PfWB LothWB RhWB Wid(e) [Wítə S.; Wít O. U. W.; Wæìt Bühl Ndrröd. N.; Pl. –ə; Demin. Wítlə O., Wítl U., Wæìtl N.] f. Weide, Salix. Langi Wideⁿ, langeʳ Winter; kurzi Wideⁿ, kurzeʳ Winter Dü. Iʰre Vätter häi voⁿ einer W. Holzschuehe getreit ihre Väter waren Brüder, sie sind Vettern Hi. Sur wie W. sehr sauer Su. ‘Ufg'stosse hat's mr sür wie Wide’ Lustig I 84. ‘keinen garsten (ranzigen) hering an den widelin darunter mengen’ Str. 15. Jh. Brucker 216. Gang, heb diʰ an deⁿ Widen! es ist nichts mehr zu machen, ursprüngl. wohl von einem Untersinkenden gebraucht Co. Aus einem Reitliedchen: ‘D'ein spinnt Side, D'ander dräit Wide’ usw. Str. [Bd. 2, Sp. 793a]
Stöber Volksb. 98; Varianten ebd. 99 bis 102 u. unter riteⁿ 1. Demin. Widleⁿ kleine Weiden, mit denen man die Weinranken an dem Rebpfahl festbindet O. Str.; Syn. Bändel Z. Zss. Wideⁿbaum, –grund, –sal. — Basel 314. Bayer. 2, 858. Vgl. Schwäb. 530. | | ElsWB PfWB RhWB Wied [wít fast allg.; wíl Schw. Ha.; wait D. Si. — Pl. wídə, waidən] f. Weide, Weidenbaum (salix). Kinderlied: Ze Rom isch e Glockhüs, do louwe alle morje 4 Madame rüs: die ene spinnt Side, die ander spinnt (od. dräht) Wide usw. Flh. — ElsWB els. 2, 792 Wid(e). — Zss. |
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