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| GWB Denkkraft (Bd. 2, Sp. 1135) | DWB gemütskraft (Bd. 5, Sp. 3337) | |||||||||||||||||||
1 das menschl Denkvermögen, der Verstand, immer im Verhältnis zu anderen seel-geistigen Grundkräften u -fähigkeiten a im Konflikt mit der Anschaulichkeit, als Quelle natwiss Hilfserklärungen Das Anschauen gibt uns auf einmal den vollkommenen Begriff von etwas Geleistetem; die D. .. möchte nicht zurückbleiben .. ruft .. die Einbildungskraft zu Hülfe, und so entstehen nach und nach solche [anschauungsähnl] Gedankenwesen (entia rationis) N9,91,16 Kammerbg N9,91,14 ebd b bei Moritz als begriffsbildendes Vermögen, abhängig von der fundamentalen ‘Thatkraft’ u unfähig zur Erfassung des Schönen 47,86,19u22 Moritz,Nachahmg dSchönen 32,305,16 ItR uö 2 individuelle Fertigkeit im Denken; je einmal idVbdg ‘Denk- und Fassungskraft’, ‘Denk- und Urtheilskraft’ Jacobi hatte den Geist im Sinne, ich die Natur .. Sonderbar! daß Personen, die ihre D. dergestalt ausbildeten, sich .. nicht aufzuklären vermochten 36,268,26 BiogrEinzh N11,32,7 VersVermittlObjSubj 1793 N9,261,21 Versch Bekenntn uö vgl Geisteskraft zu 1 Denksinn Verstandeskraft Verstand zu 2 Denkvermögen Denkwerkzeug | 1) kraft und stärke des gemüts: wann man die glückseligen und die reichen aussonderte, würde der arme sich gleichsam trösten und neue gemüthskraft überkommen. 525. auch gemütskräfte vires ingenii 1022 wird so gemeint sein, wie noch bei 1, 923 gemütheskraft, robur animi, s. auch 39, 79 unter 2. 2) kraft oder vermögen des gemüts, der seele, seit Wolffs schule ist von den verschiedenen gemütskräften des menschen die rede, als einbildungskraft, urtheilskraft u. s. w.: da nun die gegenstände, womit die menschen sich in ihren gedanken beschäftigen, in der ganzen welt einerley und einander gleich sind .. und da die gemüthes-kräfte der menschen auf eine gleiche art eingeschränket (d. h. bestimmt, bedingt) sind, so musz nothwendig unter den gedanken der menschen eine ziemliche gleichgültigkeit (d. h. gleichheit an geltung) statt haben. dichtk. 2, 138; die gemüthskräfte also, deren vereinigung (in gewissem verhältnisse) das genie ausmachen, sind einbildungskraft und verstand. kr. d. urtheilskraft § 49 (180 Kirchm.), in der überschrift dafür von den vermögen des gemüths u. s. w.; die niedern gemüthskräfte. über die franz. rev. 76; in verfassungen von freier concurrenz der verstandes- und gemüthskräfte, so wie der kunst und des fleiszes .. 17, 12 S.; der mensch, ein diener der natur und ihr ausleger, kann und verstehet nur so viel, als er von der ordnung der natur durch erfahrung oder durch seine gemüthskräfte bemerkt hat. metakr. 1, 72 (nach Bacon); wie keine unserer gemüthskräfte sich auf dem einmal eingeschlagenen [Bd. 5, Sp. 3338] wege leicht irre machen läszt, es sei nun dasz man zum wahren oder zum falschen hinschreite, so wurde jene vorstellungsart auf die ganze physik angewandt. 32, 56 (tag- u. jahresh. 1810); gemüths- und thatkraft stehen bei ihm (Raphael) in so entschiedenem gleichgewicht, dasz man wohl behaupten darf, kein neuerer künstler habe so rein und vollkommen gedacht als er und sich so klar ausgesprochen. 39, 79, worin doch mehr noch die alte bedeutung unter 1 anklingt. bei Adelung im unterschied theils von den geisteskräften, theils von den leibeskräften, also im engeren neueren und ältern weiteren sinne von gemüt, der die geisteskräfte einschlieszt, wie noch bei Göthe. vergl. DWB gemüt 7, i.
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