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| GWB Geburt (Bd. 3, Sp. 1172) | GWB Geschlecht (Bd. 4, Sp. 42) | GWB Hirschgeschlecht (Bd. 4, Sp. 1284) | |||||||||||||||||
1 das Gebären, Hervorbringen a der Geburtsvorgang, die Niederkunft, einmal ‘Schmerzen der G.’ Nun soll ihm [Jakob] Rahel noch einen Sohn schenken; sie stirbt aber in der G. 26,221,2 DuW 4 bey der G. .. welche schwer war und lange dauerte B9,275,17 CarlAug 1.7.91 492,322 MyronsKuh Plp uö b allg als Endphase organ Fortpflanzung Bei Betrachtung der Pflanze wird ein lebendiger Punct angenommen, der ewig seines gleichen hervorbringt .. .. um zuletzt den höchsten Punct organischer Thätigkeit hervorzubringen: Individuen durch Zeugung und G. aus dem organischen Ganzen abzusondern und abzulösen N6,305,25 PhysiolPfl 422,69,12 Üb:WSchulz,Irrt uWahrh N7,9,7 MorphVorarb 1 N7,274 MorphStudien inItal Var 2 das Geborenwerden, Zur-Welt-Kommen, der Eintritt ins Leben a als elementares Faktum des (menschl) Lebens, neben ‘Tod’ bzw ‘Grab’ Entstehen und Vergehen, Schaffen und Vernichten, G. und Tod, Freud’ und Leid, alles wirkt durch einander, in gleichem Sinn und gleicher Maße N11,130,7 MuR(571) Daß der Uranfängliche .. durch unser Verhältniß von Stufe zu Stufe, von der Empfängniß und G. bis zu dem Grabe, durchgegangen sei 22,315,16 Lj VI SchöneSeele 20,302,5 Wv II 8 51,154 ZXen Nachl IX 963 uö b die Ankunft eines Kindes, der Eintritt ins Leben, häufig als mitteilenswertes Faktum bzw freudiges Ereignis; gelegentl auch für die Entstehung mythol Gestalten; vereinzelt im Bild u metaphor mBez auf die Entstehung geistiger Produkte, mehrf ‘etw in der G. ersticken’ iSv etw im Augenblick der Verwirklichung vereiteln nach dem frohen Ereigniß der G. eines Fürstlichen Enkels B29,227,4 Schreibers [8.7.18] K Auch war bei Minervens G. derselbige Fall [wie bei der Geburt von Herkules, bei der sich alle Götter versammelten], und wird nicht noch bis auf diesen Tag bei G. eines bedeutenden Kindes, um sie zu bewahrheiten .. alles was Großes und Hohes den Fürsten umgibt, herbeigerufen? 491,116,6f Philostrat [Zusatz G-s] es war mir einigemal begegnet, daß das Schnarren und Spritzen der Feder mich aus meinem nachtwandlerischen Dichten aufweckte, mich zerstreute und ein kleines Product in der G. erstickte 29,15,7 DuW 16 B17,224,7 Zelter 24.11.04 B19,443,2 Eichstädt 31.10.07 18,16,8 Aufgeregten I 5 uö ‘die G. (Christi)’, meist als Motiv eines Kunstwerks, einmal zugl iSv Weihnachtsfest Die Byzantiner .. stellen .. bei der G. den Heiligen [Joseph] immer verdrießlich vor 48,185,23 MuR(64) [für: natività] 43,158,5 Cell I 11 32,224,26 ItR uö c als Beginn einer Biographie, mehrf unter dem Aspekt (zufällig) gleichzeitiger Ereignisse od im Hinblick auf die Bedingtheit durch die Sternkonstellation bei der Geburt bzw die prägende Kraft der Zeitgenossenschaft od der Abstammung; mehrf ‘von G. an’ Ich lasse mir von Zeltern etwas von G., Leben und Herkommen des Künstlers [des Malers FWTernite] anzeigen B42,67,5 Meyer 18.2.27 das wunderbarste Zusammentreffen .. Der Tag, das Jahr jener Baumpflanzung ist zugleich der Tag, das Jahr von Ottiliens G. 20,154,9 Wv I 14 Der Dämon bedeutet hier die nothwendige, bei der G. unmittelbar ausgesprochene, begränzte Individualität der Person .. Diese Bestimmung schrieb man dem einwirkenden Gestirn zu .. es ließen sich die unendlich mannichfaltigen Bewegungen und Beziehungen der Himmelskörper unter sich selbst und zu der Erde gar schicklich mit den mannichfaltigen Abwechselungen der G-en in Bezug stellen 411, 216,3u11 ÜbUrworte das Jahr