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 GWB Gewandtheit (Bd. 4, Sp. 178)   GWB Gefälligkeit (Bd. 3, Sp. 1218) 
  Gewandtheitje einmal Pl 7,225,21 u Kleinschr (eigenh) N13,17,23; 130 Belege, gegenüber knapp 200 ‘Geschick’ (Bed B) u 160 ‘Geschicklichkeit’
1 Beweglichkeit
a zu gewandt 1aich stürzte auf sie [Melusine] zu und faßte sie in meine Arme .. Mit unglaublicher G. entzog sie sich meinen Armen, und ich hatte ihr nicht einmal einen Kuß auf die Wange drücken können 251,133,28 Wj III 618,334,13 Nov
b zu gewandt 1b
α physisch; pl iSv (Leibes-)Übungen, Sportarten, Wettkampfdisziplinenzwei Ballette .. das erste heroisch, das zweite in’s Komische ablaufend, damit die Springer G. und Kräfte zeigen konnten 412,67,14 Üb:Hermann,Tetralogie GriechEr [Iffland] hat eine große G. seines Körpers und ist Herr über alle seine Organe B11,53,20 Meyer 18.[4.]96Kjekjawus .. Sein Vater hatte, die körperliche Ausbildung .. zu steigern, ihn einem trefflichen Pädagogen übergeben. Dieser brachte den Sohn zurück, geübt in allen ritterlichen G-en: zu schießen, zu reiten .. den Speer zu werfen .. den Ball auf’s geschickteste zu treffen 7,225,21 DivNot Diez[für: souplesse] 45,72,3 RamNeffe
β übertr auf intellektuelles Vermögen, geistige Aktivität; mehrf

[Bd. 4, Sp. 179]
‘G. des Geistes’so kann man sagen, daß wir schon bei jedem aufmerksamen Blick in die Welt theoretisiren. Dieses aber mit Bewußtsein, mit Selbstkenntniß, mit Freiheit, und .. mit Ironie zu thun .. eine solche G. ist nöthig, wenn die Abstraction .. unschädlich, und das Erfahrungsresultat .. recht lebendig und nützlich werden soll N1, XII,19 Fl Vorwdaß die sämmtlichen [meteorol] Symptome .. in jeder Jahrszeit etwas anders bedeuten, nicht weniger in verschiedenen Klimaten .. u.s.w., weshalb denn die Beurtheilung, bey noch so großer G. des Geistes, immer schwer fällt B34,113,16 CarlAug 24.1.21341,81,22 KuARheinMainB33,175,12 Schultz 27.8.2027,158,2 DuW 8
c zu gewandt 1cobgleich .. er [Linné] der Sprache G., Fertigkeit, Bestimmungsfähigkeit gab, um sich an die Stelle des Bildes zu setzen 491,381,5 BlumenmalereiSeit Schillers Ableben hatte ich mich von aller Philosophie .. entfernt, und suchte nur die mir eingeborne Methodik, indem ich sie gegen Natur, Kunst und Leben wendete, immer zu größerer Sicherheit und G. auszubilden 36,124,7 TuJ 1817Der Chor .. ward immer zahlreicher, immer mächtiger .. ein unmuthiger Muth brachte, bei G. der Sänger, etwas Fugenhaftes in das Ganze 251,74,14 Wj III 135,78,4 TuJ 1798B38,191,3 Therese Jakob 10.7.24 K
2 Befähigung, Gewitztheit
a zu gewandt 2a; auch iSv Eignung, Tauglichkeit, VerwendbarkeitBei dieser Art zu denken .. mußte er [Moser] .. mehrmals andere Dienste suchen, an welchen es ihm seine große G. nicht fehlen ließ 26,122,15 DuW 2Verlegenheit .. in Eger, als wir bemerkten, daß uns die Pässe fehlten .. Die Polizeibeamten .. fanden eine Form diesem Mangel abzuhelfen, wie denn dergleichen Fälle die schönste Gelegenheit darbieten, wo eine Behörde ihre Competenz und G. bethätigen kann 35,264,9 TuJ 1806Die Farbe nimmt unter den physischen Erscheinungen eine sehr hohe Stelle ein .. Durch die Schicklichkeit oder G. zum ästhetischen Gebrauch N52,192,1 Fl Plp
