter 29.1.30[eine Art der Geschichtsschreibung] Man denkt nur darauf, ihn [den Leser] auf eine geistreiche Weise .. an das zu erinnern, was er weiß 40,361,12 Rez:BildnisseGelehrtenBln53,399,8 PlpB42,104,14 Zelter 23./29.3.27 uö(selten)
b für jdn sorgen, sich einer Person annehmen od ihre Interessen berücksichtigen[betr Gewerbeerlaubnis] Die B[uchholz] ist betriebsam, und verdient wohl daß man auf ihre Erhaltung dencke und ihr einigen Vortheil gönne B9,87,15 CarlAug 19.2.89sagen Sie dem lieben Kinde, daß ich bey mancher Rollenvertheilung an sie denke B25,211,10 Hundeshagen 27.2.15Haben Sie doch ja die Gefälligkeit, von Zeit zu Zeit an meine fromme [Autographen-] Sammlung zu d. B19,139,11 Blumenbach20.6.06B8,345,17 Seidel 9.2.88B33,110,23 Meyer 11.7.20 K [für: provvedere] 44,111,15 Cell III 8 uö(bes mBez auf den Sammler G)‘(nur) an sich d.’, ‘an seinen Vortheil, seine Sicherheit d.’ bzw ‘an’s Ganze d.’ uä[Urlaubsgesuch] ich weis Sie erlauben mir auch daß ich nun an mich dencke, ja Sie haben mich selbst oft dazu aufgefodert B8,12,2 CarlAug 2.9.86[Manner:] O daß wir wieder auf uns selbst zurückgebracht sind! O daß wir nicht mehr an’s Ganze d. dürfen! 18,91,8 MädchOberkirch I 2 Tasso 3167341,40,20 Rochusf151,1 Faust II 7311
D für Akte des Erinnerns u Vergegenwärtigens, meist ‘d. an’, oft mit GenObj
1 sich an etw erinnern, sich best Vorfälle, Erlebnisse, Zeiten od (selten) Personen ins Gedächtnis rufen, ihrer gedenken; oft iVbdgn wie ‘an’s Vergangene, jener Zeit d.’, vereinzelt mit AkkObj od ObjSatz, auch ‘es d.’[Christus, während der Rückkehr zur Erde] Er denckt an ienen Augeblick, | Da er den letzten Todtesblick | Vom Schmerzen Hügel herab gethan 38,59 EwJude 126Jener Tage denk’ ich trauernd, | Als ich, Engel, an dir hing 4,96 Ihr verblühet, süße Rosen 5Ich hoffe Sie dencken noch manchmal an Napoleons Unterredung .. und an soviel Sterne und Lichter [Fürstentag zu Erfurt] B20,176,4 SZiegesar 12.10.08[Großmutter:] der [Wilh] wird eine rechte Freude haben, denn ich denk’s noch, wie ich ihn die letzte Messe in’s Puppenspiel schickte .. wie er’s begriffen hat 51,7,8 ThS I 1B7,139,18 ChStein 12.12.[85]1,292 MetamPfl Eleg 75Iph2 1765131,72 Was wir bringen 9 negiert od eingeschränkt iSv vergessen, (fast) aus dem Gedächtnis verloren haben, sich einer Sache (lange) nicht mehr bewußt gewesen sein[Charlotte:] und dann habt ihr beide wohl nicht daran gedacht, daß heute euer Namenstag ist 20,29,14 Wv I 3Die Sache [Sendung von Malutensilien] ist mir sehr angelegen, und so verzeihen Sie nur, daß ich beym Abschied von Ihnen daran nicht dachte B22,353,2 LSeidler 23.4.12[Faust:] Nun komm herab, krystallne reine Schale! | .. An die ich viele Jahre nicht gedacht! Faust I 72229,7,15 DuW 16B33,56,8 Zelter 6./7.6.20 ‘so lang als mir’s denkt’ iSv solang ich denken kann (schon immer)[Treufreund:] Sind Sie sein [des Schuhus] Diener? [Papagei:] Ja, so lang als mir’s denkt 17,81,19 VögeliWdgn wie ‘an jds Wort, Warnung d.’: das Gesagte beherzigen od in best Situationen daran zurückdenken, sich gemahnt fühlenkam so in Geschmack des Kletterns dass ich noch einige .. Gefahren eingangen wär, hätt ich nicht an Ihr Wort gedacht B3,235,6 ChStein [1. Hälfte Jul 78]Ich lachte über ihn, und habe nachher oft genug an seine Worte zu d. gehabt 22,328,21 Lj VI SchöneSeeleHermDor IX 291 in Androhung eines Denkzettels: ‘ewig, zeitlebens an jdn d. (werden)’wenn er sich untersteht ein gleiches [Promem] an die Theatercommission zu bringen .. so will ich ihm [Kapellmeister Kranz] den Kopf waschen daß er Zeitlebens an mich d. wird B16,82,9 TheaterKomm 8.5.021,16 Heidenröslein 11‘es jdm d.’ iSv ihm etw vergelten, heimzahlen od lohnen[Rugant:] Ware, Basco, wart’! | Ich denk’ es dir, du ungezähmter Thor 11,236 Claud2 765[Martin der Affe:] Eure Sache führ’ ich aus .. [Reineke] Das tröstet mich sehr; ich denk’ es euch wieder ReinF VIII 33812,22,23 JeryBätely
2 in Gedanken bei jdm sein, unter best Umständen an jdn erinnert werden; oft mit Zeichen der Sympathie od mit künstlerischen Aktivitäten verknüpft, wiederholt in körperl-gestischer Symbolik zur Überbrückung der EntfernungIch komme von Klijog [dem Bauern] .. Dass ich dort an Sie gedacht habe, hier ein Stück Brodt an seinem Tische geschnitten B2,267,17 SLaRoche 12.6.75Es wird immerfort gezeichnet, und ich denke dabei im Stillen an

[Bd. 2, Sp. 1132]