der G. eines jeden enthält .. das wahre Nativitäts-Prognostikon mehr in dem Zusammentreffen irdischer Dinge, als im Aufeinanderwirken himmlischer Gestirne N3,244,16 FlH V 21,247,24 Lj III 2 ~ 52,102,21 ThS V 1 N11,86,11 MathMißbr uö d als Zeit-, Datumsangabe: ‘vor Christi G.’ 36,192,2 TuJ uö ‘Mariä G.’ für den 8. September T1,160,5 v 8.9.96 uö e vom Tier, in morphol Betrachtung Erzeugung der Knochen, vor und nach der G. eines wachsenden Thieres N8,33,10 VglAnatomie 7 f mBez auf das unableitbare, gradweise üb die Stufen rot u gelb sich vollziehende Hervorgehen des weißen Lichts aus der Finsternis N51,399,21 u 400,3 Fl [Bd. 3, Sp. 1173] 3 das Geborene, Hervorgebrachte, Erzeugte a einmal im Ged scherzh für verehrte (weibl) Personen (od in Verschränkung mit ‘Feiertag’ für deren Geburtstag?) [Dank für blumenbestickte Hosenträger] Ein allerliebstes Frühlings-Gelände, | .. werd’ es nur zu Feiertagen | Süßer Namen und lieber G-en tragen 4,25 Der vollkommenen Stickerin 16 b für das Neugeborene, meist allg mBez auf Produkte organ Fortpflanzung, einmal ‘tierische G-en’; auch definitor Gebähren [< Geburt] ist der Ackt wenn der gleiche Körper sich vom gleichen absondert. Den abgesonderten Körper nennen wir in den ersten Augenblicke da wir ihn gewahr werden die G. .. Die G. einer Pflanze, wie wir sie zuerst gewahr werden nennen wir den Samen N7, 274f MorphStudien inItal N6,280,18 MetamPfl II 4 uö in Erweiterung für keimhaftes organ Leben, in scherzh Kosmogonie [Treufreund:] Es sagt der Dichter Periplektomenes ..: “Und in der Urwelt Schoos, voll ruhender innrer G-en, | Lag das Ei des Anfangs, erwartend Leben und Regung” 17,103,19 Vögel c metaphor α für das literarische u bildkünstlerische Werk als Schöpfung, einmal ‘G-en des Geistes’, mehrf mBez auf mißglückte Werke Wenn ein großer Gedanke in der Seele aufschwillt .. so ist selten die Sprache reich genug, gleich einen Ausdruck darzubieten .. Die Seele greift also um sich in die sinnliche Welt, und kleidet ihre G-en in die lebhaftesten Bilder 38,391,13 FGA Weisheit [letzte Arbeiten an Wv] Ich .. komme mir vor wie jene Schwangere, die weiter nichts wünscht, als daß das Kind zur Welt komme, es sey übrigens und entstehe was will. Diese G. wird sich etwa in der Hälfte Octobers bey Ihnen präsentiren B21,102,18 Reinhard [vor 1.10.]09 Poesie .. Alle dilettantischen G-en in dieser Dichtungsart werden einen pathologischen Charackter haben, und nur die Neigung und Abneigung ihres Urhebers ausdrücken 47,314,21 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller] [für: figlio] 44,12,4 Cell III 2 26,169,16 DuW 3 37,314,5 Aus G-s Brieftasche uö β für die Konsequenz, Folge einer Tätigkeit, Beschäftigung Geschäfte und Zerstreuungen bringen immer wieder neue G-en ihrer Art hervor B13,49,2 Schiller 31.1.98 γ als zwitterhaft od bedrohlich bzw allg als negativ empfundene od bewertete Erscheinung, meist iSv Ausgeburt das Licht ist die Wahrheit .. Die Nacht ist Unwahrheit. Und was ist Schönheit? Sie ist nicht Licht und nicht Nacht. Dämmerung; eine Gebuhrt von Wahrheit und Unwahrheit. Ein Mittelding B1,199,22 FOeser 13.2.69 [mBez auf die venerische Krankheit] Doch welch ein feindlicher Gott hat uns im Zorne die neue | Ungeheure G. giftigen Schlammes gesandt? 