b zu gewandt 2b; auch iSv Geschäftssinn, SchlauheitEigentlich ist es das Jahrhundert für die fähigen Köpfe, für leichtfassende praktische Menschen, die, mit einer gewissen G. ausgestattet, ihre Superiorität über die Menge fühlen B39,216,20 Zelter [6.6.25?]Unsere Vorfahren bewunderten die Sparsamkeit der Natur .. Wir bewundern mehr .. ihre G., wodurch sie, obgleich auf wenige Grundmaximen eingeschränkt, das Mannichfaltigste hervorzubringen weiß N11,165,19 PolaritätDie Carlsbader können sich .. selig preisen, indem .. jede Familie sich ihren Kartoffelmehl Bedarf .. selbst verfertigt und eine halbe Stunde von hier das Vitriolöl distillirt wird .. so daß es blos auf die G. der Einwohner ankommt, um den Zucker beynahe umsonst zu haben B23,13,23 Carl Aug 10.5.12 K[Reineke:] es ließ mich dießmal der König | Wieder entwischen .. | .. was ich für Lügen ersann, bevor ich entwischte, | Könnt ihr denken .. | .. es brauchte wahrhaftig die größte G. [Reinke de Vos: myn subtyle vunt (Erfindung, Erdichtung)], | Meinen Daumen mit Noth aus seinem Munde zu bringen ReinF VI 24736,48,2 TuJ 180924,286,9 Wj II 328,14,23 DuW 11[für: dexterité] N4,156,9 FlH VI Castel
3 Weltgewandtheit
a zu gewandt 3aFranklins Leben. Vorzüge der Engländer, G. im Leben und Sprechen. Sicherheit persönlicher Gegenwart Tgb 27. 4.17Es giebt eine gewisse G. welche die Eigenschaften ersetzt aus welchen sie entsprungen ist B33,340 CarlAug 26.5.20 K-Var18,174,19 Unterhaltungen411,22,18 Anz:Hackert
b zu gewandt 3b; auch iSv Verhandlungsgeschick; mehrf ‘diplomatische G.’Beyliegender Brief an H.v.Knebel setzt .. was ich dringend wünschen muß in’s Klare. Haben Sie die Güte .. ihn zu dem darin geforderten zu vermögen. Entfalten Sie Ihre diplomatische G. und machen den Mittler zwischen dem H. Commandanten und ihm B51,183 Gerning 30.12.0433,112,9 CampB26,134,26 Schuckmann 4.11.15
4 Könnerschaft, Talent
a zu gewandt 4a; bes ‘G. in’, mehrf spezifiziert (‘chemische, mathematische G.’) od qualifiziert (‘magische, routinierte G.’)Das ganze Talent eines Weltmanns ruht auf der G. in neueren Sprachen 411,466,8 DtSprache Plp[üb Zelter] Jenes [Maurerhandwerk] treibend, von diesem [musikal Talent] getrieben, von jenem eine erworbene Fertigkeit besitzend, in diesem nach einer zu erwerbenden G. bestrebt 35,157,4 TuJ 1803[Herm zu Dor:] Nun, als ich heut’ am Wagen dich sah, in froher G. [vgl II Vs 24ff], | Sah die Stärke des Arms und die volle Gesundheit der Glieder, | .. war ich betroffen HermDor VII 67Restaurator Andres .. Von seiner G., alte Bilder wieder herzustellen .. die schwere Aufgabe .. womit sich diese eigene Handwerkskunst beschäftigt 31,52,8 ItRIch würde Ihnen niemals rathen eine Stelle [als Regisseur am Frankf Theater] anzunehmen, die so viel routinirte G. erfordert, wenn man sie mit einer gewissen Aisance bekleiden und nicht sein Leben darüber aufopfern will B15,297,8 LTieck [17.12.01][für: adresse] N4,123,5 FlH VI Fontenelle:LobredeNewtB42,297 CottaDruckerei 25.1.27B22,380,14 Seebeck 29.4.12 K35,195,22 TuJ 1805
b zu gewandt 4b[betr Weim Schloßbau] Auch kommt bey der Ausführung so manches Hinderniß vor, das sogleich wieder einen erfinderischen Entschluß verlangt .. Fälle dieser Art .. wo Prof. Thouret einiges angab das eine Modification litt und das er bey seiner G., so lange er gegenwärtig war, sehr leicht zurecht zu stellen wußte B13,358,4 Voigt 26.12.98[für: facilité] 45,75,24 RamNeffe51,232,1 ThS III 8