meine Freunde 32,102,7 ItRDie Gasse, in der ich wohne, ist gegen 3000 Schritte lang, du kannst sie einmal in der Belvedereschen Allee abschreiten und dabei an mich d. B8,104,20 FStein 29.12.86Käme so oft ein Anklang zu Ihnen hinüber, als wir an Sie d. und von Ihnen sprechen: so würden Sie gar oft einen freundlichen Besuch bey sich empfinden B45,301,20 Carlyle 25.6.2951,166 Des neuenAlcinous 1. Teil 48B8,237,22 Kayser 14.7.87B27,228,15 Seebeck [8.11.16] KB8,59,12 Knebel 17.11.[86] uö(bes in frühen Br)zum Ausdruck einer existentiellen Zugehörigkeit zu jdm (meist ChStein u Christiane); bes als Gefühl od Erfahrung einer (auch nichtbewußten) PräsenzSchon lange wach ich und dencke an dich und bin bey dir B6,146,11 ChStein 5.4.83Ich schäme mich dir zu wiederhohlen, wie und wie immer ich an dich dencke. Du bist mir in alle Gegenstände transsubstanziirt B5,305,11 ChStein 10.4.82[aus Frkr] Ich dencke immer an dich und den Kleinen und besuche dich im Hauße und im Garten B10,14,5 Christiane 8.9.92wenn ich noch so weit entfernt scheine, so hab ich schon wieder eine weile an dich gedacht eh ich’s bemercke B5,235,5 ChStein 10.12.81LauneVerl 212B6,306,8 ChStein 20.6.841,58 Ich denke dein 1u3B7,275,23 ChStein [3.2.82 Korr Fränkel21,354] uö(fast nur in Br)in Grußformeln wie ‘d. Sie mein’, ‘ich denke Ihrer’, ‘d. Sie an mich’, bes in frühen BrHerz die deinen und denck mein B3,27,16 Bürger 2.2.76Mein ganzes Hauswesen denkt Ihrer mit Anhänglichkeit und Liebe B16,153,11 Zelter 6.12.02
3 sich einer Sache, einem Thema zuwenden bzw darauf zurückkommen, etw beachten od im Sinn haben; häufig in negierenden u einschränkenden Formulierungen zum Ausdruck von Ignoranz od Unaufmerksamkeit, aber auch bei bewußter AblehnungLeider wenn ich an Musik denke, kommt es mir seltsam vor, daß ich von diesem .. schönsten Genuß gänzlich abgeschnitten bin B28,336,7 Zelter 16.12.17[Treufreund:] wem gehört sie [die Luft] zu, als euch? [Vögel:] Daran haben wir gar nicht gedacht 17,110,17 Vögelwir gehn den Saalgrund hinauf. Den Ilmgrund habe ich so satt daß ich nicht dran dencken mag B7,52,20 Knebel 8.5.85Sollten Sie uns besuchen können, so wäre es sehr schön, ich dachte gestern daran, ob Sie nicht vielleicht kommen möchten B9,154,1 Voigt 19.9.89 [für: ignorer] N4,153,27 FlH VI Castel16,212 Maskenz 30.1.06 Vs 1135,52,14 TuJ
4 in Darstellung situativ sich bildender, aufschießender, oft assoziativ sich einstellender Regungen u Einfälle; ‘ich denk’’ uä, öfter iSv ‘es durchfährt mich’, ‘es geht mir durch den Kopf’; meist emotional gefärbt u wiederholt durch Interj eingeleitet, mehrf zur Verlebendigung eines Berichts od im Aufbau einer psycholog Innenperspektive[Stella:] Wenn so ein Bauerkind auf dem Spaziergange barfuß mir entgegen läuft .. es durchdringt mir Mark und Gebeine! So groß, denk’ ich, wär’ meine Mina! 11,150,28 Stella IIder Spenglersiunge .. begrüste die Nachbaarsmagd in dem dämmrigen Regen. Es war so was ahndungsvolles .. in dem Grus. Ach dacht ich wer doch — Nein sagt ich es war auch eine Zeit .. Lili Adieu Lili T1,8,19 v 30.10.75[Jetter:] Wenn ich einen schönen langen Hals sehe, muß ich gleich wider Willen d.: der ist gut köpfen 8,212,17 Egm II 1[Mutter üb die Glocke:] Sie kommt und wird dich holen! | Das Kind es denkt: die Glocke hängt | Da droben auf dem Stuhle 1,204 Die wandelndeGlocke 9B6,107,5 ChStein [12.]12.8238,86,16 ErwElm1B5,168,21 ChStein 8.7.81 uö(häufig in frühen Br)
E im Bereich der Vorstellungskraft, Phantasie u Einfühlung; meist refl, Subj einige Male ‘die Einbildungskraft’, ‘der Geist’
1 sich etw, jdn vorstellen; öfter auch im Wechsel mit rationalen Betrachtungs- u Arbeitsweisen
a sich von Sachverhalten, bes aber von dem Befinden, Verhalten od den Lebensumständen bekannter, oft befreundeter Personen ein (ungefähres) Bild machen[Rom] es ist alles wie ich mir’s dachte und alles neu B8,38,6 Weim Freunde 1.11.86Frau von Stael in Weimar kann ich mir recht gut d. .. Sie treibt ihr Wesen ohne viel nach andern zu fragen B20,108,26 ChStein 2.7.08Meine lieben Freunde denk ich mir nun wieder in den schönen Mühlenbesitz eingeführt B48,220,19 Marianne 7.6.31die Nachricht Ihrer politischen und bürgerlichen Lage .. ich habe es mir ohngefähr so gedacht B20,267,6 Zelter 15.12.08B20,115,25 Eybenbg 17.7.08 iWdgn wie ‘Sie können (sich) leicht, gut, wohl d.’, ‘Wie du d. kannst’: meist zum Ausdruck von Anteilnahme, Vertrauen u Zuneigung, auch für zurückhaltende KritikSie können wohl d., mein Bester, wie ängstlich wir über Ihre Zustände [Erkrankung] sind B(Nachtr GR5,316,2) Meyer 22.3.26[einsame nächtl Promenade in Karlsbad] daß eine schlancke weiße Gestalt neben mir herging können Sie dencken B20,130,12 SZiegesar 5.8.08Ihre heimliche Entweichung ist, wie Sie Sich leicht d. können, nicht zum besten aufgenommen B6,181,10 Oeser 24.7.83B8,75,25 Herder uFr 2./9.12.86B10,4,14 Jacobi 13.8.92 uö(fast nur in Br)in der verallgemeinernden Wdg ‘etw läßt sich d.’ od ‘wie man d. kann’ für naheliegende, jedoch nicht immer angemessen berücksichtigte Fakten, oft in kulturhist Zshg[Lektüre des jungen G] Daß Robinson Crusoe sich zeitig angeschlossen, liegt wohl in der Natur der Sache; daß die Insel Felsenburg nicht gefehlt habe, läßt sich d. 26,50,22 DuW 1Wenn alle diejenigen, welche sich der arabischen .. Sprachen bedienen, schon als Poeten .. erzogen werden, so kann man sich d., daß unter einer solchen Nation vorzügliche Geister ohne Zahl hervorgehen 7,134,2 DivNotN4,225,5 FlH VI Marat31,257,28 ItRB21,324,5 CarlAug 10.6.10