53,4 RömElegNachtr II 40 8,287,9 Egm V 28,208,25 DuW 13 mBez auf die Auswüchse der franz Revolution Der Weltkreis ruht von Ungeheuern trächtig, | Und der G-en zahlenlose Plage | Droht jeden Tag als mit dem jüngsten Tage 16,331,7 Epimen Vorsp 6 B29,100,18 Kanzl Müller 25.3.18 4 Herkunft, Abstammung a allg der durch die genealog Abstammung od Ort u Zeit der Geburt bestimmte Ursprung, das Herkommen [Palmire:] Ich weiß von keinem Stolze der G. [de la naissance]; | Nicht Vaterland, nicht Eltern kannt’ ich je 9,282 Mahomet 140 Hier ist ein Findelkind; das Geheimniß seiner G. wird aber zur Verwickelung gebraucht 40,377,12 Üb:Melanie [aus Ital] das Clima ganz allein ists .. was mich diese Gegenden jenen vorziehen machte. Denn sonst ist doch die G. und Gewohnheit ein mächtiges Ding, ich möchte hier nicht leben T1,289,21 v 10.10.86 ~ 30,150,4 ItR N4,97,3 FlH VI b für die soziale Herkunft α im Hinblick auf Standesunterschiede od den beschränkenden Einfluß einer geringeren, nichtadligen Herkunft [Wilh:] Dreimal glücklich sind diejenigen zu preisen, die ihre G. sogleich über die untern Stufen der Menschheit hinaus hebt 21,247,17 Lj III 2 ~ 52,102,14 ThS V 1 so wechselte die Gräfin mit Wilhelm bedeutende Blicke über die ungeheure Kluft der G. und des Standes hinüber 21,285,24 Lj III 8 [Olearius, üb die dt Studenten in Bologna:] indem die Bürgerlichen einen rühmlichen Fleis anwenden, durch Gelehrsamkeit den Mangel der G. zu ersetzen 39,33,14 Götz1 II 1 ~ 8,35,6 Götz2 uö ‘von hoher, edler, von geringer G.’ ua des Grafen Zinsendorf .. dessen Gesinnungen und Wirkungen Zeugniß einer höheren G. und eines vornehmeren Standes ablegten 27,200,27 DuW 8 [Caroline:] welche Vorzüge gibt einem Menschen von edler G. eine standesmäßige Erziehung! 18,7,25 Aufgeregten I 3 ein Römer, von sehr geringer G. [persona nata molto humile] 44,86,2 Cell III 7 HermDor V 99 31,141,13 ItR uö β für die adlige Abkunft da wir nicht Männer von Stande zu schätzen wissen, die sich mit unserer Literatur .. abgeben mögen. G., Stand und Vermögen stehen in keinem Widerspruch mit Genie und Geschmack 21,294,25 Lj III 9 uö prägnant: ‘von G.’ War es bisher in Deutschland ein Wunder, wenn ein Mann von G. sich den Wissenschaften widmete 21,295,1 Lj III 9 28,59,5 DuW 11 c im Hinblick auf Geburtsort, -land, meist (nachgestellt) ‘von G.’, einmal ‘durch G. einer Stadt angehören’ Merck .. war von G. ein Darmstädter 28,95,4 DuW 12 daß er ein Preuße von G. war, und seinen Theil von der Glorie des großen Königs sich zueignete. Er ähnelte .. durch Tüchtigkeit, Strenge .. Ausdauer den besten, die uns aus dieser Nation bekannt geworden 46,322,19 Hackert B40,246,6 Stadt Frankf 13.1.26 uö d metaphor für eine angeborene Anlage, ein Talent Ihr Aufsatz .. hat mich abermals in die Wellen des botanischen Oceans hineinschauen lassen. Ein solcher Blick ermahnt uns andere, am Ufer zu bleiben und den Schiffern, Schwimmern und Tauchern von G. und Übung [< vom Handwerk] die .. Fahrt zu überlassen B40,412,31 Nees [Dez 25] K → GWB Ausgeburt GWB Brandschandemalgeburt GWB Erstgeburt GWB Fehlgeburt GWB Geistesgeburt GWB Hirngeburt GWB Luftgeburt Miß- Nacht- Spott- Wieder- Wunder- Syn zu 1 a Entbindung Niederkunft zu 1 b Absonderung zu 2 b Ankunft zu 3 c Geschöpf Kind Produkt Schöpfung zu 3 c α Machwerk zu 3 c γ Ausgeburt zu 4 Abkunft Ankunft Herkommen Herkunft zu 4 a Abstammung Ursprung zu 4 b Stand | 1 durch gemeinsame Abstammung verbundene Menschen a Familie, Sippe; meist für Adelshäuser od (röm) Patrizierfamilien Bedeutende wundersame Gräber .. geben Beweis von der Wichtigkeit des Kirchsprengels und was für edle und wohlhabende G-er an diesem Orte ruhen mögen 48,167,22 Ruisdael als Dichter Aus einem uralten römischen G-e das seinen Stammbaum bis auf die edlen Familien der Republik zurückführen durfte ward Pietro della Valle geboren 7,189,2 DivNot [betr Inhaltsangabe der ‘Ballade’] Der