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1 Aufnahmebereitschaft, konzentrierte Beobachtung; bei Wahrnehmungsvorgängen, Bildungs- und Erkenntnisprozessen a Aufgeschlossenheit, Wißbegier, meist als spontane Reaktion, seltener als bewußt ausgebildete Haltung gegenüber den Eindrücken der Außenwelt; bes iS einer Erweiterung des Erfahrungshorizonts bei Heranwachsenden und auf Reisen, mehrf iGz einer Konzentration auf seel Erleben od zu schöpferischer geistiger Arbeit [G-s Enkel] Seine Spiele werden schon mannigfaltiger und seine A. getheilter. Noch läßt er sich zerstreuen und auf irgend ein neues Interesse hinleiten B31,181,9 August 14.6.19 [Wilh] versprach dem Vater ein ausführliches Reise-Journal [Bd. 1, Sp. 974] b Konzentration, Lerneifer im Unterricht, beim Studium, überhaupt beim Erwerb von Kenntnissen für eine best Ausbildung war ich vorbereitet genug, dem anatomischen Vortrag der die äußern Theile näher kennen lehrte eine folgerechte A. zu schenken 251,84,2 Wj III 3 sie fahren fort ihre .. Mitschüler zu verführen und die A. beim Unterricht zu hindern A(Vogel 330) Franke [Korr B34,339] 16.1.21 [Oberaufs] ihre [der Hausfrau] A. erwirbt alle Kenntnisse, und ihre Thätigkeit weiß sie alle zu benutzen 23,55,23 Lj VII 6 uö, mehrf iVbdg mit ‘Fleiß’ c unterschiedl intensives Interesse der gebildeten ‘Kenner’ u ‘Liebhaber’, bestimmter gesellschaftl Kreise sowie des breiten Publikums an kulturellen Dingen (häufig), öffentl Angelegenheiten od aufsehenerregenden Persönlichkeiten, Vorgängen uä (selten); in Reflexionen üb das Verhältnis von Künstler u Publikum teils als (ästh, erzieherische) Verpflichtung gewertet, teils als oberflächl kritisiert: für die Beachtung, die anerkennende Aufnahme meist lit u wiss Publikationen, seltener bildnerischer Werke ua Mir und meinen Freunden wird das jüngst Übersendete in literarischen Abendzirckeln gewiß zum Vergnügen gereichen .. Denn das ist es eigentlich was die Freunde der Literatur und Kunst verbindet, daß die A. immer auf die Bemühungen der Mitlebenden gerichtet bleibe B39,36,21 CarlAug 13.12.24 K zog .. die Meisterschaft mancher Art, die den Neuern vorzüglich zu Theil geworden, eine gefühlte A. an sich. Bei Betrachtung Ruisdaelischer Arbeiten entstand ein kleiner Aufsatz: der Landschaftsmahler als Dichter 36,83,23 TuJ Da es .. der Wunsch der Personen, die mich veranlaßt, und auch mein eigener ist, auf den Augenblick .. nach Kräften mitzuwirken, so fahre ich nun mit desto größerer Zuversicht fort, als dieses Unternehmen [KuARheinMain] Ew. Excellenz A. auf sich ziehen können B26,128,11 Schuckmann 1.11.15 Turandot .. Iphigenia .. Durch diese Vorstellungen bewiesen wir daß es Ernst sei, alles was der A. würdig wäre einem freien reinen Urtheil aufzustellen 35,120,15 TuJ Seiner eignen Nation einigermaßen genutzt und ihre A. verdient zu haben ist .. ein glücklich erreichtes Ziel B47,35,22 Göttling 24.4.30 Man steht denn doch am Ziel, es mag nahe oder fern gesteckt seyn, wenn einen der Leser gewahr wird. Nun kommen sie, gehen, rennen und trippeln auch wohl herbey .. So muß man die allgemeine A. für das Resultat nehmen und sich ganz im Stillen mit denjenigen freuen, die uns Neigung und Einsicht endlich am reinsten nähert B11,260,13 Schiller 12.11.96 den guten Einfall der Franzosen, wenn sie dafür hielten: Die Deutschen hätten eine Litérature fugitive, wo eben alles vorüber gehe, das Gute wie das Schlechte, und eines mit