b sich etw genauer vor Augen führen, verdeutlichen od ausmalen, bes bei der Rekonstruktion von Sachverhalten; in Appellen wie ‘man denke sich’ öfter bei (natwiss) Gedankenexperimenten; sehr häufig negiert od eingeschränkt zum Ausdruck des Unzulängl individueller od überhaupt menschl VorstellungskraftDie Muhme drunten lauscht, ein alter Drache, | Sie zählt bedächtig des Geschäfts Minute; | Sie denkt sich unten, was ich oben mache 52,346 Das Tagebuch 51daß, wenn man auf die Hornkerne sich die Hornschale denkt .. sie [die Hörner] .. bis gegen die Wurzel der Hornkerne gelangen würden N8,240,13 FossStier[Hauptmann zu Charlotte:] D. Sie sich ein A., das mit einem B innig verbunden ist .. d. Sie sich ein C, das sich eben so zu einem D verhält 20,56,7u10 Wv I 4Es ist niemand fähig zu d., daß jemand etwas construiren und protegiren möchte, als um Partei zu machen 422,220,16 MuR(870)N7,54,23 SpiralTend 1831Faust I 1965N9,211,5 An Leonhard 18.11.0831,113,5u8 ItR uö(sehr häufig)in Interj wie ‘Denkt nur’, ‘denk’ einmal’; selten affektivisch, meist in gezieltem Nachdruck, auch in gespielter ErregungDencke nur! Wir sind so nah an Champagne und finden kein gut Glas Wein B10,17,23 Christiane 10.9.92will ich dir, einige absonderliche Schicksaale [aus Wiesbaden] .. zu

[Bd. 2, Sp. 1133]
wissen thun. Dencke nur wir haben allhier Schlangen B1,6,18 Cornelia 21.6.65[Marthe zu Gretchen:] (laut) Denk’, Kind, um alles in der Welt! | Der Herr [Meph] dich für ein Fräulein hält Faust I 2905B48,148,10 FLuck [18.1.31] KB1,137,26 Behrisch 10.[11.]67 ‘(sich) jdn, etw d. als’: sich eine Person in einer best gesellschaftl Position, Lage od in ihren bes Fähigkeiten vorstellen; eine Sache in best Qualitäten u Funktionen betrachten, öfter als (anthropomorphe) VerständnishilfeDoch ach! nun muss ich dich als Fürstin d.: | Du stehst so schroff vor mir emporgehoben Sonette V 12das ist für meinen sinnlichen Kopf eine Marter, dich als Mamagen zu dencken B2,167,26 ChKestner 16.6.74die Vorstellungsart, daß das Individuum aus Mehrheiten bestehe .. wann läßt sich das Weibchen als Individuum d.? N12,244,32 Morph PlpInnerhalb der Erde .. ist eine rotierende Bewegung .. die man sich zur Versinnlichung als eine Schraube ohne Ende d. mag N12,195 Met PlpN11,165,15 PolaritätN1,44,9 FlD 98B22,177,9 Cotta 14.10.11 ‘(sich) etw d. bei’ od (äußerst selten) ‘d. unter’: mit einem Wort, einer Äußerung eine best Vorstellung verbinden, etw darunter verstehen; sich beim Anblick, einem Tun etw in der Einbildungskraft ergänzen, sich zu weiteren Betrachtungen anregen lassenMan spricht so oft den Namen Volkslieder aus und weiß nicht immer ganz deutlich, was man sich dabei d. soll 412,69,14 Rez:SpanRomanzenWenn man vorstehendes Liedchen [Cupido] nicht in buchstäblichem Sinne nehmen, nicht jenen Dämon, den man gewöhnlich Amor nennt, dabei d., sondern eine Versammlung thätiger Geister sich vorstellen will 32,213,17 ItRNun begrüß’ ich sie sogleich, | Sie die einzig Eine. | Jeder denke ritterlich | Sich dabei die Seine 1,122 Tischlied 34Ich will euch [Serlo] lehren bei meinen Pantoffeln was anders d., sagte Philine lachend 22,168,17 Lj V 5N11,246,16 MeteoreLiterarHimmB38,265,17 Loder 7.10.24HA 12,23,3 Schönheit organNaturen27,17,20 DuW 6
c in produktiver u rezeptiver Einbildungskraft
α in künstlerischer Phantasie etw ersinnen, konzipieren, skizzieren od schon genauer ausarbeiten, zuweilen im Anknüpfen an Erlebtes od in der Transposition von literarischen Vorlagen[betr ScherzLR] ich dachte mir das Süjet, fing an und sah zu spät daß es zum musikalischen Drama zu überdrängt war B7,164,14 Kayser 23.1.86haben die andern .. Künstler den Charon .. auf Wolken .. als Erscheinung vorüberziehend, sich gedacht 491,365,20 Charon NeugriechEi, ei! rief er aus, eine Königin vom Fenster gestürzt [Jesabel]! eine Hand, die aus der Wand reicht [Belsazar]! das als theatralische Gegenstände zu d., dazu gehört viel Muth der Einbildung 51,139,19 ThS II 4B15,167,15 Schiller 30.12.0032,144,22 ItR52,253 PlpB4,143,13 