c zu gewandt 4c; bes ‘mit G.’entoptische Farben .. wenn Sie [in geplanten Vorlesungen] die Phänomene mit G. vortragen, so wird es gewiß eines der interessantesten Capitel B35,294,25 Henning 23.3.22Bey General Canicoff .. der seine sehr angenehmen .. Gedichte vorlas. Es sind meist gelegentliche Envois über menschliche und gesellige Verhältnisse .. mit vielem Geschmack, Tact und G. behandelt Tgb 31.7.07Frankfurter Theater .... Grüner .. hat kein günstiges Gesicht. Seine Sprache ist äußerst preußisch und auch sein Spiel .. hat eine gewisse anmaßliche G. 341,237,2 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm]28,66,1 DuW 11B42,343,20 Gérard [20.?]4.27 K-Var
GWB Fechtergewandtheit GWB Kriegsgewandtheit GWB Kunstgewandtheit GWB Lebensgewandtheit Taschenspieler-Syn Geschick(lichkeit) zu 1 Behendigkeit Beweglichkeit Flüchtigkeit Gelenkheit Gelenkigkeit Gelenksamkeit Geschmeidigkeit Regsamkeit Versatilität zu 1a Geschwindigkeit Schnelligkeit zu 1c Biegsamkeit Sinn zu 2 Geist Verstand Witz zu 2a Anstelligkeit Brauchbarkeit Fähigkeit Schicklichkeit Tüchtigkeit zu 2b Erfindungsvermögen Gegenwart Geistesgegenwart List Scharfsinn Schlauheit zu 3 Klugheit Umsicht zu 3a Aisance Artigkeit Bildung Eleganz Kultur GWB Leben-

[Bd. 4, Sp. 180]
sart
Sicherheit Weltkenntnis Weltmannsklugheit Weltklugheit zu 3b Besonnenheit Höflichkeit Schicklichkeit Takt Urteil zu 4 Fertigkeit Kompetenz Können zu 4a Einsicht Erfahrung Kenntnis Kunstfertigkeit Meisterschaft Routine Übersicht Übung zu 4b Begabung Erfindungsgabe Erfindungsvermögen Fähigkeit Talent Versatilität Vielseitigkeit zu 4c Eleganz Fazilität Gefälligkeit Geläufigkeit Gelenkheit Kunst Leichtigkeit

Rüdiger Welter

 

  Gefälligkeitauch Kleinschr u (Schreiberhand) -ich-. Rund 870 Belege, überwiegend iSv 3
1 zu gefällig A 1 e; idVbdg ‘jdn/etw (auch: sich) mit G. beschauen, betrachten’ iSv Wohlgefallen, Vergnügen, Befriedigunger [Felix] lag im tiefsten Schlafe, schöner und frischer als je .. Ihn mit G. beschauend stand der Vater 24,67,3 Wj I 4man sah daß er [der alte Herr] sich mit einiger G. [im Spiegel] betrachtete, und wirklich, es war ein sehr schöner Mann 251,173,14 Wj III 8 GefährlWette(Sie [Eugenie] recitirt langsam und schreibt.) .. (Das Geschriebene mit G. betrachtend.) So hast du lange nicht, bewegtes Herz, | Dich in gemess’nen Worten ausgesprochen! NatT Regiebem nach 96018,251,15 Märchen uö(selten)
2 zu gefällig A 2
a Lieblichkeit, Reiz einer LandschaftSo genossen wir [bei einer Rheinfahrt] mit Muße der unendlich mannichfaltigen Gegenstände, die .. jede Stunde an Schönheit zuzunehmen und sowohl an Größe als an G. immer neu zu wechseln scheinen 28,186,27 DuW 13
b für den (auf innerer Harmonie beruhenden) ästhet Reiz eines BauwerksRegel und Maß .. unser Behagen wird nur durch Proportion bewirkt. Ist hieran Mangel, so mag man noch so viel äußere Zierrath anwenden, Schönheit und G. [l’agrément], die ihnen innerlich fehlen, wird nicht ersetzt 492,160,4 Von dtBaukunst 1823
