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| ElsWB wie (Bd. 2, Sp. 778a) | PfWB ob (Bd. 5, Sp. 189) | PfWB wie2 (Bd. 6, Sp. 1315) | |||||
[Bd. 2, Sp. 778b] †‘
| 1. als Einleitung von indirekten Fragesätzen und Sätzen, die Ungewißheit oder Zweifel ausdrücken, ob [mancherorts, Müller Dietschw 53], eb [verbr., Lambert Penns 46 Krämer Gal 157]; s. F.; Ich will siehe, eb er [Bd. 5, Sp. 190] kommt [ HB-Nd'bexb]. Ich will emol frooche, eb mer des derfe [ BZ-Dierb]. Mer wees net, wem mer draue kann! / Un eb mer uns die Waahret secht [Birmelin Penns Gezw. 31]. a. 1335: oder eb sie nûth schirmen sllen [Vergleich zwischen Walram v. Zweibr u. d. Graf v. Zweibr-Bitsch]. a. 1360: vnd fragte der vorgenante herre Alhelm denselben schulteissen vnd hubner, abe in kentlich were, das ... [PfWeist. 421 (FR-Eppst)]. — 2. 'wenn, im Falle daß'. a. 1293: also, ebe der herre da von niht lassen wollte [SpeyUrk. 134/35]. a. 1293: eb er das niht dête [SpeyUrk. 134]. a. 1338: wonen vnde bliben, die wil sie lebet, ob sie wil [OttbgUrkb. 403]. — 3. bei Vergleichen in der Verbindung mit als2 [vereinzelt]; häufiger (und wohl altmundartlicher) hierfür: wie wann, als wann, als wie (s. PfWB wie). Sie han immer so geduu, als eb se'n net kenne däde [ KL-Schallodb]. Er is gelaaf, als ob de Deiwel hinnerm her gewest wär [ KL-Ottb]. — 4. a. als Bestätigung in Verbindung mit und. Un ob! [verbr.]. Hoschde des gelese? - Un ob ich des gelese han! [Kaislt]. — b. als Einleitung von Befehlen. Ob de gleich gehscht! 'Mach, daß du gehst!' [Schandein Sprachsch. 84]. Eb de hergehscht!, Zuruf an den Hund zu kommen [ BZ-Gossw]. — F.: Wie die historischen und die auslandspfälzischen Belege zeigen, ist die Form eb, die ohne erkennbare räumliche Trennung neben der seltener gemeldeten Form ob bezeugt ist, in der Mundart seit alters verwurzelt und auf mhd. eb, ebe, öbe ( Lexer Lexer II 127/28), eine Nebenform zu obe, rückführbar. Vor anlautendem Vokal des folgenden Wortes wird b häufig zu w, z. B. ewwer 'ob er' [Müller Dietschw 27], ewwich 'ob ich' [ BZ-Dierb]. In Verbindung mit du findet sich mancherorts Einschub von s, sch: ebsde 'ob du' [vereinzelt], ebschde [Schandein Bav. IV,2 242], in Verbindung mit ihr, n-Einschub': ob-, ebner 'ob ihr' [mancherorts]. — Südhess. IV 1036; RhWB Rhein. VI 314; LothWB Lothr. 117; ElsWB Els. I 6.
| 1. einräumend, bedingend: 'so wie; als ob; je ... desto; wenn ... dann'. Wie ich sieh, geht's der ganz gut [Krämer Gal 242]. So macht ma halt, wie wenn's se gäb [Kraus Arwed 34]. RA.: kumme wie geruf 'zur rechten Zeit kommen' [vereinzelt]. SprW.: Wie [Bd. 6, Sp. 1316] mer's macht, so hot mer's [Penns]. Wie mer sich bett', so leit (schleeft) mer [mancherorts, auch Don Gal Buch]. Wie eener eßt, so schafft er [mancherorts]. Wie dummer, wie glicklicher [ Don-St. Anna]. — 2. temporal: 'zu der Zeit als; sobald als'; wie ich noch klään war [ ZW-Battw]; wie isch komm bin [Hussong Kirkel 172]. Sie hänn en erscht fortgeloßt, wie de Kriech rum war [ LA-Gommh]. Wie ich ferdich bin, kumm ich [ LU-Böhl]. Wie de dich muckscht, schlah ich derr uff's Ohr [ PS-Geisbg]. Wie er sich gebickt hot, es em sein Gellbeirel gefall [ KB-Kriegsf]. Ich hab eich gesehne, wie 'r in die Kerch gange sinn [ LU-Böhl]. De Hannes war noch in Gedanke, wie 'rer die Dier uffgedrickt hat [Sunndag 46/1968]. Wie der dann kumm is [Firmenich III 245 (Kus)]. Sagsprichwort: Besser jetzert wie speerer, hot die schebb Lies gemeent, wie er die Bohne verfroer ware [NPfGV 8/1934]. — RhWB Rhein. IX 494 ff.; LothWB Lothr. 541; ElsWB Els. II 778.
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