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| GWB dummeln (Bd. 2, Sp. 1289) | DWB getümmel (Bd. 6, Sp. 4570) | |||||||||||||||
1) das einfache tumel, das als grundform anzusetzen wäre, begegnet für die ältere zeit nur im Rolandsliede, wo es den mächtigen ton von Rolands horn kennzeichnet. schon hier, noch mehr aber in den späteren quellen, in denen es häufiger auftritt, liegt die annahme lautlicher verstümmelung aus der präfigierten form nahe. 2) bedeutungsdifferenzierungen lassen sich an den wechsel beider formen allerdings anknüpfen, jedoch mit negativem ergebnis für unsere frage. die verengerte bedeutung, die beschränkung auf geräuschwirkungen, tritt an der präfixlosen form entschieden hervor, so nicht nur im Rolandsliede, sondern vor allem in den verdeutschungen des Petri, der im nachdruck von Luthers neuem testament getümmel mit ungestimb, auffruor, das einfache tümmel jedoch mit gethön, geschrei wiedergiebt, [Bd. 6, Sp. 4571] vgl. 6, 42 und 44. diese feststellung scheint aber willkürlich und mit rücksicht auf vereinzelte stellen gegeben zu sein. ähnliche schwankungen begegnen überdies auch beim verbum. zwar überwiegt hier die allgemeinere und umfassendere bedeutung, so in dem althochd. tumilôn rotari 5, 421 (vgl. dazu unser taumeln), und die gleichen bedeutungen liegen auch unserm tummeln zu grunde, s. DWB dummeln th. 2, 1516. daneben macht sich mundartlich die verengerung der bedeutung bemerklich: machten überaus ain grosz knellen und dumlen. chron. von Augsburg, d. städtechron. 23, 105; tumpeln, lärmen, schreien schles. wb. 101. 3) wenn also nach der seite der bedeutung der anknüpfung an das verbum nichts im wege steht, so sprechen für diese einige andere bildungen, die nur vom verbum ausgehen können. in den städtechroniken und auch sonst, wo kampfschilderungen gegeben werden, spielt der tumeler als schleudermaschine eine rolle (vgl. 2, 1566), wobei die drehende bewegung in den vordergrund der begriffsbestimmung tritt. andererseits läszt sich an dem substantiv, das von hause aus mehr auf das akustische moment beschränkt ist, an dem nahe verwandten getummer (s. d.) der charakter eines verbalsubstantivs zu tummern gegen jeden zweifel sicher stellen. 4) so ergiebt sich mit groszer wahrscheinlichkeit als ausgangspunkt ein verbalsubstantiv mit der function eines nomens actionis. den bedeutungsgehalt bildet eine mit geräusch verbundene bewegung. je nachdem das geräusch, je nachdem die nur sichtbare bewegung hervortritt, ergeben sich sondergruppen, die ihre eigene entwicklung erfahren. auf der allgemeineren grundlage halten sich parallelen mit ungestüme, auffruor. das akustische moment tritt in der gleichsetzung mit getön, getöse, geschrei, in älterer zeit wuof, cradem hervor. das optische moment macht sich in der annäherung an gewühl, getreibe u. a. bemerklich. die synonymik pflegt, wo sie sich mit unserem worte befaszt hat, dieses in einer gruppe vorzuführen, in der nur geräusche gekennzeichnet werden. zum unterschiede von getöse und geräusch wird dann aber gewöhnlich das zusammenwirken mehrerer menschen oder thiere als grundbedingung gefordert, vgl. 3, 255. in dieser forderung tritt das zu tage, was man neben dem akustischen momente das optische nennen könnte, und was unmittelbar wieder auf die grundbedeutung des verbums zurückführt. auch dieses verbindet sich ja eigentlich nur mit lebenden subjecten. I. erstes auftreten, geltungsbereich, formen. 1) die ältesten beispiele reichen nicht weiter als bis an den ausgang der mittelhochdeutschen periode zurück. sie weisen sämmtlich auf bairisches sprachgebiet und lassen schon hier das verbalsubstantiv zur geltung kommen neben einigen fällen, in denen auch collectivbildung vorliegen könnte. erst der frühneuhochdeutschen periode gehören mitteldeutsche beispiele an, in denen das verbalsubstantiv sich als solches ausweist. a) do warn samint die zwelf botin in der stat da si der heilant bîtin hiez. und wartin des geheizzis des er in getan hete. do wart allis gahis ein crâdim und ein getumele von himele also einis heiʒmtigin geistis. speculum eccles. 86 Kelle; here, hab gten mt, [Bd. 6, Sp. 4572] die ausbreitung unseres wortes in gelehrten kreisen: tumultus, getumel, timel. vocabular. predicant. 15. jahrh. 601c; getommil strepitus. mitteld. vocab. rer. des 15. jahrh. Diefenbach und 618; vgl. auch a. a. o. ein weiteres zeugnis für den gebrauch des wortes im 15. jahrh. liegt in der Kölner handschr. des Loher und Maller vor. vgl. nachtrag 205. b) diesen spärlichen belegen aus dem 14. und 15. jahrh. steht nun bei Luther eine ganz auszerordentliche entfaltung des gebrauches entgegen. Stade führt in seiner zusammenstellung 'der vornehmsten deutschen wörter, deren sich dr. Mt. Luther in übersetzung der bibel .. gebrauchet' auch unser wort auf. die bibelübersetzung ist ganz durchsetzt von verwendungsformen unseres substantivs, und in keinem einzigen falle hatte die vorlutherische bibel das wort gebraucht. aber auch die späteren übersetzer haben sich vielfach in der verwendung des wortes wieder eingeschränkt und so bietet uns Luthers sprachgebrauch hier nach zwei seiten belehrung. α) das beispiel Luthers wird von den späteren übersetzern aufgenommen. die vulgata weist in diesen fällen substantiva wie tumultus, confusio; verba wie tumultuare, turbari auf; vereinzelt macht sich das akustische moment allein geltend, das schon in beispielen für tumultus gelegentlich stark hervortrat und für das die lateinischen parallelen sonitus, strepitus zeugnis ablegen. 1)) a)) zu der zeit wird der herr ein gros getümel unter jnen anrichten, das einer wird den andern bei der hand fassen, und seine hand auff des andern hand legen. Sacharja 14, 13 (tumultus), ebenso Dietenberger, ähnlich ; genau so 2. Sam. 18, 29, vgl. unten; und er kam in das haus des obersten der schule und sahe das getümel, und die da seer weineten und heuleten und er gieng hin ein, und sprach zu jnen, was tummelt und weinet ir? Marc. 5, 38 (tumultum .. quid turbamini); und her sach daz geldeme (gelmede handschr.). Beheims evangelienbuch; den wuf (daz geböfel) codex Teplensis; auffrur im Augsb. nachdr. von übersetzung bei Ramminger (1526), vgl. Reifferscheid Marcusevangelium. Eck und Dietenberger folgen Luther. b)) als sie das höreten, wurden sie vol zorns, schrien und sprachen, gros ist die Diana der Epheser. und die gantze stad ward vol getümels. apostelgesch. 