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 ElsWB Wauwau (Bd. 2, Sp. 775a)   RhWB Wullewutz (Bd. 9, Sp. 645)   PfWB Wulle-wuks (Bd. 6, Sp. 1467) 
  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Wauwau, Woüwoü, Wöwöu, Wuwu(tz), Wullewutz [Wàùwàù Molsh. Avolsh.; Wòiwòi Roppenzw. Katzent. Dü. Rapp. Bf.; Wwì Barr Ingw.; Wywy Str.; Wœywœy Z. Schleit.; Wùwù Liebsd. Roppenzw. Banzenh. Ruf. Bf.; Wywy Hag.; Wywyts Betschd.; Wywæts und Wówæts W.; Wùləwùts Ndrröd.] m. 1. Hund, in der Kinderspr. allg., auch Demin. s Wuweli Banzenh. Syn. Bummer Schleit. ‘Bass uff, der Wäuwäu kummt!’ Str. JB. XI 114. 2. Wolf, von alten Leuten so genannt Roppenzw. 3. böser Mann, Schreckgestalt, Popanz, ein Wesen, womit man Kinder schreckt, Gespenst, Teufel. Sin (seid) gschwind still, dr Woiwoi is duss Dü. Wart, dr Woiwoi nimmt diʰ! Bf. Wart, dr Wuwu chunnt! Liebsd. Anfang eines Wiegenliedes: Maidele, schoü, schoü, Dert kummt dr Woiwoi Rapp. JB. VII 155. ‘I haa mi schunn als Kind Stark for em Wauwau gförcht’ Pfm. V 6. — Basel 318. Schwäb. 520. Bayer. 2, 823.

 

  PfWB  ElsWB Wulle-wutz wuləwuts  m.: 1. Kosen. für Schwein, in der Kinderspr. Birkf. — 2. W.wutsche, im Reim: W. ging in e Lade vor e Penning Gutzche kafe: vor e P. git et nicks, W. ärgeret sich; W. war net faul un schlaht dem Kafmann äns ufs Maul! Ottw, Rhfrk verbr.

 

   Wulle-wuks, Wull-oksm.:
1.
a. 'Schreckgestalt, mit der man Kindern droht oder sie ängstigt', z. B. wenn sie unartig sind oder wenn man sie bei Einbruch der Dunkelheit im Haus halten will, Wullewuks (wuləwugs) [verbr. mittl. WPf mancherorts NPf vereinzelt übrige Pf, Kühn Hamet 143 PfId. 153 Schandein Bav. IV,2 333 Stoll 28, 134 Wilms Alph. 56], Wullewoks (wuləwogs) [ HB-Webh RO-Potzb], Wullewuk (wuləwug) [ KL-Obernh], Wullewukser [ LA-Gleisw], Wollewuks [ ZW-Walshs], Wollewoks (woləwogs, -wōgs) [verbr. Raum PS vereinzelt WPf, Juner 106 Kieffer 82], Wollewouks [ PS-Windsbg], Wollewokser [ PS-Rodalb], Wullewu (wuləwū) [KU-Etschbg Nußb WD-Niedkch RO-Potzb LA-Nußd BZ-Apphf GH-O'lustdt Zeisk, Kleeberger 125], Wowoks (wowogs) [ IB-Erfw/Ehling ZW-Mauschb PS-Lu'wink Trulb], Wowoz (wowōds) [ ZW-Dietriching], Wulloks (wulogs) [ ZW-A'hornb], Wolluks (wolugs) [ IB-Biesing], Wolloks (wologs) [mancherorts SWPf], Wolleks (wolęgs) [ HB-Medh IB-Bebh]; Verbr. s. K. 77 Butzenmann; Syn. s. PfWB Butzenmann 1 a, PfWB Nachteule 1 b. De W. kimmt! [ RO-Feilbg]. Gleich holt dich de W.! [ RO-H'stätt]. Gleih ruf ich 'rei de Wullewux, / Am Fenschter drauß, do stehr-er (steht er) [Schandein Ged. 8]. O weh, der Wollochs kommt, das Krauthinkel kommt dich hole! [Dimel 146]. —
b. 'vermummte Gestalt als Begleiter des Christkinds', Wullewux [Schandein Bav. IV,2 353]; Syn. s. PfWB Pelznickel 1. —
2. 'grobe, unfreundliche Person', Wullewuks [Kaislt], Wolloox [Hussong Kirkel 176]. —
3. 'Sauerwurm', ein Rebschädling, Wullewuks [ FR-Albsh]. — Nach PfMus. 1885, S. 8 und 1909, S. 70 soll das Wort von frz. voulez-vous kommen und an die Einfälle und Plünderungen der Franzosen in der Pfalz erinnern. Wenn auch PfWB Wule-wu stellvertretend für

[Bd. 6, Sp. 1468]
'Franzose' steht, so sprechen der Variantenreichtum mit Formen wie Wauwau, Woks, Wolloks, Wowoks, Wullewatz, Wullebär usw. und die Bezeugung auch außerhalb der Pfalz, z. B. ElsWB Els. II 775 Wullewutz; Schwäb. VI 969 Wulewatsch; Frankf. VI 3587, 3606 Wuwatz, Wullewatz gegen diese Herleitung. Wahrscheinlicher handelt es sich hierbei um lautmalende, alliterierende, expressive Bildungen, die auch in Butzebauz, Butzebär, PfWB Bärbutz, PfWB Boboz, PfWB Bauwauz usw. aufscheinen. — RhWB Rhein. IX 645 and. Bed. —