verzieʰn a) trans. 1. auseinander ziehn; (das Gesicht) verzerren; 2. (Kinder) schlecht erziehn; b) refl. 3. das Holz verzieʰt siʰ nimmt beim Trocknen eine andre Richtung an; auch vom Gewitter; c) trans. 4. verzeihen (selten; meist vergën). ‘vnd fande Er in dem bey sich selbst, das seinem Weib noch besser zuverziehen wr’ Mosch. II 308. Gelindes Fluchwort: Gëlt, ër is, verzich mⁱr, schoⁿ do? Obhergh. 5. verzichten uf eps: Wëⁿⁿ mir so viel Stëmpeneieⁿ Schwierigkeiten gemocht wärteⁿ woreⁿ, hätt ich druf verzaujeⁿ Ingenh. Ër muess druf v. Dunzenh. Z. — Bayer. 2, 1108. | | ver-ziehen [-tsíən Fa. u. s.; –dsijə Ri.; –tséïən Bi. D. Si. — Ptc. –tsó, –tsá, –tsùn] intr. v. 1. verscheiden: er leït em Verziehen er ist dem Verscheiden nahe Fa. — 2. auseinander gehen, sich auflösen: der Newel verzieht. — 3. die Wohnung wechseln: m'r sin verzâ Bi. — 4. tr. auseinanderzerren, durch Zerren beschädigen: en Feïder (Feder) v. — ElsWB els. 2, 898 verzien 1.; schwäb. 2, 1429 verziehe. |
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