türmleⁿ [tîrmlə S.; tìrmlə u. termlə O. U. W.] taumeln. Er het iʰm eini an d Oʰreⁿ gschlauweⁿ, dass er an d Wand getürmlt is NHof. Er türmlt vor Vollheit er ist betrunken Katzent. Er is getürmlt wie-n-e oʰⁿmächtigi Gans Co. Er türmlt von eiⁿm Strosseⁿgraweⁿ zum andereⁿ Betschd. ‘Vnd nimpt mich wunder, dass jr nicht Dürmelt weil jr hie steht’ Fisch. Garg. 10. ‘vnder dem rauchenden niessen, blasen vnnd türmlen dess gifftigen Tabacks’ Mosch. I 647. [Bd. 2, Sp. 715b]
‘halb dürmlend’ ebd. II 229. Klein. — Bayer. 622. Pfalz. | | türmeln, vb., taumeln, schwanken, s. DWB dürmeln teil 2, 1733, drumeln ebda 1457, trümmeln teil 11, 2, 1349; mundartl. allgemein obd. und md., z. t. in differenzierter bedeutung, so als 'taumeln': türmlen Martin-Lienhart elsäss. 2, 715; dirmle Autenrieth pfälz. id. 33; turmeln Bruns volksw. d. prov. Sachsen 70; dorməln Hofmann niederhess. 243; turmeln, türmeln bad. wb. 1, 612; dermel, dørmel Hertel Thür. 249; duermeln Heinzerling-Reuter Siegerl. wb. 51; trmeln, drmeln Reinwald Henneberg 166; dormele Crecelius oberhess. 313. — türmeln wanken Gerbet Vogtland 428; im kreise herumwirbeln, schwindeln Schmeller-Fr. bayer. 1, 622; türmlan schwindlich, rauschig sein Lexer Kärnten 78; durmeln betäubt sein, schwindel haben, taumeln, stolpern rhein. wb. 1, 1582; ungeschickt, tölpelhaft gehen, herumtappen ebda; dormla schwindlich seyn, taumeln, wie einer, der noch halb schläft Sartorius Würzburg 31. — 'leicht schlafen, schlummern', vgl. 2türmen: türmlen Martin-Lienhart a. a. o.; durmle Seiler Basel 93; dorməln Hasenclever Wermelskirchen 78; dorme(l)n rhein. wb. 1, 1418; durmeln ebda 1, 1582; durmlen Fischer schwäb. 2, 500. — dürmeln, türmeln lärm schlagen, sich trotzig benehmen Unger-Khull steir. 184. | | dorme(l)n drmələ Simm-Horn; dǫrmə Zell-Sohren; dǫrmələ Elbf (u. --), Remschd; -o- Wermelsk, Sol (u. -ø-, –y-), Duisb; -ōm- Kemp schw.: schlummern, halb schlafen, im ersten Schlaf, Halbschlummer liegen. S. auch dürmeln. |
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