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 GWB Färbewesen (Bd. 3, Sp. 591)   GWB Färberei (Bd. 3, Sp. 590) 
  Färbewesen umfassend für den Bereich des (tradierten) Färbereihandwerks (mit dem Wissen um Färbemethoden wie Färbesubstanzen) N1,292,21 FlD 732
Syn Färbekunst (sd)

Armin Giese

 

  Färbereiauch -ey
1 das Verfahren, die Technik der Farbengebung bei Textilfasern, Geweben uä, die Färbekunst(sd)
a als spezielles Fachgebiet im Verhältnis zur Chemie (u anderen Disziplinen), zur Farbenlehre überhauptBey der Färberey kommt die große, gleichsam unendliche Feinheit und Theilbarkeit der Farbekörper zur Sprache. Bey der eigentlichen Färberey wird erfordert Kenntniß chemischer Wirkungen überhaupt, der anziehenden und abstoßenden Kräfte u. s. w. was nöthig ist, um die Farbe dem Körper mitzutheilen N52,136,15u17 Fl PlpDie F. fixirt von ihrer Seite die Farben sehr mächtig. Und Pigmente, welche durch Reagentien sonst leicht herüber und hinüber geführt werden, lassen sich durch Beizen zur größten Beständigkeit an und in Körper übertragen N1,284,1 FlD 715Alle diejenigen, die von der Mahlerei und F. an die Farbenlehre herantraten, fanden .. naturgemäß und bequem, nur drei Grundfarben anzunehmen N4,189,22 FlH VIN4,147,7 FlH VIN3,XXIV,4 FlH UrzeitN52,235,4 FlH Plp im Hinblick auf ihre Prämissen, ihre hist Entwicklungweil .. das Hauptfundament der ganzen F. weiße Unterlagen sind N1,237,11 FlD 594die Energie der physischen Farben beruht hauptsächlich darauf, daß sie das Licht im Hinterhalte haben. So kommen bey der Färberey zur Sprache helle Körper, Seide, Wolle, Baumwolle, Zwirn, Alaunerde und metallische Kalke N52,135,5 FlD PlpDas Saure und Alkalische in seinem rohsten empirischen

[Bd. 3, Sp. 591]
Vorkommen, in seinen absurdesten Mischungen wurde von jeher zur F. gebraucht N3,XXII,20 FlH UrzeitGebrauch .. von den Farben .. .. Jedes Beflecken ist eine Art von Färben .. .. Die F. konnte sich leicht und bequem vervollkommnen. Das Mischen, Sudlen und Manschen ist dem Menschen angeboren .. .. die Technik gewann durch Überlieferung unendlich. Deßwegen finden wir die F. bei Völkern von stationären Sitten auf einem so hohen Grade der Vollkommenheit, bei Ägyptiern, Indiern, Chinesen N3,XXII,10 u XXIII,3 ebdN1,332,18 FlD 837N1,394 FlD VarN1,319,19 FlD 799
b als Bearbeitungsgebiet, vermittelbares Wissen, KönnenDie Beschreibungen auch anderer Handwerker sollten unternommen werden [im Auftrag der frz Akademie]. [ChF] Dufay bearbeitete die F. N4,147,3 FlH VI [für: teinture] N4,138,13 FlH VIN1,XXXIX,8 FlD Einl [Zit s v 1Färber] Tgb 5.10.07
2 die Färbewerkstätte (in bildl Darstellung) 492,40,10 Igeler Monument [G/Meyer]
→ Purpur- Scharlach- Schön-Syn zu 1 Färbekunst zu 2 Färbehaus(sd)

Armin Giese