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG 16,89] PartPrät mit adv Bestimmungen wie ‘gut, groß, geistreich, artig’: in Qualifizierung der Komposition, Konzeption od eines best Stils, häufig iUz AusführungEw. Wohlgeboren haben mich durch das vortrefflich gedachte und gründlich bearbeitete Kolossalblatt [eine Lithographie] auf das angenehmste überrascht B36,32,13 Wilbrand [28.4.22]das Siegel ist gut gedacht und hübsch geschnitten B49,26,6 Bachmann 30.7.31zu Raphaels Cartonen .. daß sie alle männlich gedacht sind; sittlicher Ernst, ahnungsvolle Größe walten überall 32,24,5 ItRdiese Neigung ohne Innigkeit, womit die drei Personen zusammen leben, ist so glücklich gedacht als ausgeführt 40,369,9 Rez:Bekenntn schönSeeleB47,127,26 Boisserée 3.7.30491,72,22 PhilostratB11,95,26 Schiller 14.6.96 uö(meist mBez auf bildKunst)
β in der Rezeption durch Leser u Zuschauer, meist in Erörterung einer die Einbildungskraft angemessen festlegenden, sie anregenden künstlerischen Darbietung; auch in Hinwendungen zum Leser (Erzähltechnik G-s)daß es den Liebhabern am schwersten falle, sich die aufgeführten Gruppen .. plastisch über einander zu d. 48,103,15 Polygnotich beharre streng auf der Forderung .. daß bey jeder Erzählung .. die strengste Folge .. immer so klar und scharf gezeichnet seyn müsse, daß der Hörer und Leser nothwendig so und nicht anders d. könne B42,30,26 Streckfuß 23.1.27 Kbis sich endlich die Tropen dergestalt vom Gegenstand weg verlieren, daß kein Verhältniß mehr weder gedacht noch empfunden werden kann 7,86,22 DivNotWelche unruhige Nacht Wilhelm zubrachte, wird sich jedermann d. 22,229,4 Lj V 1526,17,3 DuW 1491,159,1 Antik uModern uö(selten)
2 als erschaffender Akt eines göttl Wesens bzw der Gott-Natur, öfter trans; wiederholt iZshg mit der Erkennbarkeit durch das (wesensverwandte) GeschöpfDa lagen nun, in Erdeschranken, | Gottes zwei lieblichste Gedanken [Adam u Eva] | .. Kein Wunder, daß es uns berückt, | Wenn Auge frisch in Auge blickt, | Als hätten wir’s so weit gebracht | Bei dem zu sein der uns gedacht 6,236 DivParab X 12Sie [die Natur] .. schafft ewig neue Gestalten .. Gedacht hat sie und sinnt beständig; aber nicht als ein Mensch .. Sie hat sich einen eigenen allumfassenden Sinn vorbehalten, den ihr niemand abmerken kann N11,6,19 NaturNatT 17233,10 PariaLegende 2316,328 Der Kaiserin vFrkr 44 uö(äußerst selten)
3 sich in Wunschbildern, illusionären, phantast od visionären Vorstellungen bewegen; als Kompensation od Überschreiten der Realität häufig positiv bewertet[Eduard an Charlotte:] Laßt mich lieber .. unwissend, wie ihr lebt; ich will mir das Beste d. Denkt auch so von mir 20,170,19 Wv I 16Eduard .. dachte sich alles [die neuen ehel Verbindungen] nicht als möglich, sondern als schon geschehen 20,353,21 Wv II 13[ungeliebte Nachlaßsichtung] nur wenig Zeit. Ich muß überhaupt d. das Haus brenne, und da würde das Ausräumen noch etwas confuser ablaufen B16,19,14 Schiller 22.1.02Mit leichtem Geiste flieg’ ich über Tage | Und Wochen weg .. Wir d. | Uns gar zu gern: schon sind wir wieder da [in Weim]! 131,161 Epil 11.6.93 Vs 9B37,176,27 Ottilie 18./19.8.2320,368,14 Wv II 14B2,215,28 HMKnebel 13.12.74
4 sich in jds Lage, an jds Stelle versetzen, mitempfinden, sich mit jdm (seinem Schicksal, Verhalten) identifizieren od gleichstellen; öfter ‘(sich) in jds Rolle, Seele d.’man nimmt [bei Corneilles ‘Cinna’] den innigsten Theil und wagt doch nicht, sich selbst in die Lage zu d., man ist und bleibt Zuschauer 51,112,24 ThS II 2ist es so angenehm sich in die Zeiten der Apostel zu d., wo sich alles noch frisch und unmittelbar geistig darstellt 28,303,13 DuW 15Serenissimus [CarlAug] haben in meine Seele gedacht, wenn Sie mir das Thonische Gutachten [betr Steinigung eines Diebes durch die aufgebrachte Menge] zu lesen bestimmten B16,37,20 Voigt 16.2.0221,39,16 Lj I 8 = ThS I 10 uö(selten)
5 bei mehr od minder starkem Zurücktreten des Vorstellungscharakters: zur Bezeichnung der (Un-)Möglichkeit, einer Wesensbedingung od eines Höchstmaßes, iVbdgn wie ‘etw läßt sich d.’, ‘muß, kann (nicht

[Bd. 2, Sp. 1134]
ohne etw) gedacht werden’, ‘ist kaum zu d.’da man sowohl in Neapel als Florenz auf einem natürlichen Fuß bey Hofe (insofern sich das dencken läßt) lebt B8,331,22 CarlAug 25.1.88Frechheiten eines müßigen .. Lebens, wie solches in dem Element der ersten sechziger Jahre [des 18. Jh] nur zu d. war 45,228,6 RamNeffeNachtr Iindem das, was sie [vorzügl Menschen] empfangen, irdisch und das, was sie dagegen leisten, höherer Art ist, so daß eine eigentliche Compensation nicht gedacht werden kann 27,317,23 DuW 10[Fabrice:] Marianne .. wollen Sie mein sein? .. Sie kennen mich; ich bin Eins mit Ihrem Bruder; Sie können kein reineres Band d. 9,132,25 Geschw251,185,18 Wj III 9B16,162,15 Kirms 5.1.03B8,351,21 FStein 16.2.88 uö(häufig)