Greis .. erklärt sich .. als ehemaliger Herr der Burg, das G. des gegenwärtigen Besitzers hat ihn vertrieben 411,226,14 ÜbBallade Reineke zog mit seinem G. [Reinke de Vos: slecht, Gottsched: Geschlechte], mit vierzig Verwandten, | Stolz von Hofe ReinF XII 338 Das Leben jedes bedeutenden Menschen .. deutet .. auf die Natur und Kraft der in seiner Geburts-Epoche Zeugenden; das G., aus dem er stammt, manifestirt sich in ihm öfters mehr als durch sich selbst N3,244,14 FlH V 131,36 Vorsp EröffnWeimTheat 1807 Vs 306 24,284,24 Wj II 3 ReinF IX 355 u XII 35 7,24,21 DivNot 341,110,12 KuARheinMain uö im Bild von den Nebenflüssen eines Stroms ein ganz G-e | Trägt den Fürsten [den Strom] hoch empor! 2,55 Mahomets- Gesang 51 übertr auf ein Gestein (in Übs) das G. [race] Sandstein [hat] viele Seitenverwandte N10,49,1 KingCoal speziell von den Fanarioten (vgl s v Fanariot) dieses niedergebeugte G., diese von einem abgelegenen Quartier benamseten Fanarioten 412, 321,18 NationDichtk Litt grecque mod uö(ebd) iSv Nachkommenschaft, bes in der Mythologie, häufig mit Nennung des Stammvaters [Iph:] Übermuth | Und Untreu’ stürzten ihn [Tantalus] von Jovis Tisch | .. Ach und sein ganz G. trug ihren Haß! Iph2 326 Poseidon .. spricht .. von jener Weissagung: daß Äneas G. [βίη 20,307] die Troer beherrschen werde 411,315,1 Ilias Ausz 412,162,17 Üb:Windischmann,Heilkunst Iph2 1298 uö einmal ‘mein muntres G.’ für Kinder 17,10,28 TriumphEmpfindsamk I iSv Herkunft, Abstammung; idVbdgn ‘sein G. rühmen, erzählen’ uä [Psyche zu Satyros:] O lieber Fremdling! sag’ uns recht | Welch ist dein Nam’ und dein G.? 16,86 Satyros 160 [Imogine zu Bertram:] Sag’ dein G. [race] und Heimath! [Bertram:] .. bin ohne Heimath. | Und mein Geschlecht — des jüngsten Tags Posaune | Erweckt, versammelt eher die zerstreuten | Gebeine meiner Ahnen 11,354 Maturin,Bertram 30 Glaukos .. erzählt sein G. [γενεήν 6,145] 411,278,18 Ilias Ausz In jenen ältern unruhigen Zeiten .. wurden die auf die Messen ziehenden Handelsleute von Wegelagerern, edlen und unedlen G-s, willkürlich geplagt und geplackt 26,31,17 DuW 1 [für: γενεή] 411,314,21 Ilias Ausz 20 uö standesspezif gebraucht, in rollensprachl Äußerung [der Greis zu Bruder Marcus:] Humanus heißt der Heilige, der Weise, | .. Und sein G., wie es die Fürsten nennen, | Sollst du zugleich mit seinen Ahnen kennen 16,180 Geheimnisse 247 b Volksstamm, Volk, auch iSv Nation, idVbdg ‘Völker u G-er’ Gottsched ein Mann so groß alß wär er vom alten G-e | Jenes der zu Gath [Herkunftsort Goliaths, vgl 1.Sam 17,4] im Land der Philister gebohren B1,17,14 JJRiese 30.10./8.11.65 [Korr DjG31,87] Erinnern wir uns nun zuerst des israelitischen Volkes in Ägypten .. Unter diesem G., aus dem gewaltsamen Stamme Levi, tritt ein gewaltsamer Mann [Mose] hervor 7,160,4 DivNot [Iph zu Pylad:] Ich weiß nicht, ob ich dich mehr dem G. der Scythen, ob ich dich einem Griechen vergleichen soll? 39,352,5 Iph1 II 2 Chor [nach Befreiung von napoleonischer Unterdrückung] .. Nun sind wir Deutsche wiederum, | .. So waren wir und sind es auch | Das edelste G. 16,380 Epimen 960 Jene große Verehrung, welche der Bibel von vielen Völkern und G-ern der Erde gewidmet worden, verdankt sie ihrem innern Werth N3,138,25 FlH III 30,102,24 ItR = T1,243,25 v 29.9.86 [für: toutes les races] 412,299,12 Anz:LeGlobe B2,268,16 ChKestner 19.6.75 uö c erweitert für die Menschheit im ganzen; mehrf ‘das menschliche G.’, auch ‘das sterbliche, sündige G.’, einmal ‘das seltsame G.’; auch in Gegenüberstellung zu nicht menschl, göttl od phantast Wesen Die Verwandtschaft