19, 28 (et impleta est civitas tota confusione); und di stat wart derfullt mit verwustung. cod. Teplensis, ebenso Eggesteyn und Koburger. Eck, Dietenberger wie Luther. c)) und als er in des obersten haus kam, und sahe die pfeiffer, und das getümele des volcks, sprach er zu jnen, weichet. Matth. 9, 23. ebenso Eck und Dietenberger; turbam tumultuantem und sach di ... ludemunde schar. Beheims evangelienb.; und die gesellschafft wussend (wuffend?) codex Teplensis; und da Joab der posaunen schall höret, sprach er, was wil das geschrei und getümel der stadt. Luther 1. könige 1, 41, (quid sibi vult clamor civitatis tumultuantis). ebenso Eck und Dietenberger; was wil im der ruof der stat der wffenden. Eggesteyn und Koburger. d)) Paulus aber gieng hinab, und fiel auff jn, umbfieng jn, und sprach, machet kein getümel, denn seine seele ist in jm. apostelgesch. 20, 10; (nolite turbari) nichten welt werden betrubt. codex Tepl. ebenso Eggesteyn und Koburger. Dietenberger und Eck folgen Luther. 2)) a)) da aber Pilatus sahe, das er nichts schaffet, sondern das viel ein grösser getümel ward, nam er wasser, und wusche die hend fur dem volck. Matth. 27, 24 (magis tumultus fieret). ebenso Eck und Dietenberger; abir daz daz geschrei wart grôzir. evangelienbuch; daz mer wuf wurde gegemacht (geschrei). codex Teplensis; einer aber rieff dis, der ander das, im volck. da er aber nichts gewis erfaren kund, umb des getümels willen, hies er in in das lager führen. apostelgesch. 21, 34 (per tumultum); vor dem wuf codex Teplensis, ebenso Eggesteyn; geschrei Koburger. Eck und Dietenberger wie Luther. b)) das die leute werden schreien, und alle einwoner im lande heulen, fur dem getümel jrer starken rosse, so daher traben, und fur dem rasseln jrer wagen. Jerem. 47, 3, ebenso Eck und Dietenberger; von der üppigen wispelunge der geweffenten und ir streitter. Eggesteyn; der hochvart der gewaffenten. Koburger. c)) und Moab sol sterben im getümel und geschrei und posaunen hal. Amos 2, 3 (in sonitu ... in clangore tube). ebenso Dietenberger und Eck. [Bd. 6, Sp. 4573] β) vereinzelt sind die beispiele, in denen Luthers wortgebrauch von einem der übersetzer nachgeahmt, von andern verlassen wurde. 1)) o weh der menge so grosses volcks, wie das meer wird es brausen, und das getümel der leute wird wüten, wie grosse wasser wüten. Jesaia 17, 12 (tumultus turbarum). ebenso Eck; dem ungestümen volck. Dietenberger. vgl. die menig der schar als der don maniger wasser. Eggesteyn und Koburger. — und da Saul noch redet mit dem priester, da ward das getümel und das lauffen in der Philister lager gröszer. Luther 1. Sam. 14, 19 (in den ältesten ausgaben findet sich folgende fassung: da hub sich der hauff inn der Philister lager, lieff und ward gros, tumultus). ähnlich Eck; da hb sich ein geschrei. Dietenberger; michel wf. Eggesteyn; do erhub sich ein grosses bövel. Koburger. 2)) es ist ein geschrei einer menge auff den bergen, wie eines grossen volcks, ein geschrei als eins getümels der versamleten königreiche der heiden. Jes. 13, 4 (vox sonitus regum gentium congregatarum). ähnlich Dietenberger; stimm des geschrei. Eck; vgl. stim des dons. Eggesteyn und Koburger. γ) die fälle, in denen die übersetzer übereinstimmend von Luther abweichen, beziehen sich entweder auf verwendungen, innerhalb deren das akustische moment einseitig hervortritt, oder auf übertragungen, die auf der breiten grundlage des verbalsubstantivs ansetzen. 1)) las fliehen die völcker fur dem grossen getümel, und die heiden zustrewet werden. Jes. 33, 3 (in den sonderausgaben der propheten fur dem getümel der stim); a voce angeli (vor der stim des engels in den übersetzungen vor und nach Luther); und wer sie höret, der entsetzt sich fur dem grausamen gethöne und der grossen menge und gethümel, das sie mit dem harnisch und eisen machten. 1. Macc. 6, 41 (a voce multitudinis et incessu turbe et collisione armorum); erschracken von wegen seiner grösse, unnd ungewoneten gethön der waffen und des volckes. Eck und Dietenberger. 2)) übertragungen. a)) für die verbalthätigkeit wird ein abstractes subject herangezogen: denn man wird hören eine stim des getümels in der stad, eine stim vom tempel, eine stim des herrn der seine feinde bezalet. Jes. 66, 6; vox populi, die stim des volcks. Eggesteyn, Koburger, Eck und Dietenberger; es verlacht das getümel der stad, das pochen des treibers höret es nicht. Hiob 39, 7 (contemnit multitudinem civitatis); er verschmaht die manige der stat. Eggesteyn; veracht die menge. Dietenberger; vile der stat. Koburger und Eck. b)) erweiterungen des bedeutungsgehaltes. α)) weil du dich denn verlessest auff dein wesen, und auff die menge deiner helden, so sol sich ein getümel erheben in deinem volck, das alle deine festen zerstöret werden. Hos. 10, 14 (tumultus); der wff stet auff under dem volck. Eggesteyn; geschrei Koburger; ain auflauff wirdt werden in deinem volck. Eck; darumb wirdt under deim volck einn rumor erwachsen. Dietenberger. β)) da gieng eins jglichen schwert wider den andern, und war ein seer gros getümel. Luther 1. Sam. 14, 20 (cedes magna); michel erschlachunge. Eggesteyn und Koburger; ain grosse schlacht. Eck; ebenso Dietenberger; mühet euch nicht, mich zu trösten uber der verstörung der töchter meines volcks. denn es ist ein tag des getümels und der zutrettung und verwirrung vom herrn. Jes. 22, 5; tag der erschlachung und der vertrettung und des weinens. Eggesteyn und Koburger. ähnlich Dietenberger und Eck. γ)) darumb wird uber dich ein unglück komen, das du nicht weisset, wenn es daher bricht, und wird ein unfal auff dich fallen, den du nicht sünen kanst, denn es wird plötzlich ein getümel uber dich komen, das du dich nicht versiehest. Jes. 47, 11 (calamitas); armt Eggesteyn und Koburger; ain schneller iamer. Eck; unfal Dietenberger; denn es werden grosse getümel sein uber alle die auff erden wonen. Luther 2. chron. 