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A im konkr Wahrnehmungsbereich 1 etw, jdn durch Zufall, von ungefähr sehen, entdecken, auf etw treffen, stoßen; refl: sich unversehens, unerwartet zeigen; auch im Gleichnis [Claudine:] (Auf dem Tisch die Gartenschlüssel f-d.) Und diese Schlüssel? Eine Gottheit sandte mir sie! 38,168,22 Claud1 An den holden Jüngling denkend, | .. Ging ich still durch’s Abendwäldchen, | Und unvermuthet fand ich ihn da 4,328 Vs 4 [in Marienbad] Bewegungen von Morgens bis Abends im Wandeln und Fahren, Eilen und Begegnen, Irren und F. B37,210,28 Willemer uFr 9.9.23 Er [Faust] hat sich in Helena verliebt und verlangt nun daß der Tausendkünstler sie herbey schaffen .. solle. Es finden sich Schwierigkeiten 152,175 Faust II Plp 1,25 Gefunden Titel uö idWdg ‘ein gefunden Fressen sein’ 8,8,8 Götz2 I uö einmal metasprachl Gespr(He1,581) KABöttiger 7.11.94 auf ein best Verhalten treffen, in eine best Situation, einen (mißl) Zustand geraten, etw erfahren, erleiden Überall fand ich Unglauben an meinen Beruf zu dieser Sache [Farbenlehre] N4,300,23 FlH VI Konfess dVerf Der Major .. wäre an den Verschränkungen, die er vor sich fand, fast verzweifelt 24,305,12 Wj II 4 Mann v50Jahren Paris .. wo er [Dorotheas erster Verlobter] Kerker und Tod fand HermDor IX 261 uö 2 (sich) vorfinden a etw, jdn (an best Ort) antreffen, (als vorhanden) feststellen; refl: sich (an best Ort) befinden, auch: auftreten, in Erscheinung treten Eine große Epoche hat das Jahrhundert geboren, | Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht 51,209 Xen 31(767) Tizian und Paul [Veronese] hatten diese Klarheit .. und wo man sie in ihren Werken nicht findet, hat das Bild [an Farbwirkung] verloren 30,133,20 ItR Das alles sieht so lustig aus, | So wohl gewaschen das Bauerhaus .. | Fände sich ein Niederländer hier, | Er nähme wahrscheinlich gleich Quartier 3,136 Landschaft 7 haben sich Naturbeobachter gefunden, die auf diesem Wege [von Baco vVerulam] gehen N52,258,33 Fl Plp 45,192,3 Ram NeffeAnm Palissot,Philos B20,163,13 Christiane [14.9.08] 22,320,1 Lj VI uö mBez auf Obj in präd Funktion, auch ‘etw f. an’ Ein Citat Winckelmanns wies mich auf die Homilien des Chrysostomus, ich wollte doch sehen, was der Kirchenvater über die Schönheit zu sagen gewußt habe, und was fand ich! einen Pater .. der .. das dümmste Zeug vorsagt B25,332,15 Zelter [17.5.15] Ich erfreute mich der Gelegenheit die Abtei zu sehen und fand ein weitläufiges, wahrhaft fürstliches Gebäude 33,168,4 Camp [betr Sendung aus Wien] Serenissimus f. an den Samen durchaus neue Sorten B35,272,19 Schreiber 27.2.22 K N13,57,7 Morph Plp uö ‘sich f. mit’, rezipr ‘sich f.’: sich zusammenfinden (mit), zusammenkommen Im Garten .. | .. fanden sich, zu gleicher Lust geladen, | Der Männer Tiefsinn, Frauengeist und -Sitte 4,16 Herrn Staatsminister vVoigt 19 131,173 ProlHalle 1811 Vs 37 uö in allg Aussagen idVbdgn ‘man findet’, ‘wir f.’, ‘sich f. (lassen)’, ‘(an best Ort) zu f. sein’, ‘gefunden werden’ iSv es gibt, vorkommen, existent sein; vereinzelt iSv vorrätig sein Keinen Reimer wird man f., | Der sich nicht den besten hielte1) 6,97 Vs 1 Div Unmut Es ist auffallend, daß wir in unserer Sprache nur wenige Sylben f., die entschieden kurz oder lang sind 30,248,21 ItR M[eine] Adresse Sadtler Vogt in Meiningen ist .. daselbst stets zu f. B51,63 Blum 10.5.[82] Diese [neue Ausgabe] ist noch im Buchhandel zu f. 411,78,11 Don Ciccio 492,123,15 Münzkde dtMittelzeit 52,158,14 ThS V 9 uö b jdn, etw in best Zustand, in best Qualität vorfinden; refl: sich in best Lage befinden, eine best Beschaffenheit aufweisen Der Alte trat in seine Hütte .. und fand sein Weib in der größten Betrübniß 18,236,16 Märchen [Lustige Person:] Das Alter macht nicht kindisch .. | Es findet uns nur noch als wahre Kinder Faust I 213 [betr Auge im dunklen Raum] Dort fanden wir das Organ in der höchsten Abspannung und Empfänglichkeit N1,3,13 FlD 8 Früh erwacht .. | Findet sie an ihrem Herzen | Todt den vielgeliebten Gast 1,229 Gott u Bajadere 58 [nach dem Überfall im Wald] die wunderliche Gruppe .. fand sich in dieser Einsamkeit allein 22,40,17 Lj VI 5 ~ 52,192,18 ThS V 15 20,142,13 Wv I 13 131,9 Paläophron Neoterpe 120 24,22,14 Wj I 2 StJoseph II uö ‘sich zu etw geneigt, willig f. lassen’ uä Ich ließ mich zu einem solchen Ausweg sehr geneigt f. 28,41,1 DuW 11 wie ich [der Bischof] immer bereit bin .. zu Nutz und Vortheil meines Nächsten mich thätig f. zu lassen 341,27,1 Rochusf AA19,26 Werth I 412,95,8 Üb:Byron,Cain uö refl zugl iSv sich eines Zustandes, einer Situation bewußt werden, ihrer gewahr werden (in Berührung mit B); einmal ‘sich mit sich selbst f.’ [Odoard:] mir blieb nichts übrig als zu fliehen .. ich fand mich auf der Straße in einem Zustande, den ich seit langen Jahren nicht empfunden hatte 251,195,6 Wj III 10 Nicht zu weit Als nun aber das mit Ungeduld erwartete Ganze [Hammers Publikation] endlich erschien, fand man sich auf einmal wie mitten in einer bekannten Welt 7,233,8 DivNot Hammer [Amenaide:] Die Mutter starb, ich fand mich mit mir selbst [je me vis seule au monde] Tancred 325 Iph2 1851 uö ― iSv jdn bei etw überraschen, ertappen Serlo .. schaute in das Buch, das unser Freund in der Hand hielt, und rief aus: Find’ ich Sie wieder über Ihrem Hamlet? 22,88,26 Lj IV 15 ~ 52,247,22 ThS VI 10 c in unpers Wdgn: ‘etw findet sich’ uä, von zukünftigen ungewissen Ereignissen iSv etw ergibt sich, [Bd. 3, Sp. 719] 3 zu etw, jdm durch Suchen, Bemühen, Streben gelangen, etw wiederfinden; auch refl a jdn, etw auffinden, ausfindig machen; refl: sich auffinden lassen; auch im Bild [Alphons zur Przin:] Ich suche Tasso, den ich nirgends finde, | Und treff’ ihn — hier sogar bei euch nicht an Tasso 239 Ein Kranz ist gar viel leichter binden, | Als ihm ein würdig Haupt zu f. 2,224 Sprichw 28 [zum Verständnis des Mittelalters] Hamanns Briefe sind hiezu ein unschätzbares Archiv, zu welchem der Schlüssel im Ganzen wohl möchte gefunden werden, für die einzelnen geheimen Fächer vielleicht nie 35,40,25 TuJ Wilhelm suchte .. nach dem Kinde, das sich aber nirgends fand 21,162,2 Lj II 4 18,245,23 Märchen T1,157,13 v 7.9.86 17,206,2 GrCoph IV 1 uö mBez auf Bodenschätze iSv fündig werden Man .. teufte .. Schächte ab .. und hoffte im toten Liegenden selbst Erze zu f. A(LA I 1,34,7) Nachr BergbIlmenau 28.8.83 [Eckardt BergwKomm] Gespr(He32,331) Luise Löw 2.8.28 uö iSv aus Gleichartigem herausfinden [Apotheker:] Hab’ ich doch endlich das Mädchen [Dor] aus vielen hundert gefunden, | Nach der Beschreibung HermDor VI 125 Sie schicken mir alle Zeichnungen, finde ich etwas darunter was ich zu künftigem Gebrauch [behalten möchte] B11,201,22 Meyer 15.9.96 24,227,13 Wj I 12 uö iSv jdn aufspüren; auch absol [Thoas zu Arkas:] durchsucht das Ufer .. | Wo ihr sie findet, faßt sie Iph2 1782 Die Augen zugebunden | Hast du mich schnell gefunden 1,17 Blindekuh 5 22,197,9 Lj V 10 uö scherzh [Mutter:] Laß dir die