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 GWB ä (Bd. 1, Sp. 2)   DWB fulda (Bd. 4, Sp. 481) 
  ä Kindergeschrei 16,144 KünstlersErdew 28Ausdruck des AbscheusPfui! was ist das ein ä Geschmack 16,80 Satyros 74

Rolf Denker/Rose Unterberger

 

 fulda, f., der name des bekannten aus der Rhön kommenden flusses, aus dessen vereinigung mit der Werra die Weser entsteht, findet sich von Jacob Grimm mit hinweisung auf GDS. 574 für das wb. aufgezeichnet und sollte demnach in demselben, wie anzunehmen ist, besonders angeführt werden. er kommt bei den Römern, auch bei dem geographus ravennas noch nicht vor; erst im 8. jh. und der darauf folgenden zeit erscheint, gleichviel ob von dem flusse oder dem an diesem liegenden und deshalb nach ihm benannten kloster, Fuldâ, Fultâ, Vuldâ, Vultâ, auch einmal Foldâ (Förstemann 2, 538), welchen formen, da â aus aha, wasser, flusz, zusammengezogen ist (s. DWB aa 1, 4), die neben ihnen vorkommenden Fuldaha, Fultaha, Vuldaha, Vultaha, Voldaha (Förstemann 2, 537 f.) als die älteren vorausgehn. das d, wo es in der alten schreibung steht, ist ganz dem alts. folda, ags. folde, altn. fold, = erde, land (3, 1475), gemäsz, welches den ersten theil des namens bildet; im ahd., wo dieses wort bis jetzt nicht aufgefunden ist, würde fulta, folta gesagt worden sein, wonach sich dann unter jenen formen des namens, der so viel als landflusz bedeutet, als die eigentlich althochdeutschen Fultaha, Fultâ ergeben. auffallend aber bleibt, zumal da sich, worauf Jacob Grimm aufmerksam macht, slavische ansiedler den Main entlang bis ins Fuldische niederlieszen, dasz in den ann. fuld. bei Perz 1, 385 Fuldaha die böhmische Moldau bedeutet, die bei den Slaven selbst Wltawa, Wletawa heiszt, s. GDS. a. a. o., wo noch weitere ausführung. schwerlich ist hier bei der berührung des deutschen und des slavischen flusznamens zufälliges zusammentreffen anzunehmen, vielleicht eher dasz die Slaven den deutschen flusznamen in Böhmen vorgefunden und ihn in ihrer sprache umgebildet haben mögen.