c als stilist-rhetor Qualität, für eine ästhet befriedigende, verfeinerte, anschauliche, eingängige Art literar Darstellung, auch für Leichtigkeit, Eleganz eines Metrumsdaß Lucrez in die Epoche kam und sie selbst mit bildete, wo die römische Dichtkunst den hohen Stil erreicht hatte. Die alte, tüchtige, barsche Rohheit war gemildert, weitere Weltumsicht, praktisch tieferer Blick in bedeutende Charaktere .. hatten die römische Bildung auf den bewundernswürdigen Punct gebracht, wo Kraft und Ernst sich mit Anmuth, wo starke gewaltige Äußerungen sich mit G. vermählen konnten 411,362,7 Üb:Knebel,LukrezWas Sie zur Klarheit und G. des Styls der Recensionen [der JALZ] beytragen können, thun Sie ja; es ist ein großes Verdienst um die Sache und um den Leser B17,21,11 Eichstädt 19.1.04B30,62,16 Mounier 31.1.97B10,144,6 Batsch 26.2.94in metonym Bezug auf den Verfasser eines TextesSie [die Mitarbeiter der Zs ‘L’Eco’] .. zeichnen sich durch Gründlichkeit, Mannichfaltigkeit und Gefällichkeit unter und vor andern Zeitschriften gar löblich aus B45,245,8 Mylius [21.4.29] K
d ‘etw einige G. geben’: ein ansprechendes (od freundliches) Ansehen verleihenJe weniger meine Natur dazu gemacht ist .. meinem guten Willen auch einige G. zu geben, destomehr weiß ichs an andern zu schätzen, wenn die Stetigkeit eines fortdaurenden Gefühls einmal zur Blüthe kommt B19,185,22 Voigt 29.8.06
3 zu gefällig A 3
a zur Bezeichnung einer entgegenkommenden, freundlichen Gesinnung od Haltung
α als Wesensmerkmal od Charaktereigenschaft; unterschiedl nuanciert: als selbstlose Liebenswürdigkeit, Güte bzw zweckbestimmtes, berechnend serviles Verhalten[gegenüberstellende physiogn Deutung der Silhouetten von ChStein u der Marquise Branconi] Liebevolle G. .. Feine verlangende Gefällig[kei]t B2,280,6 Lavater [31.7.75 Korr DjG35,244]Glücklich, wem doch Mutter Natur die rechte Gestalt gab! | .. Jeder nahet sich gern, und jeder möchte verweilen, | Wenn die G. nur sich zu der Gestalt noch gesellet HermDor VI 154[von der Harzreise im Dez 77] Die Menschen streichen sich recht auf mir auf, wie auf einem Probirstein, ihre G., Gleichgültigkeit, Hartleibigkeit und Grobheit B3,195,26 ChStein 9.12.[77]Judas und Compagnie nach Rembrand .. Stirn und Nase dieses Sitzenden sind edel, aber .. aus der Wange lächelt niedrige G. 37,334,17 PhysiognFragm
β aufmerksames, freundliches, rücksichtsvolles, höfliches Verhalten, gesellschaftl Gewandtheit, Leichtigkeit des Umgangs; auch idVbdg ‘Geselligkeit und G.’In Meiningen hat man mich auf das aller artigste behandelt, es ist ohnmöglich, mehr Attention Freundschafft und G. zu haben. Ich trete demohngeachtet sehr leise auf und nehme nichts an als was sie mir .. gewiß nicht zurücknehmen B5,327,26 ChStein 13.5.82in den achtziger Jahren in Gotha .. .. mit welcher anständigen Naivetät man .. einer wechselseitigen Neigung sich zu erfreuen gewußt, wo Scherz und Aufmerksamkeit, guter Humor und G., geistreich und wohlwollend das Leben durchaus zierlich durchzuführen sich gemeinsam beeiferten 35,115,10 TuJdieser Vereinigung [G-s ‘Mittwochskränzchen’] .. wo Neigung ohne Leidenschaft, Wetteifer ohne Neid, Geschmack ohne Anmaßung, G. ohne Ziererei und .. Natürlichkeit ohne Rohheit, wechselseitig in einander wirkten 35,

[Bd. 3, Sp. 1219]