15, 5 (terrores); forcht allenthalben. Eggesteyn und Koburger; es werden grosse schrecken sein. Dietenberger; erschröckung. Eck. δ)) das getumel deiner widderwertigen nimpt imer zu. psalm 74, 23 (in den ausgaben von 1524 und 25; später das toben deiner widerwertigen wird je lenger je grösser); vergisz nicht des getümmels deren die sich wider dich auflähnen, welches stätiglich znimt. (1610) (superbia eorum qui te oderunt, ascendit semper); ubermuot Notker und Windberger psalmen; hohvart Trierer psalmen; stolczheit Trebnitzer psalmen; hochvart [Bd. 6, Sp. 4574] Eggesteyn, Koburger, Eck und Dietenberger. — herr wie lange wiltu zusehen? errette doch meine seele aus jrem getümel. psalm 35, 17 (restitue animam meam a malignitate eorum); argwilligi Notker; ubilwillicheite Windberger psalmen; bosheit Trebnitzer psalmen; entwende meine sele von iren getümlen. Melissus im prosatexte (von irm braus in der strophischen bearbeitung); ubeltung Eggesteyn und Koburger; boszheit Eck und Dietenberger. 2) a) der geltungsbereich unseres substantivs breitet sich durch Luthers vorgang vor allem in der biblischen litteratur aus. den ersten widerstand, den es hier an alemannisch-schwäbischen sprachgewohnheiten erfuhr, kennzeichnet das glossar von Petri und das verhalten des Augsburger nachdrucks. wie entgegenkommend unter den katholischen übersetzern der Kölner Dietenberger und der bairisch-schwäb. Eck sich verhalten, ist eben gezeigt worden. beide lehnen nur weitgehende erweiterung des bedeutungsgehaltes ab, vgl. unter II. über Luther hinaus geht in der verwendung des substantivs die hessische bibelübersetzung des (1610), vor allem im register, wobei dieser allerdings an gebrauchsformen Luthers anknüpft. α) als Heliodorus den tempel zu Jerusalem berauben wolte, entstand ein grosz getümmel. zu 2. Macc. 3, 18; die leute aber hin und wider in heusern lieffen zusammen. (alii etiam congregati de domibus confluebant); es kamen auch die andern allenthalb ausz den heüsern versamlet. Eck und Dietenberger; aber nun hat er mit der stimm eines groossen getümmels, ein feür umb denselbigen angezündet. Jerem. 11, 16; mit einem grossen mordgeschrei. Luther (ad vocem loquelae grandis); z dem geschrei der red. Eck und Dietenberger. β) die zeit kommet, der tag des getümmels ist nahe. Hes. 7, 7; der tag des jamers ist nahe. (dies occisionis). γ) war des morgens nicht ein klain getümmel under den kriegsknechten die seiner gehütet hatten, was sich doch mit Petro zugetragen hätte. apostelgesch. 12, 18; ward nicht eine kleine bekümmernis unter den kriegsknechten. Luther, ebenso Eck u. a.; trubsal cod. Teplensis. ebenso Eggesteyn und (non parva turbatio). b) doch auch in der weltlichen litteratur verbreitet sich das wort rasch. voran stehen fränkische schriftsteller, die dem bairischen sprachgebrauche nahe stehen, wie H. Sachs, der genau so wie Aventin gerümpel und gedümpel zusammenstellt. die schwäbischalemannischen belege setzen etwas später ein, sie begegnen bei S. Franck und später H. U. Krafft an der bairischen grenze, in der Zimmerischen chronik, in Hönigers narrenschiff und bei Fischart im südwesten. in diesen beispielen tritt das akustische moment besonders stark hervor, vgl. II. c) unter den wörterbüchern nehmen schon die frühesten, auf alemannischer grundlage geschriebenen (vgl. schon die Straszburger ausgabe des vocab. prädicant. von 1486 unter tumultus) kenntnis von unserem substantiv. verschiedenartig ist der bedeutungsgehalt, den sie verzeichnen: getümmel turba; getümmel viel leuthen tumultus. 2a; getümmel (das) geräusch, murmur. 177d; getümmel, tumultus, turba, bellum subitum, concursus rixantium trepidantium. 1588. bei Stieler fehlt getümmel, doch wird (2361) mit allen hierher gehörigen bedeutungen das einfache tummel aufgeführt. die wörterbücher des 18. jahrhunderts dagegen weisen alle die volle form auf und führen unter tummel nur das zu einem anderen verb gehörende substantiv für crapula vor. d) besonders begünstigt scheint die verwendung des substantivs in der sprache der dichtung durch die reimbindung mit viel gebrauchten substantiven. H. Sachs bevorzugte den reim gerümpel, getümpel; andere dichter, vom 16. jahrhundert ab bis in die neueste zeit — angehörige der verschiedensten mundarten — reimen getümmel auf himmel. α) von in beiden ward ein gerümpel β) ich hert furwar ain grosz gedimel: sie, förchtend einen sturm, beraitten sich darzu, [Bd. 6, Sp. 4575] nun rief er hoch im jubelton: mein kind, versetzt der arme herr gemahl. des dorfs getümmel ... des volkes wahrer himmel. ich stand dir gegenüber vom thurme schlug es, dumpf und bang, e) für den allgemeinen gebrauch ist hervorzuheben, dasz getümmel mehr der schrift- und gemeinsprache angehört. die mundarten haben entweder nebenformen vgl. getumbe, getumere u. a., oder sie bedienen sich stärkerer ausdrücke. in der österreichischen mundart hält sich das wort zähe, und deutlich prägt es hier den charakter des verbalsubstantivs aus. 3) formen. a) die formen mit und ohne präfix. aus den beispielen für Aventin oben hat sich das verhältnis der ersteren zu den andern, als das der schriftform zur mundartlichen entwicklung gekennzeichnet; ähnlich zu beurtheilen ist: tumultus, getummel, timmel vocab. 15. jahrh. 601c. ebenso setzen (1522) in Basel, in Straszburg (1524) und in Nürnberg (1526) in ihren nachdrucken von Luthers bibel das einfache tumel an stelle der präfigierten form ein. noch in dem gedichte des 17. jahrh. 'die schmiede' (des knaben wunderhorn 12) wechseln, sofern die herausgeber richtig aufgezeichnet haben, beide formen: sa, sa, sa, mein schimmel nachdem nun das eisen genugsam gelitten, über a nieds getümmaill b) am lautkörper unseres wortes selbst sind fast alle factoren schwankungen ausgesetzt, so dasz die schreibung eine ungemeine mannigfaltigkeit der formen aufweist. α) der stammvocal. der umlaut bildet die regel, setzt jedoch in einzelnen bildungen nachweisbar aus. für den umgelauteten vocal andererseits kommen schwankungen der aussprache zur geltung. 1)) die schreibung bei der z. b. für Marc. 5, 38 in der septemberbibel und anderen ausgaben bis 1526 getummel setzt, ist nicht kennzeichnend, da Luther überhaupt anfangs in der bezeichnung des u-umlautes zurückhält. die bairischen quellen lassen frühzeitig aus ihrer schreibung (i) den umlaut erkennen. in der Zimmerischen chronik wechselt in einem satze getumel [Bd. 6, Sp. 4576] und getimul vgl. sp. 4580. die unumgelauteten formen scheinen aber nicht blosz der schreibung anzugehören; gedumel in Baumanns quellen (vgl. sp. 4581), noch mehr rummel, gemummel und tummel in des knaben wunderhorn 12, 446 weisen auf lautliche geltung hin; vgl. DWB tummel, DWB tümmel bei cimbr. wb. 240. bedeutungsdifferenzierungen lassen sich nicht wol mit diesen schwankungen verknüpfen, eher ausgleichungsbestrebungen und verschiedenartige anlehnung an verwandte formen. vgl. auch die nebenform tümmeln neben tummeln. 