aller Sprachen liege in der Übereinstimmung der Idee, wonach die schaffende Kraft das menschliche G. und seinen Organismus gebildet 32,183,11 ItR [Ritter:] Es ist eine Wohlthat für’s menschliche G., wenn sie [die Betrüger] nach Verdienst gestraft werden 17,223,4 GrCoph IV 8 [Iph:] Götter sollten nicht | Mit Menschen, wie mit ihres Gleichen, wandeln; | Das sterbliche G. ist viel zu schwach | In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln Iph2 317 [Thales zu Homunc:] Das ganze menschliche G. | Macht’s ihm, dem Griesgram [Nereus], nimmer recht 151,1 Faust II 8086 laß die Menschen reden was sie wollen, du weißt ja die Art des ganzen G-s, daß es lieber beunruhigt und hetzt, als tröstet und aufrichtet B12,252,19 Christiane 24.8.97 491,63,12 Philostrat 2,193 Künstlers Fug u Recht 52 38,59 EwJude 136 uö prägnant ‘das G.’ für die Menschen, auch typisierend Zeig’ ich die Fehler des G-s; | So heißt es: thue selbst was Rechts 3,238 ZXen I 151 Alle gleichen wir uns, denn wir sind eines G-es; | Allen gleichen wir nicht, sagt einem jeden das Herz 55, VII Vs 1 52,177 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 9 Var [>Menschen 4,284] uö 2 Generation a als Glied einer genealog od hist Abfolge, mBez auf Familien, Völker od die Menschheit im ganzen, auch idVbdg ‘von G. zu G.’ u mit Attr wie ‘künftig, neu’ uä Die Schönheit hatte schöne Töchter, | Der Geist erzeugte dumme Söhne, | So war für einige G-er | Der Geist nicht ewig, doch das Schöne 3,190 Palinodien 2 Vs 20 [Pylad:] Wir möchten jede That | So groß gleich thun als wie sie wächs’t und wird, | Wenn [Bd. 4, Sp. 43] b für die Zeitgenossen der eigenen hist Situation; auch ‘unser (lebendes) G.’, ‘das heutige G.’ Ich bin müde über das Schicksaal unsres Geschlechts von Menschen zu klagen, aber ich will sie darstellen B2,244,3 Fahlmer [März 75] [Clär zu Brackenb:] Beweint das Vaterland, und den der es allein erhalten konnte. Das heutige G. wird diesen Jammer nicht los 8,288,26 Egm V B9,26,18 Meyer 19.9.88 51,209 Xen 31(767) uö (selten) 3 durch gemeinsame Merkmale zusammengehörige Vielheit; Gattung a durch best Eigenschaften verbundene Lebewesen od Phantasiegestalten α für eine Gruppe von Personen, durch best (charakterl) Eigenarten, (geistige od praktische) Interessen, (berufl) Tätigkeiten verbunden, auch iSv Standesklasse Der Verfasser gehört zu denjenigen, die aus dem Dunkeln in’s Helle streben, ein G., zu dem wir uns auch bekennen 412,210,6 Üb:Schlosser,Universalhist Und die Schurken laß dem Büttel, | Und die Narren dem G. 3,164 Schlußpoetik 24 [Götz:] Hab’ ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das G. ausgestorben sein? 8,114,17 Götz2 III [Kanzler zu Meph:] Kaisers alten Landen | Sind zwei G-er nur entstanden, | .. Die Heiligen sind es und die Ritter 151,1 Faust II 4904 1,360 VierJahresz 98(701) B12,85,18 Schiller 8.4.97 uö für einen best Menschentypus in bildkünstlerischer Darstellung 341,170,26 KuA RheinMain iZshg mit dem Prometheus-Mythos bezogen auf die Menschheit iSv Geschöpfe einer best Art Hier sitz’ ich, forme Menschen | Nach meinem Bilde, | Ein G. das mir gleich sei 39,215 PromethFragm 1773 Vs 476 Schlummer und Schlaf, zwei Brüder .. | Bat sich Prometheus herab seinem G-e zum Trost 2,124 Die Geschwister 2 Pand 223 abwertend od ironisch-distanzierend, auch iSv das einfache Volk, Gesindel; wiederholt in Invektiven gegen unliebsame Zeitgenossen; häufig ‘dieses G.’ ein Galanteriehändler .. der .. jede Sorte seiner Waaren mit einer diesem G-e eigenen Zudringlichkeit vorwies 21,267,2 Lj III 5 [Götz:] Das ist der