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 ElsWB Zein(e) (Bd. 2, Sp. 906b)   RhWB Zeine I (Bd. 9, Sp. 742) 
  PfWB  RhWB Zein(e) [Tsainə S. Mü. Pfast. Wittenh. Dollern; Tsain O. Schlettst. Bf. Str. (ält. Spr.); Tsǽn Barr; Tsán Lobs.] f. 1. grosser, runder oder ovaler Korb ohne Deckel mit zwei Handgriffen, sog. Hieneⁿ; (der ‘Korb’ hat nur einen Henkel). E langi Z. ovaler Korb. ‘mit Kirsen in're Zaine’ Lustig I 116. ‘Der Granädierer setzt si in die Zaine unn lot si abe’ Oblarg Als. 1852, 80. Ich un du wetteⁿ Um drei goldigi Ketteⁿ, Um e Zein voll Schnee: Du mues siⁿ Abzählspruch bei zwei Kindern Rapp. JB. VII 150. Aus einem Scherzspruch: Si het e Zein voll Kinder, Die brüelˡeⁿ wie dr Schinder Rapp. JB. VII 166. Mit eme halweⁿ Sester wurd di Zein räs voll (Äpfel), nu wëreⁿ si awr ufgebigt Eckirch. ‘was ein jeglichs in einer zeynen (Marktkorb) z siner milch ungeverlich getragen mag’ Str. 1495 Brucker 337. ‘Die Unterthanen können an Fasttägen in der Ill fischen, aber nur mit zeynen, luterm Wadel (einer einfachen Fischreuse über Reife gespannt) oder Schöpffberen’ Hlkr. 1509, Als. 1862, 191. Zss. Zeineⁿflicker, –flickerkor, –macher. 2. niedriger, runder, flacher Korb für Gemüse oder Blumen Str. CS. 119. ‘’S ganz Huus muess ne-n-ergeje gehn mit scheene Bluemestrysse; druss sinn zwai Zaine voll’ Pfm. V 9. 3. †fig. ‘eine Gärtnersmagd’ Klein. 4. übtr. Schelte: alti Zein(e)! alte Frau Fisl. Hi. Bghz. Obhergh. 5. alti Z. alte Geschichte Gebw. Vgl. Käs 1. — Basel 322. Bayer. 2, 1128.

 

  PfWB  ElsWB Zeine I zu ahd, zeina, mhd.  Lexer zeine, got. tainjo »Korb«, anord. teina »Reuse«, anscheinend zu obigem Zein eine Kollektivform; trotz der nahen Bed. Verwandtschaft hat es mit Zeine II (s. u.) nichts zu tun; α. ts:n in May-Ettring, Aden, Ahrw-N u. ODürenb NZissen; -ē:- Ahrw; -e·i.- Löhnd Heimersh Sinzig [tse·i. Bodend]; dann β. tsē:nχən Sülzt (veralt.) u. tse·i.n u. tsē:n OAltk; tsāi, tsi, ts, tsē, tsŋ Siegld, Ol. -nə(n), Dimin. -χə(n) f.: 1.a. einhenkeliger Korb aus geschälten Weiden geflochten, für Kartoffeln, Obst; Schinnenz. Verbr. im Geb. α. (u. ts:mχən Obstkörbchen mit Hängebogen u. Haken zum Pflücken Saarl-Berus). — b. ein aus Holzschienen geflochtener viereckiger Korb mit Griffen an beiden Seiten od. Stangen zum Tragen, bes. die Kohlnz., die aus Eichenschälholzschienen an zwei Tragstangen, als Kohlenmass dienende Z., mit welcher der Messer die mit der Kohlnraize, –köze angefahrenen Holzkohlen mass; auf einer Kohlnr. waren bei guten, nicht zu steilen Strassen, wenn eine Kuh als Zugtier benutzt wurde, 5 Z.ə geladen; die Grösse der Kohlnr. richtete sich nach Gelände u. Zugtier; der Köhler, der die K. mit dem Fellwəs (Lafass, Lowes) belud, rechnete, dass etwa 4 Fellweser auf 1 Z. gingen; die geeichte Z., in welche die Kohlen mit einem gebogenen Krämmer aus der K. gezogen wurden, fasste 1 hl; der Messer rechnete nach vollen Z., u., wenn ein Rest blieb, ursprüngl. nach sechstel, später nach achtel Z.; 10 Z. ergeben 1 Wagen (Wawel) Verbr. OAltk, Siegld (veralt.). — 2. übertr. verächtl. a. faul Z. träges Weib Ahrw-Lorsd. — b. Frau, die nicht gut gelitten ist Ahrw-Heimersh.