126,26 TuJes gibt bey uns [in Weimar] Geselligkeit und G. aller Art B41,111,10 AHerder 3.8.26 K45,216,11 RamNeffeAnm Voltaire18,116,1 Unterhaltungen21,205,2 Lj II 1118,60,9 Aufgeregten IV 2
γ freundschaftl-kollegiale Hilfsbereitschaft, entgegenkommendes, solidarisches Verhalten in best Situationen; mit Attr wie ‘erprobt, geprüft, gewohnt, treu, freundvetterlich’; in Vbdgn wie ‘etw mit, aus, in G. tun’ (‘aus G.’ auch iSv ohne Bezahlung), ‘die G. haben, etw zu tun’ uä; häufig in briefl geäußerten Wünschen od FragenEw. Wohlgeb. erprobte G. giebt mir Muth zu beyliegendem ergebensten Ersuchen B26,104,19 Jacobs 20.10.15 KFahren Sie nur fort mit der seltenen G. und Treue sich meiner Angelegenheiten so als Ihrer eignen anzunehmen B29,51,21 JFHSchlosser 13.2.18 KSie [Angelika Kauffmann] hat so viele Bestellungen, daß kein Federzug von ihr mit Gold zu erhalten ist, was sie nicht aus G. thut B8,247,12 Göschen 15.8.87Du willst .. die G. haben meinen Sohn in die christliche Versammlung einzuführen [auf die Konfirmation vorzubereiten], auf eine liberalere Weise als das Herkommen vorschreibt B16,73,1 Herder 26.4.02B9,171,3 Voigt [27.12.89]A(LA I 1,37,20) NachrBergb Ilmenau 28.8.83 [Eckardt BergwKomm] ‘die G. selbst sein’ (mit angeschlossenem Inf)Diez war die G. selbst, meine wunderlichen Fragen zu beantworten 36,92,20 TuJmetonym ‘durch jds G. etw bewirken, erhalten, leisten’, ‘jds G. etw schulden, verdanken, in Anspruch nehmen’, ‘etw von jds G. hoffen, erwarten’ uädaß meine alte Vorliebe für die Abbildung des Säuglings mit der Mutter .. durch Herrn Zahns G. abermals belohnt worden 492,14,4 Anz:Zahn,Pompeji NachtrEine Anzahl Exemplare des Epimenides darf ich wohl von Ihrer G. erwarten B25,223,4 Duncker 8.3.15 KIch werde jedoch nächstens wieder in den Fall kommen, Ihre G. in Anspruch zu nehmen B25,184,6 Lorsbach 31.1.15N9,50,4 AnLeonhard 25.11.07
δ iSv Gunst, Neigung, Fürsorglichkeit; bes idVbdgn ‘G. gegen/für jdn (haben)’; wiederholt für werbendes Verhalten od (spielerisch unverbindlichen) GunstbeweisGroße G. [kindness] des Cardinals von Ferrara gegen den Autor [vgl 43,292f] 43,290,7 Cell II 9 KapÜbers[Aurelie zu Wilh:] Auch Sie .. haben eine gewisse G. gegen dieses Geschöpf [Philine] .. eine Aufmerksamkeit, die an Achtung gränzt 22,195,3 Lj V 10fuhr der Sohn fort das Betragen der schönen Witwe gegen ihn zu erzählen .. jene zarten Gunstbezeigungen einzeln herzurühmen, in denen der Vater freilich nur die leichte G. einer allgemein gesuchten Frau erkennen konnte 24,284,9 Wj II 3 Mann v50JahrenIhr [Lucianes] Hofstaat vermehrte sich täglich .. weil sie sich andre durch G. und Wohlthun zu verbinden wußte 20,242,5 Wv II 5Sie [die Baronin v Munck] erinnerte sich sehr freundlich der G. welche August für sie gehabt B25,54,14 Christiane 6.10.[14]B6,321,25 ChStein 7.7.8420,112,23 Wv I 10 ‘G. gegen sich selbst’ für selbsteingenommenes, überhebliches VerhaltenMit einem Lächeln das mir nicht ganz gefiel, weil es eine besondere G. gegen sich selbst und eine Art Mitleiden gegen mich auszudrücken schien, erwiderte er .. 47,158,19 Samml 5als Wirken eines ethischen PrinzipsWeder ihre [der Sittenlehre] Strenge, wodurch sie unsre Neigung meistern will, noch ihre G., mit der sie unsre Neigungen zu Tugenden machen möchte, konnte mir genügen 22,314,16 Lj VI SchöneSeele