dem andern einer augenblicklichen A. gewidmet werde Tgb 20.3.31 Uebrigens verschlingt das Schicksal des deutschen Vaterlandes alle A. des Publicums B(GOETHE 27,312) WHumboldt 22.8.06 Die A. unsers Publici wird ietzo durch Frau von Reck beschäfftigt B6,418,21 CarlAug 26.12.84 53,176,13 Üb verschZweige hiesiger Tätigk uö, oft in stereotypen briefl Hinweisen auf Neuerscheinungen, häufig mBez auf G-s eigene Werke, auch die Anerkennung durch Widmung, Orden, Aufnahme in Akademien uä für das konzentrierte Zuschauen u Zuhören, auch die (oft unreflektierte) Spannung des Publikums im Theater und bei öffentl Spektakeln, sowie des im privaten Kreise einer Erzählung, Rede usw Zuhörenden; vereinzelt auf andern Gebieten als unangemessenes sensationelles Aufsehen Drum bitten wir vor allen andern Dingen, | Was ihr bisher so gütig uns gegönnt, | A. 131,159 Epil 31.12.91 Vs 19 Noch klang ihm [Wilh] .. das betäubende Klatschen der Menge in die Ohren .. Er genoß ganz den köstlichen Eindruck, der Mittelpunct zu sein, worauf eine Masse versammelter [Bd. 1, Sp. 975] d intensives Engagement, theoret od produktive Bemühung des Wissenschaftlers, auch des ambitionierten Autodidakten, vereinzelt des Künstlers, um einen Gegenstand, ein Problem; auch für die krit Auseinandersetzung (des Interpreten bzw Rezensenten) mit einem Werk Von den Arabern ist mir nicht bekannt geworden, daß sie eine theoretische A. auf die Farbe geworfen hätten N3,165,10 FlH III Die physischen Farben verlangten nun .. meine ganze A. Die Betrachtung ihrer Erscheinungsmittel und Bedingungen nahm alle meine Geisteskräfte in Anspruch 35,257,22 TuJ um .. Arbeiten, auf Naturwissenschaft bezüglich, abdrucken zu lassen; so geschah es .. um .. mich insofern zu legitimiren: daß ich niemals aufgehört solchen geisterhebenden Gegenständen ruhige A. zu widmen B28,184,24 Schreibers 19.7.17 K daß in neuerer Zeit der Paria-Kaste Zustand die A. unserer Dichter auf sich gezogen 412,100,3 Die drei Paria Nachm zu Hause die Toskanische Ordnung gezeichnet. viel Liebe zur Bau kunst. Wenn nur die A. dauerte Tgb 9.12.78 übersende einen Aufsatz, den ich Ihrer und Ihrer naturforschenden Freunde bester A. empfehle; er ist in jedem Sinne Concept, und Sie würden mich durch jede Art der Anmerkung, beyfällig oder abfällig .. sehr verbinden B10,141,6 Batsch 14.2.94 Männer .. welche dem Gegenstand [Fl] durch einige Jahre, sowohl experimentirend als theoretisirend, die gehörige A. widmen .. wollen B22,138,11 Eichstädt 4.8.11 [Rez zu Wj] den durchdringenden Blick ernster Männer .. die ihre A. einem Einzelnen in dem Grade geschenkt, daß sie seine Eigenheiten besser kennen als er selbst 411,368,16 Teiln Wj uö, auch iVbdg mit: wissenschaftlich, parteilos, vorurteilsfrei, durchdringend, angestrengt für das exakte empir, speziell das analysierende u klassifizierende Beobachten; als eines der Hauptmomente von G-s wiss Methodik mehrf in erkenntnistheoret Ausführungen u bes in Gegenüberstellung zur theoret Synthese od zum intuitiven Erfassen; als bloß empir Vorgehen außerhalb dieses method Zusammenhangs auch negativ bewertet Der Beobachter muß mehr das Ordnen als das Verbinden und Knüpfen lieben .. Die erste von allen Eigenschaften ist die A., wodurch das Phänomen sicher wird N11,43,17 BeobachtgDenken Mit Ordnung zu wissen, erfordert genaue Kenntniß der einzelnen Gegenstände. A. auf ihre Charaktere, also Unterschiede und Übereinstimmungen. Hiezu ist