Horst Fleig

 

  hoffenbes in der Frühzeit auch -f-; selten Vollformen wie ‘hoffet, hoffest’, meist metr bedingt; öfter subst Inf od Part, gelegentl in Kleinschr; konstruiert gewöhnl mit AkkObj od Präp ‘auf’, häufig auch absol; in Br mehrf mit Dat der Sache (s Pkt 1a), mit GenObj (unsicher) B5,267,13 Salom 20.2.82; vereinzelt mit Dativus ethicus, zB 11,314 ErwElm2 590; von rund 3600 Archivbelegen zwei Drittel in Br, Schwerpunkt in 2b
1 ein Wünschen, Streben ausdrückend
a etw (herbei-)wünschen, sich erhoffen; auch synonymisch verbunden mit ‘wünschen, begehren’; mehrf mit Dat der Sache, bes idWdg ‘(einem Werk oä) freundliche/gute/geneigte Aufnahme h.’; sehr häufig in briefl Wunschformeln[Thoas zu Iph:] Einen .. Wunsch | Trag’ ich im Busen .. ich hoffe [wünsche 39,332,17 Iph1 I 3], dich, | Zum Segen meines Volks und mir zum Segen, | Als Braut in meine Wohnung einzuführen Iph2 248[Tasso zu Antonio, um ein näheres Verhältnis zwischen beiden bemüht:] Die Fürstin hofft’s, Sie will’s — Eleonore, | Sie will mich zu dir führen, dich zu mir Tasso 1277auch würden die Werke nicht von der Art werden, wie ich sie für Seine Majestät zu fertigen hoffte [desidero] 44,52,17 Cell III 5die dritte Lieferung meiner Werke [der Ausg.l.H.] .. der ich .. eine gute Aufnahme h. darf B44,137,2 Carlyle 15.6.28[Adressat war erkrankt] Baldigste Wiederherstellung wünschend und h-d B35,221,8 Riemer 2.1.2228,42,15 DuW 11151,1 Faust II 5056B39,208,11 Schultz 31.5.25B10,75,6 Herder uFr 7.6.93 in sprachreflexiver Abgrenzung insbes von ‘erwarten’Lotte sagte gestern, sie wollte heut etwas weiter als gewöhnlich spazieren — Nicht dass ich euch draussen erwarte, — aber wünsche? Von ganzem Herzen und hoffe — zwar etwas weniger, doch just so viel dass es die Ungewißheit des Wunsches so halb und halb balanzirt B2,21,3 Kestner [6.9.72]Ich hoffte auf ein Briefgen und erwartete es nicht B6,4,9 ChStein 9.7.82B2,159,17 Kestner 11.5.[74] als innere Regung in Gegenüberstellung zum Handeln; einmal in ungewöhnl Fügung mit Richtungsangabe (offen zu 1d)[Elpore, zu den Zuschauern:] Wollt ihr Macht? Der Mächt’ge hat sie. | Wollt ihr Reichthum? Zugegriffen! | Glanz? Behängt euch! Einfluß? Schleicht nur! | Hoffe niemand solche Güter; | Wer sie will, ergreife sie Pand 384[Lenardo:] Warum hofft der Mensch nur in die Nähe? da muß er handeln und sich helfen, in die Ferne soll er h. und Gott vertrauen 251,255,16u18 Wj III 13~251,258,17 ebdredensartl ‘ich hoffe nicht (daß)’: ich wünschte, es möge nicht der Fall sein (daß)[Söller, bei Dunkelheit, versteckt:] Ein Weibsgesicht! | Fast so wie meine Frau! Ich hoffe nicht! DjG31,378 Mitsch2 379B1,131,19 Behrisch 7.11.67Faust I 2743
b etw ersehnen, sich nach etw sehnen, Verlangen nach etw haben[Gesell zum Bach:] Geselle meiner Liebesqual, | Ich scheide; | .. Geh, sag’ ihr [der Müllerin] gleich, und sag’ ihr oft, | Was still der Knabe wünscht und hofft 1,191 Junggesell u Mühlbach 54Gar gerne wäre ich morgen zu dir geritten. Wie hoff ich dir meine Geschichten zu erzählen, und von deiner lieben Seele verstanden zu werden B5,208,23 ChStein [3.11.81][üb antike Plastik] Groß war der Schmerz daher, als ich, aus Rom scheidend, von dem Besitz des endlich Erlangten, sehnlichst Gehofften mich lostrennen sollte 32,324,26 ItR[Stella, allein:] Du blühst schön, schöner als sonst, liebe, liebe Stätte [Grabstätte] der gehofften ewigen Ruhe — Aber du lockst mich nicht mehr 11,172,5 Stella IVB6,344,24 ChStein 23./24.8.8420,249,27 Wv II 5151,1 Faust II 4704
c etw erbitten; öfter ‘Verzeihung, Nachsicht, Erlaubnis (usw) h.’; auch synonymisch verbunden mit ‘(er-)bitten’ein Bote .. hofft ein Glas Wein und Semmelbrod, und übergibt nun .. die Depesche 29,52,18 DuW 17[Tasso zu Antonio:] So dacht’ ich heut den Fürsten selbst zu bitten: | Ich fand nicht Raum; nun darf ich es nicht wagen, | Und hoffe diesen Urlaub [zu einer Reise nach Rom] nun durch dich Tasso 2605mir kommt .. die Lust wieder an in die Welt wieder einmal hinaus zu blicken [Frankf, Schweiz]. Ich hoffe dazu Ihre Erlaubniß B12,138,6 CarlAug 6.6.97B10,209,3 Schiller 2.12.94B21,382,19 CarlAug [14.]9.10B28,131,22 Voigt 18.6.17
