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 ElsWB a(n) zieʰ(n) (Bd. 2, Sp. 897b)   PfWB an-tun (Bd. 1, Sp. 292) 
 a(n) zieʰ(n) a) intr. 1. zu ziehn anfangen, vom Zugvieh; 2. stark steigen, vom Weg: s ziʰt aⁿ M. 3. im Preise steigen: d Frucht ziʰt an; 4. feucht werden: der Hanf im Keller; auch das Wetter zieht an; 5. wirken: ich hab ihn geprügelt, dis het angezöjeⁿ Hf. b) refl. 6. sich ankleiden Ensish. (öfter an duen K. Z.). c) trans. 7. anlocken Geisp. s Bett zieʰt an: wenn man sich legt, wird man erst recht krank Dü. 8. erwähnen, auf jemand oder etwas anspielen Hf. Wh. Basel 19. Schwäb. 287. Bayer. 2, 1107.

[Bd. 2, Sp. 898a]

 

   an-tun st.:
1.
a. sich a. 'sich ankleiden'. Alla, du dich aan! Ich han nix aanseduu(n), wenn jemand glaubt, für irgendeine Gelegenheit kein passendes Gewand zu haben [verbr. vorw. WPf]; daneben, bes. in der VPf und bei der jüngeren Gener., fast allg. aanziehe 'anziehen'. Barfüßig, arem a(n)gedah(n) [Kiefer 169]. Volksgl.: Wammer eenich ebbes letz aandut, grikt mer ebbes geschenkt [Fogel Beliefs Penns Nr. 342]. (WPf u. NWPf: Gegen die Hexen ist geschützt, wer

[Bd. 1, Sp. 293]
aus Versehen abends das Nachtgewand verkehrt anzieht). Wammer sich aandut und dut die Schuh 's letscht aan, muß mer sich noch scheme [Fogel Beliefs Penns Nr. 1925]. LothWB Lothr. 9. — Auch vom Pferd: 'm Gaul de Zaam 'Zaum' a.
b. De Wammes äbsch (links) a. 'Bankerott machen' (s. PfWB äbsch) [verbr. nördl. WPf]. —
c. einen a. 'übervorteilen, betrügen' (ankleiden iron. ins Gegenteil verkehrt); vgl. PfWB anschwindeln. Der is aangeduu! [ KU-Schmittw/O RO-Wartbg Rohrb Semb LU-Alsh SP-Mechth LA-Gommh]. —
2. einem etwas a. 'zufügen'.
a. etwas Gutes a.; die letscht Ehr aanduu 'dem Verstorbenen durch Teilnahme an seinem Begräbnis Ehre erweisen', nach dem Schd. [allg.]; die Gunn aandun 'Gunst erweisen, gefällig sein' [KU-Glmünchw FR-Bobh LA-Venn Impfl Queichh Don Gal Buch]; sich de Gure 'den Guten' a. 'sich einem Genuß hingeben' [ KU-Kaulb]. —
b. etwas Unangenehmes a.; e(n) Ducke (Duppe, Schawernack, Bosse, Brand, Schmookes 'Schmach' - auch: eppes) a. [verbr. vorn. VPf]; jemand eppes zu Fleiß a. 'absichtlich schaden' [Don Gal Buch verbr. Rußl-Worms]; em die därre Daa 'dürren Tage' a. 'ihn quälen' [Ingb]. Sie hot's 'm aangeduu 'hat ihn verliebt gemacht'; auch von Dingen: Dei(n) Audo hot's em a. 'gefällt ihm sehr' [allg.]. Dun eich kään Dood aan!, Grußformel beim Vorübergehen an arbeitenden Leuten [ ZW-Lambsbn RO-Steinb KL-Wörsb Hütschhs]. —
c. sich etwas a. 'Selbstmord verüben'; sich de Dood (e Lääd, a Laad 'Leid') a., meist: sich eppes a. [allg.]. a. 1543: ob iemands, er wer dan wanwitzig, ime den tod selbst anthet [Grimm Weist. V 648 (RO-H'stätt)]. — ElsWB Els. II 639/40; Bad. I 64; Schwäb. I 278; Kurhess. 14.