Suppe schmecken .. [Vater:] Ich will das Maul schon f. 131,40,11 Was wir bringen [1802] b einen Sachverhalt durch forschende Erkundung feststellen, herausfinden; refl: sich herausstellen; mehrf in der Paarformel ‘f. und erfinden’; einmal PartPräs absol so hat man denn nach genauer Untersuchung gefunden, daß Leonard ein Gemisch von Mastix, Pech und andern Antheilen mit warmen Eisen auf den Mauertünch gezogen 491,213,17 Bossi,LeonardoAbendmahl Mathematiker .. die behaupten daß man in physischen Dingen .. nichts f. könne ohne Mathematiker zu sein N11,368 MuR(1280) Niemand wollte gestehen, daß eine Idee, ein Begriff der Beobachtung zum Grunde liegen, die Erfahrung befördern, ja das F. und Erfinden begünstigen könne N6,167,25 MetamPfl Nachtr ob es nicht bei der Beschränktheit der menschlichen Natur gemäßer sei .. den aufsuchenden und f-den von dem behandelnden und anwendenden Manne zu unterscheiden N1,291,9 FlD 729 [Oberster:] Findet sich’s daß sie in weiter keine Händel verwickelt sind, so wird man sie in der Stille des Landes verweisen 17,244,9 GrCoph V 8 51,218 Xen 95(122) 24,190,5 Wj I 10 uö c etw bekommen, sich verschaffen, erlangen; refl: sich herausbilden, darbieten [Ulysses:] wehe mir Verlass’nem! | Wo will ich Speise f., Kleid und Waffe? 10,101 Nausikaa 33 Epheu und ein zärtlich Gemüth | .. Kann es weder Stamm noch Mauer f., | Es muß verdorren 2,238 Sprichw 345 [Gerichtsrat zu Eugenie:] Du kannst .. in jener Gegend bald | Die schönste Wohnung f. NatT 2906 [Freiheit u Knechtschaft] geht .. durch alle Stufen durch, bis sich .. ein Gleichgewicht .. f. kann 7,94,7 DivNot Nachtr fand sich Beruhigung und reine Übersicht Tgb 24.8.30 uö häufig mBez auf Abstrakta, die ein Erstrebtes, Erstrebenswertes ausdrücken, bes in Vbdgn wie ‘Gewinn, Lohn, Nutzen, Vorteil f.’, ‘Hilfe, Zuflucht, Trost f.’, ‘Ruhe, Glück, Heil, Wohl f.’, ‘sein Dasein, Leben, seine Existenz (in jdm, etw) f.’ ua (zT in Berührung mit D) Die gerade Richtung meines Herzens zu Gott, den Umgang mit den beloved ones hatte ich gesucht und gefunden 22,305,7 Lj VI SchöneSeele [der Alte:] theilet | Was ihr habet, zusammen, damit ihr Barmherzigkeit findet HermDor V 204 [Ottilie zum Himmel gewandt:] ruft Hülfe von daher, wo ein zartes Herz die größte Fülle zu f. hofft 20,362,5 Wv II 13 Der nordische Reisende glaubt, er komme nach Rom, um ein Supplement seines Daseins zu f. 32,134,10 ItR 48,193,16 MuR(490) B11,38,19 Meyer 3./9.3.96 Faust I 3376 421, 75,9 InschrHeilsbg 51,256,22 Ths III 11 uö idWdgn ‘(bei etw) seine Rechnung, sein Konto f.’ (nach frz se trouver sa compte) so wird .. in dem, was wir .. von den Farben ausgesprochen, der Färber weit mehr seine Rechnung f., als bei der bisherigen Theorie N1,292,5 FlD 730 33,256,3 Camp 51,80,7 ThS I 21 uö d jdn (in einer best Rolle, Funktion) für sich gewinnen; auch ‘an jdm einen Freund, in jdm einen Meister f.’ [Alphons üb Tasso:] Gefunden hab’ ich diesen und gewählt, | Ich bin auf ihn als meinen Diener stolz Tasso 2850 Der Mahler darf .. nur einigermaßen Künstler sein, so findet er schon ein größeres Publicum als der Musiker 48,194,13 MuR(491) als sie [die Schlange] .. von weitem einen Glanz, der dem ihrigen ähnlich war, erblickte. Find’ ich doch endlich Meinesgleichen! rief sie aus 18,228,15 Märchen Alle Weiber sind Waare .. | Glücklich ist die beständige die den Beständigen findet 1,465 VenEpigr Var ~ 53,13 Vs 97 VenEpigrNachtr 27 28,93,9 DuW 12 B31,327,1 Haydon 4.2.19 K 52,50,14 Maskenz 1818 Vorbem uö von Sachsubj mBez auf interessierte, sich tätig einsetzende Personen Ich glaube nicht dass ich so bald was machen werde das wieder das Publikum findet B2,100,10 Kestner [Anf] Aug [73] [Korr DjG33,42,17] er schickt ihm das Buch mit einem Briefe, worin er .. darthut, warum das Skarteckgen in Göttingen keinen Verleger f. konnte B1,257,5 Herder [Frühlg/Som 71? Korr DjG2,20] N6,107,24 BotanStudien N4,209,21 FlH VI Frisi B25,415 Cotta 16.5.15 uö idWdg ‘nicht seinesgleichen f.’ uä zum Ausdruck der Einzigartigkeit Der König wird nie Seinesgleichen wieder f. [non troverà mai il pari di costui] 44,39,15 Cell III 4 29,177,11 DuW IV 20 e ‘sich mit jdm f.’, rezipr: ‘sich f.’: sich (mit jdm) verbinden, zueinanderstreben; auch mBez auf Naturprozesse Mit den Guten mich zu f. | War mein erster Jugendtrieb 16,198 Maskenz Amor 13 Was in die Erscheinung tritt, muß sich trennen .. Das Getrennte sucht sich wieder, und es kann sich wieder f. und vereinigen N11,166,3 Polarität N6,10,24 MorphH Absicht uö ‘sich in Güte f.’ iSv sich einigen 11,263 Claud2 1269 B im seelisch-geistigen Bereich 1 ein Gefühl, eine Regung in sich wahrnehmen (können); gelegentl refl: sich bemerkbar machen; mBez auf positive Empfindungen, viel- [Bd. 3, Sp. 720] 2 etw prüfend, urteilend feststellen, durch Überlegung od imaginativ gewahr werden; refl: deutlich werden, sich zeigen; mBez auf Merkmale, Sachverhalte, angestrebte Resultate [Werners Gehilfe] man möchte beinahe etwas Kindliches an ihm f. 251,274,28 Wj III 14 ich finde eine frappante Ähnlichkeit der Büste mit Knebeln selbst T1,153,28 v 6.9.86 Wer mit seiner Mutter, der Natur, sich hält, | Find’t im Stengelglas wohl eine Welt 2,191 Sendschreiben 42 Viele .. kommen in seinem [des Königs] Rathe zu sitzen; | Aber .. sie f. zusammen | Weder Rath noch Sinn [Reinke de Vos: se wetten wer rad efte syn] ReinF III 227 Hier findet sich nun, daß Helenen das vorigemal die Rückkehr ins Leben vergönnt worden 152,211 Helena Plp 1,273 252,251,22 Wj Plp 23,157,21 Lj VIII 2 uö in begriffl Identifikation Ich fand an des Wirths Sohn den leibhaftigen Söller [aus den ‘Mitschuldigen’] T1,160,3 v 8.9.86 Iph2 1222 2,162 Statt den Menschen 3 uö mit abhängigem Satz od mit Obj-Prädikativ iSv meinen, dafürhalten, erachten man fand, ich sey jünger geworden B4,67,15 ChStein 28.9.79 Man sagt, er habe die Römer vortrefflich dargestellt; ich finde es nicht 411,56,20 Shakesp u kein Ende Dieser Dialog, werden Sie f., hat in meinem Stük fast einerlei Sylbenmaas B4,157,13 Kayser 29.12.79 Aufsätze, ich finde die Sache zweckmäßig erschöpft A2,312,22 JFFritsch 23.12.92 Nun fand ich mich .. in meiner Vermummung [oriental Kostüm] gar hübsch 26,86,5 DuW 2 Der neueParis B4,158,3 Kayser 29.12.79 N1,163,4 FlD 390 uö idVbdgn ‘Bedenken, keinen Anstand f. zu’ uä Fände einer Bedenken den Beleg zu unterschreiben, so .. A(MA32,388,22) Instruktion 7.1.90 [G/Voigt BergwKomm] Im Fall das hiesige .. Personal denselben [Plan] gefällig unterstützen will, findet .. Commission keinen Anstand, demselben [Konzertmeister] die gesuchte Einwilligung zu ertheilen A(Wahl 2,28) Promem 11.7.09 [TheaterKomm] B14,77,15 Gädicke 4.5.99 uö 3 sich ausdenken, ersinnen, erfinden, schöpferisch entwerfen; refl: etw fällt jdm ein so staunt der Patriot und nimmt gern den Künstler zu Hülfe, um für sein Bewundern .. irgend eine Sprache zu f. 36,103,18 TuJ so wünschten wir, es wäre einem Alterthumskenner beliebig gewesen, treffende Mottos unter jedes Bild zu f. 53,218,2 Bilder am Hause G-s Doch .. | Blieb er [Adam] ein halber Klumpen, | Bis endlich Noah für den Tropf | Das Wahre fand, den Humpen 6,16 Div Erschaffen u Beleben 12 [betr Neureuthers ‘Randzeichnungen zu G-s Balladen u Romanzen’] Sie haben dem lyrisch-epischen Charakter der Ballade einen glücklich-bildlichen Ausdruck zu f. gewußt, der wie eine Art von Melodie jedes einzelne Gedicht .. begleitet B44,319,10 Neureuther 23.9.28 können sich hierzu [Figuren der Jahreszeiten] gar wohl noch mehrere Damen gesellen. Ja es ließen sich vielleicht für sie andere Attribute f. 53,376,32 Maskenz RomantPoesie Bem N12,122,7 Met Karlsbad 1819 491,208,18 Bossi,LeonardoAbendmahl 4,272 Ging zum Pindus 8 uö idVbdgn ‘Entschuldigung, Vorwand, Ausflüchte f.’ uä; ‘nicht genug Worte, keine Worte f.’ Es war ein Kind, das wollte nie | Zur Kirche sich bequemen, | Und Sonntags fand es stets ein Wie, | Den Weg in’s Feld zu nehmen 1,204 Die wandelndeGlocke 3 und wenn wir es [das Außerordentliche zu tun] erkennen, doch tausend Entschuldigungen f. es nicht zu thun 23,21,8 Lj VII 3 Er konnte nicht Worte genug f., wie übel sie zugerichtet seien 52,79,12 ThS IV 13 26,267,15 DuW 5 N1,286,15 FlD 718 24,127,19 Wj I 8 Wer ist dVerrät uö 4 etw erkennen, gewahr werden a durch intellektuelle, forschende Bemühung, mBez auf natwiss od geistesgeschichtl Erkenntnisse Wir haben .. alle [Farb-] Erscheinungen .. in einer gewissen Folge dargestellt, um zu versuchen, in wiefern hier ein Allgemeines zu f. sei N11,69,25 AnalyseSynth Nicht weiß ich ob jemand diese Wahrheit [Entstehung des 5.Buches Mosis] vor mir gefunden oder gelehrt 37,186,2 Zwo biblFragen [Meph:] Das Wahre wäre leicht zu f. 14,293 Faust I Plp immer, daß der Mensch dasjenige voraussetzt, was er gefunden hat, und dasjenige findet, was er voraussetzt N6,351,8f Morph Aphorist N13,118,33 PrincPhilZool Plp 422,256,17f MuR(1149) uö in Vbdgn wie ‘Ursache, Folge, Ordnung, Formel, Regel, Prinzip f.’ uä das Phänomen ist .. eine Wirkung ohne Ursache. Es fällt dem Menschen so schwer Grund und Ursache zu f., weil .. N11,106,1 MuR(1233) niemand werde darin [in der Botanik] irgend eine auslangende Folge zu f. wissen N6,108,4 BotanStudien Epos, Lyrik und Drama .. wunderlich sind diese Elemente zu verschlingen .. und deßhalb auch so schwer eine Ordnung zu f., wornach man sie .. aufstellen könnte 7,119,14 DivNot Naturformen dDichtg ich werde immer sichrer daß die allgemeine Formel die ich gefunden habe, auf alle Pflanzen anwendbar ist B8,268,10 Knebel 3.10.87 45,258,16f Diderot,Malerei Zeichng B8,255,5 ChStein [23.8.87 Korr Fränkel2 2,367] N4,246,16 FlH VI Mengs uö b (zugl) durch intuitives Erfassen, innere Schau, auch mBez auf das Göttliche, Gott [Betrachtung der Gemälde Poussins ua] Wenn man .. die Natur ansehn und wieder f. und lesen kann, was jene gefunden und .. [Bd. 3, Sp. 721] 5 idVbdgn ‘etw zu tun f.’ ua, ‘Zeit, Gelegenheit, Möglichkeit f. (zu)’ uä, ‘Anlaß, Ursache f. (zu)’ uä: in die Lage kommen, versetzt werden (zu); refl: sich ergeben willst du .. arbeiten, so sollst du auch zu thun f. [che ti metterà in opera] 44,292,5 Cell IV 11 daß wir zeitig hinausgehen sollten, um zu unseren Spaziergängen .. die nöthige Zeit zu f. 32,120,7 ItR Es ist uns angenehm .. nochmals Gelegenheit gefunden zu haben, uns über diesen wichtigen Punct zu erklären N4,262,9 FlH VI Hoffmann daß .. Ihre Abwesenheit schmerzlicher empfunden würde wenn unsere Schönen .. sich nicht .. zu trösten Veranlassung gefunden hätten B40,339,2 ANicolovius [28.3.26] K daß es im Leben bloß auf’s Thun ankomme, das Genießen und Leiden finde sich von selbst 27,12,27 DuW 6 20,59,27 Wv I 5 36,141,25 TuJ 20,321,8 Wv II 10 N4,292,10 FlH VI Konfess dVerf uö C ‘sich f. (in, zu, auf)’ 1 konkr a sich wohin begeben, gelangen; auch im Bild Am frühsten Morgen fand sich unser Freund [Wilh] allein in die Galerie 24,116,2 Wj I 7 [Meph:] Hier braucht es .. keine Zauberworte; | Die Geister f. sich von selbst zum Orte [alter Rittersaal] 151,1 Faust II 6376 Brief .. des Herrn Philipp Otto Runge .. eines jungen Mannes, der .. durch Naturell, Übung und Nachdenken sich auf die gleichen Wege gefunden hat N1,360,22 FlD Zugabe N52,259,32 Fl Plp uö b sich (an einem Ort) zurechtfinden, auch verneint [Meph:] Der Blocksberg bleibt ein gar bequem Local, | Wo man auch sei, man findet sich zumal 151,1 Faust II 7679 [König:] Der edle Hirsch, hat .. uns irr’ geführt, daß ich mich selbst, | Obgleich so landeskundig, hier nicht finde NatT 5 Er [Eduard] findet sich in seinem eigenen Hause nicht mehr 20,143,3 Wv I 13 20,126,25 Wv I 11 uö 2 in übertr Verwendungen a ‘sich f.’: sich fassen, zu sich selbst kommen; auch verneint zum Ausdruck starker Erregung; einmal von Personifikation [Lucinde:] Ach, ich weiß mich kaum zu f., | Welch ein Unheil! Welches Glück! 11,258 Claud2 1167 [Lila:] Ich schwinde, verschwinde, | Empfinde und finde | Mich kaum 12,57,17 Lila II Wenn sich der Verirrte findet, | Freuen alle Götter sich 2,30 DtParnaß 224 “Was will die Nadel nach Norden gekehrt?” | Sich selbst zu f., es ist ihr verwehrt 2,217 GottGemütWelt 60 Tasso 2176 uö im Hinblick auf das ‘Entselbstigen’ des Individuums zum Ewigen, Göttlichen hin Im Gränzenlosen sich zu f. | Wird gern der Einzelne verschwinden .. | Sich aufzugeben ist Genuß 3,81 Eins u Alles 1 b in einen anderen (Erlebnis-)Zustand übergehen, sich eines neuen Befindens bewußt werden Sich .. vom Tode zum Leben .. aus der Verzweiflung zum Entzücken, aus der Gleichgültigkeit zur Neigung, zur Leidenschaft gefunden zu haben 20,333,25 Wv II 10 Wunderl Nachbarsk c sich in etw schicken, mit etw zurechtkommen, sich mit etw abfinden; einmal ‘sich nicht f. können’ zum Ausdruck inneren Überwältigsteins Die deutsche Sprache .. weiß sich in Worte .. so wohl zu f., daß .. man ihr .. vorgeben wird, sie dürfe sich bei Übersetzung dem Original in jedem Sinne nahe halten 412,152,3 SerbLieder [Marquise:] Lassen Sie sehen, Nichte, wie f. Sie sich in das neue Kleid? 