edelste Vorzug des Edeln, daß er sich selbst bindet. Ketten sind für das rohe G., das sich selbst nicht zu fesseln weiß 131,322,16 Götz3 V das G. der Tags- und Wochenblättler ist gar zu gierig und die Noth zwingt sie, alles gleich vor’s Publicum zu schleppen B23,304,13 Knebel 27.3.13 Im Streite gegen die Philister und Nützlichkeitsforderer bist du zu bitter .. Freylich kann ich begreifen, daß dir dieses G. den Kopf sehr warm machen muß B19,409,25 Jacobi 16.9.07 N4,450,14 FlH Plp B42,277,15 Cotta 26.7.27 uö β von phantast Wesen od Tieren, insbes ‘G. der Gnomen, Zwerge, Centauren’ Hexenküche .. Eine Meerkatze sitzt bei dem Kessel und schäumt ihn .. Der Meerkater mit den Jungen sitzt darneben .... [Meph zu Faust, die Tiere erblickend:] Sieh, welch ein zierliches G.! | Das ist die Magd! das ist der Knecht! Faust I 2378 Hier ist nun eines G-es zu gedenken, welches in dem Tischbeinschen Idyllenkreis eine bedeutende Rolle spielt, ich meine die Centauren 491,318,21 TischbeinsIdyllen 8 [Treufreund:] Die Vögel sind das erste, urälteste G. 17,101,23 Vögel 251,144,5 Wj III 6 B5,140,16 Maler Müller 21.6.81 31,112,15 ItR 252,197 Wj III 14 Var uö ‘das leichte, tolle, scheckige G.’ für närrisch-groteske Bühnenfiguren, zugl sinnbildl für Possenspiele 16,138 MiedingsTod 151 ‘leichtes G.’ für Künste 51,287 XenNachl 128 u 129(529 u 530) uö b in natwiss Terminologie als Kategorie zur Klassifikation von Naturphänomenen: ‘Art’ od ‘Spezies’ übergeordnet (auf einer Ebene mit ‘Gattung’ u ‘Genus’), ‘Familie’ u ‘Klasse’ prinzipiell untergeordnet, aber nicht immer deutlich von ‘Familie’ unterschieden; insbes iZshg mit morphol Studien; meist idVbdg ‘G.(-er) u Art(en)’ α botanisch [mBez auf die binäre Nomenklatur] die Linnéischen Bezeichnungen, G. und Art N6,106,15 BotanStudien [1831] jener Gedanke .. daß man sich alle Pflanzengestalten vielleicht aus Einer entwickeln könne. Hiedurch würde es allein möglich werden, G-er und Arten wahrhaft zu bestimmen 30,89,28 ItR wo das Ganze sich in Familien, Familien sich in G-er, G-er in Sippen, und diese wieder in andere Mannichfaltigkeiten, bis zur Individualität scheiden, sondern und umbilden N6,185,15 MetamPfl Nachtr Unauflösbar schien mir die Aufgabe, Genera mit Sicherheit zu bezeichnen, ihnen die Species unterzuordnen .. wie sollt’ ich eine treffende Bestimmung hoffen, da man bei Linné’s Lebzeiten schon manche G-er in sich getrennt und zersplittert, ja sogar Classen aufgehoben hatte N6,117,11 BotanStudien [1831] N7,76,11u12u20u26 Probl uErwiderg N6,79,9 MetamPfl 102 N8,266,20 VersGestaltTiere uö für eine best Pflanzengattung in Abgrenzung von Art Wünsche Abbildungen von dem G. Rhus [Gerberbaum], besonders von der Species Rhus Cotinus B51,552 Bibl Weim [4.10.28] Raiz preta .. Daß diese Pflanze zum G. Cephaelis zu rechnen sey, entscheidet sich wohl dadurch: beide gehören zur fünften Linnéischen Klasse N13,164,13 Morph Plp B40,211,7 CarlAug 30.12.25 K N7,353 Üb Anthericum comosum uö β zoologisch, zT auch anthropomorphisch wir werden zuletzt die ganze thierische Welt wieder nur als ein großes Element ansehen, wo ein G. auf dem andern und durch das andere, wo nicht entsteht, doch sich erhält N7,223,28 AllgVergleichungslehre Es wird also kein Zweifel übrig bleiben, daß diese Knochenabtheilung [os intermaxillare] sich sowohl bei Menschen als Thieren findet, ob wir gleich nur einen Theil der Gränzen dieses Knochens an unserm G-e genau bestimmen können N8,101,4 ZwKnoch B4,89,27 Lavater 17.10.79 uö mBez auf eine best Tiergattung bzw Familie od Ordnung Wir machen diese Betrachtung, um zu