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 GWB Folium (Bd. 3, Sp. 798)   GWB erucaefolius (Bd. 3, Sp. 429) 
  Foliumfast durchweg lat flektiert (s aber 2 a); überwiegend Kleinschr; Hauptmasse der ca 140 Belege in 2 b (Amtl Schr, Br u Tgb); in 1 fast stets im Pl
1 botan: Blatt, öfter iZshg mit der Lehre von der Metamorphose der PflanzeMonocotyledonen .. Einfache Stengelblätter, (Folia) vom spitzigsten der Gräser biß zum rundesten der Nymphäen N13,66,9 Morph Plpdie Cotyledonen .. Folia und nodus sind die ganze Pflanze, die lasse man nun wachsen und sich entwickeln, und alles wird congruiren B45,250,19 EHFMeyer 23.4.29N13,125,3 Morph Plp spezielle Vbdgn: ‘F. compositum’, plZweige von einem Rosenstocke oder sogenannte Folia Composita aus mehr oder weniger kleineren Blättern zusammengesetzt LA II 9A, 120 M79,113 MetamPfl PlpN13,90,12 u 132,17 Morph Plp‘F. florale’, meist im Plunveränderte Stengelblätter gleich unter der Krone zu einer Art von Kelch zusammengerückt .. welche sie [die botan Terminologie] mit dem Namen Blüthenblätter, Folia floralia1), bezeichnet hat N6,42,14 MetamPfl 34N13,128,14f u 17 Morph PlpN(Corpus V B,35 Nr90) Morph Plp ‘F. radicale’, plDie obern [Kotyledonen] könnte man auch Samenblätter (folia seminalia), Wurzelblätter (folia radicalia), obere Kernstücke nennen N7,23,12 Morph Vorarb 3‘F. seminale’, pl Samenblätter, Blattgebilde am KeimWie der aufsteigende Keim [der Wicke] sich entwickelt, erscheinen gleich kleine schmale Hülfsblättchen, welche dem dahintersteckenden Auge und künftigem Zweigelchen eben denselben Dienst leisten, welchen nach meiner Meinung die oberen Cotyledonen oder folia seminalia dem ganzen aufsteigenden Stiele leisten N7,29,14 Morph Vorarb 3N13,31,7 Morph Plp
2 Papierblatt, gewöhnl eines Manuskripts
a pl ‘Folia’ bzw im Gen/Dat ‘Folien’: eine best Reihe od Zahl von BlätternIch schicke das Manuscript [der ‘Propyläen’] größtentheils auf gebrochnen Bogen geschrieben .. Der Bogen A fängt mit Laokoon an, und so geht der Druck fort wie die Folia des Manuscripts ausweisen B13,230,2 Cotta 25.7.98B23,283,4 Ridel 15.2.13 uö(selten)
b im Verweis auf eine best Stelle od Passage eines Textes; stets abgekürzt: ‘fol./Fol.’ (= folio), gelegentl auch ‘f.’, vereinzelt ‘Fl.’; auch in Vbdgn wie ‘fol. .. sqq.’, ‘Fol. .. u. ff.’ uswIndem ich das Manuscript [AWSchlegel ‘Über Shakespear’s Romeo und Julia’] zurückschicke, merke ich nur an, daß Hofrath Schiller die Stelle Fol. 4 deshalb angestrichen, weil sie ihm nicht verständlich ist .. B12,161,2 AWSchlegel 14.6.97A2,361,4 Aktenausz [nach 8.11.93]B46,260,9 Börner 7.3.30 KA(GJb11,75) CarlAug 25.2.85 [KriegsKomm]B51,193 Voigt 29.4.06 in der Angabe von Stellen auf Korrekturbögen B16,182,5 Cotta 7.2.03
→ °androsaemifolius °angustifolius °aquilegifolius °bifolius caprifolius centifolius cheirifolius cordifolius curtifolius °ericifolius GWB erucaefolius, erucifolius flacourtifolius hederifolius hieracifolius hypericifolius integrifolius latifolius linifolius millefolius nepetifolius opulifolius persicifolius pimpinellifolius porrifolius quadrifolius quercinifolius quinquefolius rotundifolius salicifolius tenuifolius trifolio Trifolium trifolius ZentifolieSyn Blatt
1) vgl LA II 9A,545: “Gemeint sind Hochblätter, die in die Region des Kelches aufgenommen sind, nicht Blütenblätter im Sinn der Blütenkrone”

Georg Objartel

 

  erucaefolius, erucifolius botan Artbezeichnung: raukenblättrig1) s Senecio

1) mBez auf die kohlähnl Rauke aus der Familie der Kreuzblütler

Maria Erxleben