17,208,3 GrCoph IV 4 doch braucht man Zeit .. sich ins Unerwartete zu f. [> das Unerwartete zu begreifen 24,334,9 Wj II 5] 252,100 Var Hiedurch [durch Aufbewahrung] kommen wir zum Anschauen jener Übereinstimmung [mit der Überlieferung] wozu der Mensch berufen ist, wozu er sich oft wider seinen Willen f. muß, da er sich gar zu gern einbildet, die Welt fange mit ihm von vorne an 24,188,13 Wj I 10 ich konnte mich eben so wenig in den herrlichen Körper [des Mädchens] f., da die letzte Hülle herab fiel, als vielleicht Freund L. 19,218,12 BrSchweiz I 24,257,2 Wj II 2 23,262,11 Lj VIII 9 26,104,14 DuW 2 uö iSv begreifen, Verständnis gewinnen, sich in etw hineinfinden; auch ‘sich (in etw) f. lernen, zu f. wissen’ [Famulus üb Wagner:] In’s unbegreifliche Verschwinden | Des hohen Manns [Faust] weiß er sich nicht zu f. 151,1 Faust II 6661 In deine Reimart hoff’ ich mich zu f., | Das Wiederholen soll mir auch gefallen 6,40 Div Nachbildung 1 [Eugenie:] Ich muß allein | In’s eigene Gefühl mich f. lernen NatT 923 18,29,16 Aufgeregten I 7 7,214,6 DivNot 26,139,11 DuW 3 uö mBez auf Personen iSv sich in jdn hineindenken, -versetzen, jdn begreifen, auch: ertragen lernen [Przin zu Tasso:] So kannst du selbst nach vielen Jahren kaum | In einen Freund dich f. Tasso 923 Natalie .. wußte sich sehr gut in ihre [des Marchese u des Abbé] Meinungen und Gesinnungen zu f. 23,249,10 Lj VIII 7 Ich [Aurelie] habe weder Jugend noch Weichheit genug, um mich in diesen Charakter [Ophelias] zu f. 22,174,24 Lj V 6 [Helena mBez auf Faust] Sie findet ihn abscheulich, allein da er zu schmeicheln weiß, so findet sie sich nach und nach in ihn 152,176 Faust II Plp 23,212,4 Lj VIII 5 uö d ‘sich zu jdm f.’: sich zu jdm bekennen, ihm anhängen; mit Sachsubj: sich zu etw gesellen, damit verbinden Als noch .. | Unser Herr [Christus] auf der Erde ging, | Und viele Jünger sich zu ihm fanden 16,117 Legende 3 [Leonore zur Przin:] So viele Freunde fanden sich zu dir Tasso 1817 Wie denn das Gute, Schöne nimmer schwindet | Und .. Sich ungesäumt zum höchsten Wahren findet 4,34 In Stammbuch Fr vSpiegel 25.2.24 Vs 27 D abgeblaßt zum Funktionsverb, iVbdg mit Verbalnomen in passivähnl Konstruktionen Das Plus und Minus .. hat bei so vielen Phänomenen eine schickliche Anwendung gefunden N1,305,15 FlD 756 William Allen .. dessen Name überall geehrt wird, wo Wissenschaft und Bildung Aufnahme gefunden haben N12,49,14 Üb:Howard 33,284,12 BelagergMainz B22,263,14 Regierg Merseb 26.1.12 K B29,8,4 ABrentano 16.1.18 uö → GWB abfinden GWB auffinden GWB ausfinden GWB befinden GWB drchfinden GWB einfinden GWB empfinden GWB erfinden GWB heranfinden GWB herausfinden GWB hineinfinden statt- vor- wieder- zusammen- Ähnlichfinden Befinden Gutfinden Auffinder Erfinder Abfindung Auffindung Empfindung Erfindung Fund ausfindig befindlich empfindlich Syn zu A 1 begegnen entdecken sehen stoßen(st. auf) treffen(t. auf) zu A 1 (refl) zeigen(sich z.) zu A 2 vorfinden zu A 2 a antreffen begegnen feststellen geben(es gibt) zu A 2 a (refl) auftreten befinden(sich b.) vorhanden(v. sein) vorkommen zu A 2 a (rezipr) einfinden(sich e.) zusammenfinden zusammenkommen zu A 2 b (refl) befinden(sich b.) gewahr(g. werden) zu A 2 b (f. bei) betreffen betreten ertappen erwischen überraschen zu A 2 c ergeben(ergibt sich) zeigen(sich z.) zu A 3 a auffinden aufspüren ausfinden ausfindig(a. machen) entdecken herausfinden zu A 3 b feststellen herausfinden zu A 3 b (refl) ergeben(sich e.) herausstellen(sich h.) zu A 3 c bekommen erfahren erlangen GWB er- [Bd. 3, Sp. 722] 1) “Adhuc neminem cognavi poetam qui ..” Cicero, Tusc V 22,63
| A ein Vorhandenes auswickeln, ausbreiten, zur Anschauung, Evidenz bringen (überwiegend trans) 1 konkr a Eingepacktes, Zusammengelegtes aus- od aufwickeln, etw od sich entfalten, sich aus einer Verstrickung, Umklammerung, einem [Bd. 3, Sp. 194] b als Terminus der Präformations- od Evolutionstheorie: im Keim fertig Vorhandenes (Präformiertes) auswickeln, entfalten; iUz den (dynam, epigenet) Begriffen der Aus-, Fort- u Umbildung (zur Verwendung im epigenet Sinne s B 2 a) Eintretende wichtige Fragen: Ob aus dem Saamen das Vorhandene entwickelt wird? Oder ob gegebene Anfänge gesetzmäßig fort- und umgebildet werden. Atomistische Vorstellungsart .. Dynamische Vorstellungsart N6,304,26 PhysiolPfl Im Grunde haben auch beide Hypothesen [Einschachtelungslehre u Epigenese] keinen Einfluß auf unsere Ausführung, indem wir nur die Theile nehmen, wie wir sie gewahr werden, und sie also immer entweder entwickelt oder ausgebildet sind N6,315,6 Morph FrühEinl c milit: Truppen auseinanderziehen, (aus einer Stellung heraus) Gefechtsformation annehmen lassen4) 33,303,11 BelagergMainz 2 metaphor a Verwickeltes, Verworrenes, Geheimnisvolles, Dunkles entwirren, klären, lösen (auch refl) α etw geistig durchdringen, Ordnung, Klarheit in eine Sache bringen, etw ergründen, enträtseln; auch: sich jdm od jdm etw erschließen Um es [das reine Phänomen] darzustellen bestimmt der menschliche Geist das empirisch Wankende, schließt das Zufällige aus, sondert das Unreine, entwickelt das Verworrene, ja entdeckt das Unbekannte N11,40,18 ErfahrgWissensch daß der Major [bei der Regelung einer familiären Angelegenheit] .. auf unerwartete Hindernisse traf. Wie es denn überhaupt so leicht nicht ist, einen alten verworrenen Zustand zu e. und die vielen verschränkten Fäden auf einen Knaul zu winden 24,334,24 Wj II 5 Vor langer Weile und aus Lust Geheimnisse zu e. oder zu suppliren, dacht’ ich mir was in dieser Briefmenge [der Emigrierten] wohl enthalten sein möchte 33,11,13 Camp wie das Studium zu Berlichingen und Egmont mir tiefere Einsicht in das funfzehnte und sechzehnte Jahrhundert gewährte, so mußte mir dießmal [bei dem Plan einer Lebensbeschreibung Hzg Bernhards] die Verworrenheit des siebzehnten sich, mehr als sonst vielleicht geschehen wäre, e. 35,7,14 TuJ 31,57,4 ItR N51,288,15 EntoptFarb 27 B37,80,22 Nees 13.6.23 32,92,28 ItR uö β bezogen auf das Handlungsgefüge eines Dramas od Romans: (sich) entwirren, lösen; mehrf in der vorgegebenen Formel5) ‘sich verwickeln und e.’; auch bildl für die Lösung einer verworrenen Situation Die gute und reine Aufnahme meiner eintretenden Helena .. ich denke, es muß Ihnen angenehm seyn zu sehen, wie das Räthsel sich verwickelt und entwickelt6) B41,251,6 Boisserée 10.12.26 [Beaum:] Sie fühlen wohl, daß ich nicht gekommen bin den Komödienbruder zu machen, der den Roman e. und seiner Schwester einen Mann schaffen will 11,70,19 Clav II Gespr(He1,570) Schiller 9.10.94 11,106,22 Clav IV uö b Verborgenes, latent Vorhandenes, Unsichtbares enthüllen, zeigen (auch refl) α best Eigenschaften od Fähigkeiten (Talente, Tugenden, Vorzüge, Reize) an den Tag legen, zeigen, zur Geltung bringen; auch mit sachl Subj [Darstellung lebender Bilder] Sie [Luciane] entwickelte in der ohnmächtig hingesunkenen Königin [Esther] alle ihre Reize 20,254,6 Wv II 5 Die Schlußdecoration, das Innere eines architektonischen Labyrinths vorstellend, wird den Meistern theatralischer Architektur die beste Gelegenheit geben, ihr hohes Talent zu erproben und zu e. 422,104,3 Üb:Jouy,Athenerinnen [Äbtissin:] Gar manche Prüfung muß die neue Schwester, | Und ihren ganzen Werth, uns erst e. NatT 2543 [für: déployer] 45,155,5 RamNeffe 28,12,28 DuW 11 30,69,18 ItR uö als jd in Erscheinung treten, sich in einer best Eigenschaft zeigen Wenn ein unerwartet hereintretender, schnell entwickelter < sich schnell e-der K] neuer Freund sogleich sich wieder entfernt B35,172,11 Joukovsky 16.11.21 β sein Inneres, die eigene geistige Position (im Gespräch) eröffnen, enthüllen, auch: etw im Orakelspruch offenbaren [Aurelie üb Lothario:] er hatte nichts Geheimes vor mir; er entwickelte mir sein Innerstes, ließ mich in die verborgensten Winkel seiner Seele sehen 22,104,15 Lj IV 16 [Prinz:] Ich bat sie [die Götter] .. mir zu e.: Wann denn diese stürmische Bewegung meines Herzens endlich aufhören .. würde? 