Tripstrill [Trìpstrìl Mü. Str. Betschd. Lobs.; Trepstrel Co. Hf.; ‘Dripsdrilli’ Hag. H.] m. 1. Tölpel, Dummkopf; täppischer, langsamer Mensch; ‘dummer Mensch, den man leicht zum Narren haben kann, der sich alles gefallen lässt’ Klein. ‘Herr Salway, Er isch e Tribsdrill’ Franois Husm. 1886. 27. ‘Diss isch e ingebilder Trippsdrill’ JB. XI 117. ‘Der yngebildt Tripsdrill! Maint wyl er Rychdum het’ Pfm. II 2. III 8. ‘der gross T.’ ebd. IV 6. ‘wie e Dribsdrill’ Schk. 124. 2. übereifriger, aber ungeschickter Mensch Hf. 3. scherzweise gebrauchter Ortsname: ‘Wo gehsch hi? — Uf Dripsdrill!’ Mü. Stöber Volksb. 186. Geʰ noch T., wënn de nix anders weis! Co. — Schwäb. 85. Bayer. 673. Danach T. ein um 1400 zerstörter Marktflecken in Württemberg; für Köln s. Firmenich Stimmen der Völker I 475, 207 ‘He hät zo befelle zo Tripstrill we Nümmes eness’. | | Bitsch-bummern: Bez. für einen erdachten Ort. Wo gehscht du hin? Darauf die scherzh. oder unwillige Antwort: Nooh Bitschbummere [Hebel 110 KU-Kaulb Kreimb]; vgl. PfWB Bitsch. Das war de Bloßarch (!) vun B., Bez. für einen, den man nicht nennen will oder kann [ KU-Blaub]; ähnliches s. PfWB Bitsch. RhWB Rhein. I 724. |
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