ε iSv Nachsicht, Langmut, Nachgiebigkeit; idVbdg ‘aus G.’: aus Rücksicht, nicht dem eigentl Wollen entsprechendFrau von Stael sieht in ihm [G] .. einen mystificirenden Dichter, der irgend einmal ein System festsetzt und, nachdem er es gelten gemacht, auf einmal aufgibt, um .. die G. [complaisance] desselben [des Publikums] auf die Probe zu stellen 412,194,20 Anz:Oeuvres dramat de G[Weisl zu Adelh:] Alte Freundschafft, G., und die alte Frau Menschenliebe, hatten meine Entschliessungen mit Zauberformeln niedergeschläffert 39,75,12 Götz1 IIihr [Madame de Rettis] herrschsüchtiges und unbiegsames Wesen konnte sich in bösen Zeiten zum Nachgeben und zur G. nicht herabstimmen 51,228,15 ThS III 7Ein junger Mann .. Ihm ward nicht schwer, den Vater zu bereden, der einem Freunde aus G. zugestand, was er seinen Kindern aus Überzeugung abgeschlagen hatte 21,19,8 Lj I 451,226,18 ThS III 752,14,24 ThS IV 2B23,21,12 LLämel 19.5.12
b für (auf Gefälligkeit, Freundlichkeit beruhende) Handlungen od Leistungen; häufig Pl u in Vbdgn wie ‘(jdm) eine G./G-en erweisen, erzeigen, bezeigen, beweisen’, ‘gegen jdn eine G. ausüben’Noch immer äußerte Ottilie stillschweigend durch manche G. ihr zuvorkommendes Wesen 20,397,17 Wv II 17Sieh! so kommen sie [Albert u Lotte] meinen Wünschen zuvor, so suchen sie all die kleinen G-en der Freundschaft auf, die tausendmal werther sind als jene blendende Geschenke, wodurch uns die Eitelkeit des Gebers erniedrigt AA63,4 Werth1 Iweil kein Tag vergeht, wo ich nicht jemand um irgend eine G. und Beistand anzurufen hätte 31,240,27 ItRFür die Dienste, die ich euch erzeigte, für die G-en, die ich euch erwies, habe ich mich durch euren Dank, durch euer freundschaftliches Betragen bisher genugsam belohnt gefunden 22,50,20 Lj IV 8B4,305,2 ChStein 10.10.[80]20,127,23 Wv I 11A(53,242,18) Votum 15.4.99 als jur relevanter Begriffdaß mehrgedachte Hülfleistung bey der Heufuhr keinesweegs als eine repartirte Spezial Last anzusehen, noch gefordert werden könne, vielmehr ist ersichtlich, wie von dießer Seite die nachbaarliche G. allein Platz gegrieffen DjG34,191,33 RAnw [15.1.74] uö ebd‘jdm geschieht eine G.’, ‘etw ist jdm eine G.’ iSv Wohltat, HilfeMögen Sie mir vor Winters noch eine Sendung guten alten Franz-Wein besorgen, so geschieht mir eine große G. B19,34,2 NMeyer 5.8.05Grüßen Sie mir Ihren Herrn Bruder .. Mag derselbe mir eine kurze Notiz geben, worauf dieses Quartal rechnen kann, so wird es mir eine G. seyn B27,174,19 ChH Schlosser 27.9.16 KB25,206,2 Lorsbach 22.2.15
GWB Gegengefälligkeit Selbst- Un- Wechsel-Syn zu 1 Befriedigung Freude Genugtuung Wohlgefallen GWB Gefalle GWB Gefallen zu 2 GWB Anmutigkeit GWB Anmut zu 2 a Lieblichkeit zu 2 b Schönheit zu 2 c Deutlichkeit Faßlichkeit Fazilität Klarheit zu 3 aα Freundlichkeit Güte Liebenswürdigkeit zu 3 a β Aisance Artigkeit Attention Aufmerksamkeit Delikatesse Fazilität Gunst Höflichkeit Zuvorkommenheit zu 3 a γ Bereitwilligkeit Freundlichkeit zu 3 a δ Fürsorge Gunst Wohltun zu 3 a ε Geduld Langmut Nachgiebigkeit Nachsicht zu 3 b GWB Freundschaftsdienst GWB Dienst GWB Gefallen GWB Gefalle GWB Hülfsleistung GWB Hülfleistung

Gertrude Harlass