schon weit mehr als der sinnliche Blick und als das Gedächtniß nöthig N6,300,4 PhysiolPfl [üb die Notwendigkeit morpholog Kenntnisse beim bildenden Künstler] Halten wir dasselbe [das ‘ideale Bild’, den Gestalttyp] fest, so finden wir erst, daß unsere A. bei Beobachtung der Gegenstände eine bestimmte Richtung nimmt, daß abgesonderte Kenntnisse durch Vergleichung leichter gewonnen und festgehalten werden 47,14,25 PropylEinl wer kann .. sagen, daß er wissenschaftlich in der höchsten Region des Bewußtseins immer wandele, wo man das Äußere mit größter Bedächtigkeit, mit so scharfer als ruhiger A. betrachtet, wo man zugleich sein eigenes Innere .. walten läßt, in geduldiger Hoffnung eines wahrhaft reinen, harmonischen Anschauens? N11,19,28 Glückl Ereign ich .. las .. unbekannte Schriftzüge [in Mss des 15. Jh] frisch weg, die mir hätten .. räthselhaft bleiben sollen .. als ich nach einiger Zeit das unterbrochene Geschäft wieder aufnahm, bemerkte ich erst, daß ich irrthümlich eine Arbeit auf dem gewöhnlichen Gang der A. zu vollenden strebte, die mit Geist und Liebe, mit Licht und Freiheit begonnen war N8,136,24 ZwKnoch 1784 Chladni .. Er gehört .. unter die Glückseligen, welche auch nicht eine Ahndung haben, daß es eine Naturphilosophie giebt und die nur, mit A., suchen die Phänomene gewahr zu werden B16,170,10 Schiller 26.1.03 Theophrast .. Bloße rein sinnliche A. auf das Vorkommende ohne eine Spur .. einer methodischen zweckmäßigen Beobachtung N52,239 Fl Plp N11,22,21 VersVermittlObjSubj 1793 N7,170,5 PrincPhilZool II 1832 uö, mehrf iVbdg mit ‘genau’ auf den exemplarischen Einzelfall, auch den instruktiven Sonderfall gerichtet; kennzeichnend für G-s Naturbetrachtung, häufig in apologetischer Argumentation gegenüber der Fachwissenschaft; vereinzelt im kunsttheoret Bereich Es wird mich niemals gereuen, dieser einzelnen Gegend [Karlsbad] soviel A. gewidmet zu haben, da in der Geognosie .. Ein wohl beachteter Fall viele andere erläutert N9,209,20 AnLeonhard 18.11.08 Ich habe diese Zeit [Bd. 1, Sp. 976] 2 prakt tätige, produktive od planende Sorge für ein Aufgabengebiet a bei der Bewältigung meist berufl u standesbedingter Aufgaben (Durchführung eines Geschäfts, Organisation eines Unternehmens, Verwaltung eines Amts uä), bes iZshg mit G-s amtl Tätigkeit, vereinzelt mBez auf seine schriftstellerische Arbeit; mehrf iS eines Einsatzes aller Kräfte und Energien die unmittelbaren Anstalten für Kunst und Wissenschaft im Großherzogthum Weimar, welche einer Oberaufsicht übergeben werden sollen .. daß, um .. die nöthigen Veränderungen, Anordnungen, Einkörperungen .. zu besorgen, Stockungen hinwegzuräumen, Gebrechen zu beseitigen, ja wohl gar neuprojectirte Einrichtungen zu treffen, nicht wenig A. und Thätigkeit erfordern wird B26,185,2 Voigt 18.12.15 Beilage Die höchste Wichtigkeit Ihres Geschäftes .. der große Umfang, den Sie zu überschauen genöthigt sind, erzeugen Verpflichtungen, welche der A. der Tage, ja der Stunden erfordern B49,97,18 SAHerder 30.9.31 die A. die ich dieser Arbeit [Wj] gewidmet. Die Umbildung der darin enthaltenen .. Elemente war für mich ein ganz neues Unternehmen, wozu mich nur die Liebe zu einzelnen Theilen .. bewegen und mich in einer anhaltenden thätigen A. freudig erhalten konnte B46,68,3u10 Rochlitz 2.9.29 uö, mehrf iVbdg mit ‘Zeit’ b bei der Förderung, Betreuung, Pflege von Sachen, Dingen, Personen; bes für landesherrliche Initiativen, Kustoden- u