d nach etw (ehrgeizig) streben, trachten; mehrf koordiniert mit ‘streben’[Kestner war nach Hannover gegangen] ein junger Mann wie ihr muss h., muss auf den besten Platz aspiriren B2,99,11 Kestner [Anf] Aug [73] [Korr DjG33,42,17][aus Jena] giebt es noch immer hier unbezwingliche thätige und h-de Naturen, unter welchen mir [JG]Lenz das meiste Vergnügen gewährt B19,465,21 Voigt 1.12.07[Weltgeistl zum Sekretär:] Wenn ich bedenke, wie verborgen ihr | Zu mächtiger Parteigewalt euch hebt | Und an die Stelle der Gebietenden | Mit frecher List euch einzudrängen hofft. | .. andre streben auch, | .. nach demselben Zweck NatT 125835,138,28 TuJ 180237,129,12 ShakespTag
e etw vorhaben, beabsichtigenAuf Ihrem gehofften Rückweg durch Böhmen finden Sie mich freylich nicht B22,118,16 Zelter 26.6.11Diderots Versuch über die Mahlerei .. Man hofft [eigenh <hat die Absicht] dieses interessante Werk eines trefflichen Kopfes in sein wahres Licht zu stellen 47,288,29 PropylAnz ALZNun ritt ich .. nach Goslar, wovon ich diesmal nicht weiter erzähle und mich künftig mit meinen Lesern wieder zusammenzufinden hoffe [zu unterhalten gedenke, hoffe Var] N9,408 MinGeol Plp~33,227,2 Camp11,319 ErwElm2 69522,340,8 Lj VI SchöneSeeleN4,295,14 FlH VI
2 eine (angenehme) Erwar-

[Bd. 4, Sp. 1328]
tung, Aussicht ausdrückend
a (auf jdn/etw) warten, (etw) abwarten; mehrf koordiniert mit ‘harren, warten’Bald darauf sahen sie [Melinas Schauspieler] den Schein seiner [des Stallmeisters] Laterne verschwinden, und hofften lange vergebens auf das neue Licht, das ihnen endlich nach vielem Warten .. erschien 21,255,24 Lj III 3~52,113,19 ThS V 3wir hatten uns schon eingerichtet euch freundlichst zu empfangen. Die Couverte waren gelegt und wir hofften noch bis nach 1 Uhr B20,17,3 Knebel 9.2.08Es geht mir ziemlich doch fürcht ich dass sich mein Hals nicht ganz giebt .. Ich will mich ruhig halten, und h. B5,41,19 ChStein 28.1.81B22,120,2 Boisserée 26.6.11B9,295,18 GHufeland 22.3.92B5,206,22 ChStein 23.10.81B23,122,22 Zelter 3.11.12 in sprichwörtl Anklang1)Es ist mir nur lieb, daß man .. hierüber [Ausbleiben von FLSchröder] Gewißheit hat .. H. und harren ist gar meine Sache nicht B13,300,16 Schiller 27.10.98
b dem (wahrscheinlichen) Eintreffen von etw/jdm entgegensehen, etw/jdn (mit Grund) erwarten; mehrf synonymisch verbunden mit ‘erwarten’ u iGz ‘fürchten’
α in sprachreflexiver Abgrenzung von ‘wünschen’Die Musen und Grazien von Oberroßla hatten Ihre Gegenwart mehr gewünscht als gehofft, das Wetter war gar zu übel B13,255,26 Schiller 22.8.98Ich wünsche uns deine fortgesetzte Aufmerksamkeit [an den ‘Propyläen’], ja ich darf sie h. B13,345,4 Knebel 19.12.98und hofft man nicht Erwiederung die man wünscht B39,227,23 ALevetzow 17.6.25B2,95,14 Sophie La Roche 11.7.73B20,26,11 Jacobi 7.3.08B36,204,25 Benecke 12.11.22
β unter dem Aspekt des zeitl Eintreffens; attr ‘(bald) zu h-d’ mehrf iSv bevorstehendDarf ich bitten, mir die Zeit andeuten zu lassen, wann Ihro verehrte, höchst erfreuliche Gegenwart zu h. seyn dürfte? B41,141,13 Hzgin Louise [6.9.26] K[bevorstehende Entbindung der Herzogin Louise] Ich lasse den Brief noch auf weil ich vor Abgang der Post noch auf einen fürstlichen Erben hoffe B7,243,4 ChStein 9./10.7.86weil man nach dem bald zu h-den Frieden die Ankunft des Kaisers .. erwartete 26,241,14 DuW 4[Odoard, in Erwartung der für 10 Uhr verabredeten Anreise seiner Frau:] Die Glocke schlug Eilfe, meine Ungeduld war bis zur Verzweiflung gesteigert, ich hoffte nicht mehr, ich fürchtete 251,194,16 Wj III 10B10,222,5 Prz August 30.12.94B40,220,20 Meyer [26.8.25 Korr SchrGG351,91]B37,12,22 Schultz 10.4.23B36,24,7 Carus 20.4.22
γ unter dem Aspekt bestimmter Bedingungen, Voraussetzungen, Gründe[Bauernregel] Wenn es in der Walpurgisnacht regnet, so hofft man ein gutes Jahr 341,35,10 RochusfDie Natur hat ihn [den Schauspieler EGenast] begünstigt, Fleiß und Aufmerksamkeit ließ er nicht fehlen, zur Übung fand sich Gelegenheit und man darf daher viel Gutes von ihm h. B28,40,7 VitztEckst [28.3.17] KDie biblischen Cyklen sind schon zu oft durchgearbeitet, als daß sich da noch Neues h. ließe 53,221,1 Vorschlag an SächsKunstvereinso mag auch der Schriftsteller .. seine Arbeiten bekannt machen, und wo nicht Lohn doch Lob dafür h., weil er glaubt, etwas Gutes und Nützliches gethan zu haben 27,71,19 DuW 747,249,14 Gutachten übAusbild jgMalers [Meyer]37,160,14 BriefPastorsB25,412 Catel [Apr 15] KB41,80,13 Max 1.7.26 K
δ unter dem normativen Aspekt von Sitte, Anspruch, RechtNach Corinthus von Athen gezogen | Kam ein Jüngling .. | Einen Bürger hofft’ er sich gewogen; | Beide Väter waren gastverwandt 1,219 Braut vKorinth 3[Thoas zu Iph:] Von dir hofft’ ich Vertrauen, das der Wirth | Für seine Treue wohl erwarten darf Iph2 263wie lebhaft nahm sie [Barbara] sich vor .. sie [Mariane] zu erinnern, was sie ihm [Norberg] schuldig sei und was er von ihrer Treue h. und erwarten müsse 21,4,5 Lj I 1Ich hoffe, daß Sie nun von Ihrer Seite den gethanen Antrag und die übernommene Verpflichtung [Engagement am Weimarer Theater] zu gehöriger Zeit realisiren werden B10,188,21 Weyrauch [8.9.94]23,186,10 Lj VIII 4Tasso 31208,262,20 Egm IV