2)) die ungerundete ausprache: timel vocab. prädicant. 601c. ebenso Aventin und Zimmerische chronik s. oben; getimel apostelgesch. 21, 34 u. a.; gedimel neudruck 42. endlich vgl. die reime auf himmel. β) veränderungen an dem labial, der die stammsilbe schlieszt. die synkope des vocals der ableitungssilbe rückt in einzelnen mundarten die liquida des suffixes an den schlieszenden labial der stammsilbe. der übergangslaut, der hieraus sich entwickelt, läszt sich bei Aventin und bei H. Sachs in den formen timpel, gedümpel beobachten. in zusammenhang mit solchen bewegungen steht teilweise auch die quantität des stammvocals, die wiederum in der schreibung des labials zum ausdruck kommt. schon früh überwiegt die doppelsetzung, nur bei neigen die bibeldrucke von 1534, 1540 und 1544 zum einfachen m, vgl. auch gedimel bei Waldis. γ) der anlautende dental erscheint als media in der mitteldeutschen nebenform gedummer bei (s. d.), vgl. auch holländisch gedommel 1, 135. ähnliche formen — entsprechend den oberdeutschen schwankungen in der dentalbezeichnung — im süden: gedimel bei Waldis; gedümmel im Aimon, bei Garg. neudr. 154, in der neuen zeitung aus Überlingen (1606) und in quellen vgl. sp. 4581; andererseits gethümel bei (aller praktik groszm. 26. neudr.), in Hönigers narrenschiff (vgl. sp. 4580) und in Aristoteles problemata (1585) 131b. sonst bleibt dem dental die form der tenuis treu, wofür die schriftmäszigkeit des wortes und die anlehnung an das lateinische tumultus wol auch von einflusz ist. c) die suffixe: α) das auslautende suffix ist fast durchweg der apokope verfallen; ältere beispiele für getumele im specul. eccles. eine vereinzelte bildung, die aber bei den eigentlichen collectivformen sonst gern verwendet wird, liegt in der form getümmelt vor, in der 255 aus einem briefe der frau rath an Göthe die verbindung unruhe und getümmel (vgl. sp. 4579) wiedergibt. β) die bildungssilbe, die im verbum tumeln, im substantiv tumel vorliegt, fehlt ganz in volkstümlichen bildungen oder wird durch entsprechende andere ersetzt. 1)) her adler, ich swer bei meiner ere, 2)) für die ältere zeit überwiegt im mitteldeutschen sprachgebiet die form gedumere, gethumere, getumere (s. d.), die erst durch Luthers einflusz zu gunsten unserer bildung verdrängt wurde. 4) der numerus. entsprechend dem abstracten vorstellungsgehalt hält sich das substantiv ganz im singular. ausnahmen sind völlig vereinzelt: es werden grosze getümel sein über alle, die auff erden wonen. Luther 2. chron. 15, 5 (terrores. vgl. oben sp. 4573); und wir Nimfen solcher ruh, solches friedens geniesen, dasz wir die angräntzenden feuer der blutigen Bellonen, diese klägliche getümel der waffen bisz anhero zwar von ferren angeschauet haben und gehöret, aber (welches zu einer guten stunde geredt sey) nie erfahren dürffen. (poet. wälder 4) 2, 269. II. die bedeutungsentwicklung bewegt sich in zwei hauptrichtungen: auf der grundlage des gesamtinhaltes, in dem sich die vorstellungen des geräusches und der bewegung vereinigen, bauen sich weiterbildungen und übertragungen auf. durch verengerung des umfanges löst sich die eine oder die andere vorstellung vom inhalt ab. die wörterbücher folgen, wie schon oben bemerkt wurde, in verschiedener form diesen bewegungen, die einen lassen den reichtum der begriffsbestimmungen hervortreten, die anderen geben der verkümmerung desselben ausdruck. für die letztere gilt das akustische moment als das entscheidende (vgl. 2, b). 1) die umfassende bedeutung. [Bd. 6, Sp. 4577] a) die wörterbücher: Dasypodius führt tumultus und turba auf, vgl. oben; bei Henisch tritt dazu noch bellum subitum, concursus rixantium, trepidantium. noch ausgiebiger ist Stieler für das einfache tummel: gyrus, circumductio, circumflexus, circumactus, vexatio, exagitatio, insectatio, vexamen 2361. andere anhaltspunkte gibt Kramer, der für gedommel (1, 135c) nur geräuschbezeichnungen aufführt, für getümmel dagegen (2, 133a) die bedeutungen geraas, getier, gebaar, gerugt, oploop auseinanderlegt. die bedeutungen von strepitus, tumultus, turba treten bei (1663), (1677) 116, (1700) 112, (1715) 155, (1764) 179 hervor; dazu vgl. DWB getümmel, a tumult, a tumultuary noise, a viot, a bustle. teutsch-engl. wb. (1716) 767. b) getümmel, ungestimb, auffrr. vgl. im Basler nachdruck von 1523. α) die dritte schell der kirch narren ist, ein thumult und gethümmel in der kirchen erregen oder machen .. ein auffruhr erwecken oder geschrei machen oder sonst ein thumult anfahen. narrenschiff (Scheibles kloster) 464; zu der zeit wird der herr ein gros getümel unter jnen anrichten, das einer wird den andern bei der hand fassen, und seine hand auff des andern hand legen. Sach. 14, 13; ist alsbald ein erschrecklich rumor und gethümel gehort worden. eine wellische lügenschrift (1545) A 3b; solch ein gebeisse, getümmel und unordnung ist drinnen gehalten. von den conciliis (1539) y 2b. vgl. Luthers übersetzungen des lat. tumultus sp. 4572; welch ein getümmel ward und ein aufstand! purpurn das blut lief, in der verwirrung der heutigen nacht, β) auszerordentlich beliebt ist in dieser bedeutung die verwendung für kampf- und schlachtscenen; getümmel verkörpert hier die mit geräusch verbundene bewegung in einem kriegsheere; und wie ein getöne des allmächtigen, wenn sie giengen, und wie ein getümmel in einem heer. Hes. 1, 24 (als ein don einer menig. als ein don der herbergen. Eggesteyn. ebenso Koburger); vor dem getümmel der waffen und des streitvolcks. Jerem. 47, 3; sobald sie das getümmel bei des hertzogen von Alanzon gezält vermerckt. Commines (1566) 50; da nun die feind in der statt Lüttich dise gelegenheit ersehen, seind sie an dem orth, da die mauren abbrochen waren, herausz gerumplet .. haben die reutknecht .. in grosser anzal erstochen, vnnd die vbrigen in die flucht triben. von den vnsern seind in dem getümmel bisz in die achthundert, vnder denen hundert kürisser waren, erschlagen worden. 