Konservatorentätigkeit, Revision u Korrektur eines Werks u für gesellschaftl, pädagog, ärztl Fürsorge für jdn Ew. Majestät ist das reine Glück gewährt, sich nur am Fürtrefflichsten zu ergötzen, als würdige Belohnung der wohlthätigen A., die bisher Künstlern und Kunstwerken gewidmet war B40,196,1 Ludw I vBayern Nov 25 K Auf die Akademie Jena war die A. der höchsten Herren Erhalter ganz besonders gerichtet; sie sollte auf’s neue ausgestattet und besetzt werden 36,140,18 TuJ [Lenz beschwerte sich üb Okens Unachtsamkeit bei Benutzung des naturgeschichtl Kabinetts] daß man von einem Naturphilosophen nicht die A. und Schonung für die einzelnen Körper, wie von einem Custoden und Aufseher erwarten könne A(ZfBfr NF9,II,1918,302) Bericht 7.11.11 K als Wilhelm .. seine Blicke beobachtend im Zimmer umherschweifen ließ, sagte der gute Alte: .. Sie sehen hier, wie lange etwas dauern kann .. Dieser Theekessel diente schon meinen Eltern .. Eine liebevolle A. auf das was der Mensch besitzt, macht ihn reich 24,222,21 Wj I 12 Mögen Sie alsdann den beyliegenden kleinen Gedichten einige A. schenken .. Besonders empfehle die Interpunction B46,45,6 Riemer 13.8.29 das Zarte, Zierliche, Faßliche, das Natürlichelegante [von Wielands Werken], welches nicht durch Bemühung, sondern durch heitere genialische A. auf ein schon fertiges Werk hervorgebracht werden kann 36,319,1 Zu brüderlAndenk Wielands 1813 darf ich wohl einen jungen Breslauer, Carl Ernst Schubarth, Ihrer A. empfehlen .. A., um die ich bitte, werden Sie nicht versagen B33,130,9u15 Schultz 26.7.20 uö, häufig in Br an die Mitarbeiter, bes Riemer u Göttling, mit der Bitte um Durchsicht eines Manuskripts, auch in Bitt- od Dankbr an Verleger od Faktoren der Druckereien c beim Machen, Herstellen, Ausführen von etw, meist handwerkl-künstlerischer, technischer, vereinzelt literar (kunsttheoret, philolog) Arbeiten Es ist das Kupferdrucken .. keine Hexerey, aber A. gehört dazu B17,118,9 Eichstädt 9.4.04 zeugt alles von ungemeinem Fleiß, äußerster Sorgfalt .. Wir haben nicht leicht Abbildungen von Knochen gesehen, wo .. so außerordentlich viel A. auf das Detail der Gestalt derselben verwendet gewesen wäre N8,230,13 FaultDickh [Malstudien des jg G] größere Unternehmungen, in denen ich stecken blieb .. weil ich die liebevolle A. und den gelassenen Fleiß, durch den auch schon der Anfänger etwas leistet, nicht immer rein und wirksam erhalten konnte 28,188,16 DuW 13 Taschenausgabe .. möchte .. alle A., um solche wohlgefällig zu machen, anzuwenden seyn; denn gerade der Ausdruck der A. ist es, welcher den Beschauer und Leser besticht B41,42,16f LeBret 24.5.26 K Was ich bis jetzt [in KuARheinMain] von Ihrer Sammlung gesagt habe ist ein wunderbarer Text zu einem ewigen Commentar .. Mit welcher Frömmigkeit .. und A. ich dabey zu Werke gehe, ersehen Sie daraus, daß die 14 Foliohefte des d’Agincourt [‘Histoire de l’art’] mir nicht aus den Augen kommen B26,237,11 SuMBoisserée 29.1.16 uö, mehrf iVbdg mit ‘Sorgfalt’ d allg als ‘Tugend’ des Bürgers und des Adligen als Gliedern der staatl Gemeinschaft Eine solche Ehrfurcht vor allem was den Menschen Natürliches umgibt leitet auf alle bürgerliche Tugenden: A., Reinlichkeit, Fleiß wird angeregt und genährt 7,21,6 DivNot Ält Perser Man errichte mehrere herumziehende Theatergesellschaften .. Ihnen würde von höchster Behörde eine Sammlung Dialogen .. überliefert .. diese .. enthielten alles, was gewöhnlich im Leben jenes Volkes vorkommt .. Nur die realen Äußerungen der Sittlichkeit würden dargestellt .. .. die Folgen von Reinlichkeit und Unreinlichkeit, von Nachlässigkeit oder A. .. wären .. darzustellen 422,21,7 Zur Einführg dtSpr inPolen der Herr sei, nach seiner Gewohnheit, ganz früh weggeritten [auf seine Güter]. Er pflege zu sagen: A. ist das Leben! 