dem Bradypus [Faultier] zu kommen, von welchem G. er [d’Alton] uns drei Arten vorführt N8,225,15 FaultDickh Wie sich solches Bestreben [der hinteren Extremitäten, sich über die vorderen zu erheben] jedoch nach und nach zur Disproportion steigern könne, ist bei dem G. der Nager in die Augen [Bd. 4, Sp. 44] 4 Gesamtheit der männl od weibl Merkmale a beim Menschen α im Hinblick auf die Verschiedenheit von Mann u Frau, insbes idVbdg ‘beiderlei, männl/weibl G.’, ‘verschiedenes/jedes G. und Alter/Stand’ uä wie in gewissen Zeiten die Kinder auf den Unterschied der G-er aufmerksam werden und ihre Blicke durch die Hüllen, die diese Geheimnisse verbergen, gar wunderbare Bewegungen in ihrer Natur hervorbringen 51,14,16 ThS I 4 Personen beiderlei G-s, jedes Alters und Standes 28,208,8 DuW 13 [Iph zu Thoas:] Ist uns [den Frauen] nichts übrig, und muß ein Weib wie eure Amazonen ihr G. verläugnen .. ? 39,393,15 Iph1 V 3 Die neuern Römer haben überhaupt eine besondere Neigung, bei Maskeraden die Kleidung beider G-er zu verwechseln 47,270,18 FrauenrollenRömTheat B40,53,17 Boisserée 14.9.25 T3,16,13 v 5.6.01 [für: sexe] 45,281,10 Diderot,Malerei uö von der Natur B47,275,15 Zelter 5.10.30 [Zit s v Beharrlichkeit] β für die Gesamtheit der Frauen od (selten) der Männer, häufig mit Kennzeichnungen wie ‘weibl, männl, verschieden’ uä seine [Pietro della Valles] Abneigung gegen das übrige weibliche G. ist verschwunden, er sieht sich nach einer Gemahlin um 7,191,4 DivNot Könnte jemand die Liebhaber aller wohldenkenden Mädchen in Bräutigame verwandeln, so wäre es eine große Wohlthat für unser G. 22,281,8 Lj VI Schöne Seele [Breme zu seiner Tochter:] Diese würdige Frau [die Urgroßmutter] war durch Sittsamkeit die Ehre ihres G-s 18,14,14 Aufgeregten I 4 Es giebt einem gar nicht Wunder, daß die Weiber dieser [frz] Nation nicht feind seyn können, da sich das männliche G. kaum ihrer [der Franzosen] erwehren kann B19,257,21 Knebel 3.1.07 251,78,3 Wj III 2 B1,206,14u25 u 207,5u14u16 FOeser 8.4.69 uö prägnant ‘das G.’ für die Frauen, auch ‘das ganze/andere G.’, auch typisierend ich [Laertes] bin ihr [Philines] Freund, weil sie mir das G. so rein darstellt, das ich zu hassen so viel Ursache habe 21,156,1 Lj II 4 [Gehilfe zu Charlotte:] Jede Frau schließt die andre aus, ihrer Natur nach: denn von jeder wird alles gefordert, was dem ganzen G-e zu leisten obliegt. Nicht so verhält es sich mit den Männern 20,281,23 Wv II 7 Tasso 1087 51,226 Xen 149(356) uö mit Attr wie ‘schön, zart, zärtlich, schwach’ uä, jeweils einmal ‘das treulose, leichtsinnige, arme, leidige G.’ von Frauen, je einmal rollensprachl ‘das eintönige, alberne G.’ von Männern er [Freund des Majors] .. gab zu bedenken, daß für einen Mann in gewissen Jahren das sicherste kosmetische Mittel sei, sich des schönen G-s zu enthalten 24,338,20 Wj II 5 Der Neubrunn ist dieses Jahr besonders in der Mode, weil er dem zarteren G. mehr zusagt B19,157,13 Voigt 12.7.06 das schwache G., so wie es gewöhnlich genannt wird, | Zeigte sich tapfer und mächtig HermDor VI 102 Tasso 1018 52,50,9 ThS IV 10 12,250 UnglHausgenossen 565 Iph2 481 21,197,5 Lj II 10 uö für einen kleineren Personenkreis [Klasseneinteilung der freien Zeichenschule in Weim] Für das weibliche G. sind die Stunden von 10—12, für das männliche von 1—3 Uhr Mittwoch und Sonnabend angesetzt A(53,253,14) Publicandum 9.5.16 [G/Voigt Oberaufs] Ein allgemeiner Schrei entfuhr dem weiblichen G-e 22,38,6 Lj IV 5 uö(selten) b natwiss, bes iZshg morphol Studien α für die in ihren Fortpflanzungsorganen unterschiedenen zwei