47; die Griechen, wann sie jre pferd wolten gewänen, dasz sie zukünfftig des wesens und getümmels inn kriegen wern gewont, so schällten unnd lütten sie jnen mit grossen cimbaln und glocken für den orn. Garg. neudr. 244; wann sie (die kriegshelden) nur hör'n die trummel, kaum gesprochen, so geschah es: die Huris schaut auf den herab, weisz zu fusz ihn zu tanzen, den tanz des schrecklichen Ares, [Bd. 6, Sp. 4578] erkennbar ab, das orchester arbeitet wie ein schlachtgewühl und getümmel, das wirklich aus musikalischen aneinanderhängenden gedanken besteht. an Göthe (über Beethovens schlachtsymphonie) 2, 261; mittlerweile ward der see wo sie Girolamo bedrängen, müh, angstschweisz und getümmel drängen γ) eigenartig ist hier ein gebrauch bei Bürger, der bis zur personification vorschreitet: und horch! ein dumpfer lärm erscholl, c) getümmel = turba: die weisheit rffet fornen an den gassen, da ein getümmel ist. spr. Salomonis 1, 21 (1610); Luther: 'unter dem volk' (sapientia foris praedicat, in plateis dat vocem suam); ein getümmel oder getöse auf einem marcktplatz, der voller leute ist, a hurly-burly, buz or din of people in a market place where there is a great crowd or throng. teutsch-engl. wb. (1713) 767; mancher, der nicht raufen konnte, oder durch sonderbare art etwas für sich bekam, hatte noch keinen bissen gekost, die andern hingegen, die fest am tische sassen, hatten ganze hühner, und kapaun in ihren säcken, ich selbst sah ein frauenzimmer im getümmel mit einem geflügelstück in ihrem französischen sack hineinfahren. der hausball (1781) Wiener neudrucke 3, 20; wie nun an beiden enden des corso sich bald das getümmel verliert, desto unbändiger häuft sich's nach der mitte zu, und dort entsteht ein gedränge, das alle begriffe übersteigt. (der Römische carneval) 29, 273; als wir nun aber den weg, der quer durchs thal geht, erreichten, 2) die verengerung der bedeutung. a) die bewegung allein tritt in den vordergrund. α) in sinnlicher grundbedeutung: ich sah ein grosz getümmel, da des königs knecht, Joab mich, deinen knecht, sandte, und weisz nicht, was es war. Luther 2. Sam. 18, 29; heute wird's gar nicht hell werden — es hängen dicke regenwolken am himmel, da werden wir wohl warten bis mittag, eh wir weiter fahren. du solltest nur das getümmel von nebel sehen auf dem Rhein, und was an den einzelnen felszacken hängt! briefe 1, 273. eine ähnliche verwendung bei vgl. sp. 4584; der flöte lispeln scheint mir totensang, [Bd. 6, Sp. 4579] die spielenden und zutäppischen hunde würdevoll abweisend. (grüner Heinrich 1, 18) 1, 179; 'aber die maschine (die buttermaschine) ist gut. bringen sie mir einen löffel und das weiszbrot, ich fische heraus, was ich finde, man musz sich zu helfen wissen'. der prinz fuhr mit dem löffel in das getümmel, holte in der bildung begriffene butter heraus und strich sie .. auf sein weiszbrot. (verlorene handschr.) 7, 18. β) in übertragener bedeutung für unruhige thätigkeit, woran sich leicht die nebenbedeutung des planlosen, zwecklosen knüpft, vgl. getriebe sp. 4536: was er mit diesem getümmel und unrw vermein. wendunmut 1, 514 Österley; ihr nachahmende heerd, ihr lastvieh! o wie so oftmals lang wälzt sie seufzend sich um, bis endlich, vom innern getümmel γ) im besonderen ist es die unruhe des welttreibens, die in dieser übertragung schon frühzeitig gekennzeichnet wird. vergl. getriebe sp. 4535/6: er (Democrit) gab sich in einen garten bei der statt maur, z betrachten die natur der ding, vnd (als Tullius sagt) das er dester höhere von allem getümmel erhebtere gedancken möcht haben. chronik (1543) 1, 124b (in älteren lesarten gethumm); die Sirer .. seind schwarz gerade starcke leüt, wie die Ethiopen oder Moren, leben ziemlich on überflusz, ir geschmuck ist nit also massig, seind stille leüt, haben kein freüd ab grossem getümmel. weltbuch 193a; brich ab diesz erdenhausz b) das geräusch bildet den einzigen inhalt der begriffsbestimmung. α) von wörterbüchern gehören hierher: getümmel, murmur, geräusch 177d; getümmel, rumore, strepito (1618) 135; getümmel, bruit, tintamarre, strepitus. dictionaire du voyageur 144; getümmel, bruit, vacarme, huée 253. β) ebenso ausschlieszlich wie in den eben verzeichneten wörterbüchern des südwestens so hält sich für frühere zeit bei bairischfränkischen schriftstellern die beschränkung auf das akustisehe gebiet. so bei Aventin, wo grümpl und tüml; geschrei grümpl und tüml die ständige verbindung bildet, s. sp. 4571. das gleiche gilt für s. sp. 4580. γ) im allgemeinen lassen sich auch hier verschiedene gruppen bilden, die sich namentlich auch in den syntaktischen verbindungen unseres wortes mit anderen substantiven (vgl. III) gegen einander abheben. die akustischen wirkungen scheiden sich, je nachdem sie rein dynamischer art sind, der musikalischen klangwirkung sich nähern oder die menschliche stimme ohne bezug auf die tongebung im auge haben. [Bd. 6, Sp. 4580] 1)) das dynamisch wirkende geräusch. a)) elementare erscheinungen: crâdim und getumele von himele. spec. eccles. Kelle; mit dunder und getümmel. spornt die entzügelten ströme! b)) gespenstererscheinungen: ein weib, die der teufel im hause mit gepolter und getümmel des nachts verirte und plagte. tischreden 3, 48 Förstemann; das des nachts ain solch getumel, klopfen und schlagen in tom urschaidenlichen gehört worden, als ob man alle schlosz und thuren uffbrech und ein grossen gewalt anlege .... so baldt man hinein trang, war alles getimul vergangen. Zimmerische chronik 4, 185; hiemit ward der Beutler bewegt, der gleichwol vorhin ain (an?) argkwon, sasz eilends wider uf sein rosz und kam unversehens ins haus. der Maienbron hort gleichwol ein getumel und wardt im grausen. 