17,65,2 TriumphEmpfindsamk VI [< Entwickelung K] B43,168,17 Knebel 14.11.27 [Zit GWb 1,1009,47 s v aufschließen] uö ‘nach außen entwickelt’: (im Bildzusammenhang des Knotens) für einen offenen Gesichtsausdruck B48,189,7 Boisserée 24.4.31 γ mBez auf intellektuell od künstlerisch Antizipiertes, Vorahnungen, Visionen des inspirierten od sensitiven Menschen: (sich) an (od in) der Wirklichkeit zeigen, manifestieren, entfalten; auch: einem ‘inwohnenden Bild’ im Kunstwerk Gestalt verleihen Wer an sich erfuhr was ein reichhaltiger Gedanke .. zu sagen hat .. wie wir uns begeistert fühlen, indem wir alles dasjenige in Gesammtheit vorausahnen, was in der Folge sich mehr und mehr e., wozu das Entwickelte weiter führen solle N6,122,4 BotanStudien Alles was wir Erfinden, Entdecken im höheren Sinne nennen, ist die bedeutende Ausübung .. eines originellen Wahrheitsgefühles .. Es ist eine aus dem Innern am Aeußern sich e-de Offenbarung, die den Menschen seine Gottähnlichkeit vorahnen läßt N11,128,11 MuR(562) [Aurelie zu Wilh:] es scheint eine Vorempfindung der ganzen Welt in Ihnen zu liegen, welche durch die harmonische Berührung der Dichtkunst erregt und entwickelt wird 22,94,18 Lj IV 16 wenn beide [Maler u Musiker] den wahren Namen eines Künstlers verdienen sollen, so setzen sie ihre Werke nicht zusammen, sondern sie e. irgend ein inwohnendes Bild, einen höhern Anklang natur- und kunstgemäß [eine inwohnende Erscheinung, einem höherem Begriff der Kunst gemäß Var Korr DKuhn 244]7) N7,208,7 PrincPhilZool II 21,310,16 Lj III 11 24,191,27 u 192,3 Wj I 10 δ etw (experimentell) zur Erscheinung, Evidenz bringen (meist polem gegen Newtons Ableitung der Spektralfarben aus versch brechenden [Bd. 3, Sp. 195] ε sich dem Blick darbieten, sich räuml erschließen Ich näherte mich den Gebirgen, die sich nach und nach entwickelten 30,12,27 ItR 24,165,25 Wj I 9 26,22,6 DuW 1 uö PartPrät iSv deutl überschaubar Wie ein Luftballon hebt sie [die wahre Poesie] uns .. in höhere Regionen, und läßt die verwirrten Irrgänge der Erde in Vogelperspective vor uns entwickelt daliegen 28,214,1 DuW 13 c räuml ausweiten, entfalten (im Bilde des Knotens) wenn es Gott und der Natur gefallen hätte, den Urgebirgsknoten von Nubien durchaus nach Westen bis an das große Meer zu e. und fortzusetzen N11,121,20 MuR(718) 3 ableiten, verdeutlichen, explizieren a etw gedankl ableiten, aus etw herauslesen, wiss herleiten, auch: etw auf etw zurückführen Wenn man von einem trefflichen Kunstwerke sprechen will, so ist es fast nöthig von der ganzen Kunst zu reden, denn es enthält sie ganz, und jeder kann .. das Allgemeine aus einem solchen besondern Fall e. 47,101,17 ÜbLaokoon [mBez auf Lj] Die Form behält immer etwas unreines und man kann Gott danken, wenn man im Stand war so viel Gehalt hinein zu legen, daß fühlende und denkende Menschen sich beschäftigen mögen, ihn wieder daraus zu e. B15,209,20 Rochlitz 29.3.01 Es ist nicht genug, daß wir bei Beobachtung der Natur das analytische Verfahren anwenden, d.h. daß wir aus einem irgend gegebenen Gegenstande so viel Einzelnheiten als möglich e. und sie auf diese Weise kennen lernen, sondern wir haben auch eben diese Analyse auf die vorhandenen Synthesen anzuwenden N11,69,10 AnalyseSynth Wer zuerst aus der Systole und Diastole, zu der die Retina gebildet ist, aus dieser Synkrisis und Diakrisis, mit Plato zu sprechen, die Farbenharmonie entwickelte, der hat die Principien des Colorits entdeckt 48,204,4 MuR(1079) Hier .. wird jener Gedanke immer lebendiger: daß man sich alle Pflanzengestalten vielleicht aus Einer e. könne 30,89,27 ItR 22,120,12 Lj IV 18 B44,29,18 Carlyle 14.3.28 N7,168,27 PrincPhilZool I N3,246,25 FlH V uö PartPräs idVbdgn ‘e-de Methode, Vorstellungsart’, in Gegenüberstellung zu ‘zusammenstellend’, ‘ordnend’, ‘sondernd’: zur Umschreibung einer genet Betrachtungsweise, der Betrachtung der Phänomene ‘im Werden’, in ihren kausalen od hist Bezügen ich besaß die e-de entfaltende Methode, keineswegs die zusammenstellende ordnende; mit den Erscheinungen neben einander wußt’ ich nichts zu machen, hingegen mit ihrer Filiation mich eher zu benehmen 36,253,12 BiogrEinzh Verhältn zuSchiller [vgl N11,63,12ff] 492,116,26 Verz geschnSteine Bln 1827 Tgb 17.5.18 iUz ‘erklären’, zu voreiliger Theorien- od Hypothesenbildung Der Regenbogen fährt fort die Naturforscher zu interessiren. Streben des menschlichen Geistes complicirte Phänomene zu erklären statt sie zu entwickeln. Übereilung durchaus der menschlichen Natur eigen N52,252,5 Fl Plp B15,291,5 WHumboldt 29.11.01 K uö b etw (einen Sachverhalt, best Gegenstände, Inhalte, auch: eine Theorie, eine Lehre) vermitteln, darlegen, im einzelnen ausführen, schildern es ist von Erscheinungen die Rede, die man vor den Augen des Leibes und des Geistes gegenwärtig haben muß, um ihre Abkunft, ihre Herleitung sich und andern mit Klarheit e. zu können N1,99,22 FlD 242 das Heft .. in welchem Geoffroy das ganze Ereigniß vorträgt, seine Theorie der Analogien entwickelt und die Angelegenheit aus der Akademie ins größere Publicum zu führen denkt N13,110,9 PrincPhilZool Plp Lebhafte Frage nach der Ursache, Verwechselung von Ursache und Wirkung, Beruhigung in einer falschen Theorie sind von großer nicht zu e-der Schädlichkeit N11,134,3 MuR(585) Der Graf .. gedachte mit Lebhaftigkeit an die Schönheit Charlottens, die er als ein Kenner mit vielem Feuer entwickelte. Ein schöner Fuß ist eine große Gabe der Natur .. 20,125,7 Wv I 11 28,50,11 DuW 11 B27,61,5 Nees 18.6.16 N11,367 MuR(1294) uö B für die Hervorbringung od Entstehung eines (qualitativ) Neuen, die intensive (das Moment der Veränderung implizierende) Entfaltung eines im Ansatz od Keim Vorhandenen; meist als allmähl, kontinuierl, gesetzmäßiger Aus- u Fortbildungsprozeß, seltener iS einer Aktualgenese 1 für kreative Prozesse im mentalen Bereich (auch in bildl Konkretisierung) a für das Spinnen der Seidenraupe (als Metapher für den künstlerischen Schöpfungsprozeß)8) [Tasso zu Alphons:] Verbiete du dem Seidenwurm zu spinnen, | .. Das köstliche Geweb’ entwickelt er | Aus seinem Innersten, und läßt nicht ab, | Bis er in seinen Sarg sich eingeschlossen Tasso 3085 b etw (Gedanken, Gefühle, Ideen uä) schöpferisch od nachvollziehend (aus sich) hervorbringen, ausbilden; mit sachl Subj: iSv hervorrufen, zur Entwicklung bringen schon hab ich über den Einfluß der Jahrszeit und der damit zusammenhängenden Wärme mir fruchtbare Gedanken entwickelt B37,181,27 Schultz 9./19.8.23 Am Ende der Schlucht stieg ich ab und kehrte einen Theil allein zurück. Ich entwickelte mir noch ein tiefes Gefühl, durch welches das Vergnügen auf einen hohen Grad für den aufmerksamen Geist vermehrt wird 19,225,16 BrSchweiz II Wenn nun verstehen [von Dichtung] heißt, dasjenige, was ein anderer ausgesprochen hat, aus sich selbst e.; so sind die Frauen, sobald es Innerlichkeiten gilt, immer in Vortheil B33,255,9 Conta 25.9.20 Ihre gehaltvollen Blätter, die immer