Erscheinungsformen von Lebewesen An allen Körpern die wir lebendig nennen bemercken wir die Kraft ihres gleichen hervorzubringen. Wenn wir diese Kraft getheilt gewahr werden bezeichnen wir sie unter dem Nahmen der beyden G-er N7,274 MorphStudien inItal Die Vergleichung der beiden G-er mit einander ist, zu tieferer Einsicht in das Geheimniß der Fortpflanzung .. unentbehrlich N8,76,22 Vortr VglAnatomie 2 N13,194,25 Morph Plp uö speziell botan im Hinblick auf eine Möglichkeit der Vermehrung (neben der ungeschlechtl Fortpflanzung), wiederholt ‘Wirkung der Geschlechter’ oä Man kann den rechten Begriff von den zwey G-ern [bei Pflanzen] nicht faßen wenn man sich solche nicht an Einem Individuo vorstellt. Dieser Satz scheint allzuparadox zu seyn, da unsere Begriffe sich vom Menschen oder von den ausgebildeten Thieren anfangen und wir eben dadurch am besten die beyden G-er unterscheiden daß wir sie an zwei Individuis wahrnehmen N7,287 MorphStudien in Ital Alle .. Veränderungen der Pflanze sind .. aus der Lehre von der Fortsetzung der Knoten und der Hervorbringung seines gleichen ohne sichtbare Einwirkung zweier G-er zu erklären. Ja die beiden G-er werden uns nur zuletzt aus dieser ersten und einfachsten Hervorbringungsart erklärlich werden N7,11,17f Morph Vorarb 1 In diesen sechs Schritten [vom Samen zur Frucht] vollendet die Natur unaufhaltsam das ewige Werk der Fortpflanzung der Vegetabilien durch zwei G-er N6,63,11 MetamPfl 73 Die Möglichkeit auf zweyerley Art seines gleichen hervorzubringen, einmal durch die Fortsetzung, das andre mal durch die beyden g-er N13,236,4 Morph Plp N13,123,9 ebd N6,27,1 Metam Pfl 6 N7,288 MorphStudien inItal [Zit s v Fortschritt GWB Sp 844,47] uö bezogen auf Insekten N6,423,26 MetamIns N6,452 Morph Plp uö(ebd) β in erweiterter Bedeutung zur Bezeichnung eines Gegensatzes überhaupt, neben ‘Pol’, auch iSv physikal Polarität Dieses Pflänzchen [die Bohne] steht wie alles in der Welt auf zwei Polen, auf dem der Finsternis und des Lichts, das ist das Urphänomen der G-er, und man muß nicht weiter fragen noch forschen Gespr(He2,788) Falk 29.3.13 Das Gesetz, wonach sich alles in der Natur aufbaut, habe ich in der Metamorphose der Pflanzen angegeben (sind es die Pole, die G-er) Gespr(He2,786) Falk 15.3.13 Wenn ich den Magnet und Turmalin Hermaphroditen nennen möchte, so würden die elektrischen Wirkungen schon getrennte G-er haben N11,171,13 PhysikalWirkungen → GWB Affengeschlecht GWB Altgeschlecht GWB Amazonengeschlecht GWB Ameisengeschlecht GWB Arumgeschlecht GWB Beobachter- und ForscherGeschlecht GWB Bettlergeschlecht GWB Blumengeschlecht GWB Centaurengeschlecht GWB Diebsgeschlecht GWB Farbgeschlecht GWB Forschergeschlecht GWB Frauengeschlecht GWB Gänsegeschlecht GWB Göttergeschlecht GWB Heldengeschlecht GWB Hirschgeschlecht GWB Hofnarrengeschlecht GWB Hundegeschlecht GWB Käfergeschlecht GWB Katzengeschlecht GWB Kraftgeschlecht GWB Krötengeschlecht GWB Löwengeschlecht GWB Männergeschlecht Menschen- Mittel- Mörder- Nager- Nebel- Ochsen- Palmen- Pfaffen- Pflanzen- Pygmäen- Quell- Ratzen- Riesen- Scharfrichter- Straußen- Tier- Vögel- Wurm- Zeit- Zwergen- ungeschlacht Syn zu 1a Abkunft Blut Blutsverwandte Blutsverwandtschaft Dynastie Familie Fürstenhaus Fürstenstamm Geburt Haus Nachfahr Nachkommenschaft Sippschaft Verwandte Verwandtschaft zu 1b Stamm Volk Volksstamm zu 1c Menschengeschlecht Menschheit zu 2 Generation Geschlechtsfolge Geschlechtsreihe zu 3 Art Rasse zu 3aα Gelichter Gesindel zu 3b Gattung Genus zu [Bd. 4, Sp. 45]
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