2, 547; man hat ein zeichen von im gefordert, ob er ein stummender geist sei, da hat er widerumb ein getümmel und wesen angefangen, dieses war statt eines zeichens. wendunmut 1, 513 Österley. c)) ausgehend von der tierwelt: die andern all erwachtent von wegen des gedümmels, das der braun treib. Aimon bog. 6b (1535); etiiche haten nichts zu thun dann mit eim grossen getümmel nachts und tags in den bienenkorb zu schwarmen. bienenkorb (1586) 238a; sie stiegen in den faethon; d)) geräusche von menschen verursacht. dieselben sind entweder durch werkzeuge oder durch organe des menschen hervorgebracht, oder sie entspringen einer zusammenwirkung beider. α)) da war ein sehr grosz geprässel und getümmel worden, gleich als wenn viel geharnischter leute ein ander geschlagen hätten. tischreden 3, 58 Förstemann. vgl. 1. Macc. 6, 416 sp. 4587; die magd die sprach: das ist nit war thet in ausz dem bethe ziehen, β)) nun het sein kammer an dem end γ)) vnd auff dasz er sich dester mehr gegen den feinden argwönig macht, dasz er sich förchtet, hiesz er den läger mit gröszerm getümmel vnd getösz, dann desz Römischen volcks gewonheit war, befestigen. Ringmann Caesar (bell. gall. 6) 58; bald die feind durch das getümmel in der nacht, vnd durch die wachung ihren zukünfftigen auffbruch gemerckt hetten. 52; singen, dantzen getrümmel und gedümmel .. führen. [Bd. 6, Sp. 4581] Garg. 154 neudruck; am abendtt zuvor .. sötztt sich aufs sail unsers schiffs ein kleine durteltauben; die begertt ich mit meinem bürstrhor zu schüessen. aber weil der patron besorgte, ich möchtte das sail abschneiden, wollt er mirs nitt zulassen, befahl den schüffleitten, si solltens durchs getümmel vertreiben. reisen s. 28; und ob es wol vil rehen und hasen in solchem schönen wald soll abgeben, so haben wir doch nichtts gesehen, machtt, weil wir ob unsere vil gewesen, haben sie unser getümel zeitlich vernomen und sich von uns absenttiert. 78; ist ein grosser lermen und getümmel entstanden. wendunmut 1, 531 Österley; durch das verworrene geschrei der rasenden donnerten dumpfe stösze gegen verschlossene thüren, krachten zerschlagene vorläden und fenster, und fielen büchsenschüsse. in diesem höllischen getümmel erwachte die ganze stadt. (freihof von Aarau) 5, 298; um so mehr jetzt, da das gut von täglichen durchmärschen und einquartierungen geplagt wurde. oft war das grosze haus so besetzt, dasz das getümmel so gar bis in die abgelegene krankenstube drang. (der geheimnisvolle) schriften 14, 323; es dränge sie nach einem orte, wo recht viel lärm und getümmel sei. die kleine Elten 312; ehe das manöver mit seinem lärm und getümmel begann. dienst 86. 2)) musikalische klangwirkungen werden selten mit unserem substantiv gekennzeichnet, wie sich aus der stellung desselben im kreise seiner synonyma von selbst versteht, vgl. DWB getön sp. 4389 ff.; getöse sp. 4400 ff. die vereinzelten verwendungen in dieser richtung streifen daher das musikalische gebiet nur leichthin: khomen vier spilman, zwen mit schalmeien, einer mit einer grössern pfeiffen, der viertt mit einer hörbauckhen dem Aga für das hausz, machtten ein grosz unlieblichs getümel ungeschlachtter musica, wölches den Türckhen und auch dem Aga wol gefüel. reisen 181; dieser befehl ward wegen des in dem lusthause mit paucken und hörnern verübten getümmels so unvermerckt vollbracht. Arminius und Thusnelda 1, 464 (1689); sprecht, wie ein jedes kan, es hatte sich jeder 3)) die menschliche stimme als alleinige trägerin des geräusches. die dynamische wirkung steht im vordergrunde, und zwar auf der grundlage einer mehrheit von stimmerzeugenden subjecten. mit dem letzteren moment verbindet sich wiederum die vorstellung einer ungeregelten, ungeordneten stimmgebung. a)) das dynamische moment steht voran. als synonyma oder als vorgänger des substantivs sind getöse, geschrei, wf zu beobachten, vgl. tümel, gethön, geschrei bei Petri; aber er hat ir sprach nitt verstanden, und auch ettwa ir geschrei nitt gehert, vor dem gedeüsz oder getimel des folcks, und ist für geritten. Ulmer chronik 154 Veesenmeyer; was will das geschrei und getümmel der stadt. 1. kön. 1, 41 (was wil im der rf der stat dez wffenden Eggesteyn, ebenso Koburger); und da Eli das laute schreyen hörete, fragte er: was ist das für ein lautes getümmel? Luther 1. Sam. 4, 14 (was ist der don des rffes. Eggesteyn, ebenso Koburger); kennzeichnend ist auch das verhalten der in der stelle Jes. 13, 4 (vgl. oben sp. 4573) für geschrei bei Luther seinerseits getümmel einsetzt und andererseits Luthers getümmel mit geschrei wiedergibt; und mainten die von der gemaind, man zug gleichdaher, deshalben ain grosz gedumel und geschrai under der gemaind was, wie dann gemelter Ritsch meins gnedigen herren bott, selbs gesehen und gehört hat. Baumann quellen (litter. ver. 139) 55; so sol sich ein getümel erheben. Hos. 10, 14 (der wff stet auff under dem volck. Eggesteyn; daz geschrei. Koburger); genau so apostelgesch. 21, 34 u. a.; [Bd. 6, Sp. 4582] tönen klagen b)) das dynamische moment tritt hinter der vorstellung der vielköpfigkeit und der unordnung zurück; getümmel, das stimmengewirr: es war allenthalben ein grosz vnd erschröcklich getümmel, dann jeder seinem theil (wie beschicht) zsprach vnd zrffte. Commines 51 (1566); dagegen was ich dawider auffbrachte, ward mit züschen, rauschen und getümel verlacht und veracht. Luther schrifft an hertzog F. zu Sachsen (über die begegnung mit dem legaten in Augsburg 1518) 1, 129 Jena; dise vermahnung des stattvogts hatte nit einen menschen gereitzt zu rathen, auch kein getümmel oder murmelung einer so grossen versamlung, darinn doch so mancherlei volck zu hauff kommen war, mögen bewegen. Rihel Livius deutsch (Straszburg 1598) 418 (32. buch); warumb mag ein hauffen weiber unter einem hauptmann on gethümmel nit geführet werden? Aristoteles probl. 131a (1585). c)) die vorstellung ungeordneten, ungeregelten stimmgebrauches leitet zur verwendung für entsprechende äuszerungen des einzelnen individuums über. vgl. DWB nur weit hin dan von mir mit dem grimpl und timpl deines plerren, dein geigen und pfeifen wil ich nit hören. 4, 60. d)) an diese verwendungen knüpfen übertragungen an: die spottrede, die verleumdung, das falsche gerücht fallen in den bedeutungsgehalt des substantivs. hierher gehört getümel für superbia bei vgl. oben sp. 4573; ebenso wird für derisionem et blasphemiam insultationem ( operat. in psalm 1519 —21), das von Roth mit die verspotung, gotteslesterung, das auffrucken wiedergegeben ist, in der Nürnberger deutschen übersetzung von (1524) eingesetzt: dise verspotung, lesterlich getümmel 5, 618 anmerk. Weimar; dann das getümmel (der verdacht, das gerede) wollt auf sie fallen. rollw. 89. III. gebrauchsformen. 