ε bei Inbezugsetzung von Erwartung u Wirklichkeit; häufig im Vergleichssatz, mehrf ‘über H. und Erwarten’ oäDie größte Wahrscheinlichkeit der Erfüllung läßt noch einen Zweifel zu; daher ist das Gehoffte, wenn es in die Wirklichkeit eintritt, jederzeit überraschend 422,160,4 MuR(360)~B39,104,15 Nagler 4.2.25daß .. ich bey den Marienbader Heilwassern viel mehr Wohlthätigkeit und Herstellung gefunden als ich nur h. konnte B37,225,12 Cotta 21.9.23Die Anwesenheit der Frau von Stael war mir keineswegs in dem Grade nützlich und erfreulich, wie man es hätte h. sollen 35,311 TuJ 1804 PlpDer Tod der guten Louise hat mich überrascht denn von ihrer Jugend konnte man eher eine glückliche Wendung für ihre Gesundheit h. B10,340,21 FrKoppenfels [Anf Dez 95] KIch bin über H. wohl und es geht mir recht gut. Die Herzoginn sieht übel aus und spricht sehr heiser B7,170,10 ChStein 26.1.8620,42,21 Wv I 4[für: aspettare] 44,245,21 Cell IV 829,181,14 DuW 20B39,234,17 Martius 22.6.25
ζ bei einer zwiespältigen, schwankenden od distanzierten Erwartungshaltung; häufiger nur in Vbdgn wie ‘nichts/wenig Gutes h.’; einmal im Oxymoron ‘furchtsam h.’Was soll ich nun vom Wiedersehen h., | Von dieses Tages noch geschloss’ner Blüthe? | Das Paradies, die Hölle steht dir offen; | Wie wankelsinnig regt sich’s im Gemüthe! 3,21 TrilogLeid Eleg 1[aus Stäfa/Schweiz] Die Reise gleicht einem Spiel, es ist immer Gewinn und Verlust dabey, und meist von der unerwarteten Seite, man empfängt mehr oder weniger als man hofft B12,329,24 Schiller 14.10.97Die geheimen Wissenschafften haben mir nicht mehr noch weniger gegeben als ich hoffte. Ich suchte nichts für mich drinne B51,65 Kayser 15.3.83[betr 4. Stück der ‘Propyläen’] Von Schillern hoffe ich lieber gar nichts. Er ist herrlich, in so fern von Erfindung .. von Aussichten nach allen Richtungen die Rede ist .. aber Beystand zu einem bestimmten Zwecke muß man von ihm nicht erwarten B14,86,13 Meyer 10.5.99B44,291,24 Zelter 26.8.2833,185,16 Camp im Spiel mit ‘befürchten’die mitgetheilten Blätter .. es scheint ohngeachtet so manchen Schwankens, daß wir so bald noch keine Kriegsnachrichten zu h. oder, wenn man will, zu befürchten haben B35,127,4 Conta 2.10.21redensartl ‘zwischen H. und Bangen’; für ein allg Lebensgefühl[Eduard zu Mittler:] Lassen Sie in dieser Ungewißheit des Lebens .. zwischen diesem H. und Bangen, dem bedürftigen Herzen doch nur eine Art von Leitstern 20,192,14 Wv I 18
c mit etw (zeitl, räuml) rechnen, auf etw eingestellt, gefaßt sein; gelegentl im Hinblick auf Negatives[Wilh:] wo ich dergleichen nicht anzutreffen hoffte zwischen Tannen und Felsen, überraschte mich .. ein erquicklich frisches Obst 24,97,22 Wj I 6Nachdem

[Bd. 4, Sp. 1329]
uns ein zwar gehofftes aber doch immer schweres Geschick lange gedroht, so brach es endlich am 21. und 22. October über uns herein B24,22,10 J O’Donell 30.10.13[Neoterpe zu Paläophron:] da .. ich des edlen Mannes Kraft, | Die mich beschützen sollte, mir als ärgsten Feind | .. finde. Solches hofft’ ich nicht! 131,9 PaläophronNeoterpe 12024,337,27 Wj II 5492,23,19 ElginMarmoreB47,217,7 Knebel 12.9.30
d (gute) Aussicht auf etw haben, auf etw rechnen (können), sich etw (von etw) versprechen, von etw (spekulativ) ausgehen[Thoas zu Iph:] Wenn du nach Hause Rückkehr h. kannst, | So sprech’ ich dich von aller Fordrung los Iph2 293Seine [Schlossers] gehoffte und dringend gewünschte Anstellung .. kam nicht zu Stande 29,101,9 DuW 18Auf Hrn. Rath Krausens [GMKraus] Arbeiten freue ich mich sehr und hoffe sehr auf seinen Beystand in mancherley Dingen B8,368,21 Bertuch 5.4.88die Scene zwischen Hamlet und seiner Mutter, von der man einen so großen Effect hoffte 22,190,11 Lj V 10[Weimarer Theater] eine geschickte Wahl der Stücke .. so kann man auch für die Zukunft gute Einnahmen h. B16,97,19 Schiller 5.7.02151,1 Faust II 684833,8,9 CampB19,338,3 ChStein 24.5.07B24,153,26 Bucholtz 14.2.14 ‘(Güter, Vermögen) zu h. haben’ iSv als Erbe in Aussicht haben[der Marchese:] Mein ältester Bruder ward als ein Mann erzogen, der künftig große Güter zu h. hatte 23,263,4 Lj VIII 922,300,10 Lj VI‘jdm etw h. lassen’: jdm etw in Aussicht stellenSie haben Ihr Patrocinium .. auch .. dem Bruder meines Dieners h. lassen B9,136,22 Reichardt 29.6.8937,64,18 Arianne an Wettyvon Liebenden iSv sich Hoffnungen (auf Gegenliebe, Heirat) machen; absol[Clär zur Mutter üb Brackenb:] Ich will nicht daß er h. soll, und ich kann ihn doch nicht verzweifeln lassen 8,195,15 Egm I[Fabrice zu Marianne:] Ich liebe Sie .. ich biete Ihnen meine Hand an .... Nur ein Wort! Darf ich h.? 9,133,10 Geschw11,87,20 Clav III18,89,5 MädchOberkirch I 220,196,11 Wv I 18 ‘H-de’ in Gegenüberstellung zu ‘Entsagende’2) 252,107,14 Wj [nur 1821]