wieder neue Gedanken aufregen und e. B36,59,6 Reinhard 10.6.22 Iph2 1628 51,170 Journal dModen 6 uö ‘etw (einen Plan, eine Idee) zum Gefühl e.’: (im Vorfeld künstlerischer Bearbeitung) ausbilden, steigern DjG32,71,18 Herder [Anf 72] c für Gestaltungsvorgänge im künstlerischen Bereich α terminolog: für die (folgerechte) Entfaltung, Ausführung, Verdeutlichung eines künstlerischen Gegenstandes, das Herausarbeiten der in dem Gegenstand liegenden Motive, die Profilierung, Belebung der Figuren, die konsequente Entfaltung ihrer ‘Gesinnungen’, ‘Handlungen’ uä9); überwiegend positiv als Wirken der produktiven künstlerischen Phantasie, vereinzelt (krit) als Akt rationaler Routine der junge Künstler .. lernt denken, das Passende gehörig zusammenbinden, und wenn er auf diese Weise geistreich componirt, wird es ihm zuletzt auch an dem, was man Erfindung nennt, an dem E. des Mannichfaltigen aus dem Einzelnen, keinswegs fehlen können [Bd. 3, Sp. 196] β (iS der klassizist Kunstauffassung) für das Herausarbeiten des ideellen Gehalts (zugl verstanden als Steigerung, Veredelung des künstlerischen Gegenstandes) daß der Geist des Wirklichen eigentlich das wahre Ideelle ist .. wobey ich denn aber- und abermals wiederhole, daß der bildende Künstler sich zuerst an der kräftigen Wirklichkeit vollkommen durchüben müsse, um das Ideelle daraus zu e., ja zum Religiosen endlich aufzusteigen B42,109,24 Grustner 30.3.27 wie jene unvergleichlichen Künstler [die Griechen] verfuhren, um aus der menschlichen Gestalt den Kreis göttlicher Bildung zu e. 30,264,28 ItR 48,179,7 MuR(191) uö γ eine plastische Gruppe flächenhaft umformen 251,15,16 Wj II 8 d refl: für die (willensunabhängige) Entstehung künstlerischer Werke od wiss Ideen, als Wirken der produktiven Phantasie; mehrf in Vbdgn wie ‘sich in jdm, von innen heraus, aus jds Innerem (an einem Äußeren) e.’ uä Ist es [das Kunstwerk] einmal hervorgebracht, steht es in seiner idealen Wirklichkeit vor der Welt, so bringt es eine dauernde Wirkung .. hervor: denn indem es aus den gesammten Kräften sich geistig entwickelt, so nimmt es alles Herrliche, Verehrungs- und Liebenswürdige in sich auf 46,29,17 Winckelm zweierlei Arten von Menschen .. Die ersten, genial, productiv .. bringen eine Welt aus sich selbst hervor .. Gelingt es, daß dasjenige was sich in ihnen entwickelt, mit den Ideen des Weltgeistes zusammentrifft, so werden Wahrheiten bekannt, wovor die Menschen erstaunen N4,25,12 FlH VI Schöne Bestätigungen meiner botanischen Ideen .. Nur .. macht michs fürchten .. daß meine Existenz wie ein Schneeball wächst .. und doch entwickelt sich alles von innen heraus, und ich kann nicht leben ohne das T1,239,26 v 27.9.86 Und gerade jenes Herankommen von Ereignissen, welche Aufmerksamkeit mußte es einer solchen Natur [JMüller] .. erregen, und was mußte sich an diesem Äußeren aus seinem Inneren e.! 40,363,20 Üb:BildnisseGelehrtenBln 24,307,14 Wj II 4 421,117,6 Anz:Ausg.l.H. 422,203,9 MuR(775) uö 2 für Entstehungs-, Wachstums-, intensive Entfaltungsvorgänge in der Natur; überwiegend im organ Bereich (in ontogenet Sicht); etwa 2 Drittel refl a für die gesetzmäßige, stufenweise Aus-, Fort- und Umbildung organ Wesen od ihrer Teile (nach den Regeln der Metamorphose, nach urbildl Grundmodellen, in Abhängigkeit von best Bedingungen); mehrf (im epigenet Sinne) als Wirkung einer ‘schaffenden’ Kraft, eines ‘Triebes’; häufig ‘(sich) aus etw, auseinander e.’, auch ‘(sich) in eine, zu einer best Form od Gestalt, als etw e.’ od ‘eine best Form od Gestalt e.’; auch Inf u PartPräs subst α in Gegenüberstellung der beiden konkurrierenden Theorien der Präformation u Epigenese (sa A 1 b) zur Umschreibung epigenet Positionen die Eigenschaft [organ Wesen] .. ihres gleichen hervorzubringen .. Das Neue, Gleiche ist anfangs immer ein Theil desselbigen und kommt in diesem Sinne aus ihm hervor. Dieses begünstigt die Idee von Evolution; das Neue kann sich aber nicht aus dem Alten e., ohne daß das Alte durch eine gewisse Aufnahme äußerer Nahrung zu einer Art von Vollkommenheit gelangt sei. Dieses begünstigt den Begriff der Epigenese. Beide Vorstellungsarten sind aber roh und grob gegen die Zartheit des unergründlichen Gegenstandes N6,288,24 PhysiolPfl ob man eine gewisse Einheit, an der die Mannichfaltigkeit sichtbar ist, aus schon vorhandenem Mannichfaltigen, Zusammengesetzten erklären oder aus einer productiven Einheit entwickelt ansehen und annehmen wolle N6,350,23 Morph Aphorist Die Organe componiren sich nicht als vorher fertig; sie e. sich aus- und aneinander zu einem nothwendigen, in’s Ganze greifende Dasein N7,208,13 PrincPhilZool II β allg für ontogenet Prozesse Werdend betrachte sie nun, wie nach und nach sich die Pflanze, | Stufenweise geführt, bildet zu Blüthen und Frucht. | Aus dem Samen entwickelt sie sich, sobald ihn der Erde | Stille befruchtender Schoos hold in das Leben entläßt 3,85 MetamPfl Eleg 11 Der Hauptbegriff der Metamorphose ist, daß die sich aus einander e-den, der innern Naturmöglichkeit nach gleichen Theile, sich nach verschiedenen Umständen einander coordiniren, subordiniren und, wenn man sagen darf, superordiniren müssen N7,338 Versuche üb Wachstum dPfl sie [die Raupe] erstickt nicht gleich ohne Luft oder im Wasser, aber ihre Organisation würde sich ohne Luft nicht e. und vollenden N6,431,24 Entomolog Studien Verflächung deutet immer auf einen mächtigen, ja gewaltsamen Trieb, der zum Ende der Vegetation, zu Entwicklung aller möglichen Gemmen hinstrebt, und sie zuletzt auch es sey nun als Blume oder Knospe entwickelt Tgb 21.5.10 Geoffroy .. sucht in’s Ganze zu dringen, aber nicht wie Buffon in’s Vorhandene, Bestehende, Ausgebildete, sondern in’s Wirkende, Werdende, sich E-de N7,186,3 PrincPhilZool II N6,77,15 MetamPfl 99 N6,307,9u22 PhysiolPfl N7,283 MorphStudien inItal uö im Bild dachte ich sie [die ersten drei Bde DuW] nach jenen Gesetzen zu bilden, wovon uns die Metamorphose der Pflanzen belehrt. In dem ersten sollte das Kind nach allen Seiten zarte Wurzeln treiben und nur wenig Keimblätter e. 28,356,5 DuW III EntwVorr 20,38,13 Wv I 3 N6,171,19 MetamPfl Nachtr uö PartPrät iSv ausgebildet; häufig mit Gradangaben (wohl, gut, schön, stärkst, völlig, vollkommen uä), auch Komp Ein völlig entwickelter Schmetterling N6,418,39 MetamIns N7,277 MorphStudien inItal N13,68,22 Morph Plp N6,325,7 Zu MetamPfl 15 uö γ in entwicklungsgeschichtl Sicht: sowohl als Artengenese wie als realhist Artenwandel; PartPrät iSv auf einer höheren Entwicklungsstufe stehend Unser [G-s u Herders] tägliches Gespräch beschäftigte sich mit den Uranfängen der Wasser-Erde, und der darauf von altersher sich entwicklenden organischen Geschöpfe N6,20,19 MorphH Inhalt10) Sollte es denn aber unmöglich sein, da wir einmal anerkennen, daß die schaffende Gewalt nach einem allgemeinen Schema die vollkommneren [Bd. 3, Sp. 197] b für die Herausbildung einzelner Kristalle od best Kristallisationsformen, die Konsolidierung