1) der absolute gebrauch des substantivs ist verhältnismäszig zahlreich belegt; er begegnet nicht nur in präpositionalverbindungen und bei syndetischer zusammenstellung mehrerer verwandter begriffe, sondern auch im freien object- und subjectgebrauch neben dem verbum. a) von hierhergehörigen präpositionalverbindungen sind die meist verwendeten: im getümmel, das vorwiegend für kampf- und schlachtszenen verwendet wird (sp. 4577), und mit getümmel, das gerne in den fällen eintritt, wo es sich um blosze kennzeichnung von geräuschen handelt (vgl. sp. 4580). der bestimmte artikel, der sich mit der präposition 'in' verbindet, tritt auch in den lockeren verbindungen ein: si solltens durchs getümmel vertreiben. reisen 28; das ich mich aufs getümmel freute. 2, 107; sich aus dem getümmel weg machen, ex turba discedere 880. b) die syndetischen verbindungen mit anderen substantiven sind schon oben für die begriffsbestimmung des wortes herangezogen worden (vgl. II); es wurde dabei wol beachtet, dasz das verhältnis zu diesen substantiven mannigfach wechselt und dasz es nicht immer möglich ist, zu unterscheiden, ob es sich um synonyma handelt oder um verwandte begriffe, oder um ergänzungen, die sich auf der vorstellung des gegensatzes aufbauen. α) als synonyma dürfen in solchen verbindungen gelten: crâdim, vgl. sp. 4571; gerümpel sp. 4571. 74 u. a.; getrümmel sp. 4580; gepolter sp. 4580; geprassel sp. 4580; getöse sp. 4581; murmelung (oben); in einigen beispielen auch geschrei, vgl. sp. 4581; getümmel und wesen, vgl. sp. 4577. 4580. rumor und gethümel ( Luther) sp. 4577; tumult und getümel sp. 4577; unruhe und getümmel sp. 4579; 'ich weisz gar nichts', sagte sie, 'als dasz du den tag nachdem wir uns das letzt' mal gesehen haben, in der sonne bist gefangen genommen worden, und dasz es da wieder einen kampf und ein getümmel geben hab'. (der sonnenwirth) 6, 149; eine art wollüstigen getümmels und gewimmels in der ganzen seele. Forster briefwechsel (Th. Huber) 1, 220; was mancherlei gewimmel und getümmel, geheckel und gepäckel! wie sie sich an einander halten, aus interesse und aus lobsucht einer dem andern den steisz beleuchten. (Fausts leben) 2, 19. β) dagegen stehen sich geschrei und getümel bei 1. kön. 1, 41 und in anderen fällen als ergänzende begriffe gegenüber; ebenso getümmel und lärm bei 55, 57; getümmel und gesang bei sp. 4578; getümmel und getrappel [Bd. 6, Sp. 4583] sp. 4577; gebeisse, getümel und unordnung. sp. 4577. γ) vielfach enthält getümmel den allgemeineren begriff, dem sich die besondere form, in der das geräusch zum ausdruck gelangt, syndetisch anschlieszt: dunder und getümel sp. 4574; trommeten und getümmel sp. 4577; züschen, rauschen und getümel. vergl. sp. 4582 unten; rummel, gemummel und tummel. des knaben wunderhorn 12, 446; getümmel und geschrei und posaunen hal. Amos 2, 3; das getümmel und das lauffen in der Philister lager. 1. Sam. 14, 19. c) in den freien verbindungen des substantivs mit dem verbum als subject oder object tritt entweder der bestimmte oder meistens der unbestimmte artikel vor. ohne artikel führen höchstens wörterbücher das wort ein. getümmel machen, sausen, turbare, tumultuari, strepere, strepitum ciere 1588. α) mit dem bestimmten artikel: wie .. sich bald das getümmel verliert. 29, 273. vgl. sp. 4578; das getümmel wüthet. 3, 142; das getümmel wächst im thal. 2, 239. β) mit dem unbestimmten artikel. 1)) wart ein getumele. spec. ecclesiae. vgl. sp. 4571; alsbald ward ein getümmel. vgl. sp. 4575; weszwegen sich ein getümmel erhub und viele darauf stimmeten, man solte sich nicht weiter, an ihm, vergreiffen, sondern ihn los lassen. anhang zu Faust (77) 706 Keller; es erhebt sich ein getümmel. (1764) 179; es entstund ein getümmel tumultuantium fremitus exoriebatur; es erhebt sich ein getümmel strepitus fit 881. 2)) ein getümmel einem für den ohren machen obstrepere auribus alicujus 1588; si machen ein getümmel edunt strepitum, tumultuantur 881; ein getümmel machen. (1764) 179; so ferr si nur still zügen und kein getümmel machten. Commines (1566) 50. vergl. auch sp. 4580; hat ein junger knab ein getümmel angefangen. wendunmut 1, 531 Österley; haben umb ihn ein getümmel, certatim ceteri circumstrepunt (1663); ein gedümmel führen. Garg. 154 neudr.; ein getümmel hören strepitum audire 881; man höret ein getümmel. (1764) 179. 2) der relative gebrauch. a) kennzeichnung durch pronomina. α) der sogenannte artikel erscheint als kennzeichnendes pronomen: ach junckherr, was ist das gedümpel? β) das eigentliche demonstrativpronomen: mit diesem getümmel und unrw. wendunmut 1, 514 Österley; nach dem aber dises getümmel gestillt, hielten die fürsten gesprech mit einander. Commines 51 (1566); bald schwieg ich als ein stein, bald schrie ich überlaut, γ) possessivpronomen: unser getümmel (H. U. Krafft), vgl. sp. 4581; aus irem getümel. psalm 35, 17, vgl. sp. 4574; euer getümmel sp. 4579. b) attribute. α) das beliebteste und schon in den obigen beispielen meist verwendete attribut grosz läszt sich allerdings kaum unter den relativen gebrauch einreihen, weil es dem bedeutungsgehalt des substantivs nicht eigentlich einen neuen zug beifügt, ihn vielmehr nur allgemein steigert: ist ain grosz getümmel erstanden in den zälten der Philister. Eck 1. Sam. 14, 19; ich sah ein grosz getümmel. Luther 2. Sam. 18, 29 u. a.; auff den bergen höret ich ein grosz getümmel als eins grossen volcks. Jes. 13, 4 (geschrei einer menge. Luther; stimm der mänige. Eck). vgl. Sach. 14, 13. Matth. 27, 24 u. a. immerhin tritt dieses attribut nur in bestimmten verwendungen des substantives auf und nimmt einen bescheidenen antheil doch auch an der begriffsbestimmung; die umfassendere bedeutung in der anlehnung an tumultus, die engere bedeutung in der hervorhebung [Bd. 6, Sp. 4584] des dynamischen momentes der geräuschwirkung nimmt das beiwort grosz an: groszer lermen und getümmel. wendunmut 1, 531 Österley; also gingen sie hin mit groszem getümmel, vor allen β) dem eben behandelten beiwort stehen einige andere für die dynamische richtung nahe: und da der man in die stad kam, sagt ers an, und die gantze stad schrei. und da Eli das laut schreien höret, fragt er, was ist das fur ein laut getümel. 1. Sam. 4, 14. ebenso Dietenberger; quis est hic sonitus tumultus hujus. was ist disz für ain thon des getümels (laut geschrai). Eck; don des rffes. Koburger und Eggesteyn; umtönt von lautem getümmel. γ) auch gemüthsempfindungen, die sich für den handelnden oder für den wahrnehmenden an das substantiv knüpfen, werden gerne im beiwort angedeutet. 