24,94,8 Wj I 6 3 Wachsamkeit, Achtsamkeit, Augenmerk auf etw oder jdn unter best Bedingungen, zu best Zwecken a vorwiegend bei der berufl Pflichterfüllung im Bereich der staatl Verwaltung (Aufsichts- bzw Gehorsamspflicht, zensorische u Gutachtertätigkeit), seltener im privaten Bereich; bes in krit Situationen Wir haben .. durch eine scharfe A. auf die geringsten Dinge, der Thätigkeit der Unterbeamten .. eine gute Richtung gegeben B6,370,24 CarlAug 18.10.84 [Gutachten G-s üb Maßnahmen gegen landsmannschaftl Verbindungen] Anhaltende A. und fortdaurende Würckung auf denselben Zweck können das Übel mindern B7,195,7 CarlAug 7.4.86 Eigentlicher Friede .. konnte zwischen solchen Nachbarn [Türken u Perser zur Zeit Abbas I] sich nimmer befestigen, einzelne Neckereien, öffentliche Demonstrationen weckten beide Parteien zu fortwährender A. 7,197,4 DivNot Ich kann denken wie du über das Feuer erschrocken bist .. doch kann es, bey unsern guten Anstalten, nicht schaden wenn manchmal [Bd. 1, Sp. 977] b genaue, teilw peinl-ängstliche Beachtung bes ethischer, seltener religiöser, gesellschaftl od anderer Forderungen u Normen [Entwurf einer Verfassung für die amerikan Auswanderer] Unsre Sittenlehre .. dringt .. auf Besonnenheit, und diese wird durch Eintheilung der Zeit, durch A. auf jede Stunde höchlichst gefördert 251,211,17 Wj III 11 In mehreren fürstlichen .. Häusern war eine Sorge für das Heil der Seele lebendig. Es fehlte nicht an Edelleuten, die gleiche A. hegten 22,299,6 Lj VI Wenn ich nur deiner Frau, wie auch der Frau von Stein, die verwünschte A. auf Träume wegnehmen könnte B9,69,2 Herder 27.12.88 daß er [Klopstock] in .. Dänemark, in dem Hause eines großen .. Staatsmanns .. wohl aufgenommen war. Hier, in einem höheren Kreise, der zwar in sich abgeschlossen, aber auch zugleich der äußeren Sitte, der A. gegen die Welt gewidmet war 27,298,26 DuW 10 [mBez auf Schauspieler] daß .. Alles darauf ankommt, daß der Mensch einsehen lerne, was ihm fehlt .. daß nach und nach die A. eines Jeden auf sich selbst erregt werde B16,201,17 FUnzelmann 14.3.03 uö c forschendes, meist krit, mißtrauisches, eifersüchtiges Beobachten des Andern; bes im erot Bereich Es vergnügt sie einen stolzen Menschen wie ich bin an ihrem Fusschemel angekettet zu sehen. Sie hat weiter nicht auf ihn acht .. will er sich aber loßreisen, dann fällt er ihr erst wieder ein, ihre Liebe erwacht mit der A. B1,146,15 Behrisch 20.11.67 Merck .. machte mich .. auf Menschen aufmerksam, die ohne sonderliche Talente .. sich persönlichen Einfluß zu verschaffen wissen .. wir nährten von jener Zeit an eine gewisse unruhige, ja neidische A. auf dergleichen Leute 28,185,25 DuW 13 Kennt man .. die eifersüchtige A. der Schauspieler, daß keine Ausnahme gemacht .. werde B17,264,13 Kirms 7.3.05 uö d Besitz-, Nutzinteresse; vereinzelt mit pejor Akzent daß geologische Kenntniß .. jedem praktischen Unternehmen von der größten Wichtigkeit sei .. man denke sich die Noth und die A. auf Porzellanerde [man erinnere sich der vormals wie ein Kleinod geachteten sächsischen