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 ElsWB turkleⁿ (Bd. 2, Sp. 713b)   PfWB torkeln (Bd. 2, Sp. 354)   PfWB schweimeln (Bd. 5, Sp. 1582) 
 turkleⁿ, turchleⁿ, turkeⁿ [tùrklə Bf.; tùrìklə Str. Hf. Lobs.; tùrχlə Hlkr. Ingw.; Nbf. ‘durtle’ St.] 1. taumeln, schwanken, wie ein Betrunkener. Er het iʰm eini gebutzt, ass er geturiklt is Str. ‘Genn Aacht, sie fangt ze durkle-n-an’ Hirtz Ged. 223. Klein. 2. tr. eⁱns t. ein Schläfchen machen Lobs. 3. träumerisch umhergehen Hlkr. ‘Wer isch denn zeller Mann, wo dort In eim Stück furt so durkelt?’ Franois Husm. 1886. 28. ‘In ’s Herr Bluetschrywers Sohn isch mit gedurkelt au, sternvoll wie e Kanon’ Pfm. III 2. ‘dorckelend chancellantes’ Martin Parl. N. 243. ‘turkeln’ Klein. Schwäb. 134. Bayer. 620. Pfalz.

 

   torkeln schw.: 'schwankend gehen, bes. bei Trunkenheit oder Entkräftung', dorkele (dǫrgələ) [verbr., s. K. bei turmeln, auch Don Gal Buch], (dǫÄgələ) [ KL-Lind], (dōrgələ) [ KU-Schmittw/O Schönbn], dorekele [ NW-Haßl], darkele (dargələ, dḁrgələ) [verbr. NWPf Don-Werb Schowe Kernei Lenauh], (dḁÄrigələ) [KU-Kaulb Rothsbg (ältere Gener.)], derk(e)le (därg(ə)lə) [ KU-Ehw RO-Feilbg], dorjele [verbr. Nordteil der mittl. VPf], darjele [Lambert Penns 36]. Zs. PfWB heim-, PfWB herauf-, PfWB herein-, herüber-, PfWB herum-, PfWB hinauf-, PfWB hinein-, PfWB hin-, hinüber-, PfWB umtorkeln. Syn. PfWB taumeln, PfWB turmeln, PfWB gaukeln, PfWB lappeln, PfWB schrankeln, PfWB schusseln. Guck nore, wie der dappich Kerl dorgelt [ ZW-Mauschb KL-Matzb]. Er dorgelt wie besoff [RO-Sippf], wie e Enterich [ KB-Mauchh], wie e krank Hinkel [ NW-Frankeck]. Un wie er so dorkelt, ball rechts, ball links, do wachst sein Hormel; er werd ganz schicker [Kühn Palz 40]. — Das Wort steht in Konkurrenz zu turmeln/türmeln und taumeln/täumeln, von denen es in der Bed. nicht immer klar geschieden wird; häufig gebraucht man es neben einem dieser Wörter, wenn nicht gar alle drei Ausdrücke nebeneinander vorkommen. — Aus lat. torculare 'keltern', vgl. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1587/88 torgeln, 1588/89 torkeln; RhWB Rhein. VIII 1483 turgeln, 1485 turkeln; Saarbr. 49; LothWB Lothr. 91 tirkelen; ElsWB Els. II 713; Bad. I 508.

 

   schweimeln schw.: 'schwanken, taumeln, unsicher gehen', schwäämele (wmələ) [ KU-Bedb Eschau Hundh Kus Patb Theisbgstg], schwaamele (wāmələ) [ KU-Adb Kaulb]; vgl. PfWB schrankeln 1 a; Syn. s. PfWB torkeln. Er schwäämelt nor noch so 'Er kann infolge Gebrechlichkeit nicht mehr richtig gehen' [ KU-Bedb]. — Abl. zu mhd. sweimen 'sich schwingen, schweben, schweifen' ( Lexer Lexer II 1353/54).