1)) der wolgestirnte himmel die jauchzen um ihn her auf der und jener seit' mit der freude lichten träumen 2)) grosz und erschröcklich getümmel. sp. 4582; wie der erdboden von dem schrecklichen getümmel der stadt erzittert. militär. discipl. 163; grosz unlieblichs getümel. vgl. sp. 4581; mit grausem getümmel δ) für die kennzeichnenden beiworte steht das moment der bewegung im mittelpunkte: 1)) buntes getümmel. vgl. oben sp. 4575; welch ein harmonisches getümmel, welch ein göttlicher einzug! wie glänzt der thron des neuen königs von ferne. (psalmen 2, 5) supplement 3, 265; fahr auf, du siegesfürst, in aller himmel himmel, 2)) wir haben gehört ein grosz gerümpel dass nicht dem gaste die mahlzeit seit der harte himmel, 3)) in dem ein plötzliches getümmel, ihr gewaltigen hingegen (wind und sturm), [Bd. 6, Sp. 4585] glücklich durch den reinen einklang der herzen, fänden beide liebende dann, unbetäubt vom brausenden getümmel und ungeblendet vom schimmernden maskenspiele des weltlebens, den höchsten genusz am treuen busen der natur. (erinnerungen 8) 2, 370; in dem schwärmenden getümmel der tanz scheint mir bacchantisches getümmel. c) verbindung mit substantiven. α) die genetivverbindungen sind einseitig. das substantiv selbst tritt nicht leicht in ein unterordnungsverhältnis zu anderen; fügungen wie: der tag des getümmels (vgl. sp. 4573) sind vereinzelt und entspringen auch für Luther den besonderen verhältnissen der bibelübersetzung. um so ausgiebiger ordnen sich fremde substantive dem unsrigen unter in den mannigfaltigsten formen der zusammengehörigkeit. 1)) für subjecte des nomens actionis: a)) persönliche subjecte: α)) getümmel viel leuthen, tumultus 2a; getümmel der leute. Jes. 17, 12; getümel der versammelten königreiche der heiden. 13, 4; ein getümmel des volckes hominum turba 880; des unthiers, das aus der waldung β)) im wogengetümmel, b)) das subject ist localisiert. α)) getümmel der stadt. Hiob 39, 7; getümmel der städte. Brockes. vgl. oben; wie blinkt mir der himmel β)) man weis, dasz nie an leiden sanfter schlummert aus der welt getümmel [Bd. 6, Sp. 4586] γ)) ich höre schon des dorfs getümmel, die herrscher ruhn in gräberhallen, δ)) im getümmel der strasze, auf steinpflaster und frisch beschütteter chaussée ist das nicht angenehm. (briefe) 6, 319. c)) übertragungen α)) auf situationen: das getümmel des beschäftigten lebens. (Peregrinus) 27, 343; mit jubelton begrüsz ich feld und himmel, hier ist papier und feder; ich will gehn, der fernen β)) auf gemüthsbewegungen vgl. oben sp. 4579: nie hat das stürmische getümmel in dieser tiefen ferne vom getümmel mitten im getümmel mancher freuden, 2)) werkzeuge des nomens actionis: getümmel der waffen. 2, 269. vgl. sp. 4576. 3)) ergänzungsbestimmungen: schlugen und scharmützelten sie (Abies und Amadis) one underlasz, unnd one athem fassen, dermaszen, dasz man durch das getümmel der streich geachtet, dasz mehr denn zwentzig mit einander kempfften. Amadis (1, 10) litt. ver. 40, 101; machten ein grosz unlieblichs getümel ungeschlachter musica. reisen. vgl. sp. 4581. β) composition auf grund der genetivverbindungen. 1)) poltergeistergetümmel. Bodinus 3. 2)) ihm krümmt, was er nicht sieht noch hört, geschwinder als ein wetterstral, hell würde sich des reinsten glückes spur 3)) erdgetümmel vgl. th. 3, 769; der muth entspringt vom himmel; [Bd. 6, Sp. 4587] 4)) und ins wirre tanzgetümmel entflohn dem kriegsgetümmel so bald wir Achaier wann wir Achaier 5)) freudengetümmel th. 4, 1, sp. 149; aus moor, γ) präpositionalverbindungen. 1)) es erhebt sich wider ein grosz getümmel von schieszen, werffen, schlagen und schreien. (kaiser Otte) 451 Keller; bald darnach wurd ein getümmel gehört von spieszen, schwertern und andern instrumenten, dasz in dunckte, man wolte dasz hausz mit stürmen einnemmen. historia von d. Fausten Spies 1587, neudr. 22. 2)) den glockenklang, und was heur der guckgauch sang, das plo vom himmel, und desz bösen gelts schimmel, von der prucken das getümmel. Garg. 305 neudr. vgl. sp. 4571 im osterspiel; das gedümmel im hausz. newe zeitung (1605) mittheil. 391; nun stürzen sich ins heer der streiter d) verbindung mit verbis. der schon beim absoluten gebrauch des substantivs beobachtete kreis von verbis erweitert sich beim relativen vor allem nach der seite engerer begriffsbestimmung. neben einzelnen verbis, die die umfassende bedeutung des substantivs charakteristisch zur geltung bringen, zeigen sich solche, die die verengerung des bedeutungsgehaltes deutlich hervortreten lassen. α) 1)) am selbigen tag wirdt ain grosz getümmel des herren under in. Sacharja 14, 13, vgl. auch sp. 4583; ist ein grosser lermen und getümmel entstanden. wendunmut 1, 531 Österley. vgl. Eck 1. Sam. 14, 19. 2)) der entsetzte sich vor dem grausamen getöne und der groszen menge und getümmel, das sie mit dem harnisch und eisen machten. 1. Macc. 6, 41 (vor der stimm ir menig vnd von dem gang der schar vnd von dem z einander ruren daz harnasch. Eggesteyn); sie werden ein getümmel machen wie ein herd in ihrem schaaffstall. (1610) Micha 2, 12 (wie eine herd in seine hürten, das es von menschen dönen sol. Luther, ähnlich Dietenberger, tumultuabuntur a multitudine hominum); erwacht der strenge feind, da bleibt nichts unversehret, 3)) sie werden ain grosz getümmel haben, vor vile der menschen. Micha 2, 12. 4)) wird der herr ein grosz getümmel unter in anrichten. Sacharja 14, 13; des ... mit paucken und hörnern verübten getümmel. vgl. sp. 4581. [Bd. 6, Sp. 4588] 5)) ich führt ein solch getümmel. Parnasz 449. β) 1)) a)) das getümmel .. häuft sich nach der mitte zu. vgl. sp. 4578; und so wogte das getümmel hin und her, so dasz am selbigen tage der beste theil der einwohner, so viele deren in der stadt waren, erschlagen wurden. Lucanor 170. b)) das getümmel des hafens verstummt, sp. 4586; verhallt, verklingt. ebendort; seine innere unruhe wurde besänftigt. das kriegerische getümmel verlor sich und es blieb nur eine klare bilderreiche sehnsucht zurück. Heinrich von Ofterdingen 15, 71. c)) um welche das unselige getümmel sich wälzt und wirrt. 5, 44. 2)) a)) grosz getümmel hören, sp. 4583; getümmel stillen. ebendort. b)) grosz getümmel sehen, sp. 4583.
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