Porzellanerde 36,19], die sich jetzt überall hervorthut 36,385 TuJ Var Einzelne Männer als Mechanicus Schmidt in Jena .. verdienen unsere A. Denn es ist .. wichtig zu wissen: daß wir Leute in der Nähe haben, die uns mit den nöthigen Werkzeugen versehen können 53,191,4 Üb verschZweige hiesiger Tätigk Möge Herr Binder .. für das Neuste, aus Spanien, Portugal, Amerik a .. seine monetarische A. bethätigen B36,283,17 Boisserée 27.1.23 Ich war .. auf dem Fischmarkt und sah ihnen zu, wie sie mit einer unaussprechlichen Begierde, A., Klugheit feilschten und kauften Tgb 29.9.86 A. auf kleine Vortheile 51,41,23 ThS I 12 uö 4 menschl Anteilnahme, persönl Interesse für jdn, bes im erot Bereich [Stella:] Ich weiß nicht, ob du bemerktest daß du im ersten Augenblick meine A. gefesselt hattest? Ich wenigstens merkte bald daß deine Augen mich suchten .. ich spähte jeden Zug in deinem Gesicht 11,174,23 Stella IV [Jarno zu Wilh üb den Abbé:] es will schon etwas heißen in dem hohen Grade seine A. auf sich zu ziehen 23,214,13 Lj VIII 5 wenn nicht das glück der Sieger in Süd-Westen und das Schicksal der Freunde in Nordosten unsere Theilnahme und A. gewaltsam an sich zöge B24,134,1 Grotthuß 7.2.14 uö 5 Artigkeit, Zuvorkommenheit, im Bereich gesellschaftl Konvention und bei Freundschafts-, Liebes- und Patronatsverhältnissen; auch konkr für einzelne Handlungen od Dinge; mehrf Pl, häufig ‘A. be-, erzeigen, er-, beweisen, haben’ [G in Gotha] mit welcher anständigen Naivetät man schon seit so viel Jahren einer wechselseitigen Neigung sich zu erfreuen gewußt, wo Scherz und A., guter Humor und Gefälligkeit, geistreich und wohlwollend das Leben durchaus zierlich durchzuführen sich gemeinsam beeiferten 35,115,10 TuJ [Lavater] der .. seine Freunde mit unglaublicher A., trägt, nährt, leitet und erfreut B4,149,23 ChStein 30.11.79 sie bezeigt ihm die schönsten, edelsten gesellig-häuslichen A-en 24,136,24 Wj I 8 Ein Freund .. dem es an einer Hälfte .. deßwegen ermangeln mochte, weil es ihm .. an jener A. fehlte, ohne welche sich Verbindungen solcher Art nicht denken lassen 27,28,21 DuW 6 Was soll ich euch lange von den hundert A-en unterhalten, womit ich ihr den ganzen Weg über angenehm zu werden, sie zu zerstreuen suchte. Und wie könnte ich es auch! denn das ist eben die Eigenschaft der wahren A., daß sie im Augenblick das Nichts zu Allem macht 24,30,6u10 Wj I 2 StJoseph II trat sie [Mignon] mit A. und Liebe hervor, war eifrig, ihm [Wilh] zu dienen, und munter, ihn zu unterhalten 22,62,11 Lj IV 10 Wenn Mutter und Kinder durch die artigen A-en ergötzt sind, Alma im rothen Kleidchen herumlauft, und die .. Knaben .. mit dem ächt mailändischen Andenken erfreut werden sollen B47,130,5 August 5.7.30 uö → Un- GWB Kaufmannsdieneraufmerksamkeit vgl 1Acht Achtsamkeit Achtung Anstrengung Anteil Beachtung Intention Interesse Konzentration zu 1 Andacht Aufsehen Empfänglichkeit Neugier staunen(das St.) zu 2 Sorgfalt zu 5 Attention(sd) égard | a (freundlich-)sittliches Betragen, Anstand, Takt; mehrf in allg Erörterung, einmal ‘H. des Herzens’ iS eines inneren Feingefühls; auch idWdgn, Vbdgn ‘etw aus H. tun’, ‘die (allgemeine, gewöhnliche) H. erlaubt, gebietet, verlangt etw’, ‘angeborene, aufmerksame, bescheidene H.’ [Dor:] der äußeren Zierde bin ich von Jugend nicht fremde. | Unsere Nachbarn, die Franken .. | Hielten auf H. viel; sie war dem Edlen und Bürger | Wie dem Bauern gemein .. | Und so brachten bei uns auf deutscher Seite gewöhnlich | Auch die Kinder des Morgens mit Händeküssen und Knixchen | Segenswünsche den Eltern, und hielten sittlich den Tag aus HermDor VIII 43 Was weiß ich, wie es zugeht! daß die Gesellschaften mich drücken, daß die H. mir unbequem ist, daß das was sie mir sagen mich nicht interessirt 19,200,24 BrSchweiz I Ohne Umschweife | Begreife, | Was dich mit der Welt entzweit; | Nicht will sie Gemüth, will H. | Gemüth muß verschleifen, | H. läßt sich mit Händen greifen 2,249 Sprichw 581u583 Jeder Mensch habe nur ein Nösel von H. und dieses sei bald verbraucht Gespr(He5,50) Riemer undat “Es gibt kein äußeres Zeichen der H., das nicht einen tiefen sittlichen Grund hätte. Die rechte Erziehung wäre, welche dieses Zeichen und den Grund zugleich überlieferte.” .. “Es gibt eine H. des Herzens; sie ist der Liebe verwandt. Aus ihr entspringt die bequemste H. des äußern Betragens.” 20,261,12,18u20 Wv II 5 OttiliensTgb 6,282 Vs 4 DivNachl 46,252,17 Hackert B28,342,12 Cattaneo 14.12.17 36,352,26 Trauerloge 1821 uö mit iron Akzent; in Berührung mit bβ [Schüler:] komme voll Ergebenheit, | Einen Mann zu sprechen und zu kennen, | Den alle mir mit Ehrfurcht nennen. [der als Faust verkleidete Meph:] Eure H. erfreut mich sehr! | Ihr seht einen Mann wie andre mehr Faust I 1872~Urfaust 253 iSv Zurückhaltung, Bescheidenheit Man bringt Erfrischungen, welche sie [die Pilgerin] annimmt, ohne falsche H. [sans fausse politesse] und mit dem anmuthigsten Dank 24,77,14 Wj I 5 b in konkretisiertem Gebrauch; mehrf pl α für eine verbindliche Handlung, ein Entgegenkommen iSv Aufmerksamkeit, Gefälligkeit; auch in Überschneidung mit b [Buyck zu Jetter, der beim Armbrustschießen getroffen hat:] den Schuß handl’ ich euch ab, theile den Gewinnst, tractire die Herren: ich bin so schon lange hier und für viele H. Schuldner 8,173,17 Egm I [üb die Einwohner von Agrigent] Man fühlt sich in der That verlegen, H-en [Civilities] ablehnen zu müssen, welche mit der Absicht zu gefallen angeboten werden 46,194,16 Hackert TgbKnight In Gotha hat man alle Arten von H. und Aufmercksamkeit gegen mich erschöpft, und mir wohl gemacht [G war ua von der Hzgin von Sachsen-Gotha freundl empfangen u beschenkt worden] B5,233,14 ChStein 9.[12.81] 22,277,26 Lj VI SchöneSeele uö(selten) iron-verhüllend [Meph zu Gretchen, üb Faust:] Habe noch gar einen feinen Gesellen, | .. Ein braver Knab’! ist viel gereis’t, | Fräuleins alle H. erweis’t Faust I 3020~Urfaust 874 β für eine artige, auch beschönigende Äußerung iSv Kompliment, Schmeichelei; ‘jdm H-en widmen’, ‘jdn mit H-en überhäufen’ ua [nach der Ankunft auf dem Pfarrhof] Ich hatte indeß der Frau Pfarrern meine H-en [meine H. Werth2] gemacht AA33,29 Werth1 I [bezügl der Feststellung, daß ‘Hermann u Dorothea’ auch Humboldt angehöre] Es ist nicht eine H., die ich hier sage, denn Sie wissen selbst, wie sehr wir .. uns wechselseitig auszubilden unaufhörlich gearbeitet haben B13,215,20 WHumboldt 16.7.98 K 18,259,4 Märchen [für: politesses] 45,195,7 RamNeffe Anm uö → Un- Syn Artigkeit zu a Anstand Wohlanständigkeit GWB Anständigkeit Courtoisie Dezenz Freundlichkeit Honettetät Schicklichkeit Takt zu bα Achtungsbezeigung Attention Aufmerksamkeit égard Fleurette Freundlichkeit GWB Gefallen GWB Gefalle Gefälligkeit Gunst(bezeigung, -bezeugung) zu bβ Kompliment Schmeichelei Schmeichelphrase Verbindlichkeit
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