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 GWB Affinität (Bd. 1, Sp. 282)   GWB Antipathie (Bd. 1, Sp. 728) 
  Affinität‘A. zu’ (10 von 13 Belegen), ‘A. mit’ N51,83,14 nur im chem Zshg (iUz dem von G metaphorisch gebrauchten Übersetzungswort ‘Wahlverwandtschaft’, das er ebenfalls der naturwiss Terminologie entnommen hat):  Anziehungskraft, Vereinigungslust (sd)Metallkalcke .. den Gläsern Farbe mittheilen. A. zu den färbenden Theilen. Z.B. des Zinnkalckes zu der Cochenille. A. der Thon Erde N52,101,29u31 Plpdie A. des Lichtes zu andern Körpern, (.. in wiefern das Licht zur Färbung der Pflanzen beitrage ..) besonders zu solchen die fast ganz aus Farbetheilen bestehen N51,85,14 ChromatSätzeReines Wasser .. hat eine leichte aber nicht starke A. zu den farbigen Körpern .. und ihren feinsten Theilen. Die meisten lösen sich bequem im Wasser auf, werden aber leicht daraus wieder geschieden N52,100,11 Fl Plpdaß hier [in der Botanik im Gegensatz zur Mineralogie] .. alle diese Erscheinungen einer besonderen Kraft, einem Bildungstrieb sich unterwerfen, deren Gesetze viel dunkler, viel schwerer zu studiren sind als die der A. [l’affinité] und Attraction N7,160,12 Pflanzenbildg Decandolle [1828]N13,214,11 Morph Plp [1796] [im Titel] N52,165 Fl PlpN52,177,24 Fl Plp uö ebd
vgl anziehen(das A.) Anziehungskraft Attraktion Neigung Vereinigungslust Verhältnis Naturverwandtschaft Wahlverwandtschaft verwandtschaft Verwandtsein

Elke Umbach

 

  Antipathie‘-tie’ B2,77,2; Pl auch ‘-thieen’ nach ursprüngl mittelalterl natwiss Vorstellung durch unwillkürliche, rational nicht erklärbare Abneigung gekennzeichneter Bezug zw den ObjektenDer Aberglaube ist die Poesie des Lebens, beide erfinden eingebildete Wesen, und zwischen dem Wirklichen, Handgreiflichen ahnen sie die seltsamsten Beziehungen; Sympathie und A. walten hin und her 412,54,24 MöserMan gedenke der Gewalt des Wollens, der Intentionen, der Wünsche, des Gebetes. Was für unendliche und unerforschliche Sympathien, A-n, Idiosynkrasien überkreuzen sich nicht [Die Bezüge der specificirten organischen Wesen sind von unendlicher Mannigfaltigkeit .. Sympathien, A-en, Idiosyncrasieen N3,395 Plp] N3,222,21 FlH IV PortaDenn wie es angeborene A-n gibt, so wie gewisse Menschen die Katzen nicht leiden können, andern dieses oder jenes in der Seele zuwider ist 28,170,9 DuW 12[Gretchen:] Der Mensch, den du da bei dir hast, | Ist mir in tiefer innrer Seele verhaßt .. | Auch wenn er da ist, könnt’ ich nimmer beten .. | [Faust:] Du hast nun die A.! Faust I 3501=Fragm 1804 = Urfaust 1194übertr auf FarbenharmonieSein [Matthias Klotz] Vortrag im Ganzen sowie gewisse Äußerungen im Einzelnen erregen Vertrauen, ob man gleich nicht sieht, wie er die Sympathie und A. der Farben ableiten will, worauf doch alles ankommt N52,317,12 Fl Plp [vgl GWB Sp 118,9ff]  ‘Gesetz der A.’ iS der Bewirkung eines GegensatzesVon der Lotte wegzugehn. Ich begreifs noch nicht wies möglich war .. Ich weis nicht warum ich Narr so viel schreibe. eben um die Zeit da ihr bey eurer Lotte gewiß nicht an mich denkt. doch bescheid ich mich gern nach dem Gesetz der A. Da wir die Liebenden fliehen, und die Fliehenden lieben B2,77,2 Kestner [10.4.73]
vgl Abneigung Abscheu Apprehension Aversion Idiosynkrasie Widerwille

Maria Erxleben