3 ein Vertrauen, eine Zuversicht ausdrückend
a auf jdn/etw seine Hoffnung setzen, vertrauen, bauen, sich verlassen; auch synonymisch verbunden mit ‘vertrauen’[Clär zu Brüsseler Bürgern:] Die große Seele [Egm] .. beschränkt ein Kerker .. Er denkt vielleicht an euch, er hofft auf euch 8,278,3 Egm V[Iph, im Gebet:] Auch hab’ ich stets auf dich gehofft und hoffe | Noch jetzt auf dich, Diana Iph2 39eilte ich nach dem neuen Schachte [Bergbau in Ilmenau], dem Gegenstande so mancher Hoffnungen und Wünsche. Es steht alles recht gut .. und ich hoffe auf mein gutes Glück B6,367,9 ChStein [5.10.84][gemeinsamer Plan einer Kantate] Doch kommt zu solchen Dingen manchmal ein ganz unvermutheter Anstoß, darauf wollen wir h. und vertrauen B27,287,12 Zelter 26.12.169,28 LauneVerl 37652,347 Das Tagebuch 96NatT 2676N3,129,7 FlH II mit dem Moment der Selbsttäuschung 18,62,24 Aufgeregten IV 421,132,9 Lj II 2~51,128,27 ThS II 3
b zuversichtlich, wohlgemut sein, etw fest glauben; meist absol; auch neben ‘glauben, wissen’ u iGz ‘zweifeln, verzweifeln’; gelegentl in relig Kontext[Iph, für sich:] Er [Pylad] schweigt von meinem Vater, nennt ihn nicht | Mit den Erschlagnen. Ja! er lebt mir noch! | Ich werd’ ihn sehn! O hoffe, liebes Herz! Iph2 869Für [KPh]Moritz hoffe ich noch immer, er ist noch jung und hilft sich wohl durch B9,236,3 Reichardt 25.10.90Was aus dem Herzog [Ernst II vGotha] werden soll wenn sie [seine schwerkranke Geliebte] stirbt seh ich nicht, Gott bewahre ieden für so einer Lage. Er hofft noch, ich würde nicht h. können B6,285,12 ChStein 5.6.84[der Alte:] Wer sollte .. wohl denken, daß diese starren Äste [Baum-Gleichnis] .. im nächsten Frühjahr wieder grünen, blühen, sodann Früchte tragen könnten; doch wir hoffen’s, wir wissen’s 24,228,4 Wj I 12B9,225,15 Voigt 12.9.90151,1 Faust II 10348B1,184,7 KSchönkopf 30.12.68Tasso 2163f für eine optimistische Einstellung zur Zukunft (auch im Rückblick auf die Vergangenheit)Liegt dir Gestern klar und offen, | Wirkst du heute kräftig frei; | Kannst auch auf ein Morgen h., | Das nicht minder glücklich sei 3,312 ZXen IV 1181341,21,26 RochusfB19,271,13 CarlAug 29.1.07 in bibl bzw sprichwörtl Anklang3)[Meph zu Faust:] der Lebende soll h. 151,1 Faust II 1029212,285f VereitelteRänke 804u822 [G/Vulpius?]
c im (relig) Zshg einer Paradies- od JenseitsvorstellungUnd so kann der alte Dichter h., | Daß die Huris ihn im Paradiese | Als verklärten Jüngling wohl empfangen 6,37 Div Der Deutsche dankt 133,21 TrilogLeid Eleg 933,232,8 CampGespr(FfA II 12,93,20) Eckerm 25.2.24 uö(selten)
4 in abgeblaßter Verwendung: etw annehmen, vermuten, meinen, glauben; häufig parenthetisch ‘wie ich hoffe’, ‘hoffe ich’ uäDie Frau Archivarius (ich hoffe das ist der rechte Titel) B2,92,9 Kestner [etwa 12.6.73 Korr DjG3 3,47]Johanna Sebus wird bey unsern musicalischen Sonntagsversammlungen oft genug wiedergefordert und geht charmant; ich könnte h., daß Sie zufrieden seyn würden B22,68,25 Zelter 18.3.11Das Emser Bad wird, wie ich h. kann, Ihnen .. wohlgethan haben B40,50,10 Schultz 11.9.25Du hast nun ich hoffe den Anfang des Gedichtes den ich dir durch Herders schickte B6,334,22 ChStein 11.8.8429,191,18 DuW 20B13,98,5 Knebel 18.3.98N4,432,8 FlH PlpAA85,14 Werth II
5 guter Hoffnung, schwanger seinWenn ich nur, sagte Philine hinter ihrem [Frau Melinas] Rücken, keine Frau mehr guter Hoffnung sehen sollte! Sie hofft doch, sagte Laertes. [Philine:] Aber es kleidet sie so häßlich .. Sie hat gar keine Art noch Geschick .. ihren Zustand zu verbergen 22,4,8 Lj IV 1
GWB anhoffen GWB entgegenhoffen GWB erhoffen ver- voraus- entschlossen-hoffend langgehofft ungehofft unverhofftSyn zu 1a begehren wollen wünschen zu 1b ersehnen zu 1c bitten(b. um) erbitten zu 1d aspirieren streben zu 1e beabsichtigen denken gedenken vorhaben zu 2 erwarten zu 2 a abwarten warten zu 2b entgegenhoffen entgegensehen erhoffen zu 2c fassen(gefaßt sein) rechnen(r. mit) zu 2d rechnen(r. auf) kalkulieren zu 3a bauen(b. auf) verlassen(sich v. auf) vertrauen zählen(z. auf) zu 3b getrösten(sich g.) zu 4 annehmen glauben halten(h. für) meinen vermuten
1) vgl Wander s v hoffen, Nr 20
2) vgl s v entsagen, Bd 3,169,Sp 43ff
3) vgl PredSalom 9,4; Wander s v hoffen, Nr 28

Georg Objartel