einer Gesteinsart od die Entstehung ihrer Bestandteile (unter best Bedingungen, in einem best Medium, in od aus einer umgebenden Gesteinsmasse) Hornstein-Crystalle .. die Gangart auf welcher sie ansitzen, oder vielleicht richtiger zu sagen: aus welcher sie sich durch freye Gestaltung entwickelten B47,147,10 Wackenroder 17.7.30 K Massen, in welchen sich bei ihrer Entstehung etwas für den äußeren Sinn mehr oder weniger Entschiedenes, entwickelt hat, um mit der ganzen Masse zu solidesciren N10,11,7 Porphyrartig N10,120,8 u 123,25 Zinnformation N10,8,14 Porphyrartig uö subst der Kategorie des ‘Dynamischen’ zugeordnet Die Hauptschwierigkeit der Geologie beruht .. darauf .. daß man das Atomistische und Mechanische .. zurückdrängt, dem Dynamischen dagegen, einem gesetzmäßig-bedingten Entstehen, einem E. und Umgestalten sein Recht gibt N10,78,11 DynamismGeol [1814?] [ChHSchlosser/G] c für die (aktuelle) Entstehung opt od atmosphär Erscheinungen (unter best experimentellen od natürl Bedingungen); insbes für das Erscheinen (od Hervorrufen) der Farben in dem Medium des Trüben (auch in symbol-bildl Verwendung der eigenen chromat Ansichten im poet Bereich) Wir sehen auf der einen Seite das Licht, das Helle, auf der andern die Finsterniß, das Dunkle, wir bringen die Trübe zwischen beide, und aus diesen Gegensätzen, mit Hülfe gedachter Vermittlung, e. sich, gleichfalls in einem Gegensatz, die Farben N1,73,3 FlD 175 Auf that sich das Licht: so trennte | Scheu sich Finsterniß von ihm, | Und sogleich die Elemente | Scheidend auseinander fliehn. | .. Da erschuf er [Gott] Morgenröthe, | .. Sie entwickelte dem Trüben | Ein erklingend Farbenspiel, | Und nun konnte wieder lieben | Was erst auseinander fiel11) 6,189 Div Wiederfinden 29 N51,261,11 u 268,8 EntoptFarb 8u16 N13,494,16u27 MeteorolTgb 1823 uö d für die Entstehung verschiedenartiger Substanzen od Phänomene (Schaum, Schimmel, Dünste, Dämpfe, Gase, Luft); auch im Hinblick auf die primäre Gestaltung materieller Absonderungen die heranfluthende Wassermasse .. den sich e-den Schaum 48,168,14 Ruisdael als Dichter ich hatte nicht Vorsicht genug, mich gegen die schädlichen Dünste zu verwahren, die sich bei solcher Gelegenheit [beim Ätzen] zu e. pflegen 27,181,7 DuW 8 Verstäubung einer ablebenden Fliege .. höchstmerkwürdig .. daß die sich e-de aura sich wieder entschieden gestaltet! B40,124,10 Nees 13.11.25 uö e in umfassendem Zusammenhang (bezogen auf Grundprinzipien genet Prozesse) er [Telesius] faßte jene geheimnißvolle Systole und Diastole, aus der sich alle Erscheinungen e., gleichfalls unter einer empirischen Form auf N3,217,4 FlH IV ich bin auf dem Wege, neue schöne Verhältnisse zu entdecken, wie die Natur, solch ein Ungeheueres, das wie nichts aussieht, aus dem Einfachen das Mannichfaltigste entwickelt 30,276,9 ItR N2,16,2 FlP 27 uö 3 als (individueller) Reifungs- u Vervollkommnungsprozeß des Menschen a für die körperl-geistige Entfaltung des (jungen) Menschen, die Ausbildung best Anlagen, Fähigkeiten, ‘Organe’; meist refl als Selbstentfaltung, Selbstbildung (im Einflußbereich eines Erziehers, im Rahmen päd Anstalten, in Abhängigkeit von der Umgebung), seltener trans als gezieltes Wirken eines Pädagogen (nach best Erziehungsprinzipien); mehrf ‘sich aus sich selbst e.’; auch verbunden mit Zielvorstellungen [Wilh:] mich dünkt der Sohn entwickele sich nirgends besser als in Gegenwart des Vaters. Keineswegs! erwiderte Lenardo .. 24,215,7 Wj I 11 [Wilh im Selbstgespräch:] dein innerstes Bedürfniß erzeugt .. den Wunsch, die Anlagen, die in dir zum Guten und Schönen ruhen mögen, sie seien körperlich oder geistig, immer mehr zu e. und auszubilden 22,125,15 Lj IV 19 Wohlgeborne, gesunde Kinder, versetzten jene [die drei Vorsteher der päd Provinz], bringen viel mit; die Natur hat jedem alles gegeben, was er für Zeit und Dauer nöthig hätte, dieses zu e. ist unsere Pflicht, öfters entwickelt sich’s besser von selbst 24,240,1 Wj II 1 [die drei Vorsteher der päd Provinz:] Ungern entschließt sich der Mensch zur Ehrfurcht .. es ist ein höherer Sinn, der seiner Natur gegeben werden muß, und der sich nur bei besonders Begünstigten aus sich selbst entwickelt, die man auch deßwegen von jeher für Heilige, für Götter gehalten 24,242,14 Wj II 1 [Jarno zu Wilh:] von dem reinsten Gefühl der sinnlichen Gegenwart bis zu den leisesten Ahnungen und Hoffnungen der entferntesten geistigen Zukunft, alles das .. liegt im Menschen, und muß ausgebildet werden; aber nicht in einem, sondern in vielen. Jede Anlage ist wichtig, und sie muß entwickelt werden. Wenn einer nur das Schöne, der andere nur das Nützliche befördert, so machen beide zusammen erst einen Menschen aus 23,217,13 Lj VIII 5 252,59 Wj I 10 Var T1,75,9 v Ende Dez 78 NatT 122 52,370 Epist II Plp Und was deine Söhne 4 uö für die komplexe innere (geistig-sittl) Ausformung des individuellen Wesens, des Charakters, die Entfaltung, Ausprägung, Vervollkommnung der (in ihrer Grunddisposition stabilen) Individualität; (in bildl Verallgemeinerung) verbunden mit Formvorstellungen [Hofmstrn:] Eugenie! du, deren holdes Wesen | In meiner Nähe sich von Jugend auf | Aus reicher Fülle rein e. sollte, | Kann ich noch unterscheiden, was an dir | Dein eigen ist und was du mir verdankst? NatT 694 Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, | Die Sonne stand zum Gruße der Planeten, | Bist alsobald und fort und fort gediehen, | Nach dem Gesetz wonach du angetreten. | So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen, | .. Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt | Geprägte Form die lebend sich entwickelt 3,95 Urworte 8 Dieses feste, zähe, dieses nur aus sich selbst zu e-de Wesen kommt freilich in mancherlei Beziehungen, wodurch sein [Bd. 3, Sp. 198] b für den komplexen Bildungsprozeß einer Nation (aus sich selbst), die Ausbildung von Fähigkeiten od Eigenschaften innerhalb einer gesellschaftl Gruppierung Der Deutsche läuft keine größere Gefahr, als sich mit und an seinen Nachbarn zu steigern; es ist vielleicht keine Nation geeigneter, sich aus sich selbst zu e., deßwegen es ihr zum größten Vortheil gereichte, daß die Außenwelt von ihr so spät Notiz nahm 422,201,16 MuR(764) eine ungebildete bildungsfähige Menge .. Was ist an ihr zu bilden wünschenswerth? Der Character, nicht der Geschmack: Der letzte muß sich aus dem ersten e. 422,414,13 LyrVolksb 22,106,5 Lj IV 16 40,201,2 LiterarSansculottism uö 4 für hist Prozesse od allg geschehnishaft: sich (allmähl, kontinuierl, unter best Bedingungen) herausbilden, (aus etw) hervorgehen, entspringen, in ursächl Zshg mit etw stehen; auch ‘sich auseinander, aus sich selbst e.’; (nur vereinzelt trans) a in allg geschichtsphilos Betrachtung; mehrf in Betonung kausalgenet Zusammenhänge Alles was wir entstanden sehen und eine Succession dabei gewahr werden, davon verlangen wir dieses successive Werden einzusehen. So wie die wahre Geschichte überhaupt nicht das Geschehene aufzählt; sondern wie sich das Geschehene auseinander entwickelt uns darstellt N9,276,2 BildgErde Die wichtige Epoche persischer Dichtkunst .. gibt uns zur Betrachtung Anlaß, wie große Weltereignisse nur alsdann sich e., wenn gewisse Neigungen, Begriffe, Vorsätze hie und da, ohne Zusammenhang, einzeln ausgesäet sich bewegen .. bis endlich .. ein allgemeines Zusammenwirken hervortritt 7,51,5 DivNot Wenn man die Reihe von geistigen Begebenheiten, woraus doch eigentlich die Geschichte der Wissenschaften besteht, so vor Augen sieht, so lacht man nicht mehr über den Einfall eine Geschichte a priori zu schreiben, denn es entwickelt sich wirklich alles aus den vor- und rückschreitenden Eigenschaften des menschlichen Geistes, aus der strebenden und sich selbst wieder retardirenden Natur B13,33,18 Schiller 24.1.98 die sämmtlichen Welterscheinungen in stetiger Folge, wie sie sich auseinander e., in einander verketten, unbedenklich aufzuzeichnen N51,415,11 Fl WarteSteine 422,161,17 MuR(374) N11,315,21 Stud Spinoza [1784/85] N6,216,20 MuR(393) uö b für die Entstehung best Epochen, das Eintreten polit od kultureller Ereignisse, die Ausbildung künstlerischer od wiss Disziplinen uä; mehrf deutl iS einer Vervollkommnung Die literarische Epoche, in der ich geboren bin, entwickelte sich aus der vorhergehenden durch Widerspruch 27,72,4 DuW 7 Kaum war ich in das weimarische Leben .. wieder eingerichtet, als sich die französische Revolution entwickelte und die Aufmerksamkeit aller Welt auf sich zog 35,11,2 TuJ werden wir belehrt, in welchem Sinn und Geschmack die nördlichere Baukunst vom achten bis zum funfzehnten Jahrhundert sich entwickelte, veränderte, auf einen hohen Grad von Trefflichkeit, Kühnheit, Zierlichkeit gelangte 492,175,20 HerstellgStraßb Münster Werden nicht Denker, Gelehrte, Künstler angelockt .. unter einem Volke [Griechen] wenigstens in der Einbildungskraft zu wohnen .. bei dem in einer Folge von Zeit und Leben sich eine Bildung in schöner und stätiger Reihe entwickelt, die bei uns nur als Stückwerk vorübergehend erscheint? 47,6,7 PropylEinl [mBez auf Mantegna] Es ist schon die ganze Kunst, das Mögliche und Unmögliche derselben vollkommen lebendig, und doch noch nicht entwickelt; wäre sie es aber, so würde sie das nicht seyn, was sie hier ist, nicht so ehrwürdig, nicht so reich an Grund und Hoffnung B45,218,24 Zelter 28.3.29 411,362,8 Üb:Knebel,Lukrez N6,131,20 MetamPfl Nachtr 491,259,19 Mantegna,Triumphzug uö c für die Herausbildung best ‘Vorstellungsarten’, Gesinnungen, Eigenschaften, Denkod Handlungsweisen (in Abhängigkeit von der gesellschaftl od hist Situation, der Regierungsform, der natürl Umgebung uä) da ich immer gewohnter werde alle Vorstellungsarten recht zu finden, die ja doch, so mannigfaltig, aus der Natur des Individuums, den Verhältniß zu seinem nächsten Kreise und zur Weltepoche worin es geboren wurde, sich e. und ausbilden müssen B45,439,2 Reinhard? [Jun 29] K daß die verschiedensten Denk- und Empfindungsweisen, welche in dem Menschen durch Atmosphäre, Landstrich, Völkerschaft, Bedürfniß, Gewohnheit entwickelt oder ihm eingedrückt werden, sich hier .. in ausgezeichneten Individuen darzustellen .. berufen seien 411,103,12 ÜbGeheimnisse Die Despotie .. schafft große Charaktere; kluge, ruhige Übersicht, strenge Thätigkeit, Festigkeit, Entschlossenheit, alles Eigenschaften die man braucht, um den Despoten zu dienen, e. sich in fähigen Geistern 7,40,21 DivNot habe ich gefunden, die Zeit sey die eigentlichste Vermittlerin; in derselben e. sich Handlungen, die einzige Sprache, die zwischen Freunden giltig ist B43,120,26 Cotta 24.10.27 24,241,25 Wj II 1 B37,179,12 Schultz 9./19.8.23 uö ‘sich einer Sache e.’: aus einer best geistigen Haltung erwachsen, entspringen [Kanzler zu Meph:] Natur und Geist — so spricht man nicht zu Christen. | .. Dem Pöbelsinn verworrner Geister | Entwickelt sich ein Widerstand, | Die Ketzer sind’s! die Hexenmeister! 151,1 Faust II 4910 d für das Eintreten aktueller Ereignisse, das spon- [Bd. 3, Sp. 199] 5 für (meist überraschende, rätselhafte) Entstehungs- u Verwandlungsvorgänge im sinnl-konkr Bereich (als Theatereffekt, Zauber, Traumgeschehen) [Plutus:] Nun ist es Zeit die Schätze zu entfesseln! | .. Es thut sich auf! schaut her! in ehrnen Kesseln | Entwickelt sich’s und wallt von goldnem Blute 151,1 Faust II 5712 Proserpina tritt auf als Königin der Unterwelt .. der Contrast einer königlichen Figur mit einer daraus sich e-den Nymphengestalt 40,111,27 ÜbProserp 12,189 Zauberfl Regiebem vor 141 152,204 Helena Plp 1,136 21,325,14 Lj III 12 131,149 NachspIffland,Hagestolzen 265 [Peucer/G] uö → GWB entgegenentwickeln GWB herausentwickeln weiter- freientwickelt halbentwickelt unentwickelt Syn zu A 1 a GWB auseinanderbreiten GWB ausbreiten GWB auseinanderwickeln GWB auswickeln auspacken entfalten herauswickeln herauswinden zu A 1 c deployieren zu A 2 a GWB auflösen GWB lösen entwirren zu A 2 a α GWB aufklären GWB klären enträtseln ergründen erschließen zu A 2 b aufschließen darbieten enthüllen eröffnen erscheinen manifestieren offenbaren zeigen zu A 3 a ableiten deduzieren herleiten zu A 3 b auslegen ausmalen beschreiben darlegen erklären erläutern explanieren explizieren schildern zu B 1—3 GWB ausbilden GWB bilden zu B 1 b herausbilden hervorbringen hervorrufen zu B 1 c α ausführen darstellen zu B 1 d,2,4u5 entstehen zu B 2 a u 3 entfalten zu B 2 erzeugen hervorbringen zu B 2 a herankommen reifen wachsen werden zu B 3 a entwirken exkolieren fördern heranbilden herausbilden qualifizieren vervollkommnen zu B 4 entspringen heranbilden hervorgehen 1) Im Gegensatz zu der allg Entwicklung ist refl Gebrauch bei G auch schon vor 1800 (insbes in den natwiss Schr der 90er Jahre) deutl ausgeprägt (s GeschichtlGrundbegriffe 2,211). 2) vgl DKäfer, Methodenprobleme u ihre Behandlung in G-s Schriften zur Natwiss, 1982, 222—233 3) eindrucksvolles Beispiel bei HHuth, Möbel von DRoentgen, oJ, Abb 8u9 4) zum militärtechn term der ‘Evolution’ vgl MBriegel, Evolution, Gesch eines Fremdworts im Deutschen, Diss Freiburg 1963,24—56 5) vgl Dt Enzyklopädie, ed HMGKöster u JFRoos, 8, 1783,480f 6) vgl Boisserée an G 30.11.26 (Briefw 2,455f) 7) s Begriff Anm 3 8) zur Tradition u Deutung der Metapher s HA58,558 9) ausführl Darstellung dieser älteren terminolog Bed bei Sulzer2 2,77 sowie in Dt Enzyklopädie, aaO; G benutzt sie (mit gewissen Modifikationen) bis ins hohe Alter 10) vgl ChStein an Knebel am 1.5.84: “Herders neue Schrift [‘Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit’] macht wahrscheinlich, daß wir erst Pflanzen und Thiere waren; was nun die Natur weiter aus uns stampfen wird, wird uns wohl unbekannt bleiben. Goethe grübelt jetzt gar denkreich in diesen Dingen” (Gr2,453) 11) Zur Deutung des Symbolgehalts vgl ASchöne, G-s Farbentheologie, 1987,226—228 12) zum biogr u